Für Erwan Faiveley ist 2023 der eher hohe Ertrag der Schlüssel für einen großen Jahrgang in Weiß gewesen. Er sagt, er mochte auch 2018 lieber als 2019 im Chardonnay, weil der Ertrag eben höher war und es nicht so brutal konzentriert ist. Der Bienvenue- ist neben dem Criots- sicher der unbekannteste und unterschätzteste der Grands Crus. Er ist immer etwas spannungsreicher als der fettere Bâtard, weil die Exposition etwas kühler ist und gegen Chassagne abkippt. Wahnsinnig hohe Spannung im Duft, Limettenzeste und zerstoßener Kalkstein, ein bisschen Melone, feine Exotik. Ingwerspice im Mund, auch weißer Pfeffer. Satter gelbfruchtiger Schub. Durchaus nicht unähnlich zu 2018 mit dieser duftig-eleganten Nase und der unterschwelligen, aber nie schweren Power im Mund. Der Wein steht im Mund wie ein Felsen, der Nachhall hört nicht mehr auf. Die Intensität und Konzentration können nur als dramatisch beschrieben werden. Was für ein Wein! Ich verstehe, warum Erwan diesen Jahrgang so extrem hoch schätzt.