Gerstl über:
Chateau Haut Bailly
Veronique Sanders: 'Die Assamblage ist etwas aussergewöhnlich, 70% Cabernet-Sauvigon, 26% Merlot 4% Cabernet Franc. Die Cabernet waren wirklich perfekt, weil wir mit deren Ernte bis Mitte Oktober warten konnten, dieses Jahr haben wir ein Phänomen festgestellt, das es vorher noch nie gegeben hat, die Cabernet haben vor den Merlot begonnen Farbe zu bekommen.' Auf diesen Wein war ich besonders gespannt, das war ja einer meiner absoluten Lieblingsweine des letzten Jahres. Der Duft ist schon beeindruckend, der strahlt, der hat Charme, der geht in die Tiefe, der ist ungemein komplex, geniale Frucht, schwarze Beeren vom Feinsten, ein absolut köstliches Parfüm. Was für eine perfekte Tanninstruktur, was für für eine himmlische Aromatik, das ist eine absolut köstliche Delikatesse, da ist Frische drin, da ist Saft und Schmelz, alles sehr schlank, unkompliziert. Zum zweiten Mal probiere ich ihn in der Serie aller Pessac-Leognan, da sticht er richtig heraus, ist mit zusammen Domaine de Chevalier und Smith Haut-Lafitte der überragende Wein. Am Samstag auf Moulin d'Eyquem ist er mein Referenzwein, auch hier beweist er sich klar als einer der überragenden Weine des Jahrgangs. Qualitativ ist das durchaus auch eine Alternative zu den 1er Crus. Vielleicht wird der 2007er letztlich auch näher an die überragenden Haut-Bailly Jahrgänge 2005 und 2006 herankommen, als das im Moment den Anschein macht. Für mich der drittbeste Haut-Bailly der Neuzeit, deutlich besser als 2000, 01, 02, 03 und 04. 18+/20