Chateau Gruaud Larose 2eme Cru 2022
- Cabernet Sauvignon 83%, Merlot 14%, Cabernet Franc 3%
- rot, trocken
- 13,5% Vol.
- Trinkreife: 2031–2066
- Verpackt in: 6er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 97/100
- Parker: 96/100
- Yves Beck: 100/100
- Suckling: 96/100
- Jeb Dunnuck: 97+/100
- Bettane: 97–98/100
- Quarin: 97/100
- Decanter: 97/100
- Falstaff: 96/100
- Jane Anson: 96/100
- The Wine Palate: 96/100
- Gerstl: 19/20
- Frankreich, Bordeaux, Saint Julien
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Gruaud Larose, , 33250 Saint Julien Beychevelle, FRANKREICH
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Heiner Lobenberg über:
Chateau Gruaud Larose 2eme Cru 2022
/100
Dichte, wuchtige Nase, mit leichtem Würzton dazwischen. Etwas vegetabil, ohne dass er grün oder unreif ist, aber er ist jugendlich nicht ganz harmonisch auf der Fruchtseite, aber das wird kommen, dafür hat er einen wirklich eigenen Charakter. Schlanker Mund, eher elegant daherkommend. Insgesamt spielerisch und nicht kantig oder rau. Er ist jung noch nicht perfekt harmonisch aber schon sehr spannend. *** Auf dem Plateau von Saint-Julien liegt Gruaud Larose. Das schöne Château ist im Besitz von Jacques Merlaut, der ein ausgefeiltes High-Tech-Equipment mitbrachte.
Jahrgangsbericht
2022 hatte den trockensten Sommer in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen und war insgesamt das heißeste Jahr seit 1947. Nicht so extrem und plötzlich heiß wie 2003, eher harmoniefördernd gleichmäßig warm und eben sehr trocken. Nachdem im November und Dezember 2021 satt Regen fiel, blieb es in den Folgemonaten trocken und warm. Die Reben konnten sich also bei gleichmäßiger Blüte langsam an die Trockenheit gewöhnen. Die Terroirs mit den besten Wasserspeicher-Eigenschaften und den sehr tief wurzelnden alten Reben konnten das Wasser-Reservoir des Winters und Frühjahrs nach früher und sonniger Blüte relativ problemlos durch den trockenen Sommer nutzen. Regen gab es erst wieder im Juni und dann in der zweiten Augusthälfte mit 30 bis 50mm. Danach blieb es sonnig und trocken mit einem langen »Indian Summer« bis weit in den Oktober und sogar November. Jeder konnte auf den perfekten Erntezeitpunkt warten, zumal es dank sommerlicher Stillstände keinen Zucker-Alkoholdruck gab. Wer mit alten Reben und perfekten Terroirs dann noch verschont wurde vom jährlich zunehmendem April-Frost und vom allzu häufigen Hagel des Frühsommers, konnte sich gerade als biologisch arbeitender Winzer über das, ob des Klimas, vollständige Ausbleiben von Fäulnis und Pilzkrankheiten freuen. Niemand musste auch nur irgendwas spritzen. Für Bio-Winzer mit alten Reben und superbem Terroir war 2022 ein so noch nie erlebtes, perfektes Jahr, zumal man sich über die vergangenen 10 extremen Jahre an die besser angepasste Laub- und Bodenarbeit gewöhnt hatte. Saint Emilions und Castillons Kalksteinfelsen, Pomerols und Fronsacs Lehmböden und die dicken Kieslinsen des Medocs hatten bei sehr altem Rebbestand bis auf den Malus kleinerer Erträge kaum Sorgen. Weniger, aber ein überragend intensiver Saft aus kleinen, dickschaligen, kerngesunden Beeren. Aromatisch frischer Most, tiefes und zugleich delikates Tannin, dazu eine überragende Balance. Junge Reben und sandige Böden litten allerdings extrem, da gab es hier und da schon desaströse Ergebnisse. Besonders profitiert haben, neben den o.g. perfekten Böden dazu am linken Ufer, die in sehr nassen Jahren benachteiligten Fluss- und Ufernahen Terroirs des Medocs, des nördlichen Haut Medocs und Saint Estèphes. Die meisten Winzer vergleichen 2022 mit 2018, allerdings war 2022 überwiegend noch deutlich konzentrierter und reicher in der Frucht, vibrierender, cremiger und trotz der extremen Reichhaltigkeit erstaunlich frisch, seidig und harmonisch, das erinnert auch an das Traumjahr 2016. 2022 ist nicht so extrem pikant wie das Hammerjahr 2019 und nicht ganz so tänzelnd finessenreich wie der 2020er. Winzer mit langer Erfahrung sprechen eher von einer deutlich perfekteren Reinkarnation der Jahrgänge 1982, 1961 und 1949. Jean-Philippe Janoueix, eine Instanz am rechten Ufer und Besitzer vieler Châteaux in Pomerol, Saint Emilion und Castillon sagt: »2022 is the more concentrated version of 2018. With deep acidity and rich, soft masses of tannin, 2022 is the much better and long-lived resurrection of the great 1982 and 1961.« Und das mit größerem Know-how, optimaleren Weinstöcken, niedrigeren Erträgen je Stock, besserer biologischer Weinbergsarbeit, dramatisch präziserer Selektion vor der Kelter (Laser und Wasserbad) und einer kenntnisreicheren Kellertechnik als vor vierzig Jahren. Ohne Zweifel ist 2022 also ein historischer Jahrgang. Fakt ist, dass trotz der wohl berechtigten Jubelschreie der allerbesten Winzer das Jahr 2022 auf Kante genäht ist. Junge Reben und nur mittelgute und schwächere Terroirs, und das ist nun mal mit Abstand der Großteil des Bordelais, haben in nassen und noch mehr in solch trocken-heißen Jahren ganz schlechte Karten und üble Zukunftsaussichten. Und leider werden die Jahre trotz einiger, klassischer Ausnahmen wie das Bordelaiser »Normaljahr« 2021 im Schnitt immer extremer. Die wenigen, strahlenden Topwinzer der Appellationen glänzen ob der extraterrestrischen Qualitäten mehr denn je, die große Masse bleibt auf der Strecke. Die Spitze der Pyramide wird noch schmaler und zugleich noch höher. 2022 ist für die Superstars jeder Appellation ein so noch nie dagewesener Qualitätstraum, aber wo soll das für die breite Basis enden? Spanien findet den Ausweg aus den immer extremeren klimatischen Wetterkonditionen in 800 bis 1200 kühlen Höhenmetern, aber wie sieht – neben den weiter vorwärts stürmenden Superstars – die Zukunft des Bordelaiser »Normalwinzers« auf NN aus?
/100
Parker über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Bottled in May 2024, the 2022 Gruaud Larose has turned out beautifully, wafting from the glass with aromas of dark berries, violets, vine smoke, pen ink and tar. Medium to full-bodied, dense and layered, it's rich and broad, with terrific depth at the core, sweet structuring tannins and a long, expansive finish. Checking in at 13.6% alcohol, it's the estate's first organic-certified vintage.
/100
Yves Beck über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Das Bouquet von Gruaud Larose setzt die Maßstäbe gleich zu Beginn, ohne Umwege, mit Vertrauen, Gelassenheit und viel Taktgefühl. Dieser Wein hat nie Üppigkeit gesucht, aber er liebt es, seine Ambitionen klar und deutlich zu konsolidieren. Die Reifung tut das, wofür sie so wertvoll ist, nämlich alle vorhandenen olfaktorischen Bestandteile zu unterstützen, indem sie sie einpackt und in den Vordergrund stellt. Alles ist kohärent, nichts ragt heraus, sondern alles ist der Eröffnung von Perspektiven gewidmet, die dem Traum, dem Vergnügen, dem Epikureismus gewidmet sind! Was für eine Tiefe, Zartheit und Harmonie. Und ich erinnere Sie daran, dass ich im Moment nur das Bouquet beschreibe ... Am Gaumen hat der Wein das große Verdienst, bestens alle Versprechungen des Bouquets zu übernehmen. Er ist tiefsinnig, linear, subtil und wird von bestens eingebundenen Tanninen unterstützt, die nicht nur ein außergewöhnliches Fundament bieten, sondern auch mit der Prägnanz der Struktur einhergehen, die zudem saftig ist. Dieser Wein ist nicht nur einer der ganz großen Erfolge von Gruaud-Larose, er gehört auch zur Hall of Fame von Bordeaux 2022. Ein außergewöhnlicher Wein, der erst am Anfang seiner Reise steht. Er wird im Laufe der Jahre überzeugen; mich hat er bereits heute überzeugt. Wenn es sein muss, werde ich die Note später erhöhen.
/100
Suckling über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Quite a discreet nose of dark fruit and minerals, with excellent depth. Uncoiled power and intensity, with a full body and firm but polished tannins that dissolve into a long and close-knit finish. It goes on for almost a minute. Try from 2028.
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Jeb Dunnuck über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
The 2022 Château Gruaud Larose is largely Cabernet Sauvignon yet includes 14% Merlot and 3% Cabernet Franc that was brought up in 95% new barrels. It's an inky-hued 2022 that has a killer nose of crème de cassis, lead pencil shavings, liquid violets, and a beautiful, crushed stone-like minerality. This powerful, full-bodied Gruaud La Rose has plenty of mid-palate depth, fine, polished tannins, and a great finish. It's probably best hidden in the back of the cellar for a decade if possible, but it should be incredibly long-lived. I think it's as good as the 2018 and one of the absolute classics from this château.
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Bettane über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Der Wein drückt sein Terroir weiterhin kraftvoll und eloquent aus, dank einer raffinierten Extraktionsqualität, die ihm taktile Empfindungen von seltener Vornehmheit verleiht. Geschmeidiger, aber nicht weniger beeindruckend als die besten seiner Appellation. Einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis auf diesem Niveau. 97-98/100
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Quarin über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Schwarze Farbe mit purpurroten Reflexen. Sehr aromatische, feinfruchtige Nase, rein, subtil, reif, frisch und blumig. Minutiöse Textur ab dem Eintritt in den Mund, der Wein entwickelt sich in der Mitte sehr aromatisch, mit einer sanften und weichen Anmut, die einzigartig für diese Appellation ist. Er erinnert mich an den 1947er. Der Wein schmilzt am Gaumen und prallt im Finale ab, lang, saftig und betörend. Assemblage: 83 % Cabernet Sauvignon, 14 % Merlot, 3 % Cabernet Franc. Alkoholgehalt: 13°64 (Durchschnitt) - pH-Wert: 3,8 (Durchschnitt +). Ertrag: 30 hl/ha. Erster Jahrgang mit Bio-Zertifizierung. Um ihn zu feiern, ändert der Cru auf subtile Weise sein Etikett: zwei Störche ersetzen die beiden Löwen um das Wappen. Sammler aufgepasst! 97/100
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Decanter über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Another excellently consistent wine from Gruaud in 2022 that gives terroir typicality with crystalline purity and such overall charm. Smooth and supple, silky but firm, generous but serious. Gorgeous acidity keeps the palate lifted and fresh while the concentrated fruit and quite present tannins give the structure and frame. I love the detail and purity, powerful and strong but refined. Direct with energy and juicy, vibrant acidity. Mineral, graphite and liquorice aspects grip the palate and linger on the finish with soft spices. Has a very moreish quality with approachability but the racy core and intense backbone suggests long ageing potential. 3.8pH. 3.45g/l total acidity. 40% production. 13% press wine (only Cabernet Sauvignon). 97/100
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Falstaff über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Intensive dunkle Waldbeerfrucht, ein Hauch von schwarzen Kirschen, ein Hauch von Kräutern, Edelholz und kandierten Orangenzesten. Komplex, saftig, reife Zwetschken, frischer Säurebogen, mineralisch-salzig im Abgang, zeigt gute Länge, ein vielseitiger, energischer Speisenbegleiter mit sicherem Reifepotenzial. 96/100
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Jane Anson über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Spicy, intense and concentrated, and yet delivers juicy drinkability from beginning to end, not an easy balance to achieve in 2022. The vintage trace comes through in notes of tobacco, dried herbs, cloves and sandalwood, with tannic build up through the palate, but it is balanced by fresh mint leaf, cassis, bilberry, cocoa bean, and salinity. Firm tannic architecture, excellent quality. 33% of production in the 1st wine, 95% new oak. mint, 96/100
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The Wine Palate über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Expressive, Bold, Black Fruit, Lavender, Baking Spices, Forest Floor, Medium bodied, Refreshing Acidity, Subtle Oak, Grainy Texture, High Tannin, Needs Time. A blend of 83% Cabernet Sauvignon, 14% Merlot, and 3% Cabernet Franc, the 2022 Gruaud Larose is deep garnet-purple in color. It needs some coaxing to bring out notes of ripe plums, boysenberries, and black currant jelly, plus hints of forest floor and spice cake with a waft of lavender oil. Medium-bodied, the palate is elegant and vibrant with a lively line and finely-grained tannins defining the savory-laced black fruit layers, finishing on a lingering mineral note.
VVWine über: Chateau Gruaud Larose 2eme Cru
Sehr feinduftig, mit floralen Noten, Mokka, Milchschokolade und Kirschen, mit mehr Luft schwarze Johannisbeere, Zimt, sehr komplexes Duftbild. Der Gaumen ist gradlinig und frisch, mittlerer bis kräftiger Körper, merklich Tannin, die Gerbstoffe, stützen die knackige Frucht, die Säure wirkt stimmig. Langer, leicht herber Abgang. 2030-2055+ 94-96/100
Gruaud Larose
Auf dem Plateau von Saint-Julien liegt Gruaud Larose. Das schöne Château ist im Besitz von Jacques Merlaut, der ein ausgefeiltes High-Tech-Equipment mitbrachte. Alle Daten über die 66 Parzellen (insgesamt ca 100 Hektar) werden gespeichert, so dass der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln nur...