Chara ist Griechisch und heißt »die Freude«. Eine Hommage an die evangelische Kirche, die den Laibles in den schweren Gründungsjahren das Überleben sicherte. Die Reben für den Chardonnay stehen überwiegend auf Kalk und Kalkmergel. Anders als beim Heaven, der durchaus den Anspruch hat ein großer Chardonnay auf Cru-Niveau zu sein, baut Alex den Chardonnay aus der Chara-Serie rein im Stahltank aus. Trinkfluss und Saftigkeit sind hier die ausschlaggebenden Faktoren. Die Trauben werden gelesen, verbleiben dann 24 Stunden auf der Maische und werden komplett im Edelstahl ausgebaut. Der Wein durchläuft keine malolaktische Gärung, also biologischen Säureabbau, um seine frische Säurestruktur beizubehalten. In der Nase schon gelbfleischig mit saftiger, einladender Frucht von Aprikose, Mandarine und auch einem Hauch Exotik. Ananas und ein wenig Mango schwingen hier mit. Umrahmt wird alles von einer dezenten Steinigkeit, aber im Fokus bleibt hier wirklich die satte Frucht. Am Gaumen geht das dann genau so weiter: Saftige, animierende Frucht kleidet den gesamten Mundraum aus. Dazu kommt die präsente, aber durchaus geschliffene Säure. Man, ist das einfach leckerer Stoff! So saftig, so trinkanimierend wie ein Chablis in dieser ganz klaren Stilistik. Einfach nur schöner Stoff.