Owen Latta ist einer der talentiertesten jungen Winzer Australiens. Er baut seine Chardonnay-Weine 12 Monate lang größtenteils in 300 Liter fassenden Hogsheads aus – eine Mischung von österreichischen Stockinger und den originalen Burgunder Sirugue Fässern, Cuvée Chardonnay. Es sind zudem 600 und 1.500 Liter fassende Fuderfässer im Einsatz, um den Holzeinfluss zu minimieren. 20 bis 50 Prozent der Fässer sind je nach Jahrgang neu. Die Reben dieser Lage wurden hier 1995 gepflanzt. Seit 2005 wird die Lage von Owen geleast und seit jeher ohne jegliche Chemie gehegt und gepflegt – sein Team kümmert sich um alles, vom Rebschnitt bis hin zur Lese. Zartes Zitronengelb mit öligen Tränen am Glasrand. Quitten und Mirabellen gehen in angeschlagene Äpfel und Würze über. Muskatnuss, frisch geröstete Haselnüsse, ein Hauch Vanille, und Zimt, frisch gebrannter Ton und duftender Kamillentee. Derartige Harmonie und diesen verspielt erdige Charakter, hätte ich so vielleicht im Jura erwartet, aber nicht aus Australien! Der erste Schluck und – WOW! Dieser Wein ist ultra spannungsgeladen! Er hat einen ordentlichen Zug mit straffer Frische und Säure. Das vibriert noch lange nach dem Schlucken auf der Zunge. Zitronen, gelbes Steinobst und weiße Obstblüten mit feiner Würze. Owen Latta ist der Jean-François Ganevat aus Australien. Super spannender Stoff, der wie so oft leider nur in Minimengen gemacht wird.