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Im Portrait

Weingut Franz Hirtzberger

Gelegen in der Weltkulturerbe-Landschaft Wachau, direkt am Donaustrom, gibt es den Hof des Weinguts Franz Hirtzberger schon seit dem 13. Jahrhundert. Wie in Österreich üblich, ist der Weinbau absolute Familiensache: Der erste Franz begann in den 1970er Jahren damit, die Weine des Weinguts selbst in Flaschen abzufüllen und nicht mehr ausschließlich an die Winzergenossenschaft zu verkaufen. Sein Sohn Franz Hirtzberger Junior übernahm 1983 und brachte die Qualität durch Neupflanzungen, Zukauf und genauere Kellerarbeit deutlich nach vorne. Durch seine Position als Obmann der Vinea Wachau 1988 brachte er diesen Qualitätsfokus auch in der ganzen Wachau ein. Heute bewirtschaftet das Weingut knapp 25 Hektar und wird immer noch von Vater und Sohn der Familie geführt. Hier bedeutet Familie mehr als nur Blut, sie steht für Verbundenheit, Tradition aber auch Modernisierung!

Große Lagen im Einklang mit der Natur

Diese großen Weine aus großen Lagen der Wachau können nur im absoluten Einklang mit der Natur entstehen. Wenig verwunderlich ist es auch, dass es Franz Senior war, der den Codex Wachau mitbegründete, an dessen oberster Stelle die »absolute Naturbelassenheit des Weines« steht. Das heißt, Anreicherung mit Zucker ist in den Prädikaten der Vinea Wachau, Steinfeder, Federspiel und Smaragd streng verboten.

Viel Zeit wird das ganze Jahr über im Weinberg verbracht: Kurzer Rebschnitt, intensive Laubarbeit und sehr strenge Ertragskontrolle sorgen hier für perfekte Frucht. Gelesen wird natürlich von Hand in mehreren Durchgängen. Die Stilistik des Hauses ist es auch eher etwas später zu lesen, um kräftigere Weine zu erzeugen. Auch im Keller wird der Natur freien Lauf gelassen: Spontanvergärung, ohne Jungweinschwefelung und ohne Schönung. Reifen dürfen die Weine dann jeweils in Akazie für Rieslinge und in Eiche für Grünen Veltliner oder andere Sorten.

Das prägende Mikroklima rund um Spitz

Besonders relevant für die Weine von Hirtzberger ist das einzigartige Mikroklima der Wachau. Man sagt seinen Rieslingen auch nach, man könne »den kühlen Hauch von Spitz« schmecken, obwohl die Weine von Hirtzberger zu den opulentesten und kraftvollsten der Wachau stehen. Was macht das Mikroklima also aus? Spitz befindet sich im kühlen westlichen Teil der Wachau, wo die umliegenden Berge und die Nähe zur Donau einen direkten Einfluss auf den Wein haben. Im Gegensatz zu den östlicheren Gebieten, die deutlich wärmer sind, reifen die Trauben in Spitz etwas langsamer. Das Ergebnis: Mineralisch geprägte Weine mit sehr feinen Fruchtnoten und überaus eleganter Säurestruktur.

Riesling-Leidenschaft und klassifizierte Weltklasse

Was wäre Hirtzberger ohne seine weltberühmten Lagen? Seine Weingärten gehören unumstritten zu den besten Rieden (Lagen) der Wachau. Im Zentrum dieses Portfolios stehen die Rieden Singerriedel, Honigvogl und Rotes Tor. Ergänzt werden sie durch Hochrain, Axpoint, Pluris und Steinborz. Dass die Hirtzbergers eine absolute Leidenschaft für Riesling haben, lässt sich auch an den knapp 40 Prozent-Anteil an den Bepflanzungen erkennen. Nicht nur die Riede haben jedoch ihren Anteil an der Qualität des Weins, auch das dreistufige Klassifikationssystem der Vinea Wachau mit Steinfeder, Federspiel und Smaragd trägt seinen Teil dazu bei. Sortiert sind die drei Klassifikationen nach ihrem Mostgewicht und dementsprechend auch Alkoholgehalt. Dabei stellt Smaragd die höchste Stufe dar und liefert somit potentiell auch die gehaltvollsten und langlebigsten Weine der Wachau – vor allem bei Familie Hirtzberger. Die Weine sind absolut Kult und weltweit berühmt.