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Im Portrait

Castello dei Rampolla

Die Zwei Revolutionen

Die Geschichte von Castello dei Rampolla beginnt bereits 1739, seitdem befindet sich das Grundstück im Besitz der Familie di Napoli-Rampolla. Der moderne Weinbaus der Tenuta existiert in seiner heutigen Form allerdings erst seit den 1970er Jahren und ist dabei untrennbar mit zwei Visionären Wein-Italiens verbunden. Der erste davon ist Alceo di Napoli Rampolla, der Großvater der heutigen Generation. In einer Zeit, in der das Chianti seine Stellung am Weinmarkt noch nicht etabliert hatte, war er es, der sich aktiv dazu entschied, Weine von Weltklasse Format zu schaffen. Dazu pflanzte er mit der Hilfe des legendären Önologen Giacomo Tachis als einer der ersten in Italien Cabernet Sauvignon. Die zweite Revolution wurde von Alceos Enkeln Luca und Maurizia eingeleitet, als diese den Betrieb in den 1990er Jahren konsequent auf biodynamischen Anbau umstellten. Wohlgemerkt schon lange vor dem Trend. Bis heute verzichtet das Weingut auf ein Biodynamie-Siegel, da es für sie mehr um die Philosophie als um das Marketing geht.

Terroir ist die Einheit und Harmonie der vier Elemente: Erde, Luft, Leben und Menschen.

Der Weinbergsbesitz des Weinguts beläuft sich auf rund 42 Hektar, mit einer durchschnittlichen Höhe von 360 Metern über dem Meeresspiegel in der Senke des Conca d’Oro. Durch Ihre besondere Ausrichtung starke Exposition zur Sonne wurde hier im Mittelalter viel Weizen angebaut, was zum Namen Oro (Gold) führte. Heute zeichnet sich das Terroir durch exzellente Bedingungen für großen Weinbau aus. Bewirtschaftet werden die Lagen nach dem Mondkalender und im Weinberg wird ausschließlich mit Kupfer, Schwefel und Propolis behandelt, sonst berührt nichts das heilige Terroir. Statt auf Monokultur zu setzen, bemüht sich die Familie, Biodiversität, wie Blumen und Kräuter zu fördern und so das Eigenleben und die Seele des Weinbergs zu pflegen. Die Kombination aus diesen angewandten Methoden und den bewusst niedrig gehaltenen Erträgen führt zu der unglaublichen Qualität der Weine von Castello dei Rampolla.

Beton, Holz, Terrakotta und viel Geduld!

Im Keller wird diese Philosophie fortgesetzt: So wenig wie möglich tun und die Trauben scheinen lassen – das ist die Maxime! Nach der Handlese lagern die Trauben einen Monat lang in Zementtanks, um Tannine und Farbe sorgsam aus den Trauben in den Saft zu extrahieren. Danach wird sanft gepresst und entweder in Holz (Tonneaux), Beton oder Terrakotta-Amphoren gereift. Je nach Wein wird hierbei entschieden, in welchem Behältnis und wie lang der Jungwein reifen darf. Eine Vielfalt an Stilen!

Die Trilogie

Besondere Weine des Weinguts gibt es viele, aber vor allem drei haben es an die Weltspitze geschafft. Der »D’Alceo« benannt nach Alceo di Napoli Rampolla, welcher die Reben für eben diesen Wein selbst pflanzte. Der Wein besteht zu 85 Prozent aus Cabernet Sauvignon mit 15% Petit Verdot, was ihn zu einem intensiven, vollen und körperreichen Rotwein macht. Sein kleiner Bruder, der »Sammarco«, besteht wiederum aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Sangiovese. Er zeichnet sich vor allem durch mehr Mineralität aus, wirklich stark! Der Dritte im Bunde ist der »Chianti Classico« aus 100 Prozent Sangiovese. Eine pure Expression der Rebe, die die Toskana zu dem gemacht hat, was sie heute ist.