Weinpaket

Probierpaket Deutschland "100 Punkte all in - GGs 2015" 18*0,75l 2015


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ENTHALTENE WEINE

Das sagt Lobenberg zu diesem Weinpaket


2015 ist DAS Jahr für deutschen Riesling! Ich habe fast alle überragenden GGs des Landes probiert. Ungefähr 40 habe ich mit 97 bis 100 Punkte bewertet. Über 25 Weine haben glatte 100 bzw. 20 erreicht. Das ist ganz ohne Frage "best ever". Dieses Paket enthält 18 der besten trockenen Rieslinge aller bisherigen Zeiten! Das Ereignis und die Köstlichkeit schlechthin. Imposant und erhaben und dabei so delikat und lecker. Früh berauschend, aber auch extrem entwicklungsfähig. Ein Probierpaket als Monument deutscher Weingeschichte.

Lobenbergs GUTE WEINE
Probierpaket

"Meine Probierpakete sind meine Visitenkarte, meine beste Auswahl!"
2015 ist DAS Jahr für deutschen Riesling! Ich habe fast alle überragenden GGs des Landes probiert. Ungefähr 40 habe ich mit 97 bis 100 Punkte bewertet. Über 25 Weine haben glatte 100 bzw. 20 erreicht. Das ist ganz ohne Frage "best ever". Dieses Paket enthält 18 der besten trockenen Rieslinge aller bisherigen Zeiten! Das Ereignis und die Köstlichkeit schlechthin. Imposant und erhaben und dabei so delikat und lecker. Früh berauschend, aber auch extrem entwicklungsfähig. Ein Probierpaket als Monument deutscher Weingeschichte.


Je 1 Flasche:
  • Deutschland/Nahe - Dönnhoff: Riesling Großes Gewächs "Hermannshöhle" 2015 - 2019-2046:
    Lobenberg: 13% Alkohol, 4,5-5g Restzucker, 8g Säure. Die Hangsteigung ist 60%, der Bodentyp ist Tonschiefer mit Kalksteinelementen. Die Erträge liegen bei ca. 40 Hektoliter pro Hektar bei einem Rebalter von 60-80 Jahren. Der Wein ist in seiner sensationellen Erhabenheit sehr schön zu probieren nach dem unglaublich üppigen, duftigen, exotischen und fast wollüstigen Dellchen. Diese große Feinheit in der Hermannshöhle ist enorm wohltuend. Eine steinige Nase, ein bisschen fast an den Felsenberg erinnernd aber doch weniger maskulin. Das Ganze ist eher aristokratisch mit weißer und gelber Frucht, was sich in aller Dichte bis in den Mund zieht und ultrafein, verspielt und voller Finesse ist. Aber die Säure ist perfekt eingebunden. Von den drei GGs ist es das Ausgewogenste, Mildeste, Feinste und Verspielteste und trotzdem hat der Wein Fülle und süßen Schmelz. Es ist zugleich das ausgewogen leckerste Große Gewächs und es überfordert nicht so wie das Dellchen mit diesem „von allem zu viel“, sondern hier passt alles. Das ist die ganz große Fein- und die Erhabenheit. Je länger man diesen Wein probiert, desto mehr kommt am Ende doch noch Zug, Grapefruit und sogar Tee. Trotzdem bleibt es perfekt balanciert. Einer der ganz großen Weine des Jahrgangs, welcher trotz seines leckeren Antritts heute wohl ewig halten wird. Einer der Weine des Jahres. 100/100 (42 €)

  • Deutschland/Rheinhessen - Wittmann: Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs 2015 - 2018-2043:
    Lobenberg: Alle Rieslinge wurden zwischen dem 5. und 15. Oktober geerntet. Der sehr warme Sommer endete abrupt mit Beginn des Septembers. Es gab den notwenigen Regen und danach gab es richtig kühle, trockene Tage und Nächte mit viel Wind. Das skandinavische Hoch machte aus dem kritisch warmen Jahrgang einen perfekten Cool- Climate-Jahrgang. Trotzdem war die Ernte früh und musste bis zum 15. Oktober erfolgen, um mit den Zucker-bzw. Alkoholwerten nicht zu hoch zu schießen. Entscheidenden Einfluss auf den Erfolg des Jahres hatten auch die unzähligen Vorlesegänge in den Weinbergen. Philipp Wittmann hat sämtliche Beeren und alles, was nur irgendwie mit Botrytis befallen war, rausholen lassen. Es wurde nur gesundes Lesegut reingeholt, was auf den Sortiertischen nochmals nachbearbeitet wurde. Zusätzlich wurde der Vorlaufsaft von den auf Sortiertischen aussortierteren reifen Beeren nicht in die trockenen Weine genommen. Es gab nach dem Weinberg also hier nochmal eine extreme Nachselektion. Das Ergebnis war sehr reifes Lesegut aber keinerlei Überreife, das kühle Klima mit der phänomenalen Säure konnte so die sehr anständige Süßebilanz zu einem perfekten Jahrgang modellieren. Eine sehr kühle Lage auf 250 Meter Höhe, der untere und mittlere Teil des reinen Kalksteins unterhalb des Versteigerungswein La Borne. Trotz dieser Kühle kommt dieser Wein immer mit der größten Power rüber. Es ist nicht fett oder breit, sondern drahtig muskulös, ausdrucksstark, dicht. Und wie schon das Brunnenhäuschen ist der Morstein super fokussiert, mit ganz sauber definierten Ecken und Kanten. Er ist nicht ausufernd und komplex breitfächernd wie das Kirchspiel, sondern ein perfekter Geradeausläufer. Ein Monument schon in der Nase. Der Mund verblüfft im ersten Eindruck zwar auch mit seiner muskulösen Kraft, aber vor allen Dingen mit seiner unglaublichen Feinheit und Harmonie. Alles passt, alles sitzt. Der Wein hat zwar kraftvoll spürbare Kanten, aber auch diese sind geschliffen. Der Wein ist so sauber definiert an seinen Rändern, er schiebt eher gerade aus mit salziger Spur. Die Zitrusfrucht ist viel gemäßigter und besser eingebunden, einfach noch leckerer als in den anderen GGs. Das ist so köstlich, harmonisch, glockenklar geradeaus, und trotzdem hat der Wein Kick und Zug und ist aufregend raffiniert. Wow, wie schön endet der Wein in dieser feinen, leicht bitteren Orange, so wie in dieser süßen pinken Grapefruit mit Tee und steinig salzigen Mineralität. Alles passt. Wie kann ein Wein so groß und gleichzeitig so lecker sein? Nein, wir sind hier nicht in der totalen, extremen Pikanz von Mosel und Saar, wir sind schon in Rheinhessen mit der muskulöseren Ausgestaltung und dem typischen Druck Rheinhessens. Immer noch mehr deutscher Riesling des Nordens als pfälzischer Burgundertyp. Die Weine schieben viel aber deutlich stärker, als es Mosel und Saar jemals könnten und trotzdem sind wir unendlich fein. Eine der großen Weine des Jahres. Dieser Morstein wird von der ersten Sekunde an trinkbar und lecker sein. Er wird über Jahrzehnte auf diesem hohem Niveau bleiben. Eines der Monumente eines perfekten Jahrgangs. 100/100 (47 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Clemens Busch: Marienburg Riesling Großes Gewächs "Fahrlay" 2015 - 2017-2034:
    Lobenberg: 12-12.5% Alkohol, ca. 5g Restzucker, 8-9g Säure. Es handelt sich hier um überwiegend alte, uralte Reben. Einzelpfahl dabei, wurzelecht. Es ist komplett blauer Schiefer, hartes Gestein, etwas feucht. Er ist immer sehr salzig und etwas karg dazu. Zu 100% botrytisfrei geerntet und nochmal ausgeputzt. Biologische Arbeit, spontan vergoren wie immer. Die Nase ist noch etwas verschlossen. Sehr mittig, geradeaus, fokussiert und sehr steinartig. Dazu eine salzige Blumigkeit und dem Jahrgang entsprechend auch schon ein Hauch Charme dazu. Diese salzige, Grapefruit geprägte Spur zieht sich durch den Mund. Ein Hauch charmanten Orangenabriebs und nur ein Hauch Passionsfrucht sind zu erahnen. Im Grunde haben wir hier eine Turboversion des „vom blauen Schiefer“, gleicher Weinberg. Er hat aber deutlich mehr Körper, Volumen, Erhabenheit und Charme, gleichzeitig intensiv, salzig und steinige Mineralität mit blumigem Spiel. Ein sehr spannender, eigenwilliger und großer Wein. Das ganze verbunden mit dieser wunderbaren Süffigkeit des Jahrgangs 2015. Soooo lecker! Im Finale schiebt dann der Fahrlay mit einer Kombination von dichtem und fruchtigem Charme, Salz, Gestein und leichten Bitterstoffen wie eine steinig, salzige Fruchtautobahn auf der Zunge und am Gaumen entlang. Am Ende im Nachhall kommen dann aber auch deutlich Grip, Bitterstoffe und richtig Zug. Er wird einen immens langlebigen großen Wein ergeben, welcher wahrscheinlich Zeit seines Lebens super schmecken wird. Das ist ganz toller Stoff. Er gehört zu den ganz großen Erfolgen in diesem Weingut. Die 15er bei Clemens Busch sind besser ausgefallen als alle Jahrgänge, die ich je zuvor bei ihm probiert habe und dieser Fahrlay vom puristischen blauen Schiefer ist der leckerste und gleichzeitig extremistischste Wein von Clemens. Ganz groß. 99-100/100 (30 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Peter Lauer: Riesling "Kupp - Faß 18" Großes Gewächs 2015 - 2018-2038:
    Lobenberg: 11,5% Alkohol, 7-8g Restzucker, 9g Säure. Der ganz geringe Ertrag aus uralten Reben gibt unglaublich viel Substanz. Die Weine sind dicht, schmelzig, kommen ganz tief steinig von unten. Florian Lauer ist genau der Mittelweg zwischen der filigranen Zilliken und Schloss Saarsteinlinie und dem mir häufig zu üppigen van Volxem. Hier haben wir Power und trotzdem FiIigranität, dazu ein Touch barocken, früheren Löwenstein-Stil und das moderne Tänzelnde wie er es selbst in seinem Schonfels zeigt, bzw. man es in Hanno Zillikens perfektem Großen Gewächs schmecken kann. Dieses Kupp Große Gewächs ist wirklich beeindruckend. Dieser Wein ist spontan im Holzfass vergoren. Maischestandzeit, langes Hefelager. Der Wein steht zu 100% auf Schiefer. Es ist das Filetstück der Ayler Lagen. Es gibt nur 2,5 Hektar. Die Nase ist exotisch, maracujageprägt, aber auch reife Birne und Bratapfel. Alles von höchster Intensität, eben so wie die Saar in 2015 ausgefallen ist. Zur zarten Schieferigkeit eben auch dieser immense Schmelz. Der explosivste Mund von allen drei Großen Gewächsen hier, vielleicht weil es die in Summe beste Lage von Florian Lauer ist. Es sind uralte Reben mit Minierträgen. Im Mund wird alles eingenommen, alles dröhnt. Es kommt Schiefergestein, Maracuja, Birne, Mango, ganz viel Minze, Tee, Zitronengras und immer wieder steinige Salzigkeit. Der Wein hallt unglaublich lange nach und berührt alle Sinne. Ein grandioses Großes Gewächs, was fast ein bisschen Barocknoten hat. Es erinnert auch im Mund an die Großen Gewächse von Heymann Löwenstein. Das ist sicherlich eines der größten Power Großen Gewächse von der Saar überhaupt und trotzdem anders als van Volxems dickere Weine, aber das ist sicher auch Geschmackssache, denn Klasse haben auch die. Dieser Kupp ist verspielt geblieben, hat eine FiIigranität, eine Rasse und eine Lebhaftigkeit, die immens ist. Hier haben wir genau diesen Mittelweg aus Kraft und Verspieltheit. Großer Stoff. 99-100/100 (30 €)

  • Deutschland/Pfalz - von Winning: Riesling Kirchenstück Großes Gewächs 2015 - 2018-2046:
    Lobenberg: Das ist nun die vierte der ganz großen Lagen aus Forst. Nach dem Ungeheuer, Jesuitengarten und Pechstein, gilt das klitzekleine Kirchenstück häufig als größter Wein. Zumindest ist es ganz klar der Rarste. Das Kirchenstück liegt noch tiefer und ist eine sehr kleine, sogar die kleinste Lage des Riesling-Superdorfes Forst. Kirchenstück hat mit 80 Jahren und älter klar die ältesten Reben. Es sind nur 3 Hektar, welche von besten und kultigsten Erzeugern der Pfalz geteilt werden. Manchmal weiß ich aber gar nicht, ob Bürklin, Buhl und von Winning so große Weine aus Forst machen, weil das so superbe Winzer sind, oder ob Forst mit seinen 4 Traumlagen einfach nur das Terroir Deutschlands schlechthin ist und der Klimawandel die Mittelhardt dazu so begünstigt. Was war zuerst, Huhn oder Ei? Definitiv ist das Kirchenstück die königlich erhabenste Lage. Der Untergrund ist vulkanisch, hat aber auch Spuren von Kalk- und Buntsandstein sowie rotem Ton. Wir haben hier eine größere Vermengung der Böden, da wir ein Stück Weinberg haben, welches nie flurbereinigt wurde. Von daher ist das eine ursprünglich, so entstandene Bodensituation in dieser Komplexität. Der Wein ist spontan im Holz vergoren nach Direktpressung. Ausbau im Holz auf der Vollhefe. Die Nase ist ähnlich erhaben wie beim Pechstein, nur vielleicht etwas weniger eindimensional im positiven Sinne, denn der Pechstein war da viel eindeutiger, gewaltiger, mittiger. Das Kirchenstück springt von A nach B nach C. Er zeigt gelbe, weiße und orangene Frucht. Er ist ungeheuer komplex. Der Mund vermag das zu toppen. Die Geschmackseindrücke sind sehr schwer beschreibbar, sehr komplex eben. Es ist viel Gestein und fast ist die Schwärze des Basalts im Mund zu spüren. Dunkle Aromatik, erdig, komplex, hin und her springend. Wir sind an so vielen Stellen des Weinberges, haben eine tolle Würze und eine salzige Länge und sind trotzdem rund, schön und charmant. Ein extrem komplexer, vielschichtiger Wein mit dem totalen Freude- und Wohlfühlaroma dazu. Das ganze endet im Unendlichen, weil er auch 3 bis 4 Minuten nach Ende der Probe noch präsent ist. Er hat eine ungeheure Größe und wenn es so ist, dass die ganz großen Weine vom ersten Moment an ganz groß schmecken, so ist das hier der einfach ein Riese. Das ist ein Kirchenstück, das zusammen oder vielleicht sogar vor von Buhl und Bürklin Wolf in die Hall of Fame gehört. Ich hau es einfach mal in die Tasten: Mein Wein des Jahres! 100/100 (59 €)

  • Deutschland/Pfalz - Philipp Kuhn: Riesling Saumagen Großes Gewächs 2015 - 2018-2040:
    Lobenberg: Philipp Kuhn hat für die Pfalz in der ersten Oktoberhälfte relativ spät geerntet. Durch die Kühle im September/Oktober konnte die Säure hervorragend bewahrt werden. Saumagen hat eine völlig andere Bodenstruktur mit Kalkstein und Terrarossa, also rotem Ton und rotem Kalkstein. Die Lage zeichnet sich bei allen hier tätigen Topwinzern durch unerhörte Feinheit und erhabene Zurückhaltung aus, Weine, die man entdecken und entblättern muss. Auf 300 Höhenmeter gewachsene Stöcke in Kallstadt, sehr alte Reben, immer sehr kühl hier, natürlich alles ökologische Handarbeit im Weinberg. Ganze Trauben, Mazeration für eine Nacht in der langsam sich drehenden Presse, dann Abpressung, spontan vergoren im Holz und Belass im Gärbehälter auf der Vollhefe. Der Wein ist unerhört fein, mineralisch, sehr komplex und expressiv, völlig zentriert und mittig. Deutlich feiner und zarter in der Stilistik als die zwei lauteren Kracher. Weiße Frucht, Kalk und Kreide, pinke und gelbe Grapefruit, grüne und weiße Birne, Litschi, Kiwi, Walnüsse, Orangenzesten im Nachhall, auch weiße Johannisbeeren, sogar der salzige Nachhall ist erhaben fein. Soviel zurückhaltender als Philipps andere Weine, etwas geheimnisvoll und fast etwas abgehoben. Da bin ich mal gespannt wenn der größte Spätentwickler dieser großen und legendären Lage, Köhler Ruprecht, in einigen Jahren die trockenen Auslesen aus 2015 zeigt. Allemal ein großer Stoff bei Philipp. Ein Wein, mit dem man sich länger beschäftigen muss und sollte. 97-100/100 (29 €)

  • Deutschland/Nahe - Emrich Schönleber: Riesling Großes Gewächs "Halenberg" 2015 - 2017-2041:
    Lobenberg: 12,5% Alkohol, 5-6g Restzucker, 7-8g Säure. Nur geringe Maischestandzeiten von 3-5 Stunden. Dann wurde abgepresst und spontan vergoren im Holz. Der Ausbau geschieht auf der Vollhefe bis Ende März, danach Verbleib im Holz auf der Feinhefe bis zur Füllung. Die Reben stehen zu 100% auf blauem Schiefer, sehr kühler und mineralischer Untergrund mit einer Südwestexposition. Das bedeutet, ein sehr warmes Kleinklima auf tendenziell für kühle Aromatik stehendem Untergrund mit eben deutlicher, steiniger und mineralischer Ausprägung. Diese Kombination ist das Erfolgsrezept schlechthin 2015. In der Nase ist der Halenberg, neben schöner dunkler, würziger Schieferaromatik, gleichzeitig unglaublich fein. Der Jahrgang 2015 tut sein übriges. Der Wein zeigt sehr viel Charme und schöne europäische, gelbe reife Frucht. Quitte, Apfel, Birne, ein kleiner Hauch Zitronengras, deutlich auch grüne Frucht und Darjeeling Tee. Im Mund toller Zug. Außerdem Felsgestein, feine salzige Mineralität, sehr viel Harmonie ausstrahlend und wunderbar balanciert. Er ist kein Blockbuster sondern ein feiner, langer und sehr schöner Wein. Erst im zweiten Schluck zeigt dieser Wein dann doch auch etwas von dem gewohnten Bums und der gewohnten Kraft und der steinig, mineralisch salzigen Expressivität. Dann kommt final die Länge durch, es bleibt aber trotzdem ein feiner und balancierter Wein. Er ist tänzerisch und verspielt, wohl auch dem Jahrgang geschuldet, der eben diese Köstlichkeit und leckere Trinkigkeit nebst der kühlen Feinheit und Rasse mitbringt. 97-100/100 (36 €)

  • Deutschland/Pfalz - Christmann: Riesling Großes Gewächs Idig 2015 - 2019-2046:
    Lobenberg: 13% Alkohol, 1g Restzucker, 7g Säure. Diese Werte sind für den Idig ein durchaus superber Wert, welche dem kühlen Herbst geschuldet sind. Das berühmte skandinavische Hoch. Gewachsen ist der Riesling Idig Großes Gewächs 2015 von Christmann fast zu 100% auf Kalkstein, mit nur ein wenig Basalt. Biodynamisch und wohl schon DER Klassiker der Pfalz. Uralte Reben. Das Sensationelle am Idig ist gegenüber den anderen seiner GGs die nochmals erhabenere Nase und diese unglaubliche Größe bzw. Majestätik die er ausstrahlt. Eindeutig ein König in der Pfalz! Er ist seit Jahrzehnten ein archetypischer Pfälzer Wein und in nicht wenigen Jahre der beste Riesling des südlicheren Teils Deutschlands in seiner großen Erhabenheit und burgundischem Schmelz. Die Nase schlägt alles, was ich bisher hier verkostet habe. Wir sind komplett in der weißen Fruchtaromatik. Wir haben weißen Weinbergspfirsich als Dominante, weiße Blüten, ein bisschen Jasmin und Margerite. Weiße Wiesenblumen und ein ganz kleiner Hauch feinster Lakritze liegen darunter. Schlanke Aprikose, welche aber nicht vollreif ist. Weißer Weinbergspfirsich. Das ist schick, zart, verspielt und es schwebt. Der cremige Fruchtmund, mit dieser schönen kalkig steinigen Mineralität und feinem Salz, strahlt große Harmonie aus und hat trotzdem viel Grip und viel Druck. Aber die Harmonie und Balance ist unglaublich groß. Der Einsatz von zweijährig gebrauchten Stück- und Doppelstückfässern tut dem Wein wirklich gut. Er gibt ihm noch mal einige Flügel. Diese cremige Reife zusammen mit diesem leichten Holz-Touch und der wunderbaren Säure, der kalksteinhaltigen Mineralität. Das ist schon ohne Zweifel ganz großer Stoff. Dieser Idig gehört zu den großen Rieslingen des Jahrgangs, weil er so erhaben rüberkommt, fast holzfrei obwohl er doch teilweise als Zweitbelegung im Stückfass ausgebaut wurde. Das ist eine Feinheit, wie sie im Burgund und in dieser Puristik im Grunde nur die wunderbaren Pulignys der Domaine Leflaive zeigen können, Reichsrat von Buhl aber wohl auch. Da sind wir irgendwo auch in der Stilistik. Das ist besser, als der in meiner Erinnerung geniale 12er oder der Kracher 2013. Das ist einer der besten Idigs, die ich hier je probiert habe und er gehört zu den großen Weinen des Jahrgangs. Er hat sowohl die Freundlichkeit und den coolen Schick des Jahrgangs 2015, aber auch diese unglaubliche Präzision. Der mehrminütige Nachhall endet im nicht definierbaren Irgendwo, weil es immer weiter und weiter geht. Wirklich guter Stoff. 100/100 (47 €)

  • Deutschland/Rheinhessen - Sankt Antony: Riesling Nierstein "Hipping" Großes Gewächs 2015 - 2019-2041:
    Lobenberg: 12,5% Alkohol, 2g Restzucker, 8g Säure. Keine Maischestandzeiten, relativ frühe Lese Anfang Oktober von einem kühlen Weinberg. Er ist total durchgegoren. Die Nase ist sehr versammelt, erhaben und elegant. Wir sind hier in deutscher, gelber Frucht unterwegs. Auch weiße Frucht, Blumen, feine Steinigkeit, Quitte, Reineclauden, Pfeffer und Graphit. Er ist dicht, cremig, schmelzig und weißfruchtig. Der Mund zeigt sich eben so weißfruchtig und erhaben. In seiner cremigen Schmelzigkeit ist er fast eine Affinität zu einem großen Weißburgunder oder einem Pfälzer Riesling, Modell Idig. Ein schwebender Wein. Wir sind hier in Rheinhessen, er ist nicht so strahlend pikant wie in Mosel, Nahe und Saar; kann er nicht sein. Hier werden wir burgundischer, feiner und cremiger. Der Wein hat eine große Länge und tanzt. Was für eine unerhört große Eleganz und erhabene Aristokratie. Ein sehr schöner, großer und abgehobener Riesling. 98-100/100 (21 €)

  • Deutschland/Pfalz - Reichsrat von Buhl: Riesling Pechstein Großes Gewächs 2015 - 2019-2046:
    Lobenberg: 13,0% Alkohol, Null Gramm Restzucker, 9-10g Säure. Rein auf vulkanischem Basaltboden gewachsen im Jedi-Ritter-Dorf Forst. Nur Laserscharfe GGs in 2015!!! Die Forster Lagen Ungeheuer, Pechstein, Jesuitengarten und das Kirchenstück sind DIE großen Lagen der Pfalz. Nicht wenige favorisieren Pechstein durch seinen unglaublichen Zug, seinen Druck und die Kraft des schwarzen Basaltsteins. Er ist puristisch und zeigt trotzdem cremige Fülle. Pechstein ist der Insider-Superstar, obwohl das Kirchenstück als kleinere Lage teurer ist und der Jesuitengarten mehr sexy ist, das Ungeheuer kommt erst langsam nach in diese Oberliga. Natürlich biodynamischer Wein in Konversion, spontan vergoren zu zwei Dritteln im Holz und zu einem Drittel im Stahl, dann bis weit in den Folgesommer auf der Vollhefe bleibend, ohne Batônnage. Keine Maischestandzeit nach der 2015er Ernte, als Ganztraube sofort langsam gepresst. Damit dem Jahrgang 2015 Tribut zollend, was eigentlich alle großen Erzeuger so gemacht haben, um in 2015 keine Phenolik in die reifen Weine zu bekommen, denn der Jahrgang hat von Haus aus genug Kraft. Pechstein hat gegenüber dem Ungeheuer den großen Vorteil, neben dem laserscharfen Geradeauslauf eine kraftvolle, warme, gelbfruchtige Fülle dazu zu haben. Das gibt viel mehr Schmelz. Den Wein kann man nicht ausspucken. Wenn man ihn runterschluckt, kommt ein Kraftrückhall, dass er selbst den Jesuitengarten und das Kirchenstück wegbläst. Das ist Pechstein mit einer so reichen und intensiven Aromatik. Gelbe reife Frucht und trotzdem geht hier so die Post ab. Es ist so komplex und die gleiche Liga wie bei Bürklin Wolf und Winning, nur puristischer und stilistisch gewollt klarer gezeichnet. Aber nicht besser, sondern nur noch puristischer in seiner ganzen Komplexität. Eine der großen Rieslinge des Jahres und damit automatisch einer der ganz großen Weine Deutschlands. 100/100 (36 €)

  • Deutschland/Franken - Rudolf Fürst: Riesling Centgrafenberg Großes Gewächs 2015 - 2016-2050:
    Lobenberg: Dieser Wein ist wie fast alles hier auf Buntsandstein gewachsen, leicht saure Bodenbedingungen. Im Riesling also untypisch für Franken, mehr Rheingau-Typizität bei Fürst. Die Werte liegen sicherlich ähnlich spektakulär gut wie in den beiden Jahrgängen zuvor. Nur 12,5% Alkohol, 1,2g Restzucker, also knochentrocken. Das ganze bei beachtlichen gut 8g/l Säure. Die Säure steht deswegen so perfekt, weil die Weine auf Buntsandstein mit einem niedrigen PH-Wert gewachsen sind. Der noch mal parallel verkostete 2014er war schon ein Highlight im letzten Jahrgang. Der 15er mag es vielleicht sogar toppen, weil er vielleicht bei ähnlicher Säureausstattung noch eine Spur cremiger und süffiger und zugänglicher ist. Und soooo lecker! Ganz feine Zitrusfrüchte, viel Mandarine, aber auch Orangenabrieb, Zitronengras, Mineralität von hartem Gestein, Feuerstein. Ein Hauch Exotik von Maracuja, und auch reife Mango und etwas Pfirsich kommt durch. Im Mund hat er dann sowohl diese unglaublich rassige Frische, diese Super-Eleganz und gleichzeitig diese brutal hohe Intensität. Der knallt so rein! Rote und gelbe Zitrusfrüchte, exotische Früchte. Auch hier wieder von Mango bis Maracuja alles vorhanden. Sehr lang endet das Ganze in schöner Cremigkeit. Der Wein ist vollmundig und hat doch kein Fett, keinerlei Speckigkeit. Das ist einfach nur schierer Geradeauslauf und trotz nicht vorhandenem Restzucker strahlt er eine wunderschöne Fruchtsüße aus. Hallt nach bis in die Ewigkeit. Grandios leckerer, großer Wein, welcher nicht viel besser ist als 2014 aber bei gleicher Klasse gefälliger und noch mal begeisternder. Das hervorstechendste des Weines, er strahlt mit allem was er hat. Wenn der Songtext Steve Harleys „make me smile“ zulässig ist, dann hier. Einer der großen Weine des Jahrgangs und einer der Toprieslinge des Jahrgangs 2015 in Deutschland. 100/100. (35 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Maximin Grünhaus: Riesling Abtsberg Großes Gewächs 2015 - 2018-2045:
    Lobenberg: 12-12,5% Alkohol, 8g Restzucker, 8g Säure. Die Ruwer ist ein Nebenfluss der Mosel. Es geht hier doch sehr schattig zu. Die Witterungsverläufe sind völlig anders als weiter südlich in Rheinhessen in der Pfalz. Von dem her ist die Reife nie so hoch. Ein Riesling aus den ältesten Reben des Abtsberges. Blauer Schiefer, Grundqualität Auslese, die ältesten Reben aus den höheren Lagen. Das ist ein unglaublicher Terroir-Abdruck, das ist genau das, wofür Maximin Grünhaus steht. Die kompletten Trauben werden angequetscht und eingemaischt, das Ganze steht ein paar Stunden auf der Maische mit samt Rappen, dann wird abgepresst und immer und ausschließlich spontan vergoren. Je nach Situation und Jahrgang im Edelstahl oder Holz. Verbleib auf der Vollhefe im Vergärgebinde, dann Abstich im Dezember und Abzug von der Hefe im Februar. Die Filtration und der Verbleib im vorherigen Gebinde erfolgt bis zur Abfüllung im April. Eine hohe Intensität, eine Turboversion des Abtsberg Riesling. Deutlich weißes Steinobst, dazu Zitronengras, eine steinig salzige Note, fein, erhaben, fast ein Touch junges Holz ausstrahlend, burgundisch kreidig klar und geradeaus, weiße Johannisbeere und blumig. Im Mund wahnsinnig Zug und Druck, ein strukturierter Geradeauslauf, aber dabei immer sehr blumig und mineralisch. Die Säure ist extrem präsent, deswegen ist er sehr authentisch Ruwer. Manche mögen den Wein für zu karg halten. Aber in Wahrheit ist das Erhabenheit. Chablis Preuses Grand Cru. Mit 2-3g mehr Restzucker wäre er vielleicht balancierter, aber eben kein Großes Gewächs mehr. Der Wein hat sehr viel Druck und gleichzeitig sehr viel Schmelz. Er ist sehr fein und dabei unendlich lang. Dabei hat er nur eine kleine Phenolikkeit, dazu Rasse und extreme Pikanz. Man merkt, dass dieser Jahrgang 2015 für die Saar und die Ruwer eine Perfektion ist. Dieser Wein ist vor dem Eintritt in den VDP als Riesling Superior bekannt gewesen. Mit höherem Restzucker. Vielleicht auch wegen dem großen Jahrgang 2015 noch mal eine Steigerung, ein Top-Riesling mit sehr individueller, pikanter, burgundischer Ausprägung. Mineralisch, schlank und unendlich lang. 98-100/100 (24,90 €)

  • Deutschland/Rheingau - Robert Weil: Kiedricher Gräfenberg Riesling Großes Gewächs 2015 - 2018-2046:
    Lobenberg: Schieferböden mit Löss/Lehmauflagen. Dieser Boden ist ideal für trockene Sommer aber auch für eventuell starke Regenfälle im Herbst, perfekte Drainage. Sehr geringer Ertrag durch hier fast übliche hohe natürliche und per Gebläse herbeigeführten Verrieselung, das gibt Lockerbeerigkeit und fast immer extrem gesundes Traubengut ohne jegliche Fäulnis. Hier wurde erst Anfang November geerntet. Lange Hängezeiten, hohe Komplexität. Die 2015er sind trotz der Sommerwärme auf Grund der kalten Tage und Nächte seit Anfang September kühler in der Aromatik und im Spiel als erwartet. Zu 100% gesundes Lesegut, alles ausgeputzt, keinerlei Botrytis. Der Alkoholgehalt liegt im trockenen Bereich bei 12,5 bis 13 Grad. Die Säuren liegen 2015 zwischen beachtlichen 8 und 9 Gramm. Die Trauben werden grundsätzlich nicht entrappt. Es wird entweder sofort gepresst oder abgequetscht mit kurzen Maischestandzeiten. Das allerdings nicht in jedem Jahr. Der Standard ist Sofortpressung nach Eingang im Weingut. Etwas differenzierter: Alle Edelsüßen werden als ganze Trauben gepresst um die Frische und Feinheit zu erhalten, dafür fehlt es ein wenig an Extrakt. Der Standardweg der "normalen" Trockenen ist Anmahlen, Anquetschen ohne Maischestandzeit, bei den großen trockenen Weinen, wird nach dem Anquetschen und Anmahlen je nach Jahrgang 6-18 Std. auf der Maische belassen. Zu einem kleinen Prozentsatz wird ebenfalls jahrgangsabhängig bei den großen Gewächsen auch auf der Schale vergoren. Generell wird aber immer alles nur spontan vergoren. Die Gärung verläuft zügig, BSA wird komplett vermieden, um die Eleganz, die Fruchtigkeit und die lebendige Säure zu erhalten. Die Gärzeiten sind 4-6 Wochen vor Weihnachten. Danach verbleibt der Wein auf der Hefe und wird ab und zu aufgerührt (Batonnage). Bei allen großen trockenen Weinen mit Batonnage wird im Holzfass ausgebaut. Im Stückfass und Doppelstück, neueres und gebrauchtes Holz. In der Regel wird nicht chaptalisiert. Die Trauben wurden ganz belassen und nach der Handlese leicht angequetscht, haben dann eine mehrstündige Maischestandzeit, werden dann vorsichtig abgepresst, sedimentiert, dann im großen Holz spontan vergoren. Der Wein bleibt bis zur Füllung auf der Vollhefe stehen. Batonnage ca. 1 x im Monat. Das GG aus dem Gräfenberg kommt wegen des wunderschönen Extrakts trotz der Kühle und Frische schmelzig rüber. 2015 sind die Weine kühler im Charakter, zugleich dichter, mineralischer und salziger als 2014, dadurch länger im Nachhall, viel intensiver. Aristokratische Feinheit und Erhabenheit bei einer hier so noch nie erlebten Köstlichkeit. Vom ersten Probeschluck an unterscheidet sich 2015 von allen früheren Jahrgängen. Und die Erhabenheit unterscheidet auch das GG von der im ersten Moment noch köstlicheren Ersten Lage Turmberg. Was lehren mich 25 Jahre Verkostungspraxis? Ganz große Weine sind groß und lecker vom ersten Probezeitpunkt bis ins hohe Alter, denn dafür hat dieser Wein ganz sicher das Potenzial. Best ever hier! 100/100 (40,50 €)

  • Deutschland/Nahe - Schäfer Fröhlich: Riesling Großes Gewächs "Felseneck" 2015 - 2019-2043:
    Lobenberg: 12,5% Alkohol, 3,5 - 5g Restzucker, 8g Säure. 2015 gab es kaum Maischestandzeiten, da es durch die Kraft des Jahrgangs nicht nötig war die Phenolik zu steigern. Alle Weine wurden nach kurzer Einmaischung nach wenigen Stunden abgepresst und ausschließlich spontan, sowohl im großen Holz- als auch im Stahlfass, vergoren. Das ganze wurde auf der Vollhefe belassen, je nach Wein bis zum nächsten späten Frühling. Die Hangneigung im Felseneck beträgt bis zu 70% und ist zu Fuß nicht mehr, sondern nur noch mit dem Seilzug zu bearbeiten. Nur die unteren 50%-Lagen sind noch zu Fuß zu bearbeiten. Komplett blauer Schiefer, kühler Untergrund und trotzdem eine sehr warme, südexpositionierte Lage. Es ist Tims ältester Weinberg. Nicht terrassiert. Die langen Reihen werden manchmal durch Zwischenmauern unterbrochen. Die ganzen Reihen liegen in Hangrichtung, also längs. Dadurch werden die Trauben trotz totaler Südexposition durch das Laub geschützt. Gäbe es hier Querterrassen, würde das ganze zu heiß werden und verbrennen. Hier in diesem blauen Schiefer in Südexposition sind wir an der Spitze angekommen. Hoch aromatische Nase, nicht so rauchig wie das Frühlingsplätzchen, aber am expressivsten. Das ganze mit dieser unendlichen Kühle und Steinigkeit, man könnte fast meinen man sei bei Clemens Busch an der Mosel. Mit so viel Zug, Präzision und Eleganz kommt diese Nase rüber. Trotzdem warm, fruchtbetont, steinig, salzig und wunderschön schon in der Aromatik. Im Mund wieder diese Blauschieferaffinität. Wieder könnte man sich blind verkostet an der Mosel wähnen, wieder lässt Clemens Busch mit seinem blauen Schiefer grüßen. Wir haben hier so unendliche Feinheit, Verspieltheit und Länge bei wunderschöner Säure. Diese wenigen Gramm Restzucker bilden eine perfekte Balance. Das ganze ist unendlich lang, steinig und mineralisch. Dazu zarte Frucht, grandiose Finesse, sehr expressiv, sehr druckvoll und unglaublich viel Power aus Stein zeigend, und trotzdem lecker von der ersten Sekunde an. Ganz sicher eines der ganz großen Großen Gewächse des Jahrgangs. 100/100 (42 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Dr. Loosen: Riesling Wehlener Sonnenuhr Großes Gewächs 2015 - 2018-2043:
    Lobenberg: Aus geringsten Erträgen, aus einer uralten Lage speziell ausgewählter wurzelechter Reben innerhalb der Sonnenuhr, alles Einzelpfahlerziehung, 100 Jahre Rebalter sind hier Standard. Selbstverständlich alles in Handarbeit. Nur spontan vergoren im Holz und Verbleib auf der Vollhefe für zwölf volle Monate.12,5% Alkohol, 7-8g Restzucker, 7g Säure. Aus der ganzen Serie der Großen Gewächse von Ernst Loosen sticht dieses Jahr wieder die Wehlener Sonnenuhr zusammen mit dem Treppchen, aber beide hinter dem Erdener Prälat, als Highlight heraus. Birnenschale in der Nase, intensive Frucht, eine Sponti-Note schwebt aber noch darüber. Der Wein kommt sehr strukturiert rüber. Die noch verschleierte Nase wird dann allerdings im Mund klarer. Ein unheimlicher Zug, Grip, pinke und gelbe Grapefruit mit leichter Süße dahinter, aber die Säure ist prägnant. Der strukturierte Zug reist Richtung Unendlichkeit mit einem langen Nachhall. Darjeeling-Tee, eine Würzigkeit, sehr zarter Estragon und Koriander, Litschi dahinter und immer wieder Zitrusfrüchte in allen Variationen. Das ganze schön eingepackt im schmelzig hohen Extrakt. Die Süße des Restzuckers ist allerdings kaum zu spüren. Die Säure ist so prägnant bei diesem moderaten Alkohol. Das Ganze mit wirklichem Grip, Kick und Länge. Es kommt nicht ganz an dieses ultraschicke Große Gewächs Sonnenuhr von Oliver Haag in diesem Jahr heran. Es ist mehr bei der puristischen Linie eines Clemens Busch, ohne ganz dessen Kraft zu erreichen. Eher auf der filigranen Seite bleibend. Wie schon letztes Jahr ist das ein wunderbares Großes Gewächs. Nicht der Jahrgangssieger und dennoch ganz groß. 97-100/100 (19 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Heymann-Löwenstein: Riesling Großes Gewächs "Röttgen" 2015 - 2017-2037:
    Lobenberg: Der Weinberg liegt in Winnigen, direkt am Fluss auf Schieferterrassen, sehr steiniger Weinberg, dadurch überaus mineralisch. Als vor knapp 200 Jahren die Terrassen im Röttgen von den Koblenzer Militärs gesprengt wurden lag auf dem Feld nicht nur das Geröll vom verwitterten Felsen, sondern auch eine dünne Schicht Lösslehm, die sich hier über die Jahrtausende abgelagert hatte. Bei der Anlage des Weinbergs wurde hierauf eine 0,5 bis 4 m hohe Schicht aus Schiefer (-boden und -gestein) aufgebracht.12.5% Alkohol, 3g Restzucker, 7g. Säure. Der Wein wird nach der Ernte in ganzen Trauben kurz angequetscht, mindestens 12 Stunden Maischestandzeit, sehr vorsichtiges Abpressen, Vergärung mit Spontanhefe im großen Holzfass. Er verbleibt bis zur Füllung im Sommer auf der Vollhefe. Nur ab und zu Batonnage. Der Röttgen ist neben Grauschiefer auch mit hohem Blauschiefer- und etwas Tonanteil unterlegt. Ein sehr heißer Boden. Die Botrytis wurde absolut komplett in mehreren Gängen vorab rausgelesen. Reinhard Löwenstein ist sich sicher, mit fast 0% Botrytis in die Vergärung gegangen zu sein.. Der Anteil wurzelechter Reben hat zugenommen. Die Pflanzdichte bewegt sich zwischen 8000 und 14000 Stöcke pro Hektar. Der Ertrag geht auf 0.5 Liter pro Weinstock runter. Der Schlüssel der enormen Verbesserung der beiden großen Gewächse von Löwenstein liegt neben der Pflanzdichte mit dem Mini-Ertrag pro Stock ganz sicher aber auch in der absoluten Ausputzerei des total cleanen Traubengutes für die Presse und Vergärung, dazu kommt die überwiegend biologischen Bearbeitung der Weinberge. Dementsprechend ist dieser Wein ultrapuristisch und endet auf genialer Grapefruit-, Zitrus-, Darjeeling Tee-, Zitronengraskomposition mit großer Länge und einem extremen Geradeauslauf. Nichts Barockes oder überfruchtig Botrytisfettes stört die genial puristische Ausdruckskraft. Pinke Grapefruit dominiert diesen Wein. Diese Kühle der Zitrusaromen zieht sich durch. Dazu Zitronengras und leicht bitterer Darjeeling Tee. Er ist zwar puristisch und doch zeigt der Wein ein komplexes Extrakt-Spiel. Große Länge, mittig konzentriert. Der Röttgen ist wie der auch auf blauem Schiefer stehende Fahrlay von Clemens Busch immer ein Extremist an der Mosel, und er ist unter den Weinen von Löwenstein der steinigste und kargste Wein und dabei doch sehr komplex. 2015 hat bei cool climate dazu die Wärme und den Schmelz des Jahrgangs, und trotz hoher Säure kommt irgendwo diese wunderschöne charmante Art des Jahres 2015 durch. Es ist ein karger, extremistischer Spaßmacher mit viel Kick und Rasse. Ein raffinierter Wein. 98-100/100 (27 €)

  • Deutschland/Mosel Saar Ruwer - Fritz Haag: Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2015 - 2017-2037:
    Lobenberg: 13% Alkohol, 7g Restzucker, 7g Säure. Dieser Wein wurde völlig gesund deutlich früher gelesen, nämlich in der zweiten Oktoberhälfte und weit vor der Juffer, weil die Sonnenuhr zu viel mehr Reife neigt aufgrund der Exposition und des Terroir. Oliver Haag wollte nicht über ein gewisses Maß Öchslegrad hinausschießen. Es wurde vollreif geerntet und ganz ohne Botrytis. Eine Nacht Maischestandzeit, dann als Ganztraube abgepresst und spontan vergoren. Der Wein liegt in der Säure etwas tiefer, da die Trauben trotz der früheren Lese so reif waren. Der Wein ist in der Nase, verglichen mit dem anderen GG aus der Juffer, deutlich harmonischer, großrahmiger, erhabener in seiner süßen und opulenten Frucht von Steinobst und sehr milder Zitrusfrucht. Dabei dicht, schiebend, lecker und mit unglaublich viel Charme. Im Mund kommt dann eine ähnliche Sensation wie bei der Juffer. Auch hier kommt jetzt Stein, ganz viel Salz, reife pinke Grapefruit, Zitronengras, Assam-Tee und eine ganz komplexe Fruchtcharakteristik mit Orangen und Passionsfrucht. Das ganze etwas weniger Phenolik zeigend als in der Juffer oder durch den üppigeren Körper besser abgepuffert. Es ist runder, charmanter, dichter und üppiger. Aber was ist üppig 2015 in Mosel, Saar und Ruwer? Alles immer cool und glasklar, verglichen schon mit dem Rheingau, geschweige denn mit der Nahe, Rheinhessen und Pfalz, sind die 15er aus der Mosel so zart und fein und verspielt und kühl und... Insgesamt nur in der Körbchengröße etwas mehr als die Juffer, welches den Wein zu einem großen Ereignis macht. Von der Jugend an wird er perfekt schmecken und das Potenzial zu einer sehr langen Flaschenreife haben. Was für ein raffiniertes, drahtiges und kraftvolles Model, welches zugleich eine finessenreife und filigrane Ballerina ist. In diesem Wein ist alles. Das ganze mit einer Cool-Climate-Charakteristik und einer kühlen, rassigen Frische die ihresgleichen sucht. Eine perfekte Kombination. Großer Wein für Finesse-Liebhaber. 100/100 (26,50 €)

  • Deutschland/Rheingau - J.B. Becker: Riesling Auslese trocken Wallufer Walkenberg 2015 - 2022-2050:
    Lobenberg: Diese trockene Auslese macht Hajo nur in seltenen Jahren. Natürlich aus über 70 Jahre alten Reben und Bio und Spontangärung. Alkohol 13,5 und 10 Gramm Säure. Der Wein hatte bei der Lese 104 Grad Oechsle. Die Nase ist deutlich expressiver als die Spätlese Alte Reben. Der Wein besticht durch seine Assam-Tee-Note mit Quitte, ein ganz kleiner Hauch Maracuja, schöne Extraktfülle zeigend, aber ohne diese üppige Reichhaltigkeit manch anderer Winzer 2015, sondern sehr puristisch bleibend. Ein bisschen Spontinase. Im Mund kommt die Offenbarung. Da kommt es immens rüber, da kommt fast süße und fruchtige Dichte, fast etwas viskos, aber total trocken mit extremer aber reifer Säure. Ein extremer Kraftmeier und trotzdem ultraschlank. Das ist ein außergewöhnlicher Riesling, der für jahrzehntelanges Leben mit unglaublich steiniger Mineralität, Salz und wahnsinniger Fruchtsäurekomplexität. Großer Stoff, aber nur für Freaks. 99-100/100 (33 €)

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