Riesling Schlehdorn PJK. Unikat trocken

Peter Jakob Kühn

Riesling Schlehdorn PJK. Unikat trocken 2018

BIO

Limitiert

voll & rund
mineralisch
100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2053
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 100/100
6
Deutschland, Rheingau
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Schlehdorn PJK. Unikat trocken 2018

100
/100

Lobenberg: Die Reben wurden 1954 gepflanzt. Der Schlehdorn ist eine kleine Parzelle, die direkt am Großen Gewächs St. Nikolaus unten am Rhein liegt. Die Familie Kühn hat 2003 diesen Weinberg von der Kirche übernehmen können, der erste Jahrgang war 2006. Es gibt nur 1.000 Quadratmeter Schlehdorn im Rahmen des einen Hektar St. Nikolaus. Auch hier Sand- und Quarzitböden mit extrem guter Belüftung durch ständigen Wind am Rhein. Die Weine werden ganz behutsam aus dem Weinberg als Ganztrauben geholt, ohne jegliche Verletzung und ohne, dass etwas angequetscht wurde. Dann werden die ganzen Trauben zehn Stunden bei anfänglich nur 0,2 Bar langsam gepresst. Es gibt also ein bisschen Phenolik über diese lange Pressdauer. Das Ganze wird ohne Pumpvorgang von der Presse direkt zur Vergärung in ein Halbstückfass gelegt. Die Gärung erfolgt spontan, es wird nichts bewegt, nichts geschüttelt oder gerührt. Keine Battonage. Der Wein macht eine malolaktische Fermentation durch und bleibt komplett für 22 Monate auf der Vollhefe. Er hat danach in der Regel noch ein Jahr Flaschenreife. Dieses enorme Hefelager macht aus dem von Haus aus feinen Wein, aus den alten Reben von über 70 Jahren, ein Unikat. Genauso heißen die Topweine von Peter Jakob Kühn. Große Gewächse dürfen sie nicht heißen, weil nicht zwei Weine aus einer Großen Lage ein GG sein dürfen. Deshalb der Ausweg, der im Grunde eine Verbesserung zu PJK Unikat darstellt. Das Hauptproblem bei diesem Wein ist nicht seine Qualität, seine Art oder sein Hochgenuss, sondern die Beschaffung, denn es gibt so unglaublich wenig davon. Was man sich vorstellen kann, wenn man nur 1.000 Quadratmeter hat. Ein Wein, wie Peter Bernhard sagt, von vinophiler Eleganz. Und ich nehme es im Grunde eher als abgehoben und erhaben. Es kommt aber letztlich auf der Gleiche raus. Die Nase: Reife Quitte, sanftes Brioche. Löffelbiskuit, feine Walnuss, zarter Darjeeling Tee. Geschliffen und verspielt. Frisch und doch sehr reif. Nicht sehr oxidativ, aber total unaggressiv und harmonisch. Im Mund so unendlich fein und doch auch völlig unverkennbar Riesling. Aber Riesling in einer sanften, natürlichen, ja vielleicht biodynamischen Form, in einer streichelnden, unanstrengen Art. Trotz der lauten Frucht zeigt der Wein eine unglaublich spielerische Leichtigkeit, die unendliche Freude des Seins. Großer Stoff, wenn man diese unendliche Feinheit und diese sanfte, stille Harmonie und Freude möchte. 100/100

Mein Winzer

Peter Jakob Kühn

Dass man nicht immer Mainstream sein muss, um großen Erfolg zu haben, beweist Familie Kühn mit Ihrer herausragenden Arbeit als Demeter-Aushängeschild des Rheingaus. 1978 übernahmen Angela und Peter Jakob Kühn das Gut in Oestrich-Winkel von Peters Vater, der kurz darauf nach langer Krankheit...

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