Silvaner Escherndorf am Lumpen 1655 VDP Großes Gewächs trocken

Horst Sauer

Silvaner Escherndorf am Lumpen 1655 VDP Großes Gewächs trocken 2019

voll & rund
mineralisch
97–98
100
2
Silvaner 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2040
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98/100
Gerstl: 19+/20
6
Deutschland, Franken
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Silvaner Escherndorf am Lumpen 1655 VDP Großes Gewächs trocken 2019

97–98
/100

Lobenberg: Auf diesen Wein bin ich besonders gespannt. 2018 war dieses Große Gewächs von Sandra und Horst Sauer ein Highlight des Jahrgangs. 2018 Silvaner war die Antwort auf die großen Weine von der Loire aus Chenin Blanc, war die große Eleganz Deutschlands, mit Länge und Mineralität. Was kann 2019? Kann die größere Frische aus 2019 diese Megaeleganz aus 2018 erreichen? Die Nase deutet das jedenfalls an: Wir haben hier eine leichte Exotik aus Maracuja, pfeffriger Papaya und Mango. Dann kommen aber auch Quitte, Netzmelone, auch Zitronen- und Orangenabrieb. Und diese beiden Letztgenannten schieben sich zuerst in den Mund. Dahinter kommen eine richtig kraftvolle, cremig-sahnige Quitte sowie Bratapfel, weißer Pfirsich und feines Gestein. So wunderbar verwoben. Eine schöne Spannung bildend zwischen der Zitrusfrische und der cremigen, fruchtigen Länge. Dabei eine hohe Eleganz. Der 2019er Silvaner ist deutlich klassischer als der 2018er. Vielleicht fand ich deswegen den 2018er so überragend. 2019 ist kristalliner, hat höhere Vibrationen. Aber im Zuge der Perfektion würde ich trotzdem 2018 vorziehen, weil ich seine große Eleganz über alles geschätzt habe. 2019 ist auf jeden Fall der spannendere Wein, bei ähnlicher Größe. In 15 bis 20 Jahren mag 2019 der größere Wein sein – wir werden abwarten. 97-98/100

19+
/20

Gerstl über: Silvaner Escherndorf am Lumpen 1655 VDP Großes Gewächs trocken

-- Gerstl: Der Duft eines grossen Silvaners kann zutiefst berühren, vorab verblüffen unendlich vielfältige und überaus raffinierte florale Aromen, unterlegt mit edlen Gewürzen und dezenter Frucht. Alles ist getragen von einer geradezu explosiven Frische, dieses Dufterlebnis geht unter die Haut. Geballte Kraft im Antrunk, doch sie mündet sogleich in tänzerische Verspieltheit, die Säure ist ein Traum, irre rassig, aber cremig weich, das ist ein faszinierendes Energiebündel, extrem spannend, ja geradezu spektakulär. Für mich stand der Silvaner immer etwas im Schatten des Rieslings, aber das hier ist eine ganz grosse, eigenständige Persönlichkeit, die einem grossen Riesling in nichts nachsteht. Mir fehlt noch etwas Erfahrung, welches Potenzial in so einem Wein steckt. Ich schätze aber, dass in einigen Jahren durchaus ein 20-Punkte-Monument zum Vorschein kommen könnte. 19+/20

Mein Winzer

Horst Sauer

Horst Sauer und seine Tochter Sandra bearbeiten zusammen über 18 Hektar der besten Weinberge Frankens. Als Horst Sauer den Betrieb, der bereits vom Urgroßvater gegründet wurde, vom Vater übernahm, waren es gerade 2,5 Hektar ohne Selbstvermarktung.

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