Puligny Montrachet 1er Cru Pucelles 2020

Marc Morey

Puligny Montrachet 1er Cru Pucelles 2020

Limitiert

voll & rund
mineralisch
frische Säure
96–98
100
2
Chardonnay 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2050
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96–98/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Puligny Montrachet 1er Cru Pucelles 2020

96–98
/100

Lobenberg: Die Weinbergsbearbeitung geschieht biologisch-organisch. Das Weingut vergärt ausschließlich spontan mit natürlichen Hefen. Die Weine werden sofort nach der alkoholischen Vergärung, die komplett ohne Maischestandzeit und ohne Schalenkontakt erfolgt, in Barriques überführt, in denen dann die malolaktische Gärung stattfindet. Die Village und 1er Crus werden zu einem geringen Anteil im neuen Holz auf der Feinhefe ausgebaut, manchmal findet eine Batonnage statt. Das ist fein, direkt nebeneinander Chassagne 1er Cru Virondot, die absolute Nummer 1 in Chassagne, gegen den Puligny 1er Cru Pucelles probieren zu können. Jetzt gehen wir etwas weg von der vordergründigen Mineralität der Chassagne-Weine, rein in die unendliche Leichtigkeit des Seins der Pulignys, wenn sie denn frisch, voll Mineralik und Säure sind und nicht zum Fett neigen. Es gibt beide Seiten in Puligny, aber Pucelles zählt ganz sicher zur mineralischen Seite. Es gibt hier Power, klar, aber die kommt als elektrisierende Energie und nicht als Cremigkeit daher. Marc Morey ist sicherlich einer der ersten Verfolger der Domaine Leflaive in dieser Lage Pucelles. Der Wein ist in Nase und Mund unendlich fein und hört einfach nicht wieder auf. Eine wunderbar hellfruchtige Nase mit feinen Einschüben von gewachsten Zitronenschalen, Lindenblüte und Veilchen, dann auch Maracuja. Nur die Struktur und die Säure sind anders als in Chassagne. Mehr Harmonie, aber auch eine intensive Kühle verkörpernd, wirkt etwas stahliger bei derselben Power und Konzentration. Das ist schon beachtlich, bezaubernd. Pucelles zieht einen sofort ins Glas, man will sich kaum abwenden von diesem Mineralhammer. Die Säure hat keine Ecken und Kanten, läuft nur endlos lang geradeaus. Alles strahlt und zieht geradeaus durch wie ein Laser. Viel pinke Grapefruit im Mund. Die Tanninstruktur und die Säure sind so immens fein und dennoch ist der Wein aufregend und vibrierend, kommt mit einem deutlichen Salzkick hintenraus. Man muss das im Mund gehabt haben, um es zu verstehen. Alles bildet eine kanalisierte Einheit und ist doch so spannungeladen bis ins ewige Finish. In diesem Finale kommt auch ein wenig Sanddorn hoch, was diesen Grapefruittouch gut unterstützt. Das ist großes Chardonnay-Kino und einer der besten Weißweine des Jahres. Er hat weniger Elektrizität als Virondot, aber auch die größere Erhabenheit. 96-98/100

Mein Winzer

Marc Morey

Die Domaine Marc Morey gehört wie der Namensvetter Bernard Morey zu den kleinen, traditionellen, sagenumwobenen Edel-Erzeugern für die absolute Oberliga der weißen Chassagne- und Puligny-Montrachet. Das beste Terroir der Bourgogne und extrem aufwändige Arbeit im sehr ertragsbeschränkten Weinberg,...