Monterrei (zu Deutsch: „Berg des Königs“) ist die südlichste Appellation Galiziens – ihre Weinberge liegen unmittelbar an der portugiesischen Grenze.

Im Überblick

Weinregion

Geschützt von einer kleinen Bergkette im Norden entstehen in der kleinsten Anbauregion Galiziens vielfach unterschätzte Weiß- und Rotweine mit einer genialen Kombination aus Frische und Fülle. Quasi das Beste aus zwei Welten, denn in Monterrei treffen maritime Einflüsse des Atlantiks auf das kontinentale Klima Zentralspaniens. Immerhin zwei Autostunden Fahrt sind es von Monterrei bis nach Vigo an der Atlantikküste.

Heiße Sommer, kalte Winter

Heiß und trocken fallen die Sommer in Monterrei daher meistens aus, in den Nächten kühlt es jedoch oft deutlich ab, was den Weinen eine herrliche Frische verleiht. Niederschläge von meist rund 900 Millimetern pro Jahr versorgen die Reben zudem mit ausreichend Wasser. Dennoch ist es im Vergleich zu den küstennahen Regionen Rías Baixas und Ribeiro wärmer und trockener – im Winter kann es hier klirrend kalt sein. Und auch die Böden sind nicht ganz so karg wie an der Küste. Neben Granit und Schiefer sind sie auch von Ton, Lehm und Kies durchzogen.

Die Region am Támega

Die Weine fallen in Monterrei daher meist etwas fülliger und schmelziger aus als in den Nachbarregionen im Westen. Voll und voluminös, aber dennoch mit einem frischen maritimen Kick – eine geniale Kombination! Die weit verstreuten Plots verteilen sich in Monterrei auf die zwei Subzonen »Val de Monterrei« (die flacheren Lagen) und »Ladeira de Monterrei« (die Hanglagen). Die Weingärten schmiegen sich an die Ufer des Douro-Nebenflusses Támega an, der nördlich von Verín entspringt und von Norden nach Süden durch das Anbaugebiet Monterrei fließt, bevor er die portugiesische Grenze passiert.

Das galizische Kleinod

Nur 720 Hektar Weinberge stehen in Monterrei. Klar, dass die winzigen Mengen, die hier entstehen, oft unter dem Radar von Weinfreaks laufen. Ein Jammer, denn die Ergebnisse sind nicht selten großartig – so wie bei José Luis Mateo, der auf seinem Weingut Muradella die wohl besten Weine der D.O. Monterrei macht. Hervorragende reinsortige Gewächse aus Treixadura, Doña Blanca, Verdelho, Garnacha Tintorera und Mencía gibt es bei ihm ebenso wie superbe Cuvées aus verschiedenen Rebsorten von unzähligen kleinen Weinbergparzellen. Selbst in den unscheinbarsten Regionen Galiziens entstehen mittlerweile Weine auf Weltklasseniveau. Monterrei, das Kleinod im äußersten Süden Galiziens ist ein archetypisches Beispiel hierfür.