Spätburgunder Hundsrück Großes Gewächs trocken 2017

Rudolf Fürst

Spätburgunder Hundsrück Großes Gewächs trocken 2017

99–100
100
2
Spätburgunder 100%
3
Lobenberg 99–100/100
Pirmin Bilger 20/20
Weinwisser 19/20
5
Rotwein
13,0% Vol.
Trinkreife: 2022–2044
Verpackt in: 6er OHK
6
Deutschland, Franken
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Weingut Rudolf Fürst, Hohenlindenweg 46, 63927 Bürgerstadt, DEUTSCHLAND


  • 125,00 €

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lobenberg

Lobenberg über:Spätburgunder Hundsrück Großes Gewächs trocken 2017

99–100
/100

Lobenberg: Nach dem eher schwierigen, sehr feuchten und von Frost betroffenen Frühjahr verliefen Sommer und Herbst dann eigentlich sehr gut, auch 2017 war insgesamt ein eher warmes Jahr, dennoch ist es bei der Charakteristik sowohl beim Riesling als auch beim Spätburgunder eher ein fruchtstarkes, kühler wirkendes Jahr. Die ältesten Reben des Weingutes, bis zu 50 Jahre alt. Inzwischen besteht der Wein aus 50% französischen und 50 % deutschen Klonen. Der Weinberg ist insgesamt die Erste Lage Bürgstadter Berg, in der dann der Centgrafenberg und der Hundsrück liegen. Der Hundsrück ist der kargste und eisenhaltigste Teil am Bürgstadter Berg – genau an einer Felskante. Der starke Eisenanteil schlägt natürlich voll durch. Bei Fürst wird zu Beginn immer eine Kaltmazeration von zwei bis drei Tagen durchgeführt, denn die unentrappten, völlig intakten Trauben werden in die Bütt gelegt. Danach wird das möglichst vorsichtig Entrappte darüber geschichtet, aber nicht angequetscht. Das Ganze verbleibt dann mehrere Tage und dann wird langsam die Temperatur im Raum erhöht. Es gibt also keine Trockeneiskühlung, sondern nur Kühlung mit Kühlplatten. Dann wird das entfernt und Stück für Stück beginnt die Gärung. Es wird die ersten acht bis zehn Tage überhaupt nicht gestampft, d.h. wir haben eine Vergärung in der teilweise ganze, intakte Beeren verbleiben bis zur Pressung. Zwischendurch wird dann allerdings auch mit einem Stößel untergestoßen. Wir haben also eine Kombination aus teilweiser macération carbonique innerhalb der Beeren und gleichzeitig einen oxidativen Ansatz. Das gibt eine größere Vielschichtigkeit und eine größere Fruchtstärke. Im Jahr 2017 betrug der Rappenanteil bis zu 80%. Wenn man zuvor den Centgrafenberg und dann den Powerwein vom Klingenberger Schlossberg probiert hat, dann fragt man sich immer warum die Familie Fürst den Hundsrück stets als letzten in der Probe anstellt. Ja okay es ist der teuerste, aber warum steht er ganz oben in der Pyramide, wieso kommt er zum Schluss? Wo er doch so unglaublich viel feiner ist, als der Powerwein vom Schlossberg, man braucht ganz klar länger, um ihn sich zu erschnüffeln. Er geht deutlich mehr in die dunkle Aromatik, in Richtung schwarzer Kirsche, auch etwas Cassis, Schlehe, konzentrierte Himbeere, etwas Johannisbeere. Aber er ist nicht so schwebend wie der Centgrafenberg, unglaublich konzentriert, zieht sich lang durch. Pfeffer, Chili und Piment würzen die Nase mit großem Druck, auch Hagebutte, aber eben auch viel Schlehe, Sauerkirsche und Schwarzkirsche, wieder Cassis, mit so viel Druck, aber dennoch ganz fein. Nicht so monolithisch wie im Schlossberg, man muss pausieren, weil sich da so viele Eindrücke entfalten. Diese multiple Persönlichkeit hat er auch im Mund, schön, dass es sich hier wiederfindet. Der Wein hat ähnlich viel Power wie der Schlossberg, ähnlich viel Druck, vielleicht sogar noch etwas mehr Schärfe in der Würzigkeit, Piment und schwarzer Pfeffer, aber auch diese Cassis-Johannisbeer-Frucht, wie sie von den Bürgstadter Berglagen bekannt ist. Aber kein druckvoll-massives Cassis wie wir es aus dem Cabernet Sauvignon kennen, sondern zarte, ganz feine Cassis, enorm komplex, von allen Geschmackseindrücken kommt unglaublich viel. Das ist betörend und fast überwältigend und dennoch bleibt es ein enorm feiner Wein. Was wird das göttlich sein mit Entenbrust und Morcheln oder auch Kaninchen, zu diesem Wein kann man aber auch noch massivere Küche einsetzen. Er ist intensiv und lang bis zum Abwinken. Salz, Pimentpfeffer, Schlehe, Cassis, Johannisbeere, Sauerkirsche, alles kommt wieder hoch und verbleibt für Minuten. Dennoch schwebt der Wein in einer Chambolle-Musigny-artigen Feinheit, nur eben mit viel, viel Power unter dieser seidigen Decke. 99-100/100

Pirmin Bilger

Pirmin Bilger über:Spätburgunder Hundsrück Großes Gewächs trocken 2017

20
/20

-- Pirmin Bilger: Vom Nachbars Weinberg vom Centgrafenberg. Die Lage Hundsrück ist etwas steiler und hat der felsigste und röteste Terroir. Mit rund 80% Ganztrauben Vergährung hat der Hundsrück GG den grössten Anteil. Ein Bouquet so unglaublich sinnlich und nobel zugleich. Diese Tiefe, diese Ausdruckskraft - das ist die pure Schönheit der Natur in diesem Glas vereint. Eine schon fast ähterische Frische mit einem minzartigen Charakter drückt ihm diese besonder kühle Eigenschaft auf. Der Wein wirkt faszinierend komplex, breit und doch zart, vielschichtig und delikat ohne Ende. Säure und Gerbestoffe in idealer Verbindung und in perfekter Ausprägung zur Aromatik. Der wird ein sehr langes Leben vor sich haben und spielt in der Liga der Grand Cru Burgunder. Wenn ich die drei roten GG's vergleiche, dann war der Centgrafenberg der charmanteste und dieser Hundsrück der komplexeste - ein ganz grosser Wein. 20/20

Weinwisser

Weinwisser über:Spätburgunder Hundsrück Großes Gewächs trocken 2017

19
/20

-- Weinwisser: Von der Vielfältigkeit der Aromen her ist der Hundsrück kaum zu übertreffen. Ob das nun die ausladende Frucht mit ihren reifen dunklen Beeren ist, die Frische von Gartenkräutern, die feinen Röst- und Rauchnoten des Holzausbaus oder sogar ein bisschen Schokoladenstaub, in ihrer Gesamtheit könnte man sie eine sensorische Symphonie nennen. Natürlich ist sie in diesem Frühstadium geschmacklich noch unvollendet, schlägt aber mit Noten von saftigen Beeren, dunkler Schokolade und pikanter Würze schon die richtigen Töne an und wird von einer satten Textur getragen. Wieder ein Monument. 19/20

Mein Winzer

Rudolf Fürst

Franken ist Frankreich nicht nur phonetisch ganz nahe. Wer behauptet, dass exzellenter Pinot Noir, also Spätburgunder nur aus dem in Frankreich gelegenen Burgund stammt, hat mindestens die letzte Dekade verschlafen. [...]

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