Der “Hühnerfuß”! Ein Ausdruck für Sherry, die ihre regulären Verwandten in Weichheit und Fülle nochmal übertreffen. Bereits vor 13 Jahren wurde der Grundstein für diesen Sherry gelegt, indem die Equipo die Fässer wählte, welche daraufhin oxidativ, also ohne Florschicht ausgebaut wurden. Die Solera gibt’s fast nur für Navazos. Es gab drei Ausgaben vorher: No. 34, No. 72, No. 96. Jetzt also No. 118. Immer gleiches Fassmaterial, immer minimalste Mengen. Über 30 Jahre im Schnitt alt. Und genau so komplex schmeckt es auch. Im Glas altes, vibrierendes Kupfer. In der Nase trifft Orange auf Walnuss. Dazu kommt die Finesse eines Amontillado – aber mit Oloroso-Wucht. Kandierte Agrumenschale, Leder, Haselnuss, nussiger Rauch, getrocknete Kräuter. Kein Süßholz, keine parfümierte Frucht – dafür Tiefe und Ernst. Die Süße ist sehr gut integriert, ohne jegliche Schwere. Die warme Salzigkeit nimmt den Mundraum komplett ein. Ein der Sherrys die sich mühelos entfalten! Ein stiller Riese!