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Im Portrait

Bassermann-Jordan

Das Weingut befindet sich im wunderschönen Deidesheim an der Weinstraße in der Vorderpfalz. Auf seinen ungefähr 50 Hektar an Rebfläche stehen vor allem Riesling und Burgundersorten, wobei der Riesling mit Abstand den größten Teil ausmacht. Das Weingut ist seit 1910 Mitglied im »Verband Deutscher Prädikatsweingüter«, kurz VDP und zählt seit jeher zu den renommiertesten Weingütern in Deutschland.

Geschichte

Wer Bassermann-Jordan trinkt, der trinkt ein Stück deutsche Weingeschichte. Schon im Jahr 1718 kaufte der aus den französischen Savoyen stammende Pierre Jordan die ersten Reben in der Pfalz. Seinem Enkel Andreas Jordan aber haben wir nicht nur das Weingut, sondern auch viele andere Errungenschaften des deutschen Weins zu verdanken. Er übernahm das Weingut und verhalf mit seinem Wissen, welches er aus dem Rheingau mitnahm, seinem Pioniergeist und seiner Experimentierfreude, das Weingut schon früh berühmt zu machen. Er begann damit Weinberge sortenrein anzulegen, Lagen einzeln getrennt zu ernten und auszubauen und diese auch unter eigenem Namen in Flaschen zu füllen und zu verkaufen. Für damalige Verhältnisse waren das absolute Revolutionen in der Pfalz!

Als Andreas Jordan 1848 plötzlich und ohne Testament verstarb, wurden die Besitztümer des Weinguts aufgeteilt und an seine drei Kinder vermacht. Diese Jordan’sche Teilung führte also unfreiwillig zu den Gründungen vom Weingut Bassermann-Jordan, dem Weingut »Reichsrat von Buhl« und dem Weingut »Dr. Deinhardt« (Heute von Winning). So waren diese eigentlich Familien Weingüter fast 150 Jahre voneinander getrennt, ehe der inzwischen verstorbene Achim Niederberger, ein Pfälzer Unternehmer, alle drei aufkaufte und wieder zusammenführte. Heute werden alle Weingüter zwar individuell geführt, gehören aber zum selben Konzern.

Deidesheim & die Pfalz

Der Riesling hat wie kaum eine andere Rebsorte die Fähigkeit, im Geschmack punktgenau auszudrücken, in welchem Terroir er gewachsen ist. Dementsprechend ist es für ein klassisches Riesling-Weingut wie Bassermann-Jordan essentiell, wo dieser wächst. Zwar hat das Weingut seinen Sitz in Deidesheim, bewirtschaftet aber auch viele Weinberge in Forst und Ruppertsberg. Die Deidesheimer Lagen sind meist etwas wärmer als ihre Gegenstücke in Forst, da sie mehr am Hang liegen und somit exponierter zur Sonne sind. Auch zeigen sich im Boden deutliche Unterschiede: In Deidesheim dominieren Kiesel, Buntsandstein, Muschelkalk und Löss, während der Forst immens durch den vulkanischen Basalt geprägt ist. Das generelle Klima der Pfalz ist mild, manchmal sogar mediterran. Mit fast 1800 Sonnenstunden im Jahr gehört man eindeutig zu den sonnenverwöhntesten und wärmsten Regionen des Landes, was zu kräftigen, fruchtigen und körperreichen Weinen führt.

Sortiment & Lagen

Durch die VDP Mitgliedschaft ist das Sortiment des Weinguts klassisch in Gutswein, Ortswein, Erste Lage und Große Lage gegliedert. Wie bereits erwähnt produziert Bassermann-Jordan zum Großteil Riesling und damit sind die Riesling Lagen auch die Aushängeschilder des Betriebs. Zum Verkauf stehen hierbei aus Deidesheim der Kieselberg, Kalkofen und Langenmorgen und aus Forst die legendären Lagen Ungeheuer, Pechstein und Kirchenstück. Die Deidesheimer Lagen neben den berühmten Forstern fast schon Geheimtipps, da vor allem der Kieselberg unter dem Radar fliegt und für viele eine tolle Option sein kann. Die Forster Lagen sind natürlich die absoluten Promis unter den Lagen. So gut wie jeder Weinkenner in Deutschland kennt sie, weil sie sich ihren Ruf einfach schon über Jahre durch Spitzenqualität erarbeitet haben. Das Ungeheuer von Bassermann zeigt sich ungeheuerlich charmant mit betörender Frucht und sanfter Säure. Der Pechstein ist, obwohl er genau daneben liegt, das genaue Gegenteil: Dunkel, rassig und quasi durchtrieben von Mineralität. Das Kirchenstück ist der Star, elegant, fein und langlebig, eine echte Legende eben.