Weinpaket

Weinpaket: Deutschland Große Gewächse 2016 | 18*0,75l 2016


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ENTHALTENE WEINE

Das sagt Lobenberg zu diesem Weinpaket


2016 ist DAS Jahr für deutschen Riesling! Majestätisch, königlich, erhaben. Fern von jeder Hektik, ganz zu Hause angekommen. Jeder Schluck eine kleine Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit total balancierter Harmonie-Wunder. Dabei moderat im Alkohol, verträumt weicher Schmelz, viel weiße Frucht. Die Kraft und Frische schlummert unter dieser grandiosen Ausgewogenheit. Nicht zum Essen trinken, solo die schiere Erhabenheit über alle Sorgen genießen. 18 mal Größe ohne Lautstärke. Geht es überhaupt besser?

Lobenbergs GUTE WEINE
Probierpaket

"Meine Probierpakete sind meine Visitenkarte, meine beste Auswahl!"
2016 ist DAS Jahr für deutschen Riesling! Majestätisch, königlich, erhaben. Fern von jeder Hektik, ganz zu Hause angekommen. Jeder Schluck eine kleine Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit total balancierter Harmonie-Wunder. Dabei moderat im Alkohol, verträumt weicher Schmelz, viel weiße Frucht. Die Kraft und Frische schlummert unter dieser grandiosen Ausgewogenheit. Nicht zum Essen trinken, solo die schiere Erhabenheit über alle Sorgen genießen. 18 mal Größe ohne Lautstärke. Geht es überhaupt besser?


Je 1 Flasche:
  • Deutschland/Franken - Rudolf Fürst: Riesling Centgrafenberg Großes Gewächs 2016 - 2017-2051:
    Lobenberg: Natürlich steht auch der Centgrafenberg im Bürgstadter Berg. Ist also umgeben von der Ersten Lage. Früher war alles Centgrafenberg. Die Familie hat 6 Hektar an Rebfläche (Rot und Weiß zusammen) im Centgrafenberg. Es gibt in diesem Jahr aber nur 2500 Flaschen Großes Gewächs Riesling. Da müssen wir um Zuteilung kämpfen. Es gibt über 5000 Flaschen Spätburgunder aus dieser Lage und ein bisschen Frühburgunder. Der Wein wächst komplett auf Buntsandstein mit Eisenanteil. Das macht die Würze dieser Weine aus. Genau wie die Erste Lage als Ganztraube sofort gequetscht und abgepresst, keine Standzeiten. Vergärung erfolgt spontan. Diese ganze Partie von ungefähr 2500 Flaschen Großen Gewächs wurde in einem großen Fass vergoren. Die Nase aus diesem winzigen Ertrag, aus diesem eisenhaltigen Buntsandstein, ist auf der einen Seite dieses Köstliche 2016, auf der anderen Seite auch dieses Würzige wie wir es im Rotwein hatten. An Blut, Jod und Mineralik aus dem Eisen erinnernd. Das gibt schon in der Nase viel mineralischen Druck unten drunter. Im Mund eine schöne Kombination. Obwohl alles Botrytisfrei war, haben wir einen kleinen Hauch von Mango. Dazu wunderschöner frischer Apfel, leichte Birnigkeit, pinke reife Grapefruit, und dazu ein bisschen Passionsfrucht. Das gibt Pikanz. Das Ganze mit Jod und Minze unterlegt. Kumquat, ein bisschen Physalis. Sehr pikant, sehr eigenwilliger Mund aus dieser sehr speziellen Lage. Und trotzdem diese Köstlichkeit, diese reife Säure aus 2016. Der Wein hat eine unglaubliche Spannung aus diesem Rebberg. Aus dieser so sehr komplexen Fruchtaromatik, die so einzigartig ist. Wir sind hier assoziativ bei einem Großen Gewächs aus allerbester Lage des Rheingaus, um mal eine Vergleichbarkeit zu schaffen. Gleichzeitig aber haben wir die fast erotische Spannung der Weine von der Nahe. Das ist irgendwo eine Kreuzung von ein bisschen Dellchen von Helmut Dönnhoff und ein bisschen von Oetinger Siegelsberg. Das ist wirklich ein grandioser Stoff, und wie schon 2015 ist dieses Großes Gewächse eines der großen Großen Gewächsen des Jahrganges und gehört zu den Allerbesten 100/100 -- Gerstl: Edler kann ein Wein nicht duften, höchstens anders, der vereint 1000 sublime Raffinessen, die aromatische Vielfalt ist unbeschreiblich, die Harmonie aus Frucht und Mineralität könnte perfekter nicht sein. So erhaben wie er duftet, klingt er am Gaumen auch an, das ist ein grosses Meisterwerk in Sachen Harmonie, da ist geballte Kraft, aber unglaublich raffiniert vorgetragen, der Wein schwebt mit einer Leichtigkeit über den Gaumen, die sprichwörtlich ist, die unvergleichliche Leichtigkeit des Seins. Das ist so ein Wein, an dem man sich niemals satt trinken kann, der hat so eine charmant verspielte Art, die zutiefst berührt, ein Geniestreich. 20/20 (38 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Clemens Busch: Marienburg Riesling Großes Gewächs Falkenlay 2016 - 2020-2044:
    Lobenberg: Extrem reif war eigentlich nur die Terrassenmosel. Hier bei Clemens Busch konnte und musste wesentlich länger zugewartet werden. Die Ernte verlief bis Anfang November. Die Säurewerte für die alten Anlagen lagen zwischen 8 und 9 Gramm. Der Restzucker im Bereich von 5 bis 6 Gramm. Die Alkoholwerte bei bescheidenen 12 bis 12,5%. Das heißt, wir sind hier in dem Bereich, den es optimal zu treffen gilt, den man aber fast nie erwischt. Bei Clemens Busch handelt es sich um ein biodynamisches Weingut. Grundsätzlich Ganztraubenabpressung, kurze Maischestandzeit, spontane Vergärung und Ausbau aller Weine im alten Holz. Der Boden des Falkenlay ist tiefgründiger als bei den Nachbarn Rothenpfad und Fahrlay. Verwitterungsgestein bei einer reinen Süd-Exposition. Durch die Tiefgründigkeit des Bodens neigt der Wein insgesamt dazu etwas üppiger und opulenter rüber zu kommen. In schwierigen Jahren gibt es hier auch schon mal Botrytis, 2016 allerdings nicht. Dieser Wein hat deutlich weniger massive, steinige Mineralität als der Rothenpfad, dafür hat er fast einen Hang zur köstlichen Exotik. Wir haben hier sehr viel Mango und Maracuja, aber nichts Fettes, nichts Süßes oder Schweres. Dazu weiße Blüten, auch ein bisschen Jasmin. All das liest sich jetzt ein bisschen wie ein sehr üppiger Wein. Aber wir sind weit davon entfernt zu üppig und hochreif zu werden wie an der Terrassenmosel. Wir bleiben extrem fein. Nur eben köstlich geschliffen und vibrierend. Und anders als im Rothenpfad mit einer weitaus milderen Säure und Mineralität, die aber dennoch deutlich ist. Der Mund zeigt dann aber schon, was Mineralität an diesem Teil der Mosel bedeutet. Wir haben hier unheimlich viel Feuerstein. Fast granitartige Assoziationen. Und trotzdem bleibt alles unglaublich fein. So fein wie in Löwensteins einzigem, extrem finessereichem Wein, dem Roth Lay. Das haben wir hier auch. Tänzelnd, mineralisch, in der Säure mild. Unglaublich köstlich, süffig und total balanciert. Große Harmonie. Ich bewerte ihn ob seiner Perfektion noch höher als den Rothenpfad GG, und das sind für mich ganz klar die beiden besten Weine von Clemens Busch in diesem Jahr. Und beide sind köstlicher, leckerer und wahrscheinlich schöner zu konsumieren als die großen 2015er. Weil die Balance in 2016 so unglaublich gut gelungen ist. Weil die Weine mit geringem Alkohol (dieser hier hat ebenfalls nur etwas knapp über 12%) und hoher Säure trotzdem einen Schmelz verströmen, als sei es ein fettes Jahr. Das ist ein bisschen wie eine perfektere Version eines 2007er. Und klar besser noch als 2012. Klasse Riesling und einer der Topstars des Jahrganges 2016 überhaupt. 100/100 -- Galloni: Seed-inflected lime, grapefruit, apple and pear mingle both on the nose and on a silken palate with subtly stony and bracingly saline, crystalline mineral impingements. This displays a striking sense of density allied to alcoholic levity and transparency, finishing with vibrant, shimmering interaction of fruit and mineral elements. Conceivably it’s just more developed (in an entirely positive way) than are this collection’s other Grosse Gewächse (whereas Falkenlay was notably recalcitrant in 2015), but my suspicion is that this will retain an edge over its siblings in clarity and animation. 93/100 (32 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Maximin Grünhaus: Riesling Abtsberg Großes Gewächs 2016 - 2019-2046:
    Lobenberg: Die Lese fand erst Mitte Oktober statt und zog sich bis weit in den November hinein. Die trockenen Weine waren ca. Ende der ersten Novemberwoche im Haus. Das heißt, wir haben eine extrem lange Vegetationsperiode aller Weine bei gleichzeitig niedrigem Alkohol von 11,5 bis 12 % und hohen Säurewerten zwischen 8,5 und 10. Der süße Schmelz, der hohe Extrakt und die Extraktsüße sowie die immense Komplexität des Jahrganges resultiert aus der extrem langen Vegetationsperiode. Der 2016er kommt mit knapp 8 Gramm Restzucker, einer Säure von 8,8 und einem Alkohol von nur 12%. Diese formalen Werte deuten auf einen kargen Jahrgang hin, aber der 2016er mit seiner extrem langen Vegetationsperiode bringt eine Extraktsüße mit, die alles auf einem höheren Niveau balanciert. Insgesamt, ist die Ruwer natürlich das Gebiet mit der höchsten Säure, denn die Witterungsverläufe sind völlig anders als in südlichen Weingebieten. Abtsberg ist der älteste Rebberg, es ist kühler und harter blauer Schiefer. Die Grundqualität des GG ist eine Auslese und nur die ältesten Reben aus den höheren Lagen gehen in das Große Gewächs. Der blaue Schiefer bringt die Kühle und Mineralität in den Wein. Die Süd-Südost-Exposition bringt die Sonneneinstrahlung für die Süße der Frucht. Alles zusammen schafft das erst die Balance und Harmonie, die den Abtsberg immer zu einem der größten und harmonischsten Weine des Jahrgangs werden lassen. Er ist zu Recht eine Ikone. Und dieser, durch ganz viele glückliche Zufälle bedingte, perfekte Jahrgang 2016, tut sein Übriges. Der Jahrgang hätte auch komplett in die Hose gehen können. Die Startbedingungen im Frühjahr mit den langen Regenfällen waren ausgesprochen schwierig. Die Blüte wurde zum Teil verrieselt. Dann diese extrem lange Trockenperiode im Sommer. Der leichte Regen im September rettete, wie in vielen Weingebieten Europas, das Jahr. Danach folgte ein langer, trockener, warmer Indian-Summer, eine Herbstphase mit warmen und trockenen Tagen und zum Glück kühlen Nächten. Die Säure wurde bewahrt, die Reife konnte sich bis in den November hinein entwickeln. Die Lese konnte so spät wie möglich eingebracht werden. Alles konnte abgewartet werden. Ein mit ungeheuer viel Glück geretteter Jahresverlauf in Perfektion, aber im Grunde so nicht vorhersehbar und auch nicht wiederholbar. Es hätte auch mit früheren Regenfällen und einer feuchten Wärme ein komplettes Desaster werden können. Eine Situation, wie wir sie in dieser Glückseligkeit auch schon aus Bordeaux und anderen Regionen kennen. 2016 ist ein echter Glücksfall. Die Nase des spontan vergorenen Weines erinnert in ihrer Gradlinigkeit und Präsenz in 2016 durchaus ein bisschen an die Nahe. Der 16er ist nicht karg, ist nicht so spröde wie in manchen Jahren. Die enorm hohe Extraktsüße drückt sich wunderbar ab. Viel weißes Steinobst, süße Apfelnoten, viel Weinbergspfirsich. Auch hier, wie schon im Abtsberg Alte Reben, eine fast Weißburgunderhafte, saubere, weißfruchtige Note. Weiße Blüten, cremiges Brioche, leichtes Zitronengras darunter. So fein, so unendlich lang, so verspielt. Überhaupt nicht fett und trotzdem warm. Ein enorm dichter, sehr reicher Mund. Die Säure ist sehr präsent, sooo intensiv, aber nicht spitz. Sie ist massiv, aber total harmonisch. Sie wird vor allem von diesem so unglaublich süßen Extrakt perfekt getragen. Die Dichte, der Terroir Abdruck des blauen Schiefers, diese kühle Intensität mit der darunterliegenden Extraktsüße, kommt so perfekt. Das Ganze hallt mehrere Minuten lang nach. Die für mich schon perfekten "Alten Reben" werden einfach eine ganze Etage höher gehoben. Ich habe mehrere Minuten lange Zeit den Wein nach zu probieren. Die Aromen steigen immer wieder hoch. Bei offenem Mund nachgespürt ist das Rückaroma wirklich phänomenal. Auch hier total Botrytisfrei. Es gibt keinerlei exotische Komponenten. Alles bleibt auf europäischer Frucht. Ein total raffinerter Wein voller Finesse, aber auch gleichzeitig viel Kraft und reicher Dichte. Die Werte zeigen die Zartheit, der Mund selbst kommt deutlich massiver daher, als man das hätte erwarten können. Die Intensität ist immens, aber immer fein, raffiniert und verspielt bleibend. Das ist der beste Abtsberg, den ich bisher probiert habe, und das ist ein wirkliches Highlight des Jahrgangs. 100/100 -- Gerstl: Der Duft ist unglaublich raffiniert, total fein, aber auch irre komplex und so etwas von edel, alles wirkt puristisch klar und strahlend mit einer Fülle an Mineralität im Hintergrund. Die Grünhäuser Rasse in Verbindung mit der Feinheit des 2016er-Jahrgangs, das ergibt das absolut ideale Paar für einen grossen Riesling. Das ist schlicht gigantisch, da sind verschwenderische Vielfalt, ein immenses Geschmacksspektrum und dramatische Spannung, das ist zweifellos einer der grössten trockenen Weine von Grünhaus. 20/20 --Suckling: This is enormously deep and complex although it's feather light. There's no point in listing the aromas that are only beginning to emerge, but I must stress that you need to wait until at least 2019 and suggest that you remember Nietzsche's words: you look into the abyss it will look back into you! Will age through 2050. 98/100 Stuart Pigott Feinschmecker: 1. Platz Riesling Cup. Unendlich lang, kraftvoll und eigenständig, das sind Attribute, die den punktgleichen Siegerwein der traditionsreichen Winzerfamilie von Schubert auszeichnen. Er stammt von einem Weinberg, der sich in Alleinbesitz des Guts befindet und moseltypische Schieferböden aufweist. Herrliche Mineralität und ein Aromenreichtum, der von Zitrusblüten über Maracuja bis zu Kieselnoten reicht. Mit Sicherheit wird dieser Wein auch in fünf Jahren noch Freude bereiten. (27,90 €)

  • Deutschland/Nahe - Dönnhoff: Riesling Großes Gewächs Dellchen 2016 - 2020-2044:
    Lobenberg: Das Dellchen steht auf grauem Schiefer mit Porphyrauflage. Eine große Mulde mit Terrasse und Amphitheater-Charakter. Durch die Erosion liegt auf dem Schiefer eine felsig geröllige und dunkelsandig krümelige Schicht. Deswegen ist das Dellchen insgesamt ein bisschen fetter als die anderen GGs bei Dönnhoff. Immer exotischer in der ausladenden Frucht. Die Füße stehen aber ganz klar im Schiefer, die mineralische Dominanz ist somit eindeutig. Der Jahrgang 2016 liegt knapp unter 13% Alkohol, Restzucker 4 Gramm und Säure von über 8. Also total trocken, aber die Wahrheit im Jahrgang 2016 liegt in der Reife. Der erste Riesling in diesem Jahr bei Dönnhoff mit einer wunderschönen Mango-Nase. Auch Papaya, ganz reife Renekloden, ein bisschen Orangenabrieb, fast süßer Assam-Tee. Schöne Fülle zeigend. Aber was für ein unglaublicher Zug dann im Mund. Wow, das gibt es doch gar nicht. Aber das ist Dellchen. Es geht hier unglaublich ab. Der Mund zieht sich zusammen, die Augen werden schmal. Die klassische Reaktion auf extreme Pikanz. Die Säure ist reif, aber so unglaublich präsent. Der Wein schmeckt total durchgegoren. Er ist trocken, aber er hat trotzdem ein bisschen Exotik wie Ananas und Maracuja, aber er ist ganz sauber. Botrytisfrei gelesen. Diese wunderschöne reife Säure spielt mit dieser traumhaften Extraktsüße, die den fehlenden Restzucker komplett vergessen macht. Nur Extrakt hält die reife Säure in Balance, und das Ganze kommt mit dieser wunderschönen Mango, Passionsfrucht, Orangenabrieb. Das ist ein Ereignis. Das ist ein Wein, der einen komplett in Beschlag nimmt. Das kann man gar nicht nebenher trinken. Der Genießer ist komplett eingenommen von dem, was ihm aus dem Glas entgegenspringt. Explosionsartig. Ich fand das Felsentürmchen genial, aber dieses Dellchen schlägt alles was ich an Dellchen je probiert habe, weil es erstmalig nicht zu exotisch und rund daher kommt, sondern richtig einen massiv explosiven Kick hat. Richtige dramatische Spannung. Riesiger Stoff. 100/100 -- Gerstl: Wenn der Felsenberg schon den Gipfel der Raffinesse erreicht, was soll ich denn über dieses Dellchen schreiben, das schon immer für Raffinesse bekannt war. Ich muss nur kurz die Nase an dieses Glas halten und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dieser Duft verschafft mir ein fast unbeschreiblich wohliges Glücksgefühl. Feiner geht nicht mehr, komplexer auch nicht, mehr Strahlkraft auch nicht und das alles findet sich in dieser genialen Duftwolke. Und jetzt liegt dieses köstliche Elixier auf meiner Zunge, ich bin mich gewohnt, dass ich bei Weinen von Dönnhoff ausflippe, aber so etwas wie dieses Dellchen habe ich auch hier noch nicht erlebt, das ist eine neue Dimension trockener Riesling, da drehe ich fast durch. 20/20 -- Suckling: Very refined peach, rose hip and wild berry on the nose. Stunning concentration, elegance and finesse make this one of the stars of the vintage on the Nahe. The super-mineral finish almost literally takes your breath away. Drink now or hold. 96/100 Stuart Pigott (39,50 €)

  • Deutschland/Nahe - Dönnhoff: Riesling Großes Gewächs Hermannshöhle 2016 - 2020-2047:
    Lobenberg: Die Hangneigung der Hermannshöhle ist 60%, der Bodentyp: Tonschiefer mit Kalksteinelementen, Rebalter von 60-80 Jahren. Alkohol knapp unter 13%, Restzucker bei 4 Gramm, Säure über 8. Ich liebe diese Verkostung hier bei Dönnhoff. Erst das puristische, steinig, mineralische Felsentürmchen, dann das etwas exotischere, üppigere Dellchen, und jetzt zum Schluss der erhabene Wein aus der Hermannshöhle. Und erhaben ist das richtige Wort. Das ist eine Art Corton Charlemagne aus Deutschland. Weiße Frucht und weiße Blüten dominieren die Nase. Dann aber auch relativ viel Gestein. Schiefrige Noten, feines Salz, auch Kalk und Kreide. Und so wie mich gerade das Dellchen fast abgeschossen hat in dieser enormen Pikanz, so geht es in der Hermannshöhle gegenteilig und deutlich zivilisierter zu. So ausgewogen. Ja, natürlich ist die sehr reife Säure total präsent, natürlich ist die Kraft da, aber nichts knallt so unglaublich wie beim Dellchen in diesem Jahr. Bei der Hermannshöhle bleibt es erhaben, bleibt es zivilisiert, aber das hatte ich auch schon beim größten Wein von Tim Fröhlich, dem Felseneck. Die ganz großen Weine sind dann irgendwann wieder sehr ausgewogen. Diese Erhabenheit zeichnet ihn aus, diese Eigenschaft, auch etwas wie ein ganz großer Chablis Les Preuses. Hier werden wir burgundischer in dieser feinen Erhabenheit. Einer der größten deutschen Weine seit vielen Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten. Und wir müssen ihm einfach nur Zeit geben. Natürlich sind das Felsentürmchen und das Dellchen in den jungen Jahren knallender, überwältigender. Die Hermannshöhle braucht einfach Zeit. Aber all das, was dereinst kommen wird, zeichnet sich jetzt schon ab. Diese wunderbare Weinsäure, die so zivilisiert ist, die Kraft und Länge. Aber nichts poltert, nichts kracht, sondern alles ist geschliffen, poliert, erhaben und fein. Ein großer Wein. 100/100 -- Gerstl: Wenn ich diese Weine der Reihe nach bei Dönnhoff probiere, meine ich, ich könnte sie wohl auch blind erkennen. Ich kenne keinen anderen Wein, der so erhaben duftet wie diese Hermannshöhle, der Duft kommt gewaltig aus der Tiefe, es ist schon fast reine Mineralität und doch ist auch ein Fruchtspiel mit dabei, das sinnlicher nicht sein könnte. Vor allem weisse, aber auch ganz dezent gelbe Frucht, bis hin zu einem Hauch Tropenfrucht, was ist das für eine sensationell komplexe Duftorgie. Am Gaumen begeistert der Wein zuerst einmal mit seiner noblen Struktur, die Säure packt ein wenig mehr zu als jene des Dellchens, bleibt aber ebenfalls cremig weich. Das ist ein Phänomen, ein bombastisches Konzentrat, aber so etwas von sagenhaft fein, der führt ein echtes Spektakel auf, das Aussergewöhnliche ist aber die raffinierte Art, mit der er das tut. Dieser von der Struktur her etwas männlichere Typ zeigt auch Raffinessen ohne Ende. 20/20 -- Suckling: The 2016 Hermannshöhle GG from Dönnhoff is once again one of the top dry rieslings of the vintage in Germany thanks to its stunning combination of concentration and finesse. The super-mineral finish tugs at your lapels trying to pull you with it into the distance. Don't resist! Good for several decades at least. 97/100 Stuart Pigott (46,00 €)

  • Deutschland/Nahe - Emrich Schönleber: Riesling Großes Gewächs Halenberg 2016 - 2018-2042:
    Lobenberg: Das Halenberg GG steht zu 100% auf Blauschiefer. Sehr kühler und mineralischer Untergrund mit einer Südwest-Exposition. Das bedeutet ein sehr warmes Kleinklima, auf tendenziell für kühle Aromatik stehendem Untergrund. Die Art der Weinbereitung ist die gleiche in beiden GGs. Kurze Maischestandzeit von 3-5 Stunden, dann als Ganztraube abgepresst, spontane Vergärung im Holz, Ausbau auf der Vollhefe bis Ende März, dann Verbleib im Holz auf der Feinhefe bis zur Füllung. Der 2016er, wie 2015, 12,5% Alkohol, knapp unter 8 Säure, Restzucker liegt um die 5 Gramm. Das ist schon famos und immer wieder erstaunlich, wie sehr das Terroir Nase und Mund beeinflusst. Grade hier, wo es doch nicht so weit auseinanderliegt. Dieser kühle Untergrund des blauen Schiefers gibt schon eine völlig andere Nase. Eine kühle, steinige Stilistik. Nicht wuchtig sondern fein und intensiv. Stein und immer wieder Stein. Feuerstein, Schiefer, dann langsam traubige, dem Jahrgang 2016 entsprechende Frucht. Ein bisschen Quitte, Bratapfel, Birne, Litschi, auch ein bisschen Kiwi. Insgesamt kühle Stilistik. Auch der Mund greift diese Steinigkeit wieder auf, der Wein ist im Mundgefühl deutlich schlanker und feiner als das GG aus dem Frühlingsplätzchen. Unglaublich präzise, wahnsinniger Geradeauslauf. Links und rechts kommt immer wieder Feuerstein, Schiefer. Die Frucht total auf der Traube, aber der Stein bändigt diese feine Extraktsüße und hält das Ganze total in der Spur. Trotzdem unglaublich fein. Das ist gar kein Kraftmeier, kein Blockbuster. Das ist ein unglaublich feiner, präziser, geradeauslaufender Riesling, der deutlich länger Zeit brauchen wird als das charmante Frühlingsplätzchen um alles zu zeigen. Ein Wein der durchaus Jahrzehnte im Keller vergessen werden darf. Und der durch seine unglaubliche Präzision, Feinheit und Balance besticht. Das ist große, lange, intensive Feinheit. Ein wirklich tolles Großes Gewächs wenn man denn diese stylische Geschliffenheit, diese reife Säure mit dieser extrem steinigen Finesse kombiniert, gerne mag. Ich finde ihn einen ganz großartigen Wein und stelle ihn über das famose Frühlingsplätzchen, weil er eben so unglaublich präzise und ultraschick ist. Aber ich würde ihn erst in 10 Jahren wieder aus dem Keller holen. 100/100 -- Meininger: Üppige Frucht, reifer gelber Pfirsich, Ananas, sehr dicht, am Gaumen schwarzer Tee, engmaschiges, aber nicht grobes Tanningerüst, griffige Länge, in sich ruhend. 96/100 -- Suckling: Cool and leafy yet super-ripe with gigantic depth this doesn't leave you in any doubt about its profound originality. In spite of this the acidity is less strident than in many of the best 2016 GGs from the Nahe. Don't hesitate, because this wine doesn't either! 98/100 Stuart Pigott (39 €)

  • Deutschland/Nahe - Schlossgut Diel: Riesling Großes Gewächs Goldloch 2016 - 2016-2034:
    Lobenberg: Das Goldloch steht auf Kieselstein und Lehm, über Urgestein aus der Permzeit. Dieses Urgestein ist vor Jahrmillionen unter hohem Druck als Presskonglomerat aus verschiedenen Steinen, Erden und Sänden entstanden. Harter Pressfels. Und in diesem wurzeln dann die Reben des Goldloch. Hier, wie bei allen Großen Gewächsen, liegt der Alkohol bei 12,5%, Restzucker 5. Das Goldloch ist anfangs immer etwas verschlossener, nicht so expressiv wie das Pittermännchen. Kann er auch nicht auf Grund des Terroir Abdrucks. Aber auch hier der jahrgangsspezifische Bratapfel, nur etwas Mango. Es fehlt die, aus dem Pittermännchen bekannte Feuersteinigkeit. Dafür ist er viel feiner, viel versammelter, in sich stimmiger und geschlossener. Ein erhabener Riesling. Der Mund ist ganz köstlich. Das ist die Fortsetzung des Eierfels, der auch schon so erhaben war. Dieser Wein hat Größe. Das ist nicht anders zu beschreiben als erhaben. Etwas felsische Cremigkeit. Etwas an einen Chardonnay von Leflaive erinnernde Cremigkeit. Und dann kommt wieder ein bisschen Mango, Tee, Zitronengras und ein ganz klein bisschen Orangenabrieb und Mandarine. Diese phänomenale Größe und Erhabenheit ist genau das Gegenstück zum springenden, etwas nervösen Pittermännchen. Aber dieser Goldloch hat wirkliche Größe. Ist die noch feinere Version des Eierfels, was ja auch logisch ist, denn der Eierfels hat ja nur einen Teil der Fässer des Goldloch erhalten. Ein wunderbarer, traumhafter Riesling, wie ich ihn so gut bei den Diels noch nicht probiert habe. Er hat weniger Süße, ist aber doch cremig, schmelzig. Hat viel reiferer Säure und ist in seiner Erhabenheit und burgundischen Art so stimmig, so ruhig, so angekommen. Top Wein. 100/100 -- Gerstl: Im Duft wirkt er etwas verhaltener als das extravertierte Pittermännchen. Der Wein wurde am Vortag filtriert, was den etwas verschlossenen Duft erklärt. Am Gaumen zeigt er aber umso mehr all seine Qualitäten. Zuerst in Form von seidig feiner, aber irre rassiger Säure, dann mit enormer Konzentration und Fülle sowie verführerischer Leichtigkeit, der Wein berührt mich zutiefst, das tut gut bis zum kleinen Zeh. Schon der grandiose Dorsheimer Riesling hat angezeigt, dass hier 2016 aussergewöhnliche Weine entstanden sind. Wow, ist das ein grandioses Goldloch, ich bin hin und weg, das ist für mich der vielleicht allergrösste trockene Wein von Diel, den ich kenne, ein Hammerwein und eine die Sinne berauschende Delikatesse. 20/20 -- Suckling: Rich and smoky with plenty of power that pushes through the long dramatic finish. This is another very concentrated and beautifully balanced 2016 dry riesling from Caroline Diel. Needs a couple of years to show its best, then will hold for a couple of decades beyond. 96/100 Stuart Pigott -- Gault Millau: Sehr süße Frucht, sehr saftig und fruchtig, sehr unkompliziert, und auf einmal rollt die zweite Welle an mit Mineralik, Würze und Komplexität, im langen Abgang wird es leicht erdig, was perfekt zum anfänglichen Strahlen passt. Was für ein begnadeter Spannungsbogen. 98/100 (34,00 €)

  • Deutschland/Rheinhessen - Sankt Antony: Riesling Nierstein Hipping Großes Gewächs 2016 - 2020-2042:
    Lobenberg: Hipping ist überwiegend roter Schiefer mit einer kleinen Lössauflage. Dieser Antony-Weinberg liegt auf der kühlsten Hipping-Lage. Entgegen der normalen Süd, Südost Exposition ist dieses Teilstück Nord, Nordost positioniert, mit am Ende ziemlich steiler Lage. Insgesamt nur 0,5 Hektar, also winzig. Die Reben wurden 1984 neu gepflanzt. Diese kühlste aller Hipping Expositionen aller Winzer führt zu diesem Zug und der etwas massiveren Säure. Natürlich, wie alle Weine auf Sankt Antony, kleinste Erträge. Als Ganztraube angemaischt und über 6 Stunden langsam gepresst. Das ist zwar keine Maischestandzeit, kommt in der Phenolik aber zu einem recht ähnlichen Ergebnis. Daraufhin wird alles zusammen in einem einzigen 2600 Liter großen Doppelstückfass vergoren. Der Wein bleibt dann bis März/April auf der Vollhefe in genau diesem Fass. Er wird daraufhin grob filtriert, geht mit aller Feinhefe in Stahl, und wird dann vom Stahl im Frühsommer abgefüllt. Die Nase ist wirklich verblüffend. Schinkenspeck als erste Assoziation. Und wenn man nicht wüsste, dass wir hier an der Rheinfront sind, würde man an Meursault denken. Ans Burgund, an Chardonnay. Diese würzige, überhaupt nicht mit Zitrusfrucht zusammenhängende Nase ist so anders. Ist dem zuvor probierten Orbel und Ölberg so überlegen. So unikathaft. Dann erst langsam kommt schöne reife Quitte dazu, Papaya, weißer Pfeffer, ein bisschen Holunder und Eukalyptus. Eine grandiose Nase. So einzigartig. Das 2600 Liter Holzfass ist über 100 Jahre alt, kann also ganz sicher keine Holzaromatik abgeben. Aber diese feine Rauchnote im Wein betört. Das ist 2016 und das spezielle Terroir. Im Mund zum spucken zu schade. Und auch hier keinerlei Zitrusfrüchte. Wenn überhaupt Säure von Reneklode, vielleicht auch von Zwetschge. Auch wieder diese wunderbare burgundische Würze. Leicht speckig, und trotzdem sehr schlank. Ganz reife Säure mit einer wunderschönen Fruchtzuckrigkeit aus dem Extrakt. Der Wein hat nur 12,4% Alkohol und liegt im Restzucker auch nur knapp über 2 Gramm. Diese Milde kommt aus diesem genialen Jahrgang. Der Wein hatte bei der Ernte nur 91 Öchsle. Das führt dann zu diesen Werten. So lang und trotzdem so ultra fein und poliert. Wenn noch mehr Große Gewächse aus Rheinhessen so sind, werde ich noch ein großer Freund dieser Region. So gar nicht laut. So enorm in sich ruhend, zuhause, angekommen. Alles passt. Und dieses würzige Spiel, diese Schinkenspeckigkeit in Nase und Mund, dieses total perfekt eingebunden sein ohne jemals laut zu sein, und dazu diese tolle Frische. Total balanciert. Eher ein leichtfüßiger Wein, was sich ja zum Teil gar nicht so liest. Aber er ist total spielerisch. Das ist der beste Hipping, den ich hier je probiert habe. Einer der großen GGs des Jahres. 100/100 -- Gerstl: Im 100 Jahre alten Doppelstück-Eichenfass vinifiziert. Der nussige Duft stammt somit definitiv nicht vom Fass, passt aber perfekt zum Riesling und seiner feinen Mineralität, das ist fast pures Terroir, begleitet von lediglich einem Hauch Zitrusfrucht. Die Nordlage verleiht dem Wein einen zusätzlichen Hauch Frische, das ist ein wahres Feuerwerk an Rasse und Finesse, mit vibrierender mineralischer Spannung, was für ein berührendes Unikat! 19+/20 --Parker: The 2016 Nierstein Hipping Riesling "GG" exhibits a citrus color and pure spicy-mineral nose with white fruit aromas intermixed with fine slate notes. Lush and piquant on the palate, with a lean and straight character, this is an elegant, complex and stimulating Hipping with a gorgeously juicy and aromatic finish. Fine yeast and passionfruit flavors. More than 3,800 bottled produced. Tasted in October 2017. 93/100 (22 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Dr. Loosen: Riesling Wehlener Sonnenuhr Großes Gewächs Alte Reben 2016 - 2019-2044:
    Lobenberg: Die Wehlener Sonnenuhr ist eine weitere kulthafte Lage. Auch hier analog zu Prüm eine der besten Süßweinlagen der Mosel überhaupt. Und der Teufelskerl Ernie Loosen macht daraus eines der besten Großen Gewächse, was nicht mal teuer ist. Die Werte des Jahrganges sind eigentlich relativ moderat, denn wir liegen mit der Säure knapp unter 7, Restzucker knapp über 7 und im Alkohol maximal bei 12,5%. So gesehen nichts super Spannendes. Was dann aber in Nase und Mund passiert kann man nur verstehen, wenn man gleichzeitig die Extraktwerte sieht. Wenn man diese wahnsinnig lange Vegetationsperiode bis Mitte November betrachtet. Eine Hängzeit, die eine Komplexität und eine Struktur in Säure und Zucker bringt, wie man sie nur extrem selten sieht. Sie lässt die Weine leichter, feiner, spielerischer erscheinen als das 2015 der Fall war. So etwas Filigranes, Betörendes trifft man wirklich selten an. Und der Jahrgang, der wettermäßig zur Katastrophe in Deutschland und Bordeaux hätte werden können, fast geworden wäre, entpuppt sich am Ende zu einer Genialität, die niemand vermutet hätte. Das Große Gewächs kommt aus sehr kleinen Erträgen aus einer uralten Lage mit wurzelechten Reben innerhalb der Sonnenuhr. Alles Einzelpfahlerziehung. 100 Jahre Rebalter sind Standard. Alles in Handarbeit. Nur spontane Vergärung im Holz, im Normalfall verbleib auf der Vollhefe für 10 volle Monate. Die Nase bewegt sich um weißes Steinobst, Melone, aber auch schöne Quitte, reifer Apfel, Birne. Alles in Europa bleibend, nichts Botrytis Behaftetes. Keinerlei Passionsfrucht, sondern höchstens eine leichte Orange und Mandarine. Der Mund ist fast zu gut um ihn auszuspucken. Wow. Ich hatte vorher das Graacher Himmelreich als Großes Gewächs, das war grandios. Jetzt die Wehlener Sonnenuhr, sie hat eine wahnsinnige Finesse mit viel mehr Mineralität. Dazu eine Steinigkeit, die immens ist. Das Ganze fühlt sich an, als habe man einen Feuerstein in den Mund genommen. Man lutscht auf Feuerstein, Granit und Quarzit. Unendliche Länge, unendlicher Terroir-Abdruck. Die doch sehr moderate Säure würde man nie so tief einschätzen, weil sie ungeheuer präsent ist. Nicht spitz, sondern schmeichelnd mit dieser schmelzigen Süße kommend. Und trotzdem ist nichts Fettes oder Pappiges dabei. Das Ganze lebt und spielt. Ist köstlich, leichtfüßig, saftig und dabei nicht so laut wie der brachiale und dabei so superbe 2015er. Dafür so ausgewogen und ausgeglichen. Minuten lang auf der Zunge verbleibend. Immer wieder hochkommend. Um es ganz klar zu sagen: Es gab barockere, wuchtigere Rieslinge, aber es gibt wenige, die zugleich so fein, köstlich und charmant sind. Dabei unglaublich raffiniert, mit diesem wahnsinnigen Spiel zwischen der Süße, Säure, Stein und dem Terroir-Abdruck. Das ist wirklich großes Kino, ohne das man davor erstarrt. Man wird es saufen. Das ist wirklich Super-Stoff. 100/100 -- Gerstl: Der wirkt im Vergleich zum Himmelreich schon fast mächtig, aber auch sensationell mineralisch und tiefgründig. Am Gaumen betont er auch wieder mehr die Finesse, die Konzentration ist dennoch bombastisch, das ist ein unglaubliches Kraftpaket, die irre rassige 2016er-Säure bringt Spannung, Länge und macht den Wein so wunderbar schlank. Der cremige Schmelz macht ihn zudem noch zu einem charmanten Gaumenschmeichler, das ist trockener Riesling in Vollendung. 19+/20 (20,00 €)

  • Deutschland/Nahe - Schäfer Fröhlich: Riesling Großes Gewächs Felseneck 2016 - 2020-2044:
    Lobenberg: Das Felseneck ist Tim Fröhlichs größte Lage. Fast 8 Hektar, worauf nicht nur das Große Gewächs, sondern auch der Zweitwein „Schiefergestein“ und der Süßwein wächst. Ein einziger, großer, sehr steiler Hang. Die Hanglage des Felsenecks beträgt bis zu 70% und ist dann nicht mehr zu Fuß, sondern nur noch mit dem Seilzug zu bearbeiten. Nur die unteren 50% der Lage gehen noch zu Fuß. Komplett blauer Schiefer, ein sehr kühler Untergrund. Trotzdem eine sehr warme, Süd-exponierte Lage. Der älteste Weinberg hier. Nicht terrassiert. Die langen Reihen werden manchmal durch Zwischenmauern unterbrochen. Die ganzen Reihen liegen in Hangrichtung, also längs, dadurch werden die Trauben, trotz der totalen Südexposition, durch das Laub geschützt. Bei Querterrassen würde es sehr heiß werden und verbrennen. Hier sind wir in der Spitze der Weine von Tim Fröhlich angekommen. Der Jahrgang hat nur 12,5% Alkohol, 4 Gramm Restzucker und über 8 Gramm Säure. Kaum Maischestandzeiten, alle Weine nach kurzer Einmaischung schon nach wenigen Stunden abgepresst. Ausschließlich spontan, hier im großen Holz, und zu einem gewissen Teil im Stahl vergoren. Dann verbleibt der Wein auf der Vollhefe bis zum Frühjahr. Die Nase natürlich, wie alle Weine bei Tim, vom Sponti-Ton geprägt. Und dann kommt viel Stein. Nicht so glasharter Stein wie im Stromberg, eher kühler Stein vom blauen Schiefer. Völlig anderer Wein, auch wenn beide unheimlich mineralisch sind. Durch die Vergärung im Stahl hat Tim die Säure noch etwas besser erhalten. Der Wein hat wirklich tollen Gripp, und trotzdem dieses kleine, süße Schwänzchen. Was den Jahrgang 2016 so auszeichnet ist diese reife Extraktsüße. Für einen Felseneck ist er unglaublich lecker, der ebenfalls erstaunlich zugängliche Stromberg ist sicherlich der größere Extremist. Felseneck strahlt totale Erhabenheit und Harmonie aus. Und große Ruhe, ganz in sich zu Hause. Und dabei ist er so köstlich. Für Tim Fröhlich ist es eher ungewöhnlich, dass es so ein leckeres Großes Gewächs gibt, was trotzdem so intensiv ist in der Steinigkeit. Den Jahrgang perfekt getroffen in seiner Erhabenheit und seinem Gripp, perfekt bei dieser großen Harmonie. Ein unglaublich leckeres, lang nachhallendes, mit süßer Frucht hochrollendes Großes Gewächs. Einer der Weine des Jahrgangs. 100/100 -- Meininger: Klar Reduktion, aber auch fruchtig, Pfirsich, schwarze Johannisbeere, schwarzer Tee, Lakritz, dunkle, rauchige, mineralische Würze; Fructosespiel, mineralischer Druck. 96/100 -- Suckling: If you don't already know the wines of the Nahe be prepared to be blown away by this astonishing dry riesling. Super-ripe yet cool, mineral and herbal it has enormous depth, yet remains totally vibrant. The acidity pushes you right off a cliff and you free fall through the minerals for a very long time at the truly spectacular finish. 99/100 Stuart Pigott (45,00 €)

  • Deutschland/Nahe - Schäfer Fröhlich: Riesling Großes Gewächs Stromberg 2016 - 2020-2044:
    Lobenberg: 12,5% Alkohol, ca. 4 Gramm Restzucker, über 8 Gramm Säure. Kaum Maischestandzeiten, alle Weine nach kurzer Einmaischung schon nach wenigen Stunden abgepresst. Ausschließlich spontan vergoren, hier im großen Holz. Der Wein wird es auf der Vollhefe belassen bis zum späten Frühling. Der Großteil der überwiegend wurzelechten Reben des Strombergs ist 80 Jahre alt, teilweise sogar älter. 100% Porphyr, schwarzes Vulkangestein, sehr dichte und nicht flurbereinigte Parzellen, Steillagen und sehr terrassierte Teile wechseln sich ab. Hartes Vulkangestein wie Feuerstein. Der Stromberg ist felsiger und steiler als die Kupfergrube, ca. 2 Hektar. Vom Stromberg gibt es nur zwischen 4000 und 5000 Flaschen. Der Stromberg ist für mich immer, seit vielen Jahren, der zweitbeste Wein von Tim, hinter dem Felseneck. Er besitzt eine so präzise, glasklare, Rasiermesserscharfe Mineralität hat. Dieser Feuersteinabdruck ist einfach genial. Viel weiße, auch etwas gelbe Frucht in der Nase. Aber auch Sponti-Töne und steinige Mineralität. In welchem Wein hat man schon so viel Feuerstein? Auch im Mund diese extreme Feuersteinigkeit. Ganz harter Stein, viel Salz, aber dann kommt auch wunderschöne Mandarine, pinke, hochreife Grapefruit, Renekloden und fast ein bisschen rote Zwetschge dazu. Dann kommt wieder die Pampelmuse mit Salz hoch, und wieder dieser Feuerstein. Grandios lang und intensiv. Und trotzdem, das macht 2016, ist die Säure so reif. Das Ganze ist so perfekt eingepuffert in diese Extraktsüße. Ein super elegantes, ja ein erhabenes GG in dieser totalen Intensität, und trotzdem elegant, lecker und vor allem köstlich. Die Balance ist grandios. Wir sind hier ähnlich köstlich wie im Frühlingsplätzchen, aber wir sind eine Liga höher in der Präzision und Gradlinigkeit. Einer der besten Strombergs, die ich hier bisher probiert habe, wenn nicht der Beste. 100/100 -- Gerstl: Der Duft kommt gewaltig aus der Tiefe, das ist pure raffinierte Mineralität, es ist fast purer Stein, messerscharf und gradlinig klar, er zeigt sich aber auch betont floral und es schimmert ein erfrischender Hauch Zitrusfrucht durch. Auch hier sind immer Eleganz und Feinheit im Zentrum und es steckt auch gewaltig Kraft dahinter. Sein Nachhall ist in jede Menge cremigen Schmelz eingebunden und begeistert noch minutenlang. Das ist ein nachklingendes Aromenfeuerwerk, da ist Energie drin, der vibriert förmlich, das ist ein die Sinne berauschendes Riesling-Abenteuer. 20/20 -- Meininger: Johannisbeerblätter, kräutrige Würze, leicht minzige Noten; saftiges Spiel, Süße fein eingebunden, legt sich salzig-mineralisch an den Gaumen. 96/100 -- Suckling: A forgotten great vineyard site announces its return to the first league! Still slightly wild on the nose, but also intensely mineral with enormous depth at the super-racy finish. 95/100 Stuart Pigott (42,00 €)

  • Deutschland/Rheinhessen - Wittmann: Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs 2016 - 2019-2044:
    Lobenberg: Morstein ist eine kühle Lage auf 250 Metern Höhe. Der untere und mittlere Teil besteht aus reinem Kalkstein. Kalk- und Tonmergel auf einem Kalksteinfels. Entsprechend hohe Eleganz. Deutlich kraftvollere, voluminösere und sehr typische Morstein Lage in 2016. Sehr traubig, aber auch ganz deutlich Birne, Bratapfel, Melone, Orangenabrieb, etwas Mandarine. Klassisch Rheinhessen-Riesling mit viel Druck. Der Mund zeigt die typische Morstein-Kühle und diese raffinierte Mineralität vom Kalkstein kommend. Das ist so eine andere Art wie die Schiefrigkeit in einigen Teilen der Nahe und an der Mosel. Und auch nochmals anders als die harten Gesteine an der Nahe. Hier ist Kalkstein, hier gehen wir schon eher in Richtung pfälzische Bodenbeschaffenheit, Richtung Mittelhardt. Und trotzdem ist Morstein kühl und dabei cremig. Die Säure total reif. Es ist nur Weinsäure. Und das Ganze zusammen mit der Extraktsüße aus der langen Vegetationsperiode ist ein perfekter Treffer. Der Wein ist lang und intensiv. Er ist vielleicht nicht so erhaben fein wie das Brunnenhäuschen, eine Spur lauter, aber so dicht und extrem fein. Und so wie ich bei Keller den Hubacker unter die Abtserde gesetzt habe, so würde ich das auch hier bei Wittmann sehen. Das Brunnenhäuschen war für mich ganz großes Kino. Hubacker ist für mich ein bisschen wie Morstein, der etwas lautere Geselle. Kühl und fein, aber nicht so ultra schick und erhaben wie das Brunnenhäuschen. Dennoch, ganz ohne Frage, einer der Top-Weine des Jahrgangs und für Rheinhessen in 2016 sogar feiner als der Morstein in 2015. Ich setzte ihn deshalb knapp hinter das Brunnenhäuschen, aber so knapp, das es sich in der Note nicht zeigt. 100/100 -- Gerstl: Feinste gelbe und weisse Frucht, ein kleines florales Feuerwerk, Holunderblüte wie man sie sich schöner nicht vorstellen kann, auch feine Kräuter schimmern durch, bis hin zu einem Hauch Minze, der Duft ist sagenhaft fein, ich könnte stundenlang damit meditieren, dieses verblüffende Spiel der vielfältigen Duftnoten in mich aufsaugen. Was da den Gaumen verwöhnt, ist ein Gänsehautwein von unbeschreiblicher Schönheit, die Intensität der Aromatik begeistert, obwohl da die Post abgeht, ist das alles andere als ein lauter Wein, der ist ganz im Gegenteil superraffiniert, da kann man nur staunen und den Hut ziehen, hier stimmt das Zusammenspiel von Natur und Winzer bis ins kleinste Detail. Der zentrale Punkt, dass er noch ein bisschen mehr als, «nur» gross ist, ist wiederum diese irre rassige, sagenhaft cremige Säurestruktur, die dieser geniale Jahrgang ausgebildet hat. Das ist so ein Wein, bei dem man ehrfürchtig wird, obwohl er einen so offenherzigen, zugänglichen, beinahe schlichten Auftritt hat. 20/20 -- Suckling: Be prepared! This is the most closed of the 2016 Wittmann Grosses Gewächs, but it has extraordinary finesse. Then the fundamental power climbs out of the abyss and pushes the incredibly fine, chalky finish out towards infinity. Please wait until at least 2018, because this has enormous potential. No hurry! 98/100 Stuart Pigott -- Meininger: Dunkle Würze, Lakritz, schwarzer Tee, reife Zitrusfrucht, Wacholder; dicht, aber doch feingliedrig, griffig-kalkige Textur, sehr engmaschig, jederzeit voll präsent, mit Zug, nie ausladend. 96/100 --Parker: The 2016 Morstein Riesling GG is super clear, fresh and intense but also pure, fine and chalky on the nose, indicating remarkable finesse and complexity. The attack on the palate is really fresh if not piquant, the wine pure, fresh and mineral, with almost no flesh but lots of salt and minerals as well as fine, juicy tannins. Still terribly young but precise and well-defined, this is an endlessly salty and stimulating Morstein for a long-distance run. Gorgeous and very promising in its finesse, elegance and purity. A classic from late-ripening grapes. Great, great finesse here and a very long, pure finish. There is 33% less Morstein than in a normal year due to strict selections in the vineyard and also in the cellar, where only the vats with the most persistent wines were chosen to become GG. 94/100 -- Vinum Weinguide 2018: Fordender Schmelz, kühler Apfel, Anflug von reifem Wildmirabellenkern, vornehmer Nachhall. 96/100 (48 €)

  • Deutschland/Pfalz - Philipp Kuhn: Riesling Saumagen Großes Gewächs 2016 - 2019-2041:
    Lobenberg: Der Saugmagen hat reinen Kalkstein, aber rot gefärbt durch Terrarossa. Also aus rotem und weißem Kalkstein. Die Lage zeichnet sich bei allen hier tätigen Topwinzern durch unerhörte Feinheit und erhabene Zurückhaltung aus, Weine, die man entdecken und entblättern muss. Auf 300 Höhenmeter gewachsene Stöcke in Kallstadt, sehr alte Reben, immer sehr kühl hier, natürlich alles ökologische Handarbeit im Weinberg. Ganze Trauben, Mazeration für eine Nacht in der langsam sich drehenden Presse, dann Abpressung, spontan vergoren im Holz und Belass im Gärbehälter auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Ein sehr feiner Wein mit der typischen 2016er Note nämlich Bratapfel, leicht oxidierte Äpfel und frische Äpfel. Zusätzlich kommt weiße Frucht, Weinbergspfirsich, ein bisschen Walnuss, aber auch ein wenig Minze und weißer Pfeffer in der Nase. Nur 1,5 Gramm Restzucker, also total durchgegoren. Nur zwischen 12,5% und 13% Alkohol. Ich dachte zuvor, es ist das Jahr der Mosel, dann kam die Nahe, und nun kommen wir in die Pfalz. Das ist schon phänomenal. Der Jahrgang ist nicht so laut wie 2015, nicht so krachend. Dafür unglaublich fein und trotzdem voluminös. Voller Harmonie. Das vorgegaukelte Fett resultiert nur aus der Extraktsüße. Der Wein ist wie gesagt durchgegoren, moderat im Alkohol, hat eine frische lebendige Säure und trotzdem bringt er eine Üppigkeit, Fülle und Schmelz rüber, der in 2015 deutlich überdeckt wurde von Zitrusfrucht und lauter krachender Frucht. Das ist in 2016 eben nicht der Fall. Wir sind erhaben, fein und haben trotzdem diese notwendige Wucht. Das ist eine sehr interessante Kombination. Kalkstein pur, also die totale Eleganz, das Volumen und dieses pikante Spiel zwischen dieser Extraktsüße und der feinen, runden Säure die komplett zur Weinsäure geworden ist. Famoser Nachhall mit toller Salzspur, aber nie aggressiv, nie laut, nie polternd wie 2015, sondern immer fein bleibend, aber für Minuten verweilend in dieser Apfeligkeit und feiner Weintraube. Salz und Frucht kommen immer wieder hoch. Das phänomenale an diesem 2016er ist, dass er sowohl uns Kennern fasziniert aber auch ein totaler Publikumsliebling wird, weil er so unglaublich köstlich und lecker ist. Weil er sich in seinem strahlenden Charme so toll präsentiert. 100/100 (30,00 €)

  • Deutschland/Pfalz - Christmann: Riesling Großes Gewächs Idig 2016 - 2020-2047:
    Lobenberg: Der Wein hat knapp 13% Alkohol, nur 1-2 Gramm Restzucker und über 7 Gramm Säure. Die Werte lesen sich ähnlich wie 2015, und doch ist dieser Jahrgang so anders. Die Rezeptur bei diesem biodynamischen Wein ist natürlich die gleiche. Alles Handlese, als Ganztraube langsam gepresst und dann im offenen Bottich spontan vergoren. Ausbau komplett im Holz. Der Idig steht auf massivem Kalkstein. Wir hatten ja bereits das Vergnügen, den Königsbacher Ortswein, der der Zweitwein des Idig ist, zu probieren, und auch beim Idig stellt sich diese unglaubliche Präzision, Erhabenheit und Ruhe ein. Diese über allem thronende Majestätik. Keine Botrytis, nichts Exotisches, nur wunderbar Apfel, Birne, Nuss, Kamille, weiße Blüten, Wiesenblumen sowie, und das ist typisch für 2016, sehr viel reiner Traubensaft als Fruchtdominante. Der Mund nochmals eine Spur majestätischer. Die zuvor genossene Meerspinne, die ja schon grandios war, kann da nicht mit. Es kommt so viel, aber im Vordergrund steht die total reife Säure. Extraktsüße, obwohl es ja fast keinen Restzucker gibt. Grandios verwoben, Harmonie ohne Ende. So viel Schmelz, so viel Seidigkeit, Cremigkeit. Es liest sich als sei es ein fetter Wein und es ist auch ein opulenter Wein, aber gleichzeitig ist er unglaublich spielerisch, leichtfüßig. Wenn die Pfalz so perfekt ist wie in 2016 schlägt sie, glaube ich, alles was es in Deutschland gibt, weil es zusätzlich zur Majestätik der Nahe und Rheinhessens, zusätzlich zum unglaublichen lebendigen Moselaner, hier eine Form von burgundischer Erhabenheit durch die Kalksteinböden gibt. Und diese können für mich nur die Weine aus der Pfalz so perfekt darstellen. Das ist für mich die Antwort auf einen Corton Charlemagne. Dieser Idig ist genau in dieser Liga. Ich bin für Minuten geflasht, so begeistert. Dieser Wein in 10 oder 20 Jahren kann mit jedem großartigen weißen Burgunder mithalten. Am Ehesten würde ich ihn in der Tat von der Stilistik mit einem großen Corton Charlemagne von Bonneau du Martray vergleichen. Etwas weniger vom Holz geprägt, weil hier nur großes Holz verwendet wird, aber mich würde es interessieren, wie der Idig aus einem neuen Halbstück schmecken würde. Das wird Steffen Christmann nicht machen, aber das wäre vielleicht ein Entwicklungsschritt, der dem Wein noch ein paar Flügelchen mehr verleiht. Macht aber nichts, ist auf jeden Fall ein so grandioser und typischer Pfälzer in der absoluten Champions League. Sicherlich wird nachher Buhl und von Winning, auch Bürklin mit dieser anderen Charakteristik, grandiose Weine zeigen. Aber so erhaben, majestätisch und in dieser unglaublichen Ruhe, die Idig und ja auch der Winzer selbst ausstrahlt, genau so ist dieser Wein. Nicht umsonst ist Steffen Christmann der Präsident des VDP. Zu Recht! 100/100 -- Gerstl: Nachdem die 3 anderen Grosse Gewächse von Christmann schon so überirdisch gut und auf perfektem 20-Punkte-Niveau sind, ist klar, dass auch der Idig ein grosser Wein sein wird, aber die oberste Stufe ist erreicht, mehr geht nicht. Ich habe die Nase kaum am Glas und schon überzieht eine wohlige Gänsehaut meinen Rücken, was ist das doch für ein raffinierter, superkomplexer, tiefgründiger Duft, das ist ein Riesling-Parfüm der übersinnlichen Art, unglaublich zart und filigran, aber irre komplex und von atemberaubender Tiefe. Ich nehme einen Schluck und es haut mich fast von der Sitzbank, der Wein schwebt wie eine Wolke über meinen Gaumen, aber was der aufführt, ist ganz schwer zu beschreiben. Zuerst begeistert mich die unglaubliche Extraktsüsse, dieser analytisch knochentrockene Wein (2g Restzucker) schmeckt einfach wunderbar süss, die 2016er-Säure habe ich bei anderen Weinen schon ausführlich beschrie ben, hier scheint sie noch eine Kategorie raffinierter zu sein, das ist pure Rasse, aber so etwas von fein. Dieses berauschende Spiel aus feinster Rasse und raffinierter Extrakt süsse kann man im minutenlangen Nachhall am schönsten geniessen, das zieht den Wein endlos in die Länge, die überschwängliche Aromenviel falt klingt minutenlang nach. Es ist klar, dass ich jetzt ein echtes Problem mit meinen Bewertungen bekomme. Christmann hat 4GGs die alle fraglos die 20-Punkte-Perfektion erreichen. Und dieser Idig ist einfach noch ein wenig besser, hat von allen Qualitäten einfach noch ein wenig mehr. 20/20 -- Meininger: Frucht und Würze im Gleichklang, Mirabelle, Fenchelsamen, Sommerheu, Johanniskraut; engmaschig, feine salzig-kalkige Textur, griffig, viel grüner Tee, feines Gerbstoffgerüst. 95/100 -- Suckling: The delicious paradox of this great dry riesling is the way it is built on an imposing scale, but is very pure and super straight without any hint of heaviness, even on the very long powerful finish. You'll need to be patient for at least a couple of years if you want to experience all the subtle nuances, but the ripe mirabelle note is already delightful. At least thirty years of ageing potential. 96/100 Stuart Pigott (48,00 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Peter Lauer: Riesling Kupp - Faß 18 Großes Gewächs 2016 - 2019-2045:
    Lobenberg: 13% Alkohol, 7,5 Gramm Säure, 7,5 Gramm Restzucker. Alle GGs kriegen eine relativ lange Maischestandzeit von 6 bis 12 Stunden. Ganztraubenpressung, Spontanvergärung im Holzfass und Ausbau auf der Vollhefe. Der Wein steht zu 100% auf Schiefer. Das Filetstück der Ayler Lagen. Es gibt nur 2,5 Hektar. Sehr alte Reben, zum Teil wurzelecht, Mini-Erträge. Hier steht, nicht ganz anders als im Schonfels oder Saarfeilser, die Typizität des Jahrganges im Vordergrund. Einfach bilderbuchhaft, lecker, intensiv. Traubensaft, und erst dann kommt Schiefer, Schiefer fast so fein wie Kalkstein, Kreide. Darjeeling Tee, weißer Pfeffer. So aromatisch dicht, intensiv und trotzdem so verspielt. So sehr Saar. Der Mund kriegt dann eine Wendung, die ich auf Grund der Nase gar nicht vermutet hätte. Nämlich ganz viel Dampf. Explosive Mineralität und viel Salz. Grandiose Säure. Leicht grüne Orange und etwas Mandarine, aber sehr viel Zitronengras, fast pinke Grapefruit. Hohe Intensität und wieder diese unglaubliche Traubigkeit. Das ist so saftig, das ist so sehr Wein. Das ist von der Typizität zwar ein Saarwein, aber vom Mund und der Intensität her könnte er sich zwischen die Großen Gewächse von Dr. Loosen stellen. Man würde es nicht zwingend merken, weil er so viel Dampf hat. Das ist ganz klar noch vor dem famosen Schloß Saarstein das beste Große Gewächs der Saar in 2016. Ein Wein, der mit 2015 mitkann, der sich nicht verstecken muss. Er gehört in die Reihe der großen GGs aus diesem Jahr. Ich bin begeistert. 100/100 --Suckling: Much more open that Lauer's other 2016 GGs this has a peachy succulence and vitality that's hard to resist, but there's the same deep foundations as his other wines, and you can pick out their contours at the imposing finish. Drink through 2035. 95/100 Stuart Pigott (37,50 €)

  • Deutschland/Pfalz - Reichsrat von Buhl: Riesling Pechstein Großes Gewächs 2016 - 2020-2047:
    Lobenberg: Zu Beginn erklärt Mathieu Kauffmann das Geheimnis der Alterungsfähigkeiten von Weinen anhand des Ungeheuers und des Pechsteins. Weine, die jetzt als 2016er so unglaublich köstlich sind. Bei kleinen Erträgen, so Kauffmann, bei mittlerer Säureausrüstung, können diese Weine problemlos Jahrzehnte altern. Das liegt aber ganz wesentlich am geringen Ertrag der Pflanze. Nur dann geht es, so sagt Matthieu. Und nun in den Pechstein: Rein in einen Wein, der komplett auf Vulkangestein und Basalt wächst, der so viel Feuersteinnoten aussendet, und der auf weißer Frucht und Quitte läuft. Intensiv mineralisch in der Nase. Sehr viel Walnuss dazu. Auch etwas weißer Pfeffer, Kamille, Minze. Aber alles super fein. Er ist nicht ganz so moderat wie der Jesuitengarten zuvor. Er hat ein bisschen mehr Druck, wobei er letztlich genauso butterweich ist. Die Säure ist so reif, das ist so wunderschön, so zart. Unter 1 Gramm Restzucker, knochentrocken, und trotzdem zeigt der Wein eine wunderschöne Extraktsüße. Das Ding schwebt. Das ist großes Kino. Filigran, leichtfüßig, und so was von elegant. Immer wieder hochrollend, aber nie mit Druck, nie mit Zitrusfruchtigkeit, sondern mit einer so perfekt eingebundenen Säure. Es geht ein bisschen die typische Citrus-Riesling-Definition verloren zugunsten einer großräumigen, cremigen, burgundischen Typizität. Das Ganze ist mit Stein unterlegt. Wo bewegen wir uns hier? Zwischen einem Loire Sauvignon Blanc „Silex“ von Dageneau, der ja auch kaum noch Sauvignon ausstrahlt, einem erstklassig weißen Bordeaux wie bspw. ein Pavillon Blanc von Chateau Margaux, und einem ganz großen Südafrikaner aus Chenin Blanc. Und am Ende kommen wir zurück ins Burgund. Das Ganze mit einem Touch Riesling unterlegt. Das ist großes Kino, und das ist einer der großen Weine des Jahres in dieser total schicken Eleganz. Raffiniert, delikat. 100/100 -- Suckling: Powerful and dramatic yet sleek and polished, this has acidity that's both bright, lemony and mineral. Better from 2018 and has long-term ageing potential. 95/100 Stuart Pigott (45 €)

  • Deutschland/Pfalz - von Winning: Riesling Pechstein Großes Gewächs 2016 - 2019-2047:
    Lobenberg: Dies ist die Forster Lage mit dem steinigsten Untergrund. Das ist reiner Vulkanfelsen, Basalt. Hier ganz pur. Und gleichzeitig eine kühle Lage. Hier ist die größte Power, in purem schwarzen Stein, in der Pfalz, zuhause. Und dann kommt die Nase und man erwartet Wucht. Man kriegt ein klein wenig Feuerstein geliefert. Ein bisschen Sponti Nase. Aber alles nur ganz zart. Und im Grunde bekommt man einen zarten, duftigen Blütenduft. Flieder, Holunderblüte, Maiglöckchen, Kamille, etwas Jasmin. Das ist das reinste Blumenstadel. Und dazu untendrunter ein bisschen Traubensaft. Das war’s. Das ist die Nase. Stein mit Blumen und ein bisschen Traubensaft. Aber sehr aromatisch, sehr lecker. Auch im Mund kracht es nicht, es wird nur alles eine Spur intensiver. Der Stein wird deutlicher. Es ist eindeutig Feuerstein, harter Stein, Vulkanstein. Dazu etwas Pfirsich, Mirabelle, Reneklode, Nektarine, weißer Pfirsich. Und dann wieder diese Blumigkeit. So verspielt, so fein. Nein, wir sind nicht ganz so abgehoben fein wie im Jesuitengarten. So tänzelnd ist es dann doch nicht. Wir haben hier schon einen drahtigen, energetischen Typen, aber der ist doch schon arg geschminkt. Das ist eher noch ein zarter Jüngling. Und kein Kraftbolzen wie 2015. Das ist hier mehr Ballett als Athletik. Aber so fein, so traubig. Die Süße aus dem Extrakt bei total durchgegorenem Wein spielt mit dieser reifen Säure, schüttet Blumen darüber, wirft mit ein paar Steinen und dann ist es ist einfach nur noch lecker und köstlich. Dieser Wein wird immer und von allen getrunken werden. Hier gibt es nichts Maskulines und trotzdem ist es ein kraftvoller Balletttänzer. Ich weiß nicht wohin mit Punkten und ich weiß nicht wen ich höher werten soll. Aber es ist ein genialer Pechstein. Etwas anders als der Pechstein von von Buhl. Von Buhl war fast noch etwas mehr zum Stein und zur Kraft. Von Winning ist filigraner. Der Ausbau ist bei beiden komplett im Holz, von Winning hat etwas mehr neues Holz. Aber die reife Säure frisst das neue Holz komplett. Der Einfluss ist kaum spürbar. Von Winning ist im laufe der Jahre in seinem Holzeinsatz auch erwachsener geworden. Das ist ziemliche Perfektion. 100/100 -- Gerstl: Das ist eine unglaubliche Mischung aus charmantem Gaumenschmeichler und explosivem Rassekerl, da ist gewaltig Zug drin, da ist vibrierende mineralische Spannung, ein aromatisches Feuerwerk der Extraklasse, was für ein wilder Kerl. Kaum habe ich das geschrieben, habe ich das Gefühl, der Wein sei einfach nur sanft, das ist gezügelte Rasse, erhabene Eleganz, ein grosses Meisterwerk des Rieslings. 20/20 -- Wein-Plus: Tiefer und komplexer, noch hefiger, reduktiver und angedeutet hell-holziger, auch ganz zart öliger Duft mit gelbfruchtigen Aromen, floralen Spuren, ein wenig dunklen Beeren, Speck, Trockenkräutern und intensiver, erdiger Mineralik. Reife, etwas schmelzige, fest gewirkte Frucht, sehr feine Säure, intensive erdig-mineralische Töne, leicht hefig und nussig am Gaumen, dicht und nachhaltig, kompakter Bau, relativ dunkler und eher warmer Charakter, konzentriert, griffig und dabei in sich ruhend, zart ölige Töne, etwas Reis, vielschichtig, tief und lang, endet mit reifem Saft, Kräutern und enormer Mineralik. Muss reifen. 95/100 (50,00 €)

  • Deutschland/Pfalz - von Winning: Riesling Kirchenstück Großes Gewächs 2016 - 2019-2047:
    Lobenberg: Das Kirchenstück gilt als die Krönung in Forst. Es ist der Nachbar der neuen, noch geheimen Lage, Freundstück. Beide sind Kult. Pechstein ist reiner Basalt und viel Kraft. Kirchenstück hingegen hat Basalt und Vulkangestein, aber auch ein bisschen Buntsandstein, Kiesel. Also unterschiedlichste Böden mit dem Schwerpunkt auf Vulkangestein. Dadurch ist das Kirchenstück immer etwas komplexer, multipler in der Persönlichkeit. Und durch die sehr kühle Lage auch etwas feiner. Nur der Nachbar Freundstück ist noch kühler als Kirchenstück und geht deshalb noch ein bisschen mehr zur ausgeprägten Zitrusfrucht. Kirchenstück ist total ausgeglichen. Man entlockt ihm in der Nase einfach gar keine Kanten mehr. Das ist ein Wein in seiner unendlichen Feinheit den ich für sie schwer einordnen kann in eine Vergleichsgeschichte. Was ist so unendlich fein? Ja, das ist, wie ich es schon beim anderen Wein kommuniziert habe, ein unglaublich feiner Pomerol aus diesem superfeinen Jahr 2016. Wollen wir für den Jesuitengarten Le Pin bemühen, kann hier Chateau Petrus oder Eglise Clinet genannt werden. Diese ganzen butterzarten Weine deren Tannine massiv sind aber nicht spürbar, deren Säure immens ist, aber auch die ist eingebunden. So ist das auch hier im Kirchenstück. Alles ist da, alles schwebt und alles ist leichtfüßig. Man ahnt alles, man schmeckt alles, man genießt alles. Und trotzdem ist nichts Aufdringliches dabei. Der Wein ruht so unglaublich in sich selbst. Nimmt einen mit in dieser unglaublichen Ruhe. Der Trinker wird auf Schlag still, weil das so erhaben ist. Und trotzdem ist natürlich alles vorhanden, es hat diese wunderbare, ganz reife Säure, hat eine schöne weiße Frucht, Steinobst, Reneklode, Zitronengras, Assam Tee. Die ganze Bandbreite, dazu diese wunderschöne, schmelzige Süße. Alles ist da, aber nichts tut weh. Diese Serie Jesuitengarten, Pechstein und Kirchenstück von von Winning, das muss man ehrlich sagen, genauso wie die Serie von von Buhl, einfach so erhaben, so abgedriftet in dieser Feinheit des Jahrgangs 2016. 2015 waren alles 100 Punkte Weine, weil sie eben auch krachend und intensiv waren. 2016 ist das Ganze unaufdringlich, ruhig, extrem erwachsen, und den Genießer mitnehmend auf eine Traumreise. Super Wein. 100/100 -- Gerstl: Was kann wohl das Kirchenstück noch ausrichten nach dieser gigantischen Parade von Riesling-Meisterwerken? Das duftet ganz fein, superzart, absolut delikat, über alles erhaben, eine unglaubliche Ruhe ausstrahlend. Dieser so superfeine Duft ist von die Sinne berauschender Komplexität und von einer Tiefe, die mit Worten nicht zu beschreiben ist. Am Gaumen ist es klar das feinste unter denn von Winningschen Grossen Gewächsen, aber gleichzeitig fast das rassigste, ich frage mich: Gibt es etwas, das man sich von einem grossen Weisswein wünschen würde, was dieser Wein nicht hat? Ich glaube nicht, perfekter kann ein Wein nicht sein. 20/20 (60,00 €)

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