Dönnhoff

Riesling Felsenberg Felsentürmchen Großes Gewächs trocken 2016

Limitiert

mineralisch
frische Säure
exotisch & aromatisch
99–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2044
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 99–100/100
Gerstl: 20/20
Suckling: 97/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Felsenberg Felsentürmchen Großes Gewächs trocken 2016

99–100
/100

Lobenberg: Dönnhoff nennt es nach seiner Bezeichnung Felsentürmchen, und dieses Türmchen steht real mitten im Weinberg. Aber es ist natürlich die offizielle Lage Felsenberg. Der Boden ist puristisch, steinig, vulkanisch, hart mit Verwitterungsauflage, und bis zu 60% Steigung. Ausrichtung Süd, Südwest. Es gibt nur ca. 35 bis 40 Hektoliter pro Hektar Ertrag. Das durchschnittliche Rebalter liegt bei knapp unter 35 Jahren. Tim Fröhlich hat die identische Großlage etwas flacher und Flussnäher. Da tummeln sich zwei wahre Meister in einer sehr puristischen, felsigen, steinigen Lage. Diesen Felsenberg habe ich dieses Jahr bei Tim Fröhlich schon probiert, und Tim Fröhlichs Teil der Lage ist lokal weniger extrem, sie ist etwas flacher, etwas näher am Fluss. Dönnhoffs Teil zieht sich steiler den Berg hoch, besteht aus mehreren Paarzellen. Aber extremere Steillagen. Was beide am Ende eint, ist diese puristische Mineralität. Dieser absolute, steinige Bezug. Auch in diesem Wein macht es Helmut Dönnhoff unter 4 Gramm Restzucker. Und obwohl die Lagen von Dönnhoff extremer sind, ist sein Felsenberg fast immer der leckere, der köstlichere, der fruchtigere Wein. Vielleicht auch, weil es hier in erste Linie nicht darum geht die Sponti Note in den Vordergrund zu stellen. Auch hier wird zwar spontan vergoren, aber die Weine kommen zivilisierter rüber. Und im Mund kommt neben dem ganzen massiven, steinigen Druck, den Feuersteinnoten, diesem Extremismus, eben auch diese feine Extraktsüße, die die reife Säure balanciert. Eigentlich müsste man beide Weine nebeneinander stellen. Es sind zwei grandiose 100 Punkte Weine, aber ich finde den Wein von Dönnhoff, bei aller Extremität, einfach einen Hauch köstlicher, eine Hauch charmanter, wenn man das bei so puristisch mineralischen Weinen überhaupt sagen kann. Ich bin ein großer Freund dieser Lage und oft ist das für mich, noch vor dem Dellchen, das zweitbeste GG. Ich bin gespannt gleich auf das Dellchen, aber dieser Felsenberg im Jahr 2016 ist ob seiner reifer Säure, ob seiner Pikanz, bei gleichzeitig massiver Mineralität und salziger Länge, eine ziemliche Perfektion. Er braucht allerdings sicherlich etwas länger. Toller Stoff. 99-100/100

20
/20

Gerstl über: Riesling Felsenberg Felsentürmchen Großes Gewächs trocken

-- Gerstl: Der Duft ist eher noch etwas feiner als jener des Höllenpfades, dennoch von unbeschreiblicher Konzentration und berauschender Vielfalt, feinste Mineralität mischt sich in zarte Zitrusfrucht, was für eine Klarheit, was für eine Präzision! Die Säure ist von einer Perfektion wie man sie mit Worten nicht beschreiben kann, der Wein ist mit um die 4g Zucker wirklich trocken, was ihn so überaus edel macht, diese geniale trockene Art steht ihm besonders gut, insbesondere weil das raffiniert süsse Extrakt ihm diese genial leckere Art verleiht, was soll ich schreiben, der Wein war schon seit Jahren immer perfekt und jetzt ist er halt noch einen Hauch perfekter... 20/20

97
/100

Suckling über: Riesling Felsenberg Felsentürmchen Großes Gewächs trocken

-- Suckling: Unexpectedly charming on the nose for a wine from volcanic soil this has stunning grapefruit and lime character. Then just when you think it’s a nice guy the totally radical, smoky and mineral finish comes through to remind you how strong nature can be! Drink now or hold. 97/100 Stuart Pigott

Mein Winzer

Dönnhoff

Helmut Dönnhoff gehört völlig ohne Zweifel zu den fünf besten Weißwein-Erzeugern des Erdballs. Die Nahe wurde lange unterschätzt, aber was Dönnhoff hier von seinen erstklassigen Terroirs holt, ist inzwischen extrem gesucht. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt klar im Weinberg.