Immer das Beste Fass aus den ältesten Anlagen bekommt die Bezeichnung Chara. Es gibt ein Chara-Fass aus allen Rebsorten von Alexander, aber immer nur maximal ein Fass in jedem Jahrgang. Chara ist Alt-Griechisch und heißt »die Freude«. Eine Hommage an die evangelische Kirche, die den Laibles in den schweren Gründungsjahren das Überleben sicherte. Die Scheurebe bekommt eine kurze Maischestandzeit, um die Aromen zu lösen und einen leichten Grip zu bekommen. Der Wein wird mit wenig Sauerstoffkontakt gepresst. Ausbau im komplett im Edelstahl. Die Scheurebe von Alexander Laible zeigt in der Nase weiße und schwarze Johannisbeere, Buchsbaum, dann kommt weißer Weinbergspfirsich und saftige Ananas. Schöne Exotik, aber nichts Überbordendes, auch die feine grünblättrige Frische begeistert. Pfefferminze, Holunderbeeren. Im Mund leichtfüßig, kräuterig-frisch, ein bisschen an Sauvignon Blanc erinnernd. Alexander sagt, dass Scheurebe die deutsche Antwort auf Sauvignon aus Neuseeland ist, das kommt schon gut hin. Es hat dieselbe Klarheit und eine expressive Aromatik, aber es ist meist etwas dezenter und eleganter als New World Sauvignon Blanc, das liegt mir mehr. Die Präzision von Alexanders Weinen ist bestechend, man merkt, dass er an die Scheureben herangeht wie ein Rieslingwinzer, so klar und saftig. Wunderbar!