Saint Joseph

Chateau de Saint Cosme

Saint Joseph 2019

fruchtbetont
pikant & würzig
saftig
98+
100
2
Serine 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2050
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 98+/100
Jeb Dunnuck: 92–94/100
6
Frankreich, Rhone, Gigondas und Rasteau
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Saint Joseph 2019

98+
/100

Lobenberg: Louis Barruol von Saint Cosme kauft diese Trauben seit 2001 immer beim gleichen Vertragswinzer, inklusive natürlich seiner eigenen Mitarbeit und Beratung im Weinberg. Im Grunde wie sein eigener Weinberg, in dieser intensiven, langjährigen Zusammenarbeit. Das gleiche Modell wie bei Michel Tardieu. 100% Serine, auch Petit Syrah genannt. Untergrund ist hier purer Granit in Malleval, sehr alte Reben. Es wird nur zum kleinen Teil entrappt, das Meiste ist Ganztraube, fermentiert im Beton, dann kommt der Stoff mit der vollen Hefe in überwiegend gebrauchte, alte Barriques, zu 30% aber auch neues Holz. Dieser Saint Joseph ist, wie alle sehr guten Saint Josephs, ein kleines Abbild eines Cote Roties. Und zwar eines Cote Roties vom Granit und nicht vom Schiefer. 2019 ist wie 2018 ein unglaubliches Jahr an der Nordrhône, dort war es noch viel ungestörter als an der Südrhône. Wir haben die größere Kühle, Cool Climate Terroirs, viel weniger Mehltaudruck als im Süden und trotzdem denselben famosen Sommer mit den extremen Sonnenstunden. Gepaart mit dem heutigen Stand des Wissens im Weinbau bezüglich Laubmanagement und anderen Faktoren hat das einfach unglaublich satte, reiche Weine hervorgebracht, die aber die Feinheit und die Frische halten konnten. Dieser Syrah von Louis Barruol kommt dementsprechend äußerst fein rüber, er wird zu 20% im neuen Holz, der Rest nur im gebrauchten Barrique ausgebaut. Zeigt Cassis, Brombeere, viel schwarze Kirsche, Garriguewürze, extrem konzentrierte Himbeeren, trotz der Intensität und Spannung unglaublich fein daherkommend, sehr reif, aber mit toller Frische. Feine Lakritznoten darunter, etwas Speck, etwas Fleisch, einfach typisch Nordrhône-Syrah. Das schöne ist, dass das Finale wieder in schwarzer Kirsche, in Amarenakirsche und in Eisen und Blut mündet. Erdig, dicht und konzentrierte, unsüße rote Frucht mit Ton und Blut, etwas Lorbeer. Sehr dunkle Textur. Im Mund eine verblüffende, eine geniale Frische, sehr kühl mit dieser Eukalyptus, Minze und Menthol-Spur, etwas Lorbeer, ein Hauch vegetabil von den Rappen, ein genialer Burgunder-Touch. Sehr lang, auch wieder sehr in der konzentrierten Schwarzkirsche neben Sauerkirsche und Himbeerextrakt laufend, alles mit ganz feinem Tannin unterlegt. Fast ätherisch, aber man darf nicht verkennen, es bleibt ein 2019er, der Wein ist unglaublich reich und dicht und sooo frisch, er schiebt, hat Kraft, nur dass die Tannine eben so ultrafein sind und die Frische fast atemberaubend. Wir haben hier an der Nordrhône durchaus Ähnlichkeit mit Bordeaux 2019. Unglaubliche Tanninmassen, immense Konzentration und trotzdem delikat und fein obendrüber. Aber die Weine werden lange, lange Zeit im Keller verbringen müssen. Ein großer Saint Joseph und gleichwertig mit einem Kick mehr Frische zu 2018. 98+/100

92–94
/100

Jeb Dunnuck über: Saint Joseph

-- Jeb Dunnuck: More granite-like aromas and flavors emerge from the 2019 Saint Joseph, which offers impressive depth of fruit, medium to full body, ripe tannins, and bright, focused acidity. With lots of smoked game, red and blue fruits, obvious minerality, and outstanding length, you could do much worse than having a case of this in the cellar. 92-94/100

Mein Winzer

Saint Cosme

Gigondas ist zusammen mit der Appellation Chateauneuf-du-Pape sicherlich die spannendste und innovativste Region der Rhone und der junge Louis Barruol von Chateau de Saint Cosme gehört nicht nur laut Robert Parker zusammen mit Santa Duc und Bouissiere zur Creme de la Creme der Appellation.

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