Alegre Valganon: Rioja Blanco 2024
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- Viura 85%, Garnacha Blanca 10%, diverse autochthone Reben 5%
- weiß, trocken
- 13,0% Vol.
- Trinkreife: 2026–2036
- fruchtbetont
- mineralisch
- voll & rund
- Lobenberg: 94/100
- Parker: 92+/100
- Suckling: 93/100
- Tim Atkin: 91/100
- Spanien, Rioja, Rioja Alta
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
ALEGRE & VALGAÑÓN S.L.,B26497248, Parque Picos de Urbión, 13 - 1oC 26008, Logroño, La Rioja, SpainZutaten:
Trauben Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224)100ml enthalten durchschnittlich Brennwert 78 kcal / 323 kJ Kohlenhydrate 1,3 g Zucker 0,3 g Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren, Eiweiß, Salz
Heiner Lobenberg über:
Rioja Blanco 2024
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Das Weingut von Oscar Alegre und Eva Valganon liegt in Fonzaleche, einem der Dörfer im nordwestlichsten Teil der Rioja, schon fast in der Region Burgos gelegen. Oscar Alegre war zehn Jahre der Export Manager bei Alvaro Palacios und arbeitet nun für Telmo Rodriguez, Eva Valganon ist studierte Önologin. Alegre Valganon ist ihr kleines Familienprojekt. Wir haben hier im Norden komplexe Böden aus Sandstein, Lehm und Kalkstein. Das meiste in minimaler Auflage, aber mit maximalem Qualitätsansatz. Von Anfang an gab es hier hohe Punkte aller international anerkannten Kritiker. Der Rioja Blanco ist Rebsorten-technisch ganz klassisch, also immer über 80% Viura und der Rest Garnacha Blanca und andere autochthone Rebsorten. Das Flaschendesign (Vina Tondonia stand Pate?) und ebenso der Inhalt sind aber fernab vom modernen Rioja-Mainstream. Wir haben hier keinen überbordenden Holzeinfluss, sondern eine total spannende Fruchtanmutung. Alles spontan vergoren, zum Teil auf der Schale, deutliche Phenolik, das gibt Struktur zur Stütze der Frucht. Salzzitrone, Salzmandel, etwas Pistazie, feiner Rauch, etwas Bienenwachs, vielschichtig und charakterstark wie die richtig guten Weine aus der Viura werden können. Man denkt sofort an Tondonia Reserva und 20 Jahre Alterungspotenzial, toller feiner Bittermandelzug. Im Mund eine Salz-Implosion, wow, hat das Teil einen mineralischen Unterbau mit grandiosem, mundwässerndem Säurezug. Wieder die strukturgebende Schaligkeit, einen grandiosen Rahmen gebend. Auch hier viel Salzzitrone und Rauchmandel, Macadamia-Nuss, angetrocknete Quitte, insgesamt ist die Frucht aber eher zurückgenommen und die steinigen, salzigen Komponenten sind neben der Phenolik ganz vorne. Ein bisschen wie frische Austern mit einem Schuss Zitrone, nur viel trockener und griffiger mit strukturgebendem Bitterstoff im Mund. Schöne Länge, diese Rauchmandel-Salzkomponente zieht sich lange hintenraus, schiebt immer wieder nach und fordert den nächsten Schluck. Genialer weißer Rioja, mit dieser einmaligen Salzigkeit und mineralischen Würze, dazu diese leicht nussig-oxidativen Elemente, das ist einmalig. Erinnert fast ein bisschen an vulkanische Inselweine von den Kanaren, Azoren oder Santorini in dieser Art. Oder eben Tondonia, der Wein ist ein Wanderer zwischen den Welten und erheblich erwachsener als man erwartet. Wo sind die eingelegten Sardellen, wenn man sie braucht?! Oder der alte Manchego? Iberico ginge auch...fast groß!
Jahrgangsbericht
2024 startete mit viel Wasser ins Jahr, hervorragende Auffüllung aller Speicher. Das Frühjahr brachte immer noch Regen und manchmal Kühle, Verrieselung der Blüte und Kampf gegen Pilze. Das bedeutet insgesamt geringer Ertrag. Ein moderater Sommer war perfekt für ein frisches Ergebnis, im Spätsommer und Herbst folgten einige Regenfälle. Wer vor der zweiten Oktoberwoche mit den schweren Regenfällen alles gelesen hatte (ALLE Topwinzer lesen inzwischen spätestens Anfang Oktober) hatte ein superbes Ergebnis. Rassige, frische Weine wie 2021, Cool Climate, vibrierende Rotweine und aufregende Weißweine. 2024 ist bei den besten Winzern Spaniens ein großes Jahr wie 2021. Schlanker und kühler als das opulentere 2023, reifer und zugleich frischer als das überheiße und blockierte 2022, aufregender und vibrierender als 2018 bis 2020. In der Klasse sicher so groß wie 2016 und 2019, eher noch etwas spannender und schicker, wie gesagt mit sehr viel Parallelen zu 2021.
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Parker über: Rioja Blanco
The white 2024 Blanco was produced with 85% Viura, 10% Garnacha Blanca and 5% Tempranillo Blanco from seven vineyards in the Montes Obarenes. They let the wine go through malolactic if it wants and did less than 10% skin contact, aged the wine in 3,000-liter concrete vat, three 1,000-liter oak vats and 500-liter barrels, working the lees, more early on and less at the end. It has a moderate 12.9% alcohol and a pH of 3.25, and comes through as characterful, with notes of herbs, pollen, beeswax and spice. It's clean, expressive and open, with a balanced and tasty mouthfeel and a chalky sensation, finishing dry. 10,900 bottles produced. It was bottled in May 2025.
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Suckling über: Rioja Blanco
Discerning notes of yellow pears and sliced apples with wet stones and fresh apricots. Bright acidity on the palate with very good texture and a pure, nicely phenolic finish. A blend of viura, garnacha blanca and tempranillo blanco. Just around 10% new oak. Light skin-contact. Drink or hold.
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Tim Atkin über: Rioja Blanco
Eva Valgañón calls the north-west corner of Rioja's Denominación de Origen a 'white wine zone' and she has a point. This trio of Viura and 10% each of Garnacha Blanca and Tempranillo Blanco comes from seven parcels in Cihuri, Fonzaleche, Haro and Sajazarra and has appealing flavours of orange zest and quince and a nip of tannin from partial skin contact. 2026-29
Alegre Valganon
Das Weingut von Oscar Alegre und Eva Valganon liegt in Fonzaleche, einem der Dörfer im nordwestlichsten Teil der Rioja, also schon fast in der Region Burgos.