Weinpaket

Weinpaket: Bordeaux Subskription 2016 | 12* 0,75l 2016

Chateau Branaire Ducru 4eme Cru 2016
Frankreich, Bordeaux, Saint Julien, Branaire Ducru

Chateau Branaire Ducru 4eme Cru 2016

Chateau Clos de la Vieille Eglise 2016
Frankreich, Bordeaux, Pomerol, Clos de la Vieille Eglise

Chateau Clos de la Vieille Eglise 2016

Chateau Tour Saint Christophe Grand Cru 2016
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion, Tour Saint Christophe

Chateau Tour Saint Christophe Grand Cru 2016

Chateau Du Tertre 5eme Cru 2016
Frankreich, Bordeaux, Margaux, du Tertre

Chateau Du Tertre 5eme Cru 2016

Chateau Le Queyroux Le Joyau 2016
Frankreich, Bordeaux, Cotes de Blaye, Dominique Leandre-Chevalier

Chateau Le Queyroux Le Joyau 2016

Chateau Meyney Cru Bourgeois 2016
Frankreich, Bordeaux, Saint Estephe, Meyney

Chateau Meyney Cru Bourgeois 2016

Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2016
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion, Jean Faure

Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2016

Chateau Seguin 2016
Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan, Seguin

Chateau Seguin 2016

Chateau Haut Bages Liberal 5eme Cru 2016
Frankreich, Bordeaux, Pauillac, Haut Bages Liberal

Chateau Haut Bages Liberal 5eme Cru 2016

Chateau Tour Perey Grand Cru 2016
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion, Tour Perey

Chateau Tour Perey Grand Cru 2016

Chateau Pavie Macquin 1er Grand Cru Classe B 2016
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion, Pavie Macquin

Chateau Pavie Macquin 1er Grand Cru Classe B 2016

Chateau Clos Saint Julien Grand Cru 2016
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion, Clos Saint Julien

Chateau Clos Saint Julien Grand Cru 2016


  • 450,00 €

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Das sagt Lobenberg zu diesem Weinpaket


2016: Jeder konnte ernten wann er wollte, konnte warten bis zum Optimum, je nach Philosophie des Winzers und nach Bearbeitungsart der Weinberge. Alles kam mit sattem, reifen Tannin und hoher Säure, ähnlich 2010, in die Keller. Aber wegen des Sommerstops war der Alkohol geringer und die Frucht intensiver. Weine für die Ewigkeit mit brillanter Jugend und großer, von niedrigem Alkohol gerade nicht beeinträchtigter Frucht-Finesse. Köstlich und lecker vom Fass, wie in Jahrzehnten. Das Paket vereint meine Lieblinge und Musts aus 2016.

Lobenbergs GUTE WEINE
Probierpaket

"Meine Probierpakete sind meine Visitenkarte, meine beste Auswahl!"
2016: Jeder konnte ernten wann er wollte, konnte warten bis zum Optimum, je nach Philosophie des Winzers und nach Bearbeitungsart der Weinberge. Alles kam mit sattem, reifen Tannin und hoher Säure, ähnlich 2010, in die Keller. Aber wegen des Sommerstops war der Alkohol geringer und die Frucht intensiver. Weine für die Ewigkeit mit brillanter Jugend und großer, von niedrigem Alkohol gerade nicht beeinträchtigter Frucht-Finesse. Köstlich und lecker vom Fass, wie in Jahrzehnten. Das Paket vereint meine Lieblinge und Musts aus 2016.


Je 1 Flasche:
  • Frankreich/Bordeaux - Clos Louie: Chateau Clos Louie 2016 - 2025-2060:
    Lobenberg: Ein Weingut mit nur 0,85 Hektar am Rande der Appellation, hin zu Saint Emilion gelegen. Direkter Nachbar ist Eric Jeanneteau von Tertre de la Mouleyre aus Saint Emilion. Clos Louie hat bis zu 150 Jahre alte wurzelechte Reben. Prephyloxera. Merlot, Malbec, Carmenere und Cabernet Franc. Über einer Eisenauflage auf reinem Kalkstein gelegen, biologische Bearbeitung, Grass und Kräuter Bewuchs. Die Lehmauflage über dem reinen Kalkstein ist etwa 30cm dick. Der Ertrag ist auf Grund des hohen Alters der Reben extrem gering, ganz natürlich unter 25 Hektoliter pro Hektar. Alles wird in Handarbeit entrappt und auf einem Tisch händisch sortiert und entrappt. Ein Aufwand, welchen sich ein großes Weingut gar nicht leisten könnte. Die Lese entspricht allen biologisch arbeitenden Winzern, und dank des geringen Kupfereinsatzes und der frühen Reife erfolgt die Lese wie bei Clos Puy Arnaud in der Regel schon im September. Der alte Weinberg ist mit 6.500 Stöcken pro Hektar bepflanzt und es gibt weniger als 4.000 Flaschen dieses Weins. Das Weingut ist auch biozertifiziert. Der Weinberg steht in der Gemeinde Saint-Philippe-d´Huile. Die Bio-Zertifikation gilt seit 2012. Der Önologe ist Claude Gros. Besitzer sind Pascal und Sophie Lucien-Douteau. Die Rebsortenzusammensetzung ist auf Grund des gemischten Satzes der 150 Jahre alten Reben nicht genau festzulegen. Die Weine werden im Zement aber auch im offenen 30 Hektoliter Inox Stahltank vergoren, danach zusammen im 500 Liter Stockinger Tonneau ausgebaut. Sie bleiben 1 ½ Jahre ohne Bâtonnage in diesen Fässern. Unberührt bis zur Abfüllung. Der Holzeinsatz ist zu 50% in neuen und 50% in gebrauchten Tonneaus sowie zum Teil in 300 Liter Fässern. Die Lese war im Jahre 2016 vom 08. bis zum 15. Oktober. Der Lesezeitpunkt liegt also etwas später als bei Clos Puy Arnaud, vielleicht auch, weil wir hier etwas mehr in einer Talsenke liegen. Was wir schon beim Zweitwein realisieren konnten, ist diese ungeheure Dichte, dieses butterweiche Tannin. Das ist Samt, aber auf keinen Fall üppig, fett, marmeladig, kaum vom Holz geküsst. Und wenn wir bei „Louison und Leopoldine“ noch in einem Bereich von gekochter Himbeere mit Kirsche waren, bekommen wir hier deutlich mehr Schwarzkirsche und Aromen von Maulbeere dazu. Aber das Ganze bleibt sehr delikat, fein und schwebend, dabei aber ungeheuer dicht. Schöner Schoko-Touch. Wie sagt man dass, wenn ein Wein üppig und reich rüber kommt, aber nicht den Hauch ordinär und vulgär ist, sondern so einen feines, schwebendes Teil? Wann hab ich das probiert? Ja vor einer Woche hab ich den Ridge Monte Bello 2016 probiert. Das war ähnlich. Leicht kalter Rauch darüber. Ungeheuerlich in der Feinheit. Der schwarzbeerige, aber super feine Mund zieht sich bis ins Unendliche. Das ist sowas von das Gegenteil eines Blockbusters. Das ist nur fein, delikat, lang und köstlich. Man mag reinspringen. Und er ist weniger vordergründig als der „Louison und Leopoldine“. Der Clos Louie selbst ist schwebend, abgehoben, erhaben über viele andere Weine. Und wenn Clos Puy Arnaud, der Nachbar noch ein schwebend, tänzelnder Loire Wein war, so sind wir hier eine Liga darüber. Wir sind bei einem ganz großen Jahrgang eines Loire Weines oder auch eines hervorragenden Kaliforniers. Der Vergleich mit Ride Monte Bello war nicht so falsch, weil hier auch die Merlot eine deutliche Rolle spielt. Die Schwarzkirsche ist aber unendlich fein. Die Säure ist da, aber die Pikanz ist nie aufdringlich. Alles bleibt zierlich und doch so intensiv. Das ist Perfektion und Trinkbarkeit vom ersten Schluck an. Großes Kino für Leute, die feine Weine wollen und gleichzeitig nicht auf Intensität, Dichte und Tannin-Massen verzichten wollen. Das ist eine ziemliche Quadratur des Kreises. Das als einen der ersten 10 Weine des Jahrgangs zu probieren, macht es für alles was danach kommt ziemlich schwer. Ich finde ihn sensationell. Das ist die Art von Wein, die ich gerne trinke. 100/100 -- Gerstl: Mir fehlen die Worte, das ist ein Duft von einer Schönheit, die sich mit Worten nicht beschreiben lässt, da strahlt ein wunderbares Stück Natur aus dem Glas, unendlich komplex und reich, beinahe opulent und doch ist es pure Raffinesse. Am Gaumen herrscht vibrierende mineralische Spannung, der Wein wirkt hyperelegant und belebend, dieses Kraftbündel tänzelt mit einer Leichtigkeit über die Zunge, die sprichwörtlich ist, was ist das doch für eine himmlische Delikatesse. Dass ein Wein sich so sensationell präsentiert, noch bevor er die Malo gemacht hat, hätte ich nicht für möglich gehalten. Das ist einfach nur supergenial. 20/20 (39 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Branaire Ducru: Chateau Branaire Ducru 4eme Cru 2016 - 2025-2055:
    Lobenberg: Die unglaublich typische Branaire Ducru Nase. Dafür lieb ich diesen Wein. Irgendwie noch archetypischer Saint Julien als Lagrange. Im Mund schöne Süße aber auch stylische Finesse. Wunderbare Kirschfrucht, perfektes Holz. Volumen und Frische passen hervorragend zusammen, irgendwie eine etwas kleinere Ausgabe des burgundisch kirschigen Leoville Poyferres, Branaire did it very well, wenn der Preis stimmt ein wunderschöner und köstlicher Wein. 95-96+/100 -- Suckling: This is clearly the best wine I have tasted from Branaire-Ducru. Exquisite depth and richness are on offer, yet this is always framed and focused. Layers of fruit and tannins. So deep and long. Incredible quality. 95-96/100 -- Winespectator: A fresh bay leaf note leads off, followed quickly by pure, enticing layers of cassis, blackberry and black cherry fruit that emerge steadily through the long finish. Offers lovely mouthfeel and purity. A very pretty expression of St.-Julien. 94-97/100 -- Wine Enthusiast. Superbly ripe and juicy, this is a solid, powerful wine that also is packed with black currant fruits. It is richly structured, concentrated and ready for long-term aging. 95–97/100 -- Bettane: Ensemble dense, très classique de fond et de forme, encore un peu discret. Il méritera peut être une note plus élevée en fin d’élevage car il semble plus complet à la naissance que le 2009 ou le 2010.95-96/100 9 (54,70 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Clos de la Vieille Eglise: Chateau Clos de la Vieille Eglise 2016 - 2025-2060:
    Lobenberg: 70% Merlot, 30% Cabernet Franc. Nur 1,5 Hektar direkt neben der Kirche gelegen und umgeben von den Weinbergen von Chateau L’Eglise Clinet. Hier hat man sicherlich das Top-Terroir und mit das Beste in Pomerol. Kies auf Lehm mit einem Eisenuntergrund. Der Weinberg ist über 60 Jahre alt. Der Wein hat gut 14% Alkohol. Das Besondere hier ist die enorme Wasserspeicherkapazität der Böden bei trotzdem guter Drainage. Das heißt, es gibt keinen Trockenstress in den heißen Monaten Juli und August. Selbst in 2016 haben die Reben in diesen heißen Monaten zwar zugemacht und so die Säure erhalten, aber es gab keine wirklichen Probleme. Wir haben kurz zuvor den L´Ambroisie probiert, welcher aus 80-100 Jahre alten Reben aus Lalande Pomerol stammt. Mit 100% Merlot. Und trotzdem ist dieser Clos de la Vieille Eglise doch eine etwas andere Liga, weil er einfach ein Plus an Feinheit und Frische bringt. Und dies sogar im direkten Vergleich zu dem 2015er, den wir parallel probieren dürfen. 2015 ist ein fast 100-Punkte-Wein, aber 2016 ist so superklar gezeichnet. Er ist dabei so fein und geradeaus. So präzise. Dieser Duft ist so charmant. So viele schwarze und rote Früchte und trotzdem ist jede Frucht für sich wahrnehmbar, präzise. Das Ganze schiebt nur geradeaus ohne jemals zu wuchtig, marmeladig oder zu süß zu wirken, sondern nur voller Charme. Im Mund kommt dann eine wahnsinnig schöne Frische dazu. Das Ganze ist ungeheuer delikat und klar geradeauslaufend. Die Kanten sind sauber gezeichnet. Das Ganze hallt für Minuten nach. Immer wieder rollt eine feine, salzige, mineralische Spur die Zunge hoch. Die Kirsche kommt wieder, aber auch viele Waldbeeren. Dennoch gibt es hier eine Dominanz in schwarzer Kirsche und sehr feiner schwarzer Brombeere. Wir sind hier auf dem gleichen Level und durchaus mit einer gewissen Ähnlichkeit wie La Mondotte von Graf Neipperg in Saint Emilion, der in 2016 auch den besten Wein in seiner Karriere geschaffen hat. Das ist hier ebenfalls zutreffend. Das ist eine Schönheit par Excellence. Eine Delikatesse wie es besser nicht sein kann. Es wird sicherlich noch einige Weine mehr in diesem Jahrgang geben, die zum anbeten sind. Dieser Wein ist einfach zu schön, charmant und zu trinkig. Man wird ihn nicht nur anbeten. Man wird ihn saufen. So gnadenlos gut ist er. 100/100 -- Gerstl: Das ist absolut eindrücklich, dieser Duft verspricht einen Wein der übersinnlichen Art, die Komplexität ist bombastisch, was für ein sinnliches Pomerol Parfüm, reich, tiefgründig, facettenreich, ich rieche nochmals tief hinein, bin extem gespannt, was da am Gaumen abgeht, dieser sagenhaft faszinierende Duft verspricht Spektakuläres. Und da ist es auch, das ist ein grandioses Meisterwerk des Pomerol, eine Orgie von Frucht begleitet von ebeso viel Terroirtiefe, ein Wein der an Sinnlichkeit nicht zu überbieten ist, die Tannine spürt man praktisch nicht so fein sind sie, unglaublich, wie der schwerelos über die Zunge tänzelt. Hier sind in der Vergangenheit schon viele grosse Weine entstanden und es erstaunt nicht dass 2016 ein wahres Weinmonument gewachsen ist, das ist die absolute Perfektion, besser kann ein Wein gar nicht mehr sein, das ist ganz einfach himmlisch, eine phänomenale Essenz und so etwas von delikat. 20/20 -- Wine Enthusiast: Very dense and concentrated, this is a dark wine. Bold plum flavors are richly balanced by solid tannins. It is already balanced, firm and packed with a ripe character that is going to make it delicious and opulent. 93–95/100 -- Gabriel: (70% Merlot, 30% Cabernet Franc, 45 hl/ha) Samtenes, dichtes, komplexes, frisches, fein opulentes Bouquet, Johannisbeergelee, Cassis, Tabak, Nougat, Minze, fein Lakritze. Dichter, ausgewogener, voller, cremiger Gaumen mit kräftiger, süsser Frucht, viel feinem Tannin, dichter, vielfältiger Aromatik, opulenter, fein muskulöser Struktur, sehr langer, molliger Abgang mit vielen Rückaromen. (Andre Kunz) 19/20 (59 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Tour Saint Christophe: Chateau Tour Saint Christophe Grand Cru 2016 - 2025-2050:
    Lobenberg: Tour Saint Christophe umfasst 20 Hektar in der allerbesten Lage vom neuen Saint Emilion. Es liegt direkt vis-à-vis von Barde-Haut und gilt unter Insidern mit seiner Exposition und Kalksteinterrassen als das zurzeit angesagteste Terroir St Emilions. Dahinter kommt dann noch Pressac, der seit 2010 auch genial performt. Jeder spricht von diesem Château Tour Saint Christophe, weil es einfach perfekt liegt, und weil der asiatische Investor Peter Kwok hier nun überhaupt keine Kosten gescheut hat, um mit seinem Team um Jean Christophe Meyrou und Jerome Aguirre einfach alles dafür zu tun, dass er an der Spitze der Appellation landet. Und das für wirklich kleines Geld für uns Konsumenten. JC und Jerome sind die früheren Weinmacher von Château le Gay und Château la Violette, die er engagiert hat um seine Projekte zu leiten. Der auf Terrassen angelegte Weinberg hat mittlerweile knapp unter 20 Hektar, weil inzwischen wieder alles bestockt ist, die Terrassen wiederhergestellt wurden. Die Hälfte wächst auf Terrassen, alles liegt um das Weingut herum. Nur das beste Terroir wird für den Erstwein verwendet. 80% Merlot, 20% Cabernet Franc. Der pH-Wert ist für dieses Terroir unheimlich hoch mit 3,7. Ein extremer Wert, denn sonst nur Tertre Roteboeuf erreicht. Der Ertrag in 2016 lag knapp unter 40 Hektoliter pro Hektar. 40% neues Barrique, 40% erstjährige Belegung, 20% zweitjährige Belegung. Die Fermentation geschieht in Barriques, die sogenannte „Vinification Integrale“. Es wird fast alles komplett entrappt, nur eine kleine Menge wird mit hinterher zugeführten, reifen Rappen vergoren. Wie ich schon erwähnte bewegen wir uns überwiegend auf Kalkstein. Die Südexposition der Terrassen führt zur absoluten Vollreife. Gerade in 2016, wo man warten konnte so lange man wollte. Die Lese fand zwischen dem 05. Oktober und dem 20. Oktober statt. Der Schlüssel des Jahrganges war die Lehmauflage auf dem Kalkstein, ausreichend Wasser, und deswegen hat hier die Photosynthese nie ganz aufgehört. Es gab immer ein bisschen Wasserversorgung und der Septemberregen hat gereicht, um das Ganze wieder richtig in Gang zu bringen. Dann konnte man lange zuwarten, und wie schon gesagt, wurde auf Tour Saint Christophe für dieses Jahr relativ spät geerntet. Das erstaunliche bei diesem 2016 ist diese eigentlich an Pomerol erinnernde Nase. Sie ist eigentlich viel zu fein, viel zu sehr von der schwarzen Kirsche geprägt für einen Saint Emilion. Es fehlen Cassis und Brombeere. Es ist so ätherisch, so schick, so unglaublich köstlich und delikat, dass man blind niemals an Saint Emilion gedacht hätte, sondern im Pomerol gelandet wäre. Ganz feine Frische unter der schwarzen Kirsche und reifen Pflaume. Auch hier ein bisschen Aprikose, Orange und auch Minze. Erst im Mund kommt dann auch der Grip der Cabernet Franc. Hier kommt sehr konzentrierte, eingekochte, rote Himbeere mit viel, viel Druck. Aber auch hier fehlt die Saint Emilion typische Blaubeere und Brombeere wieder. Wir sind bei Himbeere, schwarzer, eingekochter Kirsche. Ungeheuer dicht, aber so delikat und fein. Das Tannin ist intensiv und total geschliffen. Ich will nicht sagen, dass es butterweich ist, es hat durchaus schon Struktur, aber eben keine Härte, keinen grünen Touch, sondern volle Reife. Und das Ganze endet in einem wunderschönen, langgezogenen Finale mit einer feinen Salzspur auf der Zunge. Mit etwas roter Kirsche die dazu kommt. Das macht unglaublich Freude. Der Wein ist trinkig und so süffig. Es macht Spaß. Und doch erkennt man schon in der Fassprobe, dass es ein Wein für Jahrzehnte ist. 2015 war schon ein Projekt, wo man dachte: Wie kann das aus dem Stand so gut werden? Wie können diese Weinmacher aus diesen alten Reben so etwas Tolles komponieren. 2016 ist nochmals höher und ich denke, wir müssen lange warten, bis wir wieder so einen Jahrgang in Bordeaux sehen können. Die Wetterkonditionen müssen wirklich perfekt sein. Dies war in 2016 ohne jede Frage in Summe trotz der Kapriolen im Frühjahr und Sommer der Fall. Die kühlen Sommernächte machte den Erfolg. Das ist superber Stoff. Ich bewerte es sogar leicht höher als letztes Jahr. Das ist sicherlich eines der Superschnäppchen des Jahrganges. 97-98+/100 -- Suckling: This is superb: a triumph for the vintage considering how complicated it was in St.-Emilion. Elegance with power. Full-bodied, intense and forthright. Wonderful length and depth. Better than the 2015. 96-97/100 -- Gerstl: Das war einer der Weine, auf die ich besonders gespannt war, so wie ich es mir vorstelle, müsste der durch die Jahrgangs Konstellation ganz besonders privilegiert sein. Kellermeister Jérôme Aguirre: „Das ist klar der bisher beste Tour St. Christophe. Nicht nur, dass die Natur es ganz besonders gut mit uns gemeint hat. Wir haben auch in der Vinifikation einige wichtige Details verändert. So brauchen wir während der Vinifikation nur noch sehr wenig Schwefel, das ist für die Entwicklung der Weine extrem wichtig, zudem verwenden wir deutlich weniger Neuholz.“ Die Nase deutet schon an, das muss ein Traumwein sein. Das ist einfach himmlisch, dieses schwarzbeerige Fruchtbündel betört die Nase auf ganz spezielle Art, diese atemberaubende Frische, diese sagenhafte Tiefe, diese irre Komplexität, das ist eine Duftwolke von eindrücklicher Schönheit, so etwas von raffiniert und fein. Was ist das für eine sensationelle Delikatesse, der Wein tänzelt so leichtfüssig über die Zunge, ausser himmlischen Aromen spürt man gar nichts. Aber was der in Sachen Aromatik aufführt ist mit Worten nicht zu beschreiben, da geht die Post ab, der explodiert förmlich, aber der ist so etwas von sagenhaft fein, so etwas von zart und filigran, ein absolutes Meisterwerk der Natur, das ist St. Emilion in Vollendung. Er vereint burgundische Feinheit mit der Kraft eines grossen Bordeaux. Was ist bitte schön ein 20 Punkte Wein wenn nicht dieser. 20/20 (29 €)

  • Frankreich/Bordeaux - du Tertre: Chateau Du Tertre 5eme Cru 2016 - 2023-2045:
    Lobenberg: Du Tertre gehört dem gleichen Besitzer wie Chateau Giscours. Der Generaldirektor ist also ebenfalls Alexander van Beek. Du Tertre erschließt sich ganz anders als Giscours. Giscours ist diese Ultraklassik. Diese reife Cabernet, welche mittlerweile der erste Verfolger von Margaux und Palmer ist, die aber beide stilistisch ganz anders sind. Du Tertre tummelt sich eigentlich eher im oberen Mittelfeld der Appellation und hat den riesigen Vorteil seit vielen Jahren so unglaublich köstlich zu sein. Hier ist nicht nichts Rustikales. Das ist immer eine Delikatesse. Das Weingut gehört wie Giscours Eric Albada Jelgersma und hat 50 Hektar. Klassischer Kiesboden. 43% Cabernet Sauvignon, 33% Merlot, 19% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot. 45% neues Barrique. Natürlich Handlese und danach spontane Vergärung. Du Tertre liegt am höchsten Punkt der Appellation Margaux. Neben Monbrison. Aber nicht warme Fülle wie Monbrison sondern stylische Erotik. Die Lage am Wald ist sicherlich ein Grund für die Feinheit. Es ist etwas kühler hier. Die Weine sind immer köstlich und frisch. Der Alkohol liegt mit 13,5% in 2016 niedriger als in 2015. Ein sehr moderater Wert für so einen reifen Jahrgang. Die Nase zeigt wie genial es ist zwei Weingüter in Margaux zu haben, die beide so unterschiedlich im Charakter sind. Die Nase von Du Tertre ist, obwohl Cabernet dominiert, klar von der Merlot geprägt. Etwas spielt der Cabernet Franc mit seiner zerdrückten Himbeere auch mit. Aber die Merlot mit reifer Zwetschge und schwarzer Kirsche ist sicherlich der intensivste Anteil. Darunter ein bisschen Sanddorn, Kräuter der Provence, Lakritze und Rosenblätter. Fein verwoben, aromatisch. Der Mund ist beides. Einerseits erstaunlich klassisch. Anders als in der Nase dominiert die Cabernet. Wir haben reife, sehr reife schwarze Johannisbeere, aber ohne Süße. Brombeere, Schwarze Kirsche, auch wieder die zerdrückte Himbeere. Erst dann kommt wieder die sehr reife Zwetschge vom Merlot. Aber die Cassis- Kirschnote dominiert. Der Wein hat feine Schwingungen. Er ist nicht ansatzweiße so dramatisch und so dicht wie Giscours, sondern fein, erhaben, geschliffen. Ein schicker Margaux, der einen unglaublich sympathischen Mundzugang hat. Der delikat und köstlich ist schon in diesem jungen Stadium. Der mit ganz feiner Salzspur auf der Zunge bis zu zwei Minuten nachhallt. Und der noch nicht so massiv druckvoll ist wie Giscours. Das ist ein extrem trinkiger, extrem köstlicher Du Tertre, auch wenn der 2015 mit einem guten halben Prozent mehr Alkohol, mehr Süße, noch einnehmender war. Dafür hat der 2016er Du Tertre einen etwas klassischeren Zugang und wird sicherlich das ein oder andere Jahrzehnt mehr Lebensdauer mitbringen. Perfektes oberes Mittelfeld. Und in dem Preisbereich in Margaux ein extremer Kaufgrund, vielleicht noch mehr als 2015. 96-97/100 -- Suckling: A dense and tight red with currants, blueberries and hints of walnuts. Changes from pure fruit and then back to wet earth. The purity in the cabernet, the linear tannins and the drive with acidity behind it makes it one of the best Tertres ever. Better than 2015? 94-95/100 -- Wine Enthusiast. Made by the same team as Giscours, this is a fine wine. Its rich structure combines with acidity and dense, plummy fruit to give a wine that charms now but is sure to age well. 94–96/100 -- Gerstl: Wir probieren ihn nach dem phänomenalen Giscours. Schon der Duft zeigt, dass er sich da in keiner Art und Weise verstecken muss. Der Duft ist eher etwas verhaltener, aber keineswegs weniger komplex, was für ein sinnliches sublimes Parfüm, eine extrem feine, sinnliche Duftwolke mit irrer Strahlkraft. Ein Gaumen wie Samt und Seide, der ist ja beinahe noch raffinierter als Giscours, das ist purer Charme, was ist das doch ein himmlischer Wein, erinnert an einen grossen Burgunder. Der Alkohol ist mit 13 schon fast so moderat wie zu früheren Zeiten. Zum Glück haben wir uns Zeit genommen den Wein auf Giscours in aller Ruhe zu verkosten, das ist ein unbeschreibliches Vergnügen, diese Perfektion in Sachen Harmonie, diese raffiniert kühle rassige Art in Verbindung mit der verblüffenden Extraktsüsse, das ist ein kleines Wunder der Natur, ein sinnliches Weinerlebnis der Extraklasse. 19/20 (39 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Tertre de la Mouleyre: Chateau Tertre de la Mouleyre 2016 - 2025-2060:
    Lobenberg: Ein nur 1,7 Hektar großes, auf Kalkstein an der Grenze zu Castillon gelegenes Weingut. Bio total. Der Nachbar von Clos Louie in Castillon und Valandraud in Saint Emilion. Die Reben dieses Miniweinguts, das seit 1995 komplett auf Biodynamie umgestellt ist, sind um die 50 Jahre alt. 80% Merlot, 20% Cabernet Franc. Château Tertre de la Mouleyre liegt in Steinwurfentfernung zu Château Valandraud. In der anderen Richtung liegt Peby Faugeres. Der Name des Besitzers ist Eric Jeanneteau. Das Weingut wird in dritter Generation von Eric betrieben, er lebt von diesen winzigen 1,7 Hektar. Der Großvater hat es mit insgesamt 5 Hektar St. Emilion und 2 Hektar Castillon einst gegründet. Das Terroir besteht aus einer Lehmauflage auf reinem Kalkstein. Jeder Weinstock der Dichtpflanzung von über 10000 Stöcken geht im Verlauf des Jahres runter auf maximal 8 kleine Trauben und auf einen Gesamternteertrag von nur noch 300-400g pro Stock. Der Ausbau des Weines erfolgt zu 50% im neuen Holz, die andere Hälfte in ein- und zweijährigen Barriques. Die Fermentation mit Naturhefen, also Spontanvergärung, erfolgt in winzigen Inoxgärbehältern um möglichst Parzelle für Parzelle separat vergären zu könne. Die spontane Fermentation verläuft relativ kurz und ziemlich warm. Danach folgt die Malo im Barrique, dort bleibt Tertre de la Mouleyre dann bis zur Abfüllung. Schon die Nase des 2016er ist einfach geil. Kann man gar nicht anders sagen. Geil und unglaublich schick. Weil es eine Merlot Nase ist, unterlegt mit einer würzigen Cabernet Franc Spur, mit einer konzentrierten Himbeere. Aber oben drüber diese reine Schwarzkirsch-Merlot. Unglaublich fein und geradeaus. Verglichen mit dem parallel verkosteten 2015er ist 2016 eine Spur präziser und gradliniger, eine Spur exakter gezeichnet. Das ist wie die besten Pomerols und Saint Emilions in diesem Jahr. Unglaublich klar, grade und in seiner Reintönigkeit so schick wie kaum jemals etwas was ich in Bordeaux probiert habe. Konzentrierte Himbeere, Eukalyptus und Minze unter der Schwarzkirsche. Auch etwas Sauerkirsche, ein Hauch süße Brombeere, kalter Rauch, etwas Cassis. Schwebend, leicht und trotzdem aromatisch dicht. Aber so schwingend, so betörend, so tänzelnd leichtfüßig und dazu eine so große Spannung ausstrahlend. Das ist eine Komplexität auf einem höheren Level. Eine Komplexität in einer Geradeaus-Stilistik, wie man sie selten probiert. Rauchiger, konzentrierter Schwarzkirschmund mit unglaublich geschliffenem, aber fast brutal intensivem Tannin. Ungeheuer dicht, aber total geschliffen. Nichts tut weh im Mund. Das ist die reine Freude und gleichzeitig die reine Intensität mit unendlich langem, salzigem Finale auf der Zunge. Schwarzkirsche kommt immer wieder hoch. Darunter diese schöne, konzentrierte Himbeere, ein bisschen Sanddorn. Dann kommt Minze, wieder Eukalyptus, aber diese Gradlinigkeit, dieser schwarze, pure Saft, der alles einnimmt. Soooo süffig schon vom Fass. Der Wein ist so dicht und gleichzeitig so unendlich fein, er betört, ist trinkig und süffig von der ersten Sekunde an, ein Wein von dem man sofort weiß, dass er 50 Jahre und mehr überdauern wird. Ich weiß, dass es schwer ist, wenn man einen solchen Wein vergleicht mit den so viel teureren Evangile, VCC und den ganz großen Weinen aus Saint Emilion wie Troplong Mondot. Aber dieser Tertre de la Mouleyre ist fast allen Konkurrenten in seinem Preisbereich so klar überlegen in seiner Reintönigkeit. Es gibt vielleicht noch Tertre Roteboeuf, der deutlich komplexer, breitgefächerter aufgestellt ist, der auch in dieser Liga spielt. Diese Geradeauslinie, die extreme Reintönigkeit, dieses famose Delikate was dieser Tertre de la Mouleyre da in die Waagschale wirft, ist wirklich ein Unikat. Es gibt kaum ein Wein, der mir mehr Freude bereitet hat in den Verkostungen in diesem Jahrgang. Selbst mein Liebling Clos Louie war nicht so präzise. Ich gebe ihm einfach, als Ewigkeiten haltende Delikatesse, mit so einem super Geradeauslauf glatt 100 Punkte. Das ist auch so ein Wein, den man meines Erachtens nach haben muss. Wenn man denn delikate und erhabene Weine, die man bewundern kann, aber vor denen man dennoch nicht Niederknien muss, mag. 100/100 -- Gerstl: Das ist ein Duft von atemberaubender Schönheit, absolut faszinierend und die Sinne berauschend. Er duftet etwas süsser, als die meisten 2016er, was die perfekte Reife anzeigt, da ist aber auch genügend Frische vorhanden und vor allem kommt hier das grosse Terroir auf besonders eindrückliche Weise zum Ausdruck. Wir haben heute von Ausone über VCC, Evangile etc. eine Anzahl Weinlegenden degustiert. Dieser Wein gehört ohne jeden Zweifel dazu, das verrät schon dieser überirdische Duft. Und erst der Gaumen, delikater kann ein Wein nicht mehr sein, dennoch ist die Konzentration enorm, und was da an Aromenvielfalt versammelt ist, beeindruckt vollends. wir probieren den phänomenalen 2015er daneben, der 16er setzt da tatsächlich noch einen drauf, auch wenn es nur Nuancen sind. Der 16er ist eher etwas männlicher obwohl dezent strukturiert, und vor allem von eindrücklicher Klarheit, eine echte Sensation, ein ganz grosser St. Emilion der Extraklasse, gehört ganz klar zu den allerbesten Weinen, dieses überragenden Jahrgangs. 20/20 (49 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Lafon la Tuilerie: Chateau Lafon la Tuilerie Grand Cru 2016 - 2025-2050:
    Lobenberg: Ein winziges Weingut, nur 2,5 Hektar groß, das direkt an den Ausläufern der Hänge von Saint Emilion liegt. Genauer gesagt ist es die Fortsetzung der Hänge von Tertre Roteboeuf in Richtung Castillon. Dieses, im Grund lehmige Ufer, liegt aber zu 100% auf einer Kalksteinplatte. Das beste Terroir Saint Emilions. Hier wurden früher Kalksteinziegel hergestellt. Daher auch der Name Lafon La Tuilerie. Alles wird in reiner Handarbeit im Weinberg bearbeitet. Pierre Lafon ist auch viel mit der Nagelschere unterwegs. Biologische Weinbergsarbeit. Was sonst? Penibelste Bearbeitung jeder einzelnen Rebe. Zu 100% spontan vergoren aus vollständig entrapptem Traubengut. Die Handlese führt in diesem Fall auch zur reinen Handentrappung. Das ist normalerweise unbezahlbar. Das kann sich kein normaler Winzer erlauben. Pierre arbeitet während der Ernte und in den Anfängen der Fermentationszeit 14 Stunden täglich, 7 Tage die Woche. Bei so wenig Ertrag kommt dies einer totalen Selbstausbeutung gleich, der Mann lebt dann nur für seinen Wein. Dementsprechend clean ist aber dann das Biomaterial. Pierre arbeitet in unbeschreiblicher Weise und voller Enthusiasmus. Einige Wochen vor der Lese, direkt nach der Verfärbung, schneidet Pierre mit der zuvor genannten Nagelschere alle nicht perfekt reifen, kleinen Beeren oder sogar ganze Trauben heraus. Bei den anderen Trauben werden die linke und rechte Schulter sowie die Spitze entfernt und nur das Herz mit der höheren Konzentration wird bis zur Lese weiter reifen. Die Fermentation der Weine geschieht spontan im Stahl, also mit natürlichen Hefen, der Ausbau in zu 100% neuen Barriques und 500 Liter Tonneaus. Der Ausbau dauert 18 Monate ohne Bâtonnage. Die Lese führt er alleine an einem einzigen Tag durch. Das geht bei ihm nur auf Grund der kleinen Fläche. Die Menge des Weingutes beträgt nur 12.000 Flaschen. Der Jahrgang 2016 war bei Pierre Lafon außergewöhnlich. Da er so perfekt mit Wasser versorgt ist auf dieser Kalksteinplatte mit 30 cm Lehm darüber, hatte er auch nicht so viel Trockenleid zu überstehen. Die Weine waren hoch reif und er erntete am 28. und 29. September. Dann war alles im Keller und händisch entrappt. Der Alkohol in 2016 liegt bei 14,5% bis 14,8%. Dies ist allerdings im Wein überhaupt nicht spürbar bei dieser reifen und sehr frischen Frucht. Die kalten Nächte des Sommers waren so perfekt für die Frische. Der Jahrgang 2016 bleibt eine große Verblüffung, ja es verbleibt ein großes Erstaunen. Wir waren gerade zuvor bei Tertre Roteboeuf und der Wein dort war ein kleines Monster, ein unglaublich konzentriertes Kraftpaket. Hier, bei 100% Merlot bei Lafon La Tuilerie, hätte ich natürlich mindestens so viel Druck und soviel satte Frucht erwartet. Aber Lafon La Tuilerie präsentiert sich unglaublich fein. Ein Potpourri dunkler Früchte, viele schwarze Beeren, aber das Holz kommt nicht durch. Es muss also ein großer Anteil Säure im Wein sein, denn Säure frisst bekanntlich Holz. Die Nase besitzt ganz feine ätherische Frucht. Im Grunde ein bisschen mehr ein Clos Louie aus Castillon oder ein Tertre de la Mouleyre des Saint Emilion Nachbarn von Clos Louie. Erhaben, getragen. Schwarze Kirsche, Cassis, Maulbeere, Brombeere aber auch ein bisschen Lorbeere darunter und ein Hauch (als sei Cabernet Franc enthalten) Himbeere sowie ein Hauch sehr reifer Rhabarber. Aber natürlich ist und bleibt es 100% Merlot. Der Mund nochmal feiner gezeichnet, klarer definiert an den Ecken und Kanten als der sensationelle 2015er. 2016 vielleicht etwas monolithischer, etwas mehr geradeaus, präziser. Erhabene schwarze, feine Frucht mit wunderschöner Frische daneben. Zieht sich lange durch, endet im Unendlichen, hallt für mehrere Minuten nach, hört gar nicht mehr auf. Trotzdem bleibt alles so fein. Für einen Saint Emilion fehlt das Laute was es hier häufig gibt. Das Dramatische. Es ist so unglaublich schön. Es ist mehr ein Pomerol in der Stilistik. Es ist eine zartere Version eines L’Evangile. Der Wein beeindruckt und verzaubert. Eine Delikatesse und trotzdem nie anstrengend. So fein zu trinken, es macht so viel Freude. Ich tue mich echt schwer in der Punkte-Bewertung mit dem 2016er. 2016 ist ein Jahrgang - und das habe ich in 2015 auch schon gesagt - wie ich ihn in dieser unglaublich erhabenen Schönheit noch nicht probiert habe. 2016 ist nicht ganz so lieb wie der unendlich schöne, erotische und feine 2015er. 2016 hat etwas mehr Struktur, etwas mehr Druck, aber gleichzeitig auch noch mal mehr Frische und vor allem diese ungeheure Präzision. Es ist die feinere und reifere Version, und gleichzeitig die frischere Version eines 2010er Jahrgangs. Ich muss irgendwann meinen Beruf einstellen, wenn es viele Pärchen wie 2015/2016 gibt, denn irgendwann ist die 100 Punkte Scala ausgereizt. Aber was soll ich den tun, wenn es einfach das Beste ist, was ich je probiert habe. Ich gebe diesem Wein vorsichtige 98+/100 -- Gerstl: Der Wein wurde in 2 Tagen am 28. und 29. September geerntet, für das 2,5 Hektar kleine Weingut ist es natürlich etwas einfacher, den optimalen Lesezeitpunkt zu treffen. 100% Merlot auf phantastischem Kalksteinterroir, biologische und akribische Handarbeit bis ins kleinste Detail. Wo ist da der Unterschied zu den ganz grossen Weinen von Bordeaux? Ausser beim Preis ist kein wesentlicher auszumachen. So langsam habe ich mich schon an diesen phänomenalen Duft der 2016er gewöhnt und muss aufpassen, dass das nicht zur Selbstverständlichkeit wird. Da ist immer wieder diese geniale konzentrierte, schwarze Frucht, die so intensiv auftritt, dass sie das Terroir zu übertönen droht. Diese himmlische Tiefe zeigt sich irre komplex. Und was für eine sinnliche Delikatesse am Gaumen, so verspielt leichtfüssig war dieser Wein noch nie. Gleichzeitig sind Konzentration, Fülle und Vielfalt bombastisch, das ist zum Ausflippen schön, der Wein schmeckt ganz einfach sensationell gut, das ist Lafon la Tuilerie in absoluter Höchstform. Und dann diese sensationelle Frische im Nachhall, die Länge und die Feinheit der Tannine, die Harmonie ist total, der Wein berührt mich zutiefst. 20/20 -- Weinwisser: 100 % Merlot. 38 hl/ha. Tiefes Purpur mit schwarzer Mitte und violettem Rand. Was für ein intensives Parfüm nach reifen Schattenmorellen und Brombeergelee! Dahinter Kokos und Veilchen - was für eine Fruchtkonzentration. Am Gaumen mit einer Eleganz und seidiger Textur, engmaschige aber reife Tannine, im Rückaroma Cassisdrops und Schokonoten. Dank der Rasse perfekt eingebunden und ein nicht enden wollendes Finale mit Edelholz, Kirschhaut und Schlehensaft - grossartiger Wert aus St.-Émilion! 19/20 (32,50 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Dominique Leandre-Chevalier: Chateau Le Queyroux Le Joyau 2016 - 2025-2050:
    Lobenberg: Auf diesem Weingut werden keine Traktoren eingesetzt. Alles wird mit dem Pferd gepflügt. Dominique Leandre-Chevalier hat hier in der Cotes de Blaye ein extrem biologisch bearbeitetes, aber nicht zertifiziertes Weingut. Dichtpflanzung von mindestens 10.000, aber auch bis zu 33.000 Stöcken pro Hektar. Aber nicht nur die Dichtpflanzung, sondern auch sehr dicht am Boden und am Stock befindliche Trauben. Nur 5-6 Trauben und maximal 400 Gramm pro Weinstock, bei den 33333 Stöcken nur 3 Trauben mit 200 Gramm. Dieser extrem geringe Ertrag pro Weinstock bringt natürlich diese unglaubliche Dichte, aber keine Wucht sondern Feinheit. Das Ganze geschieht auf natürliche Weise. Dominique muss keine grüne Lese durchführen und keine Trauben durchschneiden o.ä. Prozeduren. Das ist Ertragsbeschränkung auf ganz natürliche, biologische Art. Die Rebsorten setzten sich wie in 2015 aus 48% Merlot, 48% Cabernet Sauvignon sowie 4% Petit Verdot zusammen. Die Cuvée Joyau, der Hauptwein von Dominique, war in 2015 einer der absoluten Überflieger in seiner unglaublich leichten, berauschenden Art. 2016 kommt zwar auch mit einigem an Feinheit, aber auch mit deutlich mehr Dichte daher. Die 4% Petit Verdot kommt 2016 deutlich heraus. Das Ganze hat durchaus sehr viele schwarze, dichte Aromen. Ein samtig dichter Tannin-Teppich, der aber erhaben und fein schwebt. Der leicht und elegant in der Nase ist. Das Ganze mit schwarzer Kirsche, nicht sehr süßer Cassis, sowie Maulbeere und Holunder unterlegt. Auch Flieder und Veilchen. Wunderbarer Duft, aber sehr versammelt, fein, spielerisch bleibend. Der Mund ist ungeheuer pikant. Schwarzkirsche, Cassis, aber auch Maulbeere, Holunder, sowie schwarze, verbrannte Elemente von der Petit Verdot. Ein wie auch schon 2015 ungeheuer präsenter, aber leichtfüßiger, spielerischer Tannin-Teppich. Hohe Dichte und extrem pikante Säure. Nie spitz, total verspielt, sehr harmonisch. Schon fast trinkbar und doch in seiner Dichte und säurebeladenen, super samtenen Tannin-Pikanz im Unendlichen endend. Das macht schon als Jungwein ungeheure Freude. Die Schwierigkeit liegt hier darin, dass es einer der ersten Weine des Jahres ist, die ich probiere, und er ist so berauschend und überzeugend. Wo fang ich an mit meinen Benotungen und wo höre ich auf? Ich persönlich setze ihn sogar noch über den 2015er, obwohl dieser etwas mehr Feinheit und Verspieltheit besaß. Aber dieser 2016er ist so eindrucksvoll, dabei so dicht in all seiner Feinheit. Ich bewerte ihn gleich wie den 2015er, nur das er einen anderen, einen präziseren Charakter hat. 97+/100 -- Gerstl: Da kann man einfach nur staunen, über diesen sagenhaft edlen Duft, der zeigt sich verführerisch zart, gleichzeitig zutiefst intensiv komplex und mit irrer Strahlkraft und es ist gleichzeitig ein ganz feines, sublimes Parfüm der sinnlichen Art. Ein Gaumenfluss wie Samt und Seide, das ist burgundische Feinheit, bietet aber ein wahres aromatisches Feuerwerk. Der Wein gibt sich tänzerisch verspielt, strotzt vor frischer Frucht, besitzt ein süsses Extrakt, das raffinierter nicht sein könnte, das ist eine sagenhafte Delikatesse, aber irre konzentriert, eher etwas feiner als der sagenhafte 2015er, aber sicher nicht weniger aromatisch, ja vielleicht sogar noch komplexer und präziser. 20/20 (26 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Meyney: Chateau Meyney Cru Bourgeois 2016 - 2025-2050:
    Lobenberg: Im - für die Region - schwierigen Jahr 2015 war Meyney einer der Überflieger. Das müsste in 2016 ja dann der Kracher werden. Die Nase dicht, würzig, schwarz. Aber schon in der Nase total poliertes Tannin. Nicht, wie häufig in Saint Estèphe anzutreffen eine harte Rustikalität, sondern stattdessen große stylische weiche Feinheit. Sehr konzentrierte schwarze Kirsche, Maulbeere, alles süß bleibend, versammelt, sehr präzise und gerade. Auch der Mund mit einem unglaublichen Geradeauslauf. Noch etwas trocken vom neuen Holz, aber so präzise gezeichnet. Schwarze Kirsche, Cassis, Lakritze, ein wenig Wachholder. Darunter Unterholz. Aber nichts bäuerliches, alles fein bleibend. Geschliffenes Tannin mit lebendiger, Säure. Also ein ganz präziser, mittig bis in die Unendlichkeit laufender Stoff. Kein Riese aber sehr stylisch und einfach wunderbar. Ein sehr dichter, schicker, würziger Saint Estèphe. Das ist schon sehr fein. Gefällt mir überaus gut. 95-97/100 -- Suckling: Solid and incredible depth reminds me of the Meyney of the 1960s that were so structured and incredible. Full body yet polished and refined. Super structure. 95-96/100 -- Gerstl: Der strahlt wieder ähnlich liebenswert aus dem Glas wie letztes Jahr, ein raffiniertes Früchtbündel mit nobler Ausstrahlug. Auch am Gaumen, was ist das ein liebenswerter Sexywein, sagenhaft delikat und raffiniert, dabei intensiv aromatisch und komplex, Kraftbündel und Fligrantänzer in Personalunion, in Sachen Charme kaum zu überbieten. Aber der Wein zeigt auch Grösse und Tiefe, der berührt die Seele mit seinem immensen Gaschmackspektrum, der ist in den letzten Jahren zu einer eindrücklichen Persönlichkeit herangereift. 19/20 (28,50 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Jean Faure: Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2016 - 2026-2055:
    Lobenberg: Das 18 Hektar große Château Jean Faure mit nur 40.000 Flaschen Gesamtproduktion grenzt exakt an die Weinberge von Château Cheval Blanc und La Dominique an. Die Weinberge bestehen überwiegend aus Lehm-, Kiesböden und etwas Sand. Eine sehr gute Wasserversorgung ist dadurch gewährleistet. Die Weinberge der drei Chateaux gehen auf breiter Front ineinander über. Das Terroir und die Bestockung sind fast identisch. Das Weingut wurde über die letzten Jahre immer mehr auf dichte Bepflanzung umgestellt. Die vorhandenen Reben sind uralt, teilweise über 80 Jahre. Die Ernte der Merlot fand vom 07. Oktober bis zum 10. Oktober statt und dann ab dem 13. Oktober wurde innerhalb von nur zwei Tagen die Cabernet geerntet. Die Rebsortenzusammensetzung in 2016: 55% Cabernet Franc, 45 Merlot. Olivier Decelle hat das völlig runtergekommene Weingut 2004 kaufen können wegen bestehender Erbstreitigkeiten. Das Weingut gehörte früher Madame Loubat, der vor dem Verkauf an Moueix auch das Château Petrus gehörte. Château Jean Faure hat in den letzten Jahren noch mal die Önologie und Weinbergsberatung umgestellt von Stéphane Derenoncourt als Berater auf Hubert de Bouard, genialer Besitzer und Weinmacher von Château Angelus und inzwischen zusammen mit Derenoncourt der angesagteste Berater auf dem rechten Ufer. Die Umstellung Richtung Biodynamie wird mit dem Jahrgang 2017 abgeschlossen sein, also auch die Zertifizierung. Traktoren wurden überwiegend abgeschafft, die Weinberge werden mit Pferden bearbeitet. Diese komplette Natürlichkeit, diese burgundische Art und die Hinwendung zur Frische auch schon während der Wachstumsphase sind das, was sich im Keller fortsetzt. Die Fermentation der Weine von Jean Faure findet dann dementsprechend auch im rohen Zement oder im Holz statt. Ohne Temperaturkontrolle, aber auch ohne Kaltmazeration davor. Hier sind wir komplett zurück zur Ursprünglichkeit. Der Ausbau der Weine wurde auch umgestellt. Auch hier sind wir im „state of the art“ des Burgund oder auch der deutschen Pinoterzeuger. Ein Teil wird im neuen Barrique ausgebaut, aber die Hälfte in Fudern von 1.500l Stockinger Holzfass und auch in gebrauchtes Holz. Insgesamt wird der Einfluss des neuen Holzes speziell in aromatischer Form fast komplett runtergefahren. Die Besonderheit der lehmigem, kiesigen Böden führte dazu, dass 2016 kein Hitzestress aufkam, trotz der langen Trockenperiode von Mitte Juni bis in den September hinein. Der Wasserspeicher war völlig ausreichend. Die Nächte im trockenen Sommer waren sehr kalt, sodass wir insgesamt eine recht kühle Jahrgangsstilistik haben. Mit nur 3,4 pH-Wert und der höchsten Säure der letzten aufgezeichneten Jahre. Manche Betriebe hier in der Region haben sogar entsäuern müssen. Bei Jean Faure natürlich nicht, aber dennoch wird klar, dass hier ein hochreifer Jahrgang mit einer kühlen Stilistik vorliegt. Im Mund zeigt sich durchaus im ersten Ansatz ein Teil der verbliebenen Rappen während der Vergärung. Speziell in der Cabernet Franc. Wir haben hier eine wunderschöne Krautwürze mit reifer, eingekochter Himbeere, Schlehe und Sauerkirsche. Die Merlot folgt mit frischer Zwetschge und reifer Pflaume. Auch schwarze Kirsche kommt relativ wenig. Brombeere und Cassis sind fast nicht vorhanden. Eigentlich sind wir zwar in dunkler Frucht unterwegs, aber überhaupt nicht wuchtig oder marmeladig, sondern sehr fein, schwebend und erhaben. Und immer wieder schieben sich Schlehe, Himbeere und Sauerkirsche nach vorne. Das ist so kühl aromatisch und doch so intensiv. Feine Mineralität schwingt mit. Die Aromatik ist fast parfümiert. Wir kriegen Minze dazu und eine traumhafte Blumigkeit. Etwas Jasmin. Das Geheimnis ist, dass die Cabernet Franc zwar reif, aber nicht überreif geerntet wurde. Sie darf nicht ins Überreife abrutschen, sondern muss floral bleiben. Das hat Olivier sicherlich auch von seinem guten Freund Thierry Germain von der Loire gelernt. Optimale Reife- und Erntezeitpunkte der Cabernet Franc. Das Geheimnis, so sagt Olivier Decelle, liegt im Weinberg. Je natürlicher er arbeitet, je älter die Reben werden, desto weniger muss er sowohl im Weinberg wie auch später im Keller eingreifen. Im Grunde greift er gar nicht mehr ein, sondern lässt es geschehen. Und die Weine entwickeln sich zu dieser unglaublichen Natürlichkeit, die sie heute haben. Die Differenzierung zu Cheval Blanc wird von Jahr zu Jahr größer. Das kann man befürworten oder bedauern. Ich persönlich finde, der individuelle Stil von Jean Faure ist viel spannender als der sensationelle Cheval Blanc. Der allerdings viel mehr der zu erwartenden Klasse eines herausragenden Saint Emilions entspricht. Jean Faure ist auf dem Weg wie die spannendsten Weine in Saint Emilion, wie Tour Saint Christophe, wie Chateau Tertre de la Mouleyre. Das ist ein traumhafter Weg Richtung Natur und weg von Konvention. Vielleicht nicht ganz in dieser Klasse spielt auch Chateau Coutet. Sicherlich auch die reinste Natur aller Weine in Bordeaux, nur dass das Terroir von Jean Faure spannender ist. Daher entstehen hier die etwas größeren Weine. Der Mund ist meines Erachtens etwas konzentrierter als 2015. Wir haben hier wirklich enorm viel Struktur. Die Cabernet Franc dominiert die Merlot total. Wir haben hier richtig eine eingezogene Tannin-Spur, welche nicht rustikal ist, aber total präsent. Auch im Mund sind wir inzwischen weg von unserer klassischen Erwartungshaltung eines Saint Emilions. Auch Pomerol reicht als Vergleich nicht mehr. Wir haben hier eine so würzige Cabernet Franc, nicht wie auf Clos Puy Arnaud eine leichte Loire-Version, sondern schon eine massive, dichte, aber auf keinen Fall konfitürig, sondern krautwürzig und lang. Ich verstehe durchaus, dass es einige Saint Emilion Liebhaber gibt, die Jean Faure ablehnen, denn dieses Weingut ist wirklich sehr speziell in dieser Cabernet Franc Dominanz. Das hat zwar Ausone und Cheval Blanc auch, aber deren Ausprägung ist deutlich mehr in die Süße, in die konfitürige Überreife gehend. Hier sind wir in totaler Harmonie mit der Merlot. Ein extrem natürlicher Wein mit tollem Trinkfluss und großer mineralischer Länge. Der Wein hat viel Grip, diese enorm kühle Stilistik neben der enorm hohen Reife. Das macht unglaubliche Trinkfreude. Und das ist so hoch individuell und einzigartig, ich weiß nicht ob ich einen anderen Saint Emilion in diesem Jahr probiert habe, der so unikathaft ist wie Jean Faure. Ich habe sicherlich mit Chateau Tertre de la Mouleyre bessere und mit Tour Saint Christophe gleichwertige getrunken, aber die Ausprägung dieses Nachbarn von Cheval Blanc ist schon einzigartig. Wie ich schon sagte: Man kniet nieder oder man lehnt es ab. Auf jeden Fall superber Stoff. Ich bewerte ihn gleich wie 2015 obwohl ich diese, sich immer weiter ausprägende Stilistik des 2016 persönlich sogar noch mehr schätze. Jean Faure geht inzwischen so speziell, dass der önologische Berater Hubert de Bouard von Angelus es aufgegeben hat, die finale Assemblage zu bestimmen oder auf den Wein Einfluss zu nehmen. Olivier Decelle nutzt Hubert de Bouard für den Vertrieb in Frankreich und die Präsentation seiner Weine, aber in Sachen Ausgestaltung gehen die Meinungen der beiden diametral auseinander. Der hochreife, fast überreife Saint Emilion von Angelus und Jean Faure gehen inzwischen so auseinander, dass passt einfach gar nicht mehr überein. Olivier Decelle nimmt die Assemblage-Vorschläge von Hubert de Bouard belustigt zur Kenntnis. Geht dann aber seinen total eigenen Weg. Aber ich mag einfach diesen sehr individuellen Angang und diese Einzigartigkeit. Das ist sicher nicht everybodys Darling. 97-100/100 -- Gerstl: Olivier Decelle: "Wir haben erst bei der Ernte gemerkt, dass die Weine diese wunderbare Frische aufweisen. Eigentlich haben wir die Aromen eines heissen Jahrgangs erwartet und waren total überrscht von der kühen Stilistik. Besonders schön ist natürlich, dass wir trotzdem die Extraktsüsse eines heissen Jahrgangs haben." Dieser Duft geht unter die Haut, ich muss nur kurz die Nase an dieses Glas halten, und schon habe ich meine Gänsehaut, diese sensationelle hochkonzentrierte und überaus komplexe schwarze Frucht, dieser Duft hinterlässt den Eindruck als käme er aus der Tiefe eines Ziehbrunnens. Die Terroiraromatik könnte raffinierter nicht sein, Tabak, Leder, Trüffel, Kräuter, Gewürze, blumige Variationen. Olivier Decelle: "Es ist ganz wichtig die Cabernet Franc zu ernten solange sie noch im floralen Bereich sind, das ist eine Gratwenderung, es geht dann sehr schnell einmal in Richtung Konfitüre. Wir hätten problemlos mit der Ernte noch warten können, es gab keinerlei Botrytis, aber wir wollten unbedingt vermeiden, dass es sich in konfitürige wandelt". Am Gaumen zeigt er einen geradezu explosiven Auftritt, die Konzentration ist enorm, welch ire innere Kraft, das ist ein Mund voll Wein, reich, komplex, überaus schmackhaft, mit einer sagenhaften Struktur, da sind Tannine ohne Ende, aber sensationell feine. Beim Probieren dieses Weines merkt man schon, dass Olivier Decelle die Burgunder liebt, sein Stil in Bordeaux ist auch sehr burgundisch. Die geniale Frische drückt dem Wein von A - Z den Stempel auf, das ist eine ganz eigenwillige Weinpersönlichkeit, aber eine ganz grosse. 20/20 (37,50 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Seguin: Chateau Seguin 2016 - 2025-2055:
    Lobenberg: Die Rebsortenzusammensetzung ist hier 55% Cabernet Sauvignon und 45% Merlot. Der Ertrag liegt bei 40 Hektoliter pro Hektar, bei Dichtpflanzung sind das nur 500 Gramm je Weinstock. Nur 50% der Gesamterzeugung sind in den ersten Wein gegangen. Die Ernte erfolgte dieses Jahr noch später als letztes Jahr, denn es wurde bist zur letzten Oktoberwoche geerntet. Es konnte nach dem Septemberregen unheimlich lange zugewartet werden. Die Region hier, südlich der Stadt, ist etwas kühler als Haut Brion, die deutlich früher ernten. Die Trauben wurden nach der Ernte komplett entrappt. Dann wurde im Holz bei bis zu 28 Grad Celsius zwei Wochen lang fermentiert. Danach kam die Malo im Barrique, Ausbau dann 15 Monate im neuen Holz. Hier wird alles biologisch bzw. sogar zum Teil zertifiziert biodynamisch bearbeitet. Dieses kleine Weingut am Rande der Stadt Bordeaux, in der Nähe von La Mission Haut-Brion gelegen, ist historisch anerkannt und verbrieft, schon eines der ganz großen Terroirs der Appellation. Mindestens seit 2009 ist Seguin auf dem Level der ganz großen Weine. Niemand spricht es aus, denn die Weine sind so viel unbekannter und preiswerter. Aber häufig ist Château Seguin dramatisch besser als die Weine der Nachbarn. Ich halte es nicht für ein Sakrileg, wenn man in manchen Jahren Château Seguin mit Château Pape-Clément, mit Carmes Haut Brion oder mit La Mission in eine Gemeinschaftsprobe stellt. Der Jahrgang 2016 besitzt eine große Spannung. Ich habe schon einige 2016er probiert, Pape Clément, Carmes Haut Brion, viele große Weine, und die Appellation Pessac Léognan (Pape Clément ist einer der nahen Nachbarn) ist in 2016, ähnlich wie in 2015, extrem begünstigt. Also war ich schon sehr gespannt. Und schon die Nase des Seguin erfüllt die Erwartungen voll. Wir sind genauso voller Charme wie Pape Clément. Und der 2015er Seguin ist mir noch im Gedächtnis, einer der Überflieger des Jahrganges. Und das ist der 2016er in der Nase auch. Wir haben eine unglaubliche Wolke von Charme. Darunter tolle Veilchen, helle Lakritze, Milchschokolade. Und dann diese immensen Massen von süßer Kirsche. Ganz feine süße Maulbeere, Eukalyptus, Minze. Aber alles sehr fein verwoben, extrem schwebend. Nur das riechen reicht. Ein bisschen kalter Rauch vom Ausbau. Etwas Schlehe sowie Cassis in ganz zarter Form. Nichts ist massiv, alles schwebt aus dem Glas in die Nase. Im Mund muss man erst mal innehalten. Das sind unglaubliche Tanninmengen, aber so unglaublich poliert und geschliffen. Das war bei Pape-Clément genauso. Das ist wirklich verblüffend. Ich bin ja mal gespannt wenn La Mission kommt, ob das da noch drüber hinausgehen kann. Die Tannine sind kaum vorstellbar poliert und trotzdem massiv. Keine Ecken, Kanten und Rustikalität, und trotzdem immenser Druck von schwarzer und roter Frucht. Aber alles ist ganz fein, ganz schwebend. Kirsche dominiert klar. Fast burgundisch in seiner Art. Aber für einen Burgunder letztlich dann doch zu druckvoll. Und irgendwie zu schwarz. Ganz stark kommt dann die Lakritze durch. Massiv den Mund dominierend. Die Milchschokolade wandelt sich langsam zu dunkler Schokolade, ohne jemals bitter zu werden. Dann kommen Schlehe, Wachholder, ganz stark Holunder, aber auch Johannisbrot. Das Ganze mit einer Lakritz-Cassis-Spur unterlegt. Und dann kommt die schwarze Kirsche mit der verbündeten Sauerkirsche und hüllt alles ein. Prägt es in einer salzigen, langen, ganz klar definierten Spur über die Zunge in einen mehrminütigen Nachhall. Das ist ein unglaubliche Feinheit und Präzision. Eine Delikatesse. Ich bin fast versucht ob dieser Präzision 2016 über 2015 zu stellen. Aber vielleicht stimmt es am Ende nicht, denn 2015, den ich danach probierte, ist so unglaublich erotisch und freundlich. 2016 ist etwas stylischer. Was sicherlich kein Nachteil ist. 2016 wird sicher Jahrzehnte überdauern. Ich sehe überhaupt kein Problem ihm 50 Jahre Lagerung zu geben. Und trotzdem ist der Wein jung schon so delikat und raffiniert. Das ist einer der großen Weine des Jahres und in Pessac Léognan ist er, bevor ich La Mission und Haut Brion probiert habe, auf gleicher Höhe wie der grandiose Pape-Clément. Noch ein bisschen vor Carmes Haut Brion und dem 2016 genialen Domaine de Chevalier. 98-100/100 -- Gerstl: Denis Darriet: Wir haben bis Ende Oktober geerntet, wir konnten so richtig schön die perfekte Reife aller Trauben abwarten. Das ist schlicht genial, ein unglaublich raffinierter Duft, überaus fein, ein sublimes Parfüm, aber sagenhaft intensiv und mit immenser Strahlkraft, die Vielfalt ist enorm, eine Orgie von Frucht trifft auf raffinierteste Terroiraromen, was für eine sinnliche Duftwolke. Ein über alles erhabener Gaumenauftritt, zuerst einmal beinahe spektakulär frisch, dann berauschend süss, ein aromatisches Feuerwerk, aber so etwas von genial fein, das sind reine gebündelte Raffinessen, dieses Kraftpaket hat einen unglaublich sanften, charmanten Auftritt, was für eine himmlische Delikatesse. Der Wein wird wohl schon ziemlich bald allerhöchsten Trinkspass machen, aber er besitzt auch ein immenses Alterungspotenzial. Kann der tatsächlich noch besser sein als der sagenhafte 2015er? Die Perfektion war da eigentlich schon erreicht. So oder so ist klar, dass hier eine Weinlegende heranreift. 20/20 -- Weinwisser: 55% Cabernet Sauvignon, 45% Merlot, 60% Grand Vin, Produktion 70.000 Flaschen. Tiefes Purpur mit Granat- schimmer am Rand. Dichtes Schattenmorellen-Bouquet, Veilchen, Burley-Tabak, sehr präzise und direkt. Im zweiten Ansatz Edelholz und etwas Mokka. Sehr lang am Gaumen, mit reifen Tanninen und roten Kirschen im nachhaltigen Finale. Wie immer ein echter Best Buy aus Pessac-Léognan. 18/20 -- Gabriel: (55% Cabernet Sauvignon, 45% Merlot) Tiefes, samtenes, dichtes, komplexes, elegantes Bouquet, fein Dörrpflaumen, Zedern, Graphit, heller Tabak, schwarze Pralinen, Korinthen, Trüffel, Minze. Ausgewogener, dichtverwobener, frischer, eleganter, fein konzentrierter Gaumen mit viel feinem Tannin, dichter, vielfältiger Aromatik, dichtverwobener Struktur, cremiger Frucht, sehr langer, voller Abgang mit kräftigen Rückaromen. Kann noch zulegen. (Andre Kunz) 18/20 (29 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Haut Bages Liberal: Chateau Haut Bages Liberal 5eme Cru 2016 - 2025-2050:
    Lobenberg: Das biodynamische Pauillac-Weingut von Clair Villars von Chateau Ferriere aus Margaux. Schwarze Frucht, sehr fein geschliffener Gerbstoff, guter Kirschdruck in der Nase, schickes Tannin von schwarzer Kirsche, Cassis und Brombeere zeigend. Fast betörend und nicht so klassisch maskulin wie in den Jahren vor 2015. Ob es an der Biodynamie, oder dem wahnsinnig tollen Jahrgang 2016 mit den kalten Sommernächten liegt, kann ich nicht sagen, aber so köstlich in Nase und Mund habe ich dieses eigentlich sehr klassische Weingut noch nie probiert. Schwarz, kraftvoll und doch charmant und reif, trotz des Schicks aber sehr Pauillac bleibend. Wie auf Ferriere geht es auch hier mächtig voran, das mag, wenn es preislich passt, der perfekte Starter ins obere Pauillac werden. 95-97/100 -- Suckling: Very chewy and long already with ripe tannins and plenty of fruit suggesting tobacco and blackcurrant character. Long finish. From biodynamic grapes. 94-95/100 -- Wine Enthusiast: Known for making firm wines, this year the estate has produced a wine that is also packed with juicy black fruits. Structured and full of fruitiness, it has excellent long-term potential. 93–95/100 -- Gerstl: Ich konnte nicht wiederstehen, ihn schon bei Ulysse-Cazabonne zu probieren, obwohl wie ja morgen all ihre Weine in Ruhe zusammen mit der Besitzerin Claire Vilars probieren, auf meine Lieblingsweine bin ich immer besonders gespannt. Schon der Duft ist ein himmlisches Vergnügen, was für eine köstliche Erfrischung, der strahlt so verschmitzt aus dem Glas. Auch am Gaumen ein aromatischer Höhenflug, pure Frische in Verbindung mit raffinierter Süsse, ein Traumwein, ich freue mich auf die Verkostung im Weingut. Hier verweile ich zuerst einmal beim Duft, diese Raffinesse zu beschreiben ist nicht einfach, die Terroiraromen spielen die erste Geige, die Frucht begleitet, ist dann plötzlich doch auch im Zentrum, am Schluss ist es die Harmonie welche diesen Duft so faszinierend macht. Am Gaumen kommt ein erstaunliches Kraftbündel zum Vorschein, das ist ein Musterbeispiel eines perfekten Pauillac, seine männlich robuste Struktur in Verbindung mit dem köstlich süssen Schmelz, machen das Ganze so verführerisch, welch ire innere Kraft, der Wein liebkost vibrierend den Gaumen und will nicht mehr enden. Ich denke auch das ist wohl der beste Haut-Bags aller Zeiten. 19/20 (44,90 €)

Die Weine aus dem Weinpaket - auch einzeln erhältlich


Branaire Ducru

Bordeaux, Saint Julien

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 95–96+/100

t

Trinkreif: 2025–2055

Chateau Branaire Ducru 4eme Cru 2016
  • 66,00 €

Clos de la Vieille Eglise

Bordeaux, Pomerol

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 100/100

t

Trinkreif: 2025–2060

Chateau Clos de la Vieille Eglise 2016
  • 69,00 €

Limitiert

Dieser Wein ist limitiert und wird nur an angemeldete Kunden verkauft.

Tour Saint Christophe

Bordeaux, Saint Emilion

f

Cuvée

a

Lobenberg 97–98+/100

t

Trinkreif: 2025–2050

Chateau Tour Saint Christophe Grand Cru 2016
  • 49,00 €

du Tertre

Bordeaux, Margaux

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 96–97/100

t

Trinkreif: 2023–2045

Chateau Du Tertre 5eme Cru 2016
  • 49,00 €

Dominique Leandre-Chevalier

Bordeaux, Cotes de Blaye

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 97+/100

t

Trinkreif: 2025–2050

Chateau Le Queyroux Le Joyau 2016
  • 33,00 €

Meyney

Bordeaux, Saint Estephe

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 95–97/100

t

Trinkreif: 2025–2050

Chateau Meyney Cru Bourgeois 2016
  • 34,90 €

Jean Faure

Bordeaux, Saint Emilion

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 97–100/100

t

Trinkreif: 2026–2055

Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2016
  • 49,50 €

Seguin

Bordeaux, Pessac Leognan

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 98–100/100

t

Trinkreif: 2025–2055

Chateau Seguin 2016
  • 38,80 €

Haut Bages Liberal

Bordeaux, Pauillac

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 95–97/100

t

Trinkreif: 2025–2050

Chateau Haut Bages Liberal 5eme Cru 2016
  • 53,50 €

Tour Perey

Bordeaux, Saint Emilion

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 97–98/100

t

Trinkreif: 2025–2050

Chateau Tour Perey Grand Cru 2016
  • 33,00 €

Pavie Macquin

Bordeaux, Saint Emilion

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 98–99/100

t

Trinkreif: 2025–2055

Chateau Pavie Macquin 1er Grand Cru Classe B 2016
  • 96,00 €
Nur noch 9 Flaschen verfügbar

Clos Saint Julien

Bordeaux, Saint Emilion

f

Cuvée

z

voluminös & kräftig
tanninreich

a

Lobenberg 97–98/100

t

Trinkreif: 2025–2055

Chateau Clos Saint Julien Grand Cru 2016
  • 55,00 €
  • 450,00 €
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