Bürklin Wolf

Deidesheimer Langenmorgen Riesling G.C. Großes Gewächs trocken 2016

BIO

98–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2017–2036
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 98–100/100
Suckling: 96/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Deidesheimer Langenmorgen Riesling G.C. Großes Gewächs trocken 2016

98–100
/100

Lobenberg: Der Lage liegt nahe am Waldrand. Es ist eine kühle Lage. Der Boden Kelkmergel und sandiger Ton sowie ein bisschen Buntsandsteinverwitterung. Der Langenmorgen und auch Pechstein bekommen ein längeres Hefelager von ungefähr 14 Monaten. Die Weine werden entsprechend nicht im klassischen Rhythmus September/Oktober ausgeliefert, sondern erst im März des übernächsten Jahres. Also 2016er Langenmorgen sowie 2016er Pechstein kommen im März 2018 in die Auslieferung. Das Kirchenstück erst im Oktober 2018. Das kuriose beim Langenmorgen ist seine unglaubliche Schmelzigkeit. Der Wein trinkt sich soft. Das ist wirklich immer wieder verblüffend, dass Weine aus kühlen Lagen, hier in der Pfalz, trotzdem diese Köstlichkeit, Reife und Schmelz mitbringen. Dieser Langenmorgen hat tollen Gripp, lebendige, aber total reife Säure. Nichts zwickt, nichts Zitrusartiges. Säure wie aus Litschi, Birne. Das Ganze total fein verwoben. So reif mit dieser Extraktsüße, und dann dieser blumige Touch aus Gimmeldingen. Diese weißen Blüten wie Wiesenblume, Kamille, auch ein bisschen Jasmin. So spielerisch. Ein Hauch Organgenblüte dazu sowie eine feine Nussigkeit darunter. Das Ganze mit Salz in die Länge gezogen, aber so cremig bleibend. So zartschmelzend. Langenmorgen von Bürklin und die Meerspinne von Christmann sind im Grand Cru Bereich die köstliche Delikatesse aus der Mittelhardt. Das schmeckt so unglaublich lecker und hat trotzdem all die Erhabenheit, die der Jahrgang 2016 mitbringt. Vielleicht ist er etwas weniger laut als 2015, dafür noch etwas feiner, erhabener, schwebender. Richtig lecker Stoff. 98-100/100

Mein Winzer

Bürklin Wolf

Bürklin Wolf greift auf eine Historie zurück, die bis ins Jahr 1597 geht. Doch den Status als Primus inter pares verdankt es besonders Bettina Bürklin-von Guradze, die das Weingut seit 1992 leitet.