Anschnallen, zurücklehnen und bereit machen für dieses grandiose Sekt-Ereignis aus dem Kamptal – jetzt im neuen Jahrgang 2019! Wieder 100% Pinot Noir aus den kalkreichen, süd- bis südöstlich ausgerichteten Einzellagen rund um das Loisium und den Holzweg oberhalb des Dechants. Rebstöcke auf reinem Kalkuntergrund, blitzsaubere Handlese nur der allerbesten Trauben, schonend in kleine Kistchen geerntet. Für den Grundwein wurde ausschließlich das Herzstück der Pressung verwendet. Vergoren im Edelstahl mit anschließendem biologischem Säureabbau, dann etwa 18 Monate auf der Feinhefe in großen 2.500-Liter-Fässern und einigen 300-Liter-Fässern aus österreichischer Eiche. Im Herbst 2020 kam der Grundwein auf die Flasche, durchlief die traditionelle zweite Gärung und durfte anschließend mindestens 56 Monate in Ruhe auf der Hefe reifen, bevor er händisch abgerüttelt und behutsam degorgiert wurde. Minimale Dosage, maximale Präzision – ein Sekt mit Anspruch auf Größe. Die Nase schreit erneut förmlich nach Champagner (sehr Bollinger!) aber diesmal noch feiner, heller, etwas floraler als 2016: zarte Blütenaromen, helle Kräuter, ein Hauch Blütenhonig, dazu dieser wunderbare Hefetouch und ganz dezente Brioche-Anklänge. Feine Rauchigkeit, etwas blondes Tabakblatt, Macadamia, ein Hauch Tonkabohne. Dazu reife Zitrusnoten – Zitrone, Grapefruitschale, ein Stich Blutorange – und im Hintergrund feine rotbeerige Nuancen, Walderdbeere, vielleicht ein Hauch rote Johannisbeere. Tief, komplex, dicht verwoben, kaum als Sekt zu erkennen, wenn man ihn blind erwischt – und doch mit jener kalkigen, leicht rotfruchtigen Eleganz, die an die großen Blanc de Noirs von Volker Raumland denken lässt. Am Gaumen zunächst mit dieser brillanten Präzision, die der 2019er noch etwas straffer ausspielt als der 2016er: feines, persistentes Säurespiel, getragen von einer vibrierenden Kalkstein-Mineralität. Helles, salziges Steinmehl, Zitronenschale, gesalzene Mandel, dazu wieder ein leicht rotfruchtiger Puls. Cremiger Beginn, dann zieht die Frische an – straff, elegant, zupackend. Auch hier kommt die volle Breitseite Hefewürze und ein Hauch Buttergebäck aber filigraner, glockenklarer und vielleicht sogar harmonischer als im 2016er. Großes Mousseux, perfekte Balance zwischen Cremigkeit und salziger Spannung. Der Nachhall ist lang, würzig, präzise, komplett aus einem Guss. Schon in seiner Jugend beeindruckend geschlossen, nobel, saftig und dabei gefährlich trinkanimierend. Ein großer Blanc de Noirs – fein, brillant, kalksteinvibrierend. Ganz feiner Stoff!