Weinpaket

Probierpaket "12 Apostel" - meine 12 heiligen Lieblingsweine des Jahres 2015 12*0,75l 2015


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ENTHALTENE WEINE

Das sagt Lobenberg zu diesem Weinpaket


Noch nie hat es in einem Jahrgang für mich so viele sprachlos machende Überraschungen gegeben. 12 der für mich phänomenalsten und qualitativ verblüffendsten Weine habe ich in dieses "Lieblingspaket" gesteckt. Nebenbedingung war ein überragendes Preis-Qualitäts-Verhältnis und eine hohe Individualität und Spannung in den Weinen. Mit diesem Paket werden Sie dereinst bei einer Probe mit Freunden die ganze Herrlichkeit und Köstlichkeit meines Lieblingsjahrgangs ermessen können.

Lobenbergs GUTE WEINE
Probierpaket

"Meine Probierpakete sind meine Visitenkarte, meine beste Auswahl!"
Noch nie hat es in einem Jahrgang für mich so viele sprachlos machende Überraschungen gegeben. 12 der für mich phänomenalsten und qualitativ verblüffendsten Weine habe ich in dieses "Lieblingspaket" gesteckt. Nebenbedingung war ein überragendes Preis-Qualitäts-Verhältnis und eine hohe Individualität und Spannung in den Weinen. Mit diesem Paket werden Sie dereinst bei einer Probe mit Freunden die ganze Herrlichkeit und Köstlichkeit meines Lieblingsjahrgangs ermessen können.


Je 1 Flasche:
  • Frankreich/Bordeaux - Seguin: Chateau Seguin 2015 - 2020-2045:
    Lobenberg: 14,5% Alkohol, 3,87 PH-Wert. Die Rebsortenzusammensetzung 2015 ist 50% Merlot und 50% Cabernet Sauvignon. 40 Hektoliter pro Hektar Ernteertrag. Bei Dichtpflanzung sind das nur 500 Gramm je Weinstock. Nur 50% sind in den ersten Wein gegangen und 50% in den Zweitwein. Auslese total. Die Ernte erfolgte bis zum 12. Oktober. Die Trauben wurden nach der Ernte komplett entrappt. Dann wurde im Holz bei bis zu 28 Grad Celsius zwei Wochen lang fermentiert. Danach kam die Malo im Barrique, Ausbau dann 15 Monate im neuen Holz. Hier wird alles biologisch bzw. sogar biodynamisch bearbeitet, aber nur in der tendenziell 2015 etwas schwächeren „Cuvée de la House“ auch zertifiziert. Dieses kleine Weingut am Rande der Stadt Bordeaux, in der Nähe von La Mission Haut-Brion gelegen, ist historisch anerkannt und verbrieft schon eines der ganz großen Terroirs der Appellation. Mindestens seit 2009 ist Seguin auf dem Level der ganz großen Weine. Niemand spricht es aus, denn die Weine sind so viel unbekannter und preiswerter. Aber häufig ist Château Seguin dramatisch besser als die Weine der Nachbarn. Ich halte es nicht für ein Sakrileg, wenn man in manchen Jahren Château Seguin mit Château Pape-Clément, mit Carmes Haut Brion oder mit La Mission in eine Gemeinschaftsprobe stellt. Der Wein ist tief rubinrot bis schwarz. Schon die Nase des schwarzen Weines auf diesem perfekten Terroir lässt viele andere Weine verblassen. Waren schon die bisherigen Jahrgänge beeindruckend, so ist 2015 eine einzigartig dichte und charmante Duftwolke und zeigt eine nie da gewesene Intensität an harmonisch dichter Cassis und Kirsche. Die Nase fängt aber an mit Minze und Eukalyptus. Berauschend. Schwarze und rote Kirsche, aber so unglaublich fein und ätherisch schwebend. Die Duftwolke versucht einen in das Glas zu ziehen. Viel Praline und dunkle Schokolade, Nutella, ein Hauch Blaubeere, und das Ganze mit einer wunderbaren Frische und tänzelnd, schon in der Nase samtig seidig und eine perfekte Balance ausstrahlend. 2015 unterscheidet sich von allen vorherigen Jahrgängen, auch von den großen 09er und 10er, durch diese unglaubliche Balance und Harmonie. Der Wein tritt in den Mund ein, schmeckt sofort, ist lecker, man mag ihn kaum ausspucken. Alles tänzelt. Die Tannine sind seidig samtig in einer so balancierten Art, dass man es kaum glauben mag. Nach dem Runterschlucken verbleibt alles unglaublich fein. Der Wein strengt überhaupt nie an und berührt trotzdem alle Sinne. Alles ist für Minuten belegt, aber nicht wie 2010 mit einer großen Wucht und Kraft, sondern mit einer immensen Feinheit. Der oft genutzte Vergleich „burgundisch“ trifft hier nicht allein zu, wir sind absolut auch in Bordeaux oder könnten vielleicht sogar in Kalifornien sein. Diese wunderbare zarte, schwarze Kirsche mit der getrockneten Blaubeere und der zarten Cassis, Johannisbeere, Minze, Wacholder, Eukalyptus, schöne provenzalische Kräuter, Koriander und Estragon, aber alles ganz fein und ganz schwebend. Alle Sinne werden permanent berührt und sind über Minuten im Mund präsent. Ich glaube, dass ist ein Beispiel, wie Bordeaux eben sein kann, wenn Bordeaux ganz groß ist. Nämlich nicht eindrucksvoll erschlagend, sondern unendlich fein und alle Sinne berührend. Nach den ersten hundert im Schnelldurchgang verkosteten Weine eines vorherigen Händler-Tastings ist Seguin der erste ganz große Wein meiner Jahrgangsverkostung. Ich glaube, dass Pessac Léognan sicherlich nicht eine der schwächeren Appellationen ist, sondern in der allerersten Reihe tanzt. Von der Feinheit, der Filigranität und Finesse ist er fast schon ein wenig an Domaine de Chevalier erinnernd, aber intensiver und dichter. Hausintern verglichen ist er etwas rubenshafter und sexier, als der etwas schlankere und maskulinere Biowein Cuvée de la House. Es gab im Jahr 14 Spritzungen in den Weinbergen. Davon waren 12 auch im normalen Wein rein biologisch-dynamische Spritzungen. Das ist der einzige Unterschied in der Behandlung der beiden Weinberge. Das ist großes Kino und ich bin froh nach dem wunderbaren 2014 diese Steigerung im Glas zu haben. Superber Stoff, wenn man denn extrem feine Weine, welche einen fast zärtlich streicheln, vorzieht. 97-100/100 -- Gerstl: Die Ernte dauerte vom 21. September bis 12. Oktober, die Assemblage besteht aus 50% Merlot und 50% Cabernet Sauvignon, Ertrag 42hl/ha. Es herrscht knisternde Spannung, wir probienren den ersten 2015er. Schon der Duft erzeugt Gänsehaut, was für ein himmlisches Fruchtbündel, schwarze Frucht vom Feinsten, Kirsche, Brombeer, Cassis, bei aller Intensität bleibt Noblesse das prägende Element, da ist gigantisch Terroirtiefe mit im Spiel, Noten von Leder, Tabak, Lakritze, bis hin zu schwarzen Trüffeln, begleiten die Frucht, welche letztlich beinahe in den Hintergrund verschwindet, in Summe ist es jetzt ein geradezu delikates Parfüm. Ein Antrunk wie Samt und Seide, die Tannine sind von sprichwörtlicher Feinheit, was für eine himmlische Extraktsüsse, ausbalanciert von perfekt reifer Frische verleihender Säure, das ist ein monumetales Kraftbündel, kommt aber sensationell leichtfüssig daher, der schwebt richtigehend über den Gaumen, was für ein sinnlicher Wein, sensationell nachhaltig. Er ist dem sensationellen 2014er, den wir anschliessend nochmals probieren, sehr ähnlich, hat einfach von Allem noch einen Hauch mehr, eine Spur mehr Konzentration, einen Hauch mehr Extraktsüsse und noch eine Spur mehr Rasse. Die Serie der grandiosen Seguin setzt sich fort und 2015 bildet zweifellos den Höhepunkt. 20/20 (40 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Tour Saint Christophe: Chateau Tour Saint Christophe Grand Cru 2015 - 2020-2040:
    Lobenberg: Dieses Weingut liegt direkt vis-à-vis von Barde Haut und gilt unter Insidern mit seiner Exposition und Kalksteinterrassen als das zurzeit angesagteste Terroir St Emilions. Jeder spricht von diesem Château, weil es einfach perfekt liegt und weil der asiatische Investor Peter Kwok hier nun überhaupt keine Kosten gescheut hat um in den letzten Jahren die Weinberge zu optimieren und einen komplett neuen Keller zu bauen. Das geniale Team, das Tour St Christoph leitet, sind die früheren Regisseure und Weinmacher von Château le Gay und Château la Violette. Jean Christophe Meyrou und Jerome Aguirre. Der auf Terrassen angelegte Weinberg hat 16 Hektar, wovon die Hälfte auf eben diesen Terrassen und die andere Hälfte um das Weingut herum verteilt ist. Aber nur das beste Terroir wird für den Erstwein verwand. 14,8% Alkohol, 80% Merlot, 20% Cabernet Franc, 3,7 PH-Wert. Ertrag 38 hl/ha. Nur noch 40% wird im neuen Barrique ausgebaut, der Rest im Ein- und Zweijährigen. 60000 Flaschen Gesamtmenge Erst- und Zweitwein. Der Untergrund ist wie schon angesprochen überwiegend Kalkstein, aber auch ein Lehm-Kalksteingemisch. Die Fermentation als Spontanvergärung des komplett entrappten Leseguts findet überwiegend im Zementtank statt und ein Teil im geschlossenen Barrique. Danach wird das Ganze zusammengeführt und im neuen und gebrauchten Holz ausgebaut. Die Südexposition der Terrassen führt natürlich zur absoluten Vollreife. Die Begünstigung im Jahr 2015 durch die große Kühle im September und Oktober hat die Frische und Frucht sehr gut erhalten. Die Nase dieses sehr feinen, inzwischen ausgewiesenen Finesse-Jahrgangs, erstaunt in seiner Ausprägung. So viel satte schwarze Kirsche neben gelber Frucht, etwas Mango, Zitrus, Orangenabrieb, auch deutlicher Veilchenaromatik, Jasmin, Lakritze und dunkle Erde. Aber alles ist fein und schwebend. Der Mund hat diesen anfänglich etwas lauten Auftritt, wird dann aber sofort wieder eingefangen, weil er so unendlich fein und zart ist und trotzdem diese wahnsinnige Frische des kühlen und zugleich reifen Jahrgangs zeigt. Mango und Orangenabrieb neben schwarzer Kirsche, butterweiche Brombeere, aber ganz zart. Nichts ist laut in der Frucht, alles schwebt und trotzdem hat der Wein eine intensive Tanninmaske auf und verbleibt für Minuten mit salzig, schwarzfruchtigem Nachhall in großer Feinheit und Frische. Das Team von Regisseur und Weinmacher bringt aus diesem Top-Terroir in der Tat einen großen St Emilion. Ein Wein, der vielleicht noch nicht ganz die Reife eines jahrzehntelangen Werdegangs hat wie ein Tetre Roteboeuf, La Mondotte oder Troplong Mondot aus der Nachbarschaft des Plateaus. Hier ist der Findungsprozess noch nicht abgeschlossen, aber es ist ein grandioses Potential, was in diesem Jahrgang noch mehr unter Beweis gestellt wird als im superben 2014er. Das ist großer Stoff und wenn der Preis wieder stimmt wie im letzten Jahr, ist das ein unbedingter Kaufgrund und einer der ganz großen Weine für dieses Geld in St Emilion. 96-98/100 -- Suckling: Intense aromas of blackberries, blueberries and spices. Hints of limestone and a graphite edge also come out now. Full-bodied, structured and muscular. Layered and intense. Dark berries and hints of sea salt on the finish. Steely minerality and freshness. Wow. Drink in 2024 but so interesting to taste. 96/100 -- Gerstl: Biodynamischer Weinbau, zwischen Troplong-Mondot und Barde-Haut gelegen auf einem der besten Kalkterroirs von St. Emilion. Das ist zweifellos der Aufsteiger überhaupt in dieser Region. Das ist einfach genial, diese sagenhaft erfrischende Duft mit seinen wunderbaren floralen und feinwürzigen Noten, seinem unwiderstehlichen Charme, man muss nur einmal kurz an diesem Glas riechen und man ist unweigerlich in diesen Wein verliebt. Noch viel mehr wenn man ihn einmal am Gaumen hat, der ist sagenhaft gut, so unglaublich lecker wie will man dem wiederstehen? Das ist ein aromatisches Feuerwerk, das seines Gleichen sucht, wo findet man überhaupt ein Getränk, das so gut schmeckt, da stimmt einfach alles der ist total rund und harmonisch absolut ohne Ecken und Kanten, trotzdem spannend, sicher niemals langweilig, mit dieser sagenhaften frischen, kühlen Art, in Verbindung mit der genialen Süsse. 19/20 -- Jeb Dunnuck: A total blockbuster from new owner Peter Kwok, who purchased the estate in 2012, the 2015 Château Tour Saint Christophe is 80% Merlot and 20% Cabernet Franc brought up in 40% new wood. It boasts a deep purple color and sensational notes of ripe currants and crème de cassis, as well as background graphite, cedar, and spice nuances. Full-bodied, deep, layered, and perfectly balanced, with sweet tannin and integrated acidity, it’s one of those wines where everything is in the right place, it has no hard edges, and a beautiful finish. It needs short-term cellaring to come together, but you shouldn’t miss this beauty. It’s worth mentioning the estate is managed by the talented Jérôme Aguirre and utilizes Michel Rolland as a consultant. 95/100 (36 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Clos de la Vieille Eglise: Chateau Clos de la Vieille Eglise 2015 - 2019-2046:
    Lobenberg: 70% Merlot und 30% Cabernet Franc. Nur 1,5 Hektar direkt neben der Kirche gelegen und umgeben von den Weinbergen des Château Eglise Clinet. Das ist sicherlich das interessanteste Terroir Pomerols überhaupt. Kies auf Lehm mit einem Eisenuntergrund. Der Weinberg ist über 60 Jahre alt. 14% Alkohol. Das besondere der Lehmböden in Pomerol ist die enorme Wasserspeicherfähigkeit, d.h. es gab keinen Trockenstress in den Monaten Juli und August 2015. In August und September gab es die wunderschöne kühle Klimatik des skandinavischen Hochs. Die Ernte der Merlot begann am 15. September, die Cabernet Franc wurde ab dem 3. Oktober geerntet. Die Merlot-Ernte zog sich bis Anfang Oktober und die Cabernet Franc Ernte bis Mitte Oktober. Das schöne bei Château Clos de la Vieille Eglise ist im Grunde immer die Dominante der Cabernet Franc trotz des hohen Merlotanteils. Wir haben hier diese wunderbare rote Frucht, konzentrierte Himbeere, Erdbeere, Schlehe, dichte rote Sauerkirsche, und erst darunter kommt ganz langsam und ganz fein die schwarze Kirsche der Merlot. Überhaupt ist die Kirschfrucht in Pomerol die Dominante, erstaunlicherweise auch hier in der roten Frucht. Es gibt wenig Johannisbeere, nur ein kleiner Hauch. Die Schlehe und Sauerkirsche sind schon etwas deutlicher. Von der Nase her würde ich wahrscheinlich eher auf einen extrem dichten Wein aus Vosne Romanée Burgund setzen. Der Wein wird spontan vergoren. Die Fermentation findet in kleinen Stahltanks statt, danach kommt die Malo im Barrique, alles wird ausgebaut zu 100% im neuen Holz. Das neue Holz ist in diesem Wein aber überhaupt nicht zu riechen oder schmecken, denn 2015 hat eine wunderbare Säure, und Säure frisst bekanntlich Holz. Die Balance und Harmonie schon in der Nase ist somit fast holzfrei. Ich bin erstaunt und verblüfft. Der Winzer hält 2015, und ich glaube zu Recht, für den besten seiner Drei Top-Jahrgänge in seiner Geschichte, was vor 2015 das Jahr 1998 und 2010 war. Für mich kommen auch Erinnerungen an 2000 hoch, nur 1998 hatte ich nicht auf dem Schirm. Aber die Rückverkostung zum lunch ergab, dass 1998 in der Tat ein extrem eleganter und profunder Jahrgang war. Der Mundeintritt ist pure Seide, Seide noch mehr als Samt. Diese Feinheit im Mund ist verblüffend. Wir haben früher am Tag Beauregard und Bellefont-Belcier probiert, aber diese Finesse in diesem Pomerol ist ungeheuerlich. Profunde Tannine, aber so geschliffen. Die Tanninmassen sind höher als in den Jahren zuvor, aber nicht zu spüren. Der moderate Alkohol ist eingebunden und die Säure ist auf einem tendenziell eher etwas höheren Level durch die kühlen Tage und Nächte im August und September. Die Feinheit im Mund lässt mich schon beim sprechen immer wieder verblüfft innehalten. Selbst der Burgundervergleich fängt an zu hinken, denn wir gehen hier weg von Vosne Romanée und kommen zu einem sehr feinen Volnay. Das ist so ultrazart und trotzdem so profund und dicht. Es hallt Minuten lang. Er ist so tänzelnd und everybodys darling auf 100 Punkte Niveau. Eine Delikatesse, die mir gleich am dritten Tag unserer Bordeauxverkostung die Benchmark zeigt. Wir sind hier oben, kann es noch besser werden? Auf jeden Fall ganz großes feines Finessenkino. 99-100/100 -- Gabriel: Sattes Purpur-Granat, dicht in der Mitte, lila Schimmer aussen. Verführerisches Bouquet, reife Himbeeren, ein Hauch Grenadine, versprechende Konzentration zeigend. Im Gaumen stoffig, auch hier mit einem ziemlich massiven Extrakt aufwartend, verlangende Adstringenz. Sicherlich kein Frühcharmeur, aber wer Geduld hat kann hier in etwa 10 Jahren (frühestens) einen grossen Pomerol erwarten. 18/20 -- Gerstl: wou ich bin beeindruckt, der Duft ist ein Traum, die Konzentration ist enorm, aber was für ein feines die Sinne berauschendes Parfüm, schon dieser geniale Duft lässt mich erschaudern. Am Gaumen bestätigt er eindrücklich was die Nase verspricht, geballte Kraft im Antrunk weicht purer Feinheit auf der Gaumenmitte, hei ist der köstlich, da sind Tannine ohne Ende, aber diese sind von sprichwörtlicher Feinheit, der Wein füllt den Gaumen bis in den hintersten Winkel mit Aromen der sinnlichen Art, das ist pure Eleganz, ein Naturschauspiel, das beeindruckt, Pomerol in Vollendung. 19+/20 (75 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Lafon la Tuilerie: Chateau Lafon la Tuilerie Grand Cru 2015 - 2019-2046:
    Lobenberg: 100% Merlot. Dieses winzige, nur 2,5 Hektar große Weingut ist direkt an den Ausläufern der Hänge von St Emilion und die Fortsetzung der Hänge von Tertre Roteboeuf Richtung Castillon gelegen, direkt unterhalb und zur Seite von Castillon. Dieses im Grunde lehmige Ufer liegt aber unerwartet zu 100% auf einer reinen Kalksteinplatte, das beste Terroir Saint Emilions. Hier wird alles in reiner Handarbeit im Weinberg gemacht. Pierre Lafon ist auch viel mit der Nagelschere unterwegs. Biologisch organische Weinbergsarbeit, was sonst? Penibelste Bearbeitung jeder einzelnen Rebe. Zu 100% spontan vergoren aus vollständig entrapptem Traubengut. Die Handlese führt dann auch zu einer reinen Handentrappung. Das ist ein Aufwand, den sich kein normaler Winzer erlauben kann. Dementsprechend clean und perfekt ist das Biomaterial, denn 70% der Trauben wurden per Hand entrappt. Dieser Mann arbeitet wirklich in unbeschreiblicher Art und Weise und voller Enthusiasmus. Einige Wochen vor der Lese, direkt nach der Verfärbung, schneidet Pierre mit zuvor genannter Nagelschere alle nicht perfekt reifen Trauben raus. Bei den anderen Trauben werden die linke und rechte Schulter und die Spitze entfernt, um nur das Herz mit der höheren Konzentration weiter reifen zu lassen bis zur Lese. Der Ausbau der Weine geschieht spontan, also mit natürlichen Hefen in zu 100% neuen Barriques und 500 Liter Tonneaus. Die Lese führt er ganz allein an einem Tag durch, am 29. September 2015. In 2015 gibt es 12000 Flaschen, das ist die gleiche Menge, die Pierre 2010 hatte. Die größten Jahrgänge geben i.d.R. auch die normalsten und regulärsten Mengen. Die 2015er Nase verblüfft. Ich habe gerade noch einige Tage zuvor einen 10er getrunken, der deutlich massiver rüberkam. Im 2015er ist überhaupt kein Holzeinfluss spürbar. Das Ganze ist unglaublich fein, voll auf schwarzer Kirsche gestrickt, eine leichte süße Maulbeere darunter, auch Brombeere, aber so zart, so pur und schwebend. Kalkstein kommt durch, ein super Fruchtcocktail. Noch mal, das Phänomenale ist, dass trotz des neuen Holzes einfach überhaupt keine Spur davon in der Nase ist. Das Tannin hat ein extrem hohes Level, aber es ist überhaupt nicht trocken, sondern saftig. Es ist nicht spürbar, weil es so butterweich und seidig ist. Die Säure bei Pierre hat völlig normale Werte, sie ist sogar leicht erhöht. Der Ertrag lag bei gut 35 Hektoliter pro Hektar. Anders als 2014, wo man eine Cabernet-Affinität im Mund hatte, ist 2015 eindeutig Merlot, aber im Grunde kein Merlot aus St Emilion, sondern diese unglaubliche Feinheit eines Merlots aus Pomerol. Eine Stilistik, wie wir sie auch schon bei Clos St. Julien, der auch auf reinem Kalkstein steht, hatten. Diese unendliche Feinheit des Merlot ist normalerweise in St. Emilion so nicht machbar. St. Emilion besticht sonst eher durch Cabernet Franc, aber hier in 15 ist das Ganze unendlich fein. Mit welchem Château kann ich es vergleichen? Es geht ein bisschen in Richtung Clinet und hat auch einen leichten Hauch von Eglise Clinet. In der Feinheit kommt L’Évangile noch mehr in der Erinnerung hoch. Das Ganze ist so zart verwoben und so spielerisch leicht. Säure und satte Tanninmassen sind zwar im langen Nachhall am Gaumen, Zahnfleisch und Zunge zu spüren, aber niemals störend oder aggressiv. Das erste mal am Ende dieses dritten Tages unseres Verkostungsmarathons sagen mein Freund Max Gerstl und ich, wie schön, dass wir nach dem grandiosen 2015er in Deutschland einen gleichguten Jahrgang in Bordeaux probieren dürfen. Wir sind bei 2010 mehr auf die Knie gefallen. Wir waren bei 2009 tiefer beeindruckt und weggeblasen, wir hatten aber noch nie so viele Köstlichkeiten, Feinheiten, trinkbare Finesse, so viel seidige Grandiosität und Erhabenheit. Jedenfalls nicht in meinem Verkostungshorizont seit ungefähr 1989. Wir haben hier zumindest die gesteigerte Feinheit eines 1998er und 2001er. Letztlich zarter und doch profunder als alles, was ich probiert habe. Also noch einmal, kein Jahrgang zum Niederknien, kein Blockbuster, kein Eindruck-Schinder, sondern einfach nur unendlich fein, lecker, köstlich und einfach wunderschön. 97-98/100 -- Gabriel: Extrem dunkles Purpur mit lila und violetten Reflexen. Ein gewaltiges, verschwenderisches Brombeerenbouquet zu Beginn zeigend, völlig reif in der Frucht, Lakritze, Vanillemark und dann Cassis in ausufernder Form. Im Gaumen ein Degustationsspass ohne Ende, bleibt schwarzbeerig, zeigt massive, aber reife Tannine. Ein bewegender Wein der in die Linie von 2009 und 2010 einzustufen ist. Also zu einem der allerbesten Jahrgängen gehörend. Da muss man nichts erklären -nur empfehlen; auf die Bestellliste setzen. Das wird man nie bereuen. Für mich ist das mittlerweile der zuverlässigste Kleinwinzer mit einer Jahr-für-Jahr-Kaufgarantie. Und seine Jahrgänge reflektieren immer wieder ganz präzis das Millesime! 19/20 -- Gerstl: Was für ein himmlischer Fruchtausdruck, man muss einmal an diesem Glas riechen und man versteht sofort was Pierre meint, wenn er uns erklärt, dass während der Vinifikation - während der gesamten Gärperiode aber auch später beim Umziehen der Weine - ein Duft im Keller herrschte, der sogar für ihn selber aussergewöhnlich war. Von der Intensität und Komplexität des Geruches her, müsste der 2015er sogar 2009 und 2010 übertreffen. Das ist effektiv eine wahre Duftorgie, sagenhaft komplex und intensiv, aber auch, noch viel mehr fein und elegant. Am Gaumen ist sein Feuerwerk noch intensiver, was für eine geballte Ladung köstlichster Aromen, was für ein Kraftpaket und war für eine sinnliche Delikatesse, ich staune und verneige mich, wie soll ich beschreiben, was da abgeht, ich lasse mir nochmals einen Schluck auf der Zunge zergehen und versinke in einen Traum. 20/20 (28,50 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Jean Faure: Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2015 - 2020-2045:
    Lobenberg: Das 18 Hektar große Château Jean Faure mit nur 40.000 Flaschen Gesamtproduktion grenzt exakt an die Weinberge von Château Cheval Blanc und La Dominique an. Die Weinberge gehen auf breiter Front ineinander über. Das Terroir und die Bestockung sind fast identisch. Eine etwas dickere Sand-Lehmschicht über dem Kalkboden als bei Cheval Blanc. Das Weingut wurde über die letzten Jahre immer mehr auf dichte Bepflanzung umgestellt. Die vorhandenen Reben sind uralt. 50% Cabernet Franc, 45% Merlot, 5% Malbec. Olivier Decelle hat das völlig runtergekommene Weingut 2004 kaufen können wegen bestehender Erbstreitigkeiten. Das Weingut gehörte früher Madame Loubat, der vor dem Verkauf an Moueix auch das Château Petrus gehörte. Château Jean Faure hat in den letzten Jahren noch mal die Önologie und Weinbergsberatung umgestellt von Stéphane Derenoncourt als Berater auf Hubert de Bouard, genialer Besitzer und Weinmacher von Château Angelus und inzwischen zusammen mit Derenoncourt der angesagteste Berater auf dem rechten Ufer. Die inzwischen seit 2004 währende Umstellung Richtung Biodynamie, die 2015/2016 abgeschlossen ist mit biodynamischer Zertifikation, hat ja zu großen Veränderungen im Weinberg geführt. Traktoren wurden überwiegend abgeschafft, die Weinberge werden mit Pferden bearbeitet. Diese komplette Natürlichkeit, diese burgundische Art und die Hinwendung zur Frische auch schon während der Wachstumsphase sind das, was sich im Keller fortsetzt. Die Fermentation der Weine von Jean Faure findet dann dementsprechend auch im rohen Zement oder im Holz statt, ohne Temperaturkontrolle aber auch ohne Kaltmezeration davor. Hier sind wir komplett zurück zur Ursprünglichkeit. Der Ausbau der Weine wurde auch umgestellt. Auch hier sind wir im state of the art des Burgund oder auch der deutschen Pinoterzeuger. Ein Teil wird im neuen Barrique ausgebaut, aber die Hälfte in Fudern von 1500l Stockinger Holzfass und auch in gebrauchtes Holz. Insgesamt wird der Einfluss des neuen Holzes speziell in aromatischer Form fast komplett runtergefahren und im Grunde sind wir hier bei den Biodynamikern, bei Clos Puy Arnaud in Castillon genau wie bei Jean Faure, komplett auf der Natürlichkeit gelandet. Bei Clos Puy Arnaud geschieht das in Form von Tonamphoren, hier in Form von großem Holz. Der Weg der burgundisch feinen Produzenten, speziell der biodynamischen in St Emilion und Castillon, ist ein wirklich traumhafter. Wenn das die Zukunft Bordeaux ist, dann ist das eine grandiose Zukunft. 2015 fand die Ernte relativ früh statt. Der Erntezeitpunkt in der vierten Septemberwoche für Merlot, und die Cabernet Franc wurde bis zum 10. Oktober vollreif geerntet. Es gab ja in St. Emilion perfekte Wetterbedingungen. Ein kühler September mit kalten Nächten. Die Säure wurde komplett bewahrt. In der letzten Septemberwoche war alles eingebraucht, hochreif und dennoch frisch. Die Besonderheit war, dass Olivier Decelle in diesem sehr reifen Jahr erstmalig seinen Traum verwirklichen wollte ganz burgundisch zu verfahren. Die Cabernet Franc, die immerhin 50% des Blends ausmacht wurde burgundisch fermentiert. Olivier traute sich 2015 erstmals, einen selektierten Teil mit besonders reifen Rappen der Cabernet Franc als Ganztraube unentrappt zu vergären. Das große Burgundervorbild Dujac und andere Biodynamiker des Burgunds. Die uralten Reben der Cabernet Franc gaben 2015 so reife Rappen, es wurde ja in der ersten und zweiten Oktoberwoche geerntet, dass die Vergärung auf den Rappen sinnvoll erschien. Die Nase dieses Weins ist eindeutig und fast nur Cabernet Franc. Die Merlot gibt nur das warme, schiebende, kirschige Rückgrat einer unglaublich duftig dichten Schwarzkirsche und süßer roter Kirsche. Vorne drauf ist aber die würzige Himbeere der Cabernet Franc, auch Schlehe, etwas Johannisbeere, super fein, tänzelnd. Wir sind in der Tat hier irgendwo zwischen Burgund, Cheval Blanc und Clos Rougeard an der Loire. Unendlich fein und trotzdem ein gutes, stützendes Merlot-Rückgrat. Der Mundeintritt ist kühl und sehr mineralisch. Die Füße der Reben stecken im Kalkstein, was sich hier auch im Mund zu zeigen scheint. Diese tolle, feine, stylische Kalksteinmineralik, das Salz ist so fein, nichts ist grob. Auf der Zunge sind die Rappen der Cabernet Franc leicht zu spüren. Das Ganze ist von warmer, süßer schwarzer und roter Kirsche gestützt, auch ein bisschen Sanddorn läuft sandig über die Zunge. Der Nachhall ist mit heller, salziger Lakritze, aber nichts Dunkles, sondern eher Süßholz, feine Blumigkeit, beschwingt tänzelnd und wieder diese Himbeere, Schlehe, Johannisbeere oberhalb der ganz feinen Kirschfrucht darunter. Man kann diesen Wein schwer beschreiben, da er im Grunde so ein Unikat ist. Ich müsste ihn beschreiben wie ein Pinot Noir oder einen großen Loire-Wein. Wir sind weit weg von üblicher St. Emilion schwarzer Frucht, wir sind hier nur in der Feinheit. Etwas was wir bei Petit Grave Aine schon in kleinerer Version hatten, wird hier in Perfektion vorgeführt. Das ist eine Art Château Cheval Blanc in puristischer und noch mehr Cabernet Franc orientierter, expressiver Form. Im Grunde die biodynamische Pinot-Noir-Loire-Version eines Cheval Blanc oder die Cheval Blanc Version eines Clos Rougeard von der Loire. Oder einfach ein großer Wein von Dujac aus dem Burgund. Jeder Käufer sollte sich darüber klar sein, dass dieser Cabernet Franc 5-10 Jahre Zeit braucht um seine ganzen Muskeln zu zeigen. Bis dahin bleibt es ein superfeiner, z.T. auf Rappen vergorener Wein für Freaks. Im Lauf der Zeit wird der Wein Wucht entwickeln. Das wird auch ein Krafthammer werden, allerdings mit super seidigen geschliffenen Tanninen und immer diese große Frische zeigend. Ich gebe eine reine Freak-Bewertung. Der Liebhaber klassischer St. Emilions ist vielleicht mit dem Nachbarn la Dominique in seiner satten Kirsche besser bedient. Der Liebhaber ganz großer Weine, die unendlich halten und ihre völlig eigene Stilistik haben, ist hier perfekt aufgestellt. Nein, klare Ansage: Cheval Blanc ist noch vorn. Aber für mich ist Jean Faure 2015 ein ganz großer Wein. 97-100/100 -- Gerstl: Erste Versuche mit Ganztraubenverärung. Es war ein perfektes Jahr für den Cabernet Franc. Wow dieser Duft ist von unbeschreiblicher Schönheit, herrliche wunderschön kühle Frucht, die zwar im Mittelpunkt steht, aber sich nicht in den Vordergrund drängt, das ist ein superfeines Parfüm, sagenhaft raffiniert mit den genialen floralen Noten, Kräuter, Gewürze, Trüffel, Tabak da sind noble Aromen ohne Ende. Eine sensationelle Erfrischung am Gaumen, die Extraktsüsse ist vielleicht das Genialste am Wein, sie bringt die traumhaft kühle Aromatik zum Strahlen, die Tannine sind von sprichwörtlicher Feinheit, man spürt sie fast gar nicht, die schmiegen sich wie Mehl an die Zunge, das ist ein Naturereugnis der Sonderklasse, eine sagenhaft zarte Delikatesse, aber ein aromatisches Feuerwerk, an Sinnlichkleit nicht zu überbieten. Die Weine des Jahrgangs 2015 zu probieren und beschreiben war etwas vom Schönsten, was ich in den letzten 34 Jahren in Bordeaux erlebt habe. Als einen der letzten Weine probieren wir diesen Jean Faure. Der hat mir vielleicht am allermeisten Vergnügen bereitet, vielleicht weil er besonders einzigartig ist, ich habe die kühle Stilistik insgesamt kaum je in dieser Vollendung erlebt. Auch ist der Wein stilistisch wie auch qualitativ extrem nahe beim überragenden Cheval-Blanc. 20/20 -- Gabriel: Tiefes Purpur, satt in der Mitte, Granatschimmer am Rand. Delikates, feines, vielschichtiges Bouquet, von Brombeeren bis Minze ist da alles drin. So richtig wohltuend im Ansatz. Im Gaumen äusserst charmant, weiche, samtene Tannine, wunderbar ausgeglichen. Eine Delikatese sondergleichen. (49,50 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Tour Perey: Chateau Tour Perey Grand Cru 2015 - 2019-2040:
    Lobenberg: Das 3 Hektar winzige Château von Jean-Luc Marteau liegt direkt neben Château Monbousquet, es steht allerdings nicht auf Lehm und Sand sondern auf reinem Kalksteinfelsen, ein früher von den Römern als römisches Bad genutzter Platz. Eine kleine Insel in dieser vom Lehm dominierten Region. Die Reben sind inzwischen über 80 Jahre alt. Jean-Luc ist von Hauptberuf der Weinmacher bei Rollan de By im Medoc, ein Weingut, dass von seinem Vater als Regisseur geleitet wird. Er hat das kleine Weingut Tour Perey mit dem einzigartig grandiosen Terroir zwar schon früh entdeckt, aber erst um 2010 gekauft (das war finanziell vorher nicht möglich), und er ist nun seit zwei Jahren in Konversion zu Bio. Die Weinbergsbearbeitung ist seit 2010 komplett organisch. Die Rebzeilen sind begrünt, die Trauben werden komplett entrappt, eingemaischt und spontan vergoren. Die Maische wird nach der Gärung weiter bei über 30 Grad belassen, der Saft steht also bei deutlich über 30 Grad einige Wochen auf den Schalen. Die Vergärung und Nachmazeration dauert also bis Ende Januar, d.h. Jean-Luc lässt den Saft ungefähr 3-4 Monate auf den Schalen stehen, um einfach die harschen Tannine damit quasi wieder heraus zu saugen. Die Zielsetzung ist im Grunde, einen super feinen Pomerol in Saint-Émilion zu erzeugen. Das liegt an Jean-Lucs Ausbildung, denn er ist in Pomerol geboren, ein hoch reifer, super Finesse Pomerol a la Eglise Clinet ist im Grunde sein großes Vorbild. Der Ausbau findet zu 60% im neuen Holz statt. Die Weine bleiben dabei zwei ganze Jahre ohne Batônnage auf der Hefe im Barrique, und danach ein weiteres halbes Jahr im Tank. D.h. sie kommen später auf die Flasche als üblich. 70% Merlot, 20% Cabernet Sauvignon, 10% Cabernet Franc. Die Fermentation im Beton und zum Teil im Barrique ist spontan mit natürlicher Hefe. Château Tour Perey hat, anders als viele Nachbarn, erst in der ersten und zweiten Oktoberwoche bei voller Reife geerntet. Viele Nachbarn haben in diesem sehr gesunden Jahr schon Mitte September angefangen. Jean-Luc steht aber komplett auf Vollreife, zumal die Frische und Säure durch die kalten Nächte des Septembers und Oktobers erhalten blieb. Die Vergärung geschieht zu 100%, d.h. er vergärt auf möglichst 0g Restzucker. Der Alkoholgehalt liegt 2015 durchschnittlich bei 13,5%. Das Ziel von Jean-Luc ist - und auch deswegen lässt er den Wein nach der Vergärung so lange auf der Schale - absolute Finesse. Er vergärt mit bis zu 28 Grad und macht eine kalte Vorfermentation bei 6-7 Grad für bis zu zwei Wochen. Ich weiß nicht, ob es an dieser besonderen Machart von Jean-Luc liegt, an dieser extrem langen Vor- und Nachmazeration oder den hohen Temperaturen. Die Nase dieses Weins in allen Jahren so unglaublich profund, tief und tolles Volumen zeigend, aber immer ultra fein, und das haben wir eben auch 2015. Würzig tiefe Schokolade, Zigarrenkiste, Zedernholz, Brombeere, süße Maulbeere und ein extremes Bündel an dunkler, schwarzer Kirsche. Das Ganze ist unterlegt von würziger, schwarzer Erde, schwarzen Oliven, Lorbeer, Wacholder und ein wenig Myrre. Das ist schon eine sehr erhabene, großrahmige dichte Nase, aber sie ist nicht fett und nicht wuchtig, sondern sie kommt fein daher und hüllt den schnüffelnden Genießer in eine warme charmante Wolke. Der Wein erinnert an Tertre de la Moulyere, den extremen Biodynamiker oben auf dem Plateau. Im Mund kommt dann aber schon ein gewaltiger Schub und eine Konzentration, die immer fein bleibt, aber da ziehen sich schon mal die Augen zusammen. Der ganze Mund wird belegt. Die Tannine sind butterweich aber präsent. Eine hohe Intensität in der Frucht, auch rote Frucht, Schlehe, rote Johannisbeere, viel Cassis und auch wieder diese süße Maulbeere und dichte schwarze Kirsche. Eine hohe Intensität verströmend, lang mit feiner salziger Note. Verglichen mit den parallel und zurück verkosteten Jahrgängen 14, 13, 12 und 11 fällt auf, dass Jean-Luc im Bereich der Feinheit der Tannine eher noch besser geworden ist. Vielleicht ist es aber auch nur der grandiose Jahrgang. Der Wein ist ungeheuer dicht und gleichzeitig unglaublich zart. Er macht Freude und trinkt sich wirklich gut. Wenn man weiß, dass dieses junge Baby in diesem Stadium, wo er erst wenige Monate vergoren ist mit dieser langen Fermentation und mit der Nachmazeration, und dass dieser Wein noch fast zwei Jahre im Fass bleibt, dann ahnt man, wohin sich dieser Wein weiter entwickeln kann. Die Rückverkostung der Jahrgänge ist extrem aufschlussreich und macht den 2015er um so imposanter. Diese dichte, schwarze, charmante Wolke, welche den Trinker nie überfordert, sondern einfach immer nur immens charmant und dicht ist, ist definitiv Pomerol-Style. In seiner Feinheit, köstlichen Delikatesse und Dichte erinnert er 2015 ein bisschen mehr an einen Château L’Évangile als an Eglise Clinet. Eine Wuchtbrumme in unendlicher Fein- und Weichheit. Das macht richtig Spaß und für das kleine Geld ist Tour Perey seit Jahren eine der besten Empfehlungen. 97-98/100 -- Gerstl: Sehr spät geerntet, erst im Oktober. Jean-Luc macht immer sehr lange Mazerationen, dieses Jahr gut 3 Monate, 2014 vier Monate. Wollüstig reife Frucht strahlt in die Nase, schwarze Beeren, etwas Pflaumen, was den Eindruck von reifer Frucht noch verstärkt, aber der Duft strahlt auch Frische aus, Überreife ist absolut nicht dabei, dafür feine Noten von Tabak und edlen Kräutern. Am Gaumen ist eher die Frische im Vordergrund, begleitet von köstlicher Extraktsüsse, der Wein stützt sich auf eine sehr noble Struktur, die Tannine sind von allererster Güte, herrlich, wie er Kraft und Feinheit verbindet, der so eine verspielt charmante Art, ist einfach traumhaft gut, so lecker, so traumhaft aromatisch, köstlich. 19/20 (38,80 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Tertre de la Mouleyre: Chateau Tertre de la Mouleyre 2015 - 2020-2050:
    Lobenberg: Ein nur 1,7 Hektar großes, auf Kalkstein an der Grenze zu Castillon gelegenes Weingut. Bio total. Der Nachbar von Clos Louie in Castillon und Valandraud in Saint Emilion. Die Reben dieses Miniweinguts, das seit 1995 komplett auf Biodynamie umgestellt ist, sind um die 50 Jahre alt. 80% Merlot, 20% Cabernet Franc. Château Tertre de la Mouleyre liegt in Steinwurfentfernung zu Château Valandraud. In der anderen Richtung liegt Peby Faugeres. Der Name des Besitzers ist Eric Jeanneteau. Das Weingut wird in dritter Generation von Eric betrieben, er lebt von diesen winzigen 1,7 Hektar. Der Großvater hat es mit insgesamt 5 Hektar St. Emilion und 2 Hektar Castillon einst gegründet. Das Terroir besteht aus einer Lehmauflage auf reinem Kalkstein. Jeder Weinstock der Dichtpflanzung von über 10000 Stöcken geht im Verlauf des Jahres runter auf maximal 8 kleine Trauben und auf einen Gesamternteertrag von nur noch 300-400g pro Stock. Der Ausbau des Weines erfolgt zu 50% im neuen Holz, die andere Hälfte in ein- und zweijährigen Barriques. Die Fermentation mit Naturhefen, also Spontanvergärung, erfolgt in winzigen Inoxgärbehältern um möglichst Parzelle für Parzelle separat vergären zu könne. Die spontane Fermentation verläuft relativ kurz und ziemlich warm. Danach folgt die Malo im Barrique, dort bleibt Tertre de la Mouleyre dann bis zur Abfüllung. Ein dichter, voluminöser Duft greift diese Köstlichkeit der Nase wieder auf. Trinkfertig und doch mit unglaublicher, fast dramatischer Spannung und salziger Mineralik unterlegt. Das ist einer der mineralischsten, frischebeladensten, säurebeladensten Weine, die ich in diesem Jahr am rechten Ufer verkostet habe. Es knallt richtig und trotzdem ist der Wein so lecker und es passt alles. Schon jetzt so köstlich in dieser Kirsche. Sehr saftig, sehr dicht, voluminös und trotzdem am Ende ein superfeiner Wein. Die Mineralik und die salzige Länge verblüfft bei diesem so feinen Jahrgang. Das Tannin ist seidig und trotzdem hat der Wein Spannung, Kalkstein, Säure, alles sehr massiv und trotzdem ultrafein. Extrem lang, tolle Würze, alles salzig, dicht, lang, ganz viel rotfruchtige Affinität an Cabernet Franc, ein großer dichter Loire-Wein lässt grüßen. Das ist genau so eine Sensation wie der 2014er, nur das wir in 15 etwas feiner, gleichzeitig etwas profunder und dichter in der roten Frucht sind. Die etwas feinere und voluminösere, und zugleich dichtere Ausgabe des genialen 14er. Für mich ist Château Tertre de la Mouleyre 2015 einer der ganz großen Weine des Jahrgangs, auch wenn dieses Weingut unbekannt ist. Das ist ganz großes Kino. Von diesem Wein existieren, wenn überhaupt, jährlich nur 4800 Flaschen. Das ist also schon eine Rarität und erstaunlich, dass der Winzer trotz eines ganz anständigen Preises davon lebt, zumal er so extrem arbeitet. Aber dieser Eric ist eben ein Biowinzer und Enthusiast durch und durch. Eine Rückverkostung im Weingut der Jahrgänge 09 und 10 zeigte dann, wie unglaublich die Cabernet Franc im Laufe der Zeit Kraft aufbaut. Aus diesem fruchtstarken Finesse-Wein, aus diesem seidigen Tannin, wird nach 5-6 Jahren auch etwas ganz Großes und ganz Dichtes. Das vergleiche ich ein bisschen mit Château Jean Faure in St. Emilion, auch da dauert es ein paar Jahre, bis der Wein seine ganze Reichhaltigkeit zeigt. Auf jeden Fall ist dies, wie auch schon Jean Faure und Clos Louie, ein unbekannter Riese des Jahrgangs. 98-100/100 -- Gerstl: 4800Fl. gesamte Produktion. Der Duft strahlt Konzentration und Tiefe aus, rabenschwarze Frucht, Kirschen, Brombeer, Cassis, intensiv, reich beinahe opulent, aber sehr edel und mit viel Strahlkraft. Das ist einer der letzten Weine, die wir nach 2 Wochen in Bordeaux probieren. Und es ist einer der eindrücklichsten, er gehört zu den konzentriertesten und gleichzeitig zu den delikatesten, mit den raffineirtesten Finessen ausgestatteten, die Tannine sind von unbeschreiblicher Feinheit, da ist Saft ohne Ende, ein aromatischer Höhenflug, köstlich süss und atemberaubend frisch, ein beinahe übersinnliches Naturspektakel. 20/20 (49 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Giscours: Chateau Giscours 3eme Cru 2015 - 2020-2050:
    Lobenberg: Gleicher Regisseur und Besitzer wie Château Du Tertre in Margaux. Seit Jahren wird hier enorm viel im Weinberg investiert und Giscours hat sich seit 2008 zu einem der engeren Verfolger der Spitze gemausert, das Weingut gehört sicherlich inzwischen zu den Top 5 der Appellation. Und das in einem so Margaux-begünstigten Jahrgang wie 2015! Perfekte Wetterbedingungen, geschützt von den Regenfällen des Septembers und ein kühler September und Oktober. Ein perfekter Wetterverlauf und das bei diesen enormen Anstrengungen in den Weinbergen. Jetzt zahlt sich alles aus. Die Nase ist dicht und schwarz, zugleich auch viel rote Frucht, alles mit Wucht, aber auch mit Feinheit und Finesse daherkommend. Der Mund hat die Rasse und die Power eines 2010, aber zugleich auch eine Feinheit wie es sie in den letzten Jahren so nicht gab. Total geschliffenes Tannin, lecker, zugänglich und trotzdem hohe Intensität. Der Wein vibriert, ist aufregend und spannungsgeladen. Dieses Springen zwischen roter und schwarzer Frucht in schöner mineralisch salziger Länge. Ein extrem guter Giscours, voller Finesse und profunder Frucht und samtig dichtem Tannin zugleich. Er gehört in der Appellation Margaux in diesem Jahr zur absoluten Spitze nach Margaux und Palmer. Erstmalig für mich ein großer Wein. 97-98/100 -- Gerstl: Wow, eine Duftwolke von eindrücklicher Genialität, schwarze Beeren, feinste Kräuter und Gewürze, Terroir Aromen wie Leder, Tabak und schwarze Trüffel, alles ist im Überfluss vorhanden und nichts dominiert, jedes Detail fügt sich nahtlos ins edle Duftbild ein. Samtaner Gaumen, da sind Massen von extrem feinen kaum spürbaren Tanninen eingebunden in die optimale Dosis köstlich süssen Extrakts, ich bin hin und weg, das ist ein Giscours von selten gesehener Vollendung, superelegant, superdelikat, aber mit einer von verschwenderischer Vielfalt geprägten Aromatik, ein Traumwein in einer selten gesehenen Perfektion. 20/20 -- Suckling: Plenty of violets and dark berries on offer here. This has a striking sense of purity as well as an energetic, regal palate. The structure is impressively groomed with effortless depth and length. A standout wine. Try from 2022. 96/100 -- Wine Enthusiast: Barrel Sample. This wine is firm and rich, with ripe black-plum flavors and dense tannins. Firm and concentrated, this is an impressive wine that will age well. 94-96/100 -- NM: The 2015 Giscours is a blend of 70% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot and 5% Petit Verdot. That is in stark comparison to older vintages, for example the 2000 Giscours that was 50/50 Cabernet and Merlot. This vintage is matured in 50% new oak. Winemaker Alexandre Van Beek told me that the 2015 "...reflects the true terroir at Giscours that created the great wines of the 1960s and 1970s." That is something to live up to with fresh memories of the 1961 in my brain. The bouquet is very intense and almost "untamed" at first, but it calms down in the glass, revealing attractive scents of blackberry, raspberry, cedar and graphite. This is a Giscours determined to make a good impression...and it does. The palate is medium-bodied with fine tannin, very pure, a little spicier than recent vintages, adorned with a gentle crescendo in the mouth towards a really quite fantastic, tensile, complex and compelling finish. Having tasted the 1961 and 1970 Giscours just a few months ago, I wager that the 2015 will be the best since the 1961. Time to fall back in love with this great Margaux property. 94-96/100 (79,95 €)

  • Frankreich/Bordeaux - La Croix: Chateau La Croix 2015 - 2019-2040:
    Lobenberg: Das Weingut der Familie Janoueix. Winzig, seit Ewigkeiten der Geheimtipp, schwer zu finden und das klassische ‚old fashioned’ Weingut in der Vinifikation, immer superzart und super vorsichtig vinifiziert. Auf La Croix wird anders gearbeitet als auf den anderen Weingütern von Jean Phillippe Janoueix. La Croix gehört seinen Eltern, das Terroir ist sandiger und kalkhaltiger, weniger schwerer Lehm. Die Ernte 2015 wurde sehr früh, zwischen dem 15. und 25. September durchgeführt. Perfekte Bedingungen, kühle Nächte zuvor. Der Wein wird klassisch im Zement vergoren mit natürlicher Hefe, nach der Vergärung verbleibt er noch drei Wochen auf den Schalen. Der Ausbau geschieht nur zum Teil im neuen Holz. Pigeage und Pump-Over nur ganz vorsichtig, sehr moderat. Schon die Nase ist Pomerol ‚old fashioned’ wie man es selten sieht und nur wenige Châteaux es noch beherrschen. Wir haben ganz viel feine rote Kirsche, unendlich fein, sehr süß, cremig, sehr charmant, dazu reife Himbeere und Erdbeere, reife Pflaume. Zu den Verspieltesten und Feinsten des Jahrgangs überhaupt gehörend. Erdbeere, Himbeere, so ultrafein. Der dichte Tanninteppich ist total verspielt, es kommt nichts an Schärfe und Härte rüber, und trotzdem ist dieser immense Schub von unten irgendwo zu spüren. Der Wein ist fast wie ein Himbeer-Erdbeer-Zwetschgensaft zu trinken, so extrem fein, so zart, so überaus lecker. Dieser 15er La Croix ist die Expression des Jahrgangs in reinster Form, so wie es das vielleicht aus der Côtes de Blaye beim Château Queyroux gibt. Das trifft genau den Nagel auf den Punkt, aber sowas ist eben sehr selten. Das ist jetzt nicht einer der vier, fünf größten Pomerols des Jahres, aber es ist ganz sicher einer der leckersten Weinen des Jahrgangs überhaupt und damit auch einer der verträumtesten und schönsten Weine des Jahres trotz seiner Dichte und Spannung. Der Wein wird in seiner Trinkigkeit und Köstlichkeit immer ausgesoffen werden bis zum letzten Tropfen. 97-98+/100 -- Gerstl: Das ist erotischer Pomerol Duft wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann, schwarze und rote Beeren, feine Gewürze, raffinierte florale Noten, Trüffel, Tabak, die Komplexität ist ein Traum. Eine sensationelle Delikatesse am Gaumen, der Wein singt, das ist Charme pur, das ist Trinkvergnügen der sinnlichen Art, wunderbar süss, rund harmonisch, alles stimmt bis ins kleinste der ist so etwas von superlecker, ein Genie von Wein. 19+/20 -- Gabriel: Tiefes Purpur, satt in der Mitte, Granatschimmer am Rand. Reifes Beerenbouquet, rote Johannisbeeren und Himbeeren, eine verführerische Süsse und ganz feine Kräuternoten schwingen da mit. Im Gaumen beginnt er wieder mit einer wunderbaren Fruchtsüsse, mehrheitlich rotbeerig, auch Nuancen von Hagebutten und Weichselkirschen zeigend, konzentriertes Extrakt mit fein kerniger Rasse im Finale. Immer noch ein schier unentdecktes Weingut. Wer schon seit Jahren von diesem wunderbaren und auch etwas einzigartigen Pomerol kauft, wird diesen Antimarketing-Zustand zu danken wissen. 19/20 (49 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Grand Puy Lacoste: Chateau Grand Puy Lacoste 5eme Cru 2015 - 2020-2050:
    Lobenberg: 74% Cabernet Sauvignon, 23% Merlot, 3% Cabernet Franc. Grand-Puy-Lacoste ist für mich der Wein, der in Pauillac immer total die Jahrgangstypizität widerspiegelt. Der Wein changiert wirklich von Jahr zu Jahr. Wir haben uns hier schon in der Stilistik von Rioja über Châteauneuf du Pape Richtung Barolo bewegt und wir sind jetzt im Burgund angelandet. Die Nase ist ultrafein, ultrazart, schwarze Kirsche und rote Kirsche, aber süß und weich. Ganz zart leichte Röstaromatik darunter, feine zarte Blaubeerschalen, etwas Wachholder, Lorbeer, Oliven, aber alles so zart und so lecker, dicht und schwarzkirschig in die Nase steigend. Der Mund greift die Zartheit auf, die Tannine sind total geschliffen. Wissend um den recht hohen Tanninlevel, der durchaus 2014 entspricht oder gar übersteigt, spürt man das erstaunlicherweise aber gar nicht, weil alles so poliert ist. Nichts tut weh, nichts muss auf Zukunft projiziert werden, der Wein ist lecker, kirschig vorne und hat trotzdem dann den Fokus auf rote Kirsche, Sauerkirsche und ein bisschen rote Johannisbeere, ein nicht enden wollendes salzig mineralisches Finale, welches für Minuten nachhallt. Aber diese unglaubliche Köstlichkeit und Delikatesse macht GPL zu einem wirklich famosen Wein und zu einem für Château Grand-Puy-Lacoste ganz großen Erfolg. Ein Unikat in der Historie dieses Weinguts in dieser so extrem feinen burgundischen Stilistik. Der Wein ist direkt auf Spur hinter Pichon Comtesse in ähnlich zarter Stilistik. Auch wenn der Pichon Comtesse eine Liga darüber schwebt, macht GPL trotzdem wirklich große Freude. Hoffentlich passt der Preis, dann ist er eine unbedingte Kaufempfehlung. Man muss aber ein totaler Delikatessenliebhaber sein. Nach einer halben Stunde immer wieder Rückverkostung kriegt der Wein doch langsam die Power und Struktur, die ich am Anfang etwas vermisst habe. Im Finale ist es dann letztlich sicher einer der besten GPLs, die ich hier verkostet habe und er schwingt sich zu einer richtigen Größe auf. 97-98+/100 -- Gerstl: Wenn Haut-Batailley schon so gut ist, hat man selbstredend sehr hohe Erwartungen an diesen Wein. Dass es stimmt bestätigt schon dieser phänomenal reiche, komplexe tiefgründige Duft. Am Gaumen ist er delikat wie selten zuvor, ohne deshalb seine typisch männliche Charakteristik zu verlieren, das ist ein himmlisches Vergnügen, diesen superleckeren Wein zu kosten, da sind 1000 himmlische Aromen vereint, verschwenderische Vielfalt, aber nichts ist vorherrschend jedes Detail fügt sich nahtlos ins traumhafte Aromenbild ein, ein verführerischer GPL von atemberaubender Schönheit. 20/20 -- Galloni: The 2015 Grand Puy Lacoste is just as compelling from bottle as it was from barrel. Sensual, polished and refined, the 2015 is all class. Silky tannins, perfumed aromatics and beautifully delineated fruit are some of the signatures. The natural richness of the year comes through nicely, but without overpowering the wine's mid-weight sense of structure. This is a fabulous example of the year. 95/100 -- NM: The 2015 Grand-Puy-Lacoste, 74% Cabernet Sauvignon, 23% Merlot and 3% Cabernet Franc, matured in 75% new oak and was picked between September 18 until October 4 (although the "real" picking commenced from September 21). Now, Grand-Puy-Lacoste is often quite "aloof" at this early juncture, but that is not the case with the 2015. This is more approachable aromatically, beautifully defined, thanks to that expressive Merlot and Cabernet Franc. The palate is medium-bodied with svelte tannin and finely tuned acidity (pH 3.68). Beguilingly harmonious in the mouth, it boasts a silky smooth texture with wonderful salinity on the aftertaste that is sustained in the mouth. As usual, Xavier Borie has produced a "classic" Pauillac, but one that is a little more appeasing to those that don't want to cellar for 20-30 years. You could describe the 2015 as being between 2009 and 2010...and that, folks, is not a bad place to be. 94-96/100 -- Suckling: Swathed in spicy and toasty oak aromas, this has a wealth of superbly expressed red and dark berries, flowers and mint. The palate delivers a very assertive and energetic array of dark berries and spiced plums with a fresh, focused, vibrant finish. Superb wine. Try from 2023. 96/100 -- Falstaff: Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung, zart tabakig, schwarze Beerenfrucht. Cassis, etwas Lakritze im Hintergrund, frische Orangenzesten. Komplex, saftig und sehr puristisch, feine, gut integrierte Tannine, elegant und anhaltend, mineralisch, feine Extraktsüße, bleibt sehr gut haften, Entwicklungspotenzial. 95-97/100 (63,20 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Beauregard: Chateau Beauregard 2015 - 2020-2045:
    Lobenberg: Die gewaltige Investition in Weinberg und Château sind abgeschlossen. Das Weingut gehört der Familie, der auch die Galerie Lafayette gehört, Mitbesitzer die Cathiards von Smith Haut Lafitte. Das Terroir gehörte schon immer zu den Besten, aber jetzt wird auch alles entsprechend in den Keller gebracht. Die Stockdichte ist überwiegend schon auf knapp 10.000 pro Hektar erhöht worden. Die Bearbeitung der dicht bepflanzten Böden geschieht mit dem Pferd um keine Bodenverdichtung zu haben. Die Umstellung zur Biodynamie ist fast abgeschlossen, 2015 war das letzte Jahr der Konversion. Der Boden der uralten Reben ist Kies über Lehm. Auf den unteren sandigen Böden wird kein Erstwein erzeugt, diese Ernte geht in den Zweitwein. Beauregard ist schon jetzt auf dem Weg zu den Top-Ten der Appellation. Der Regisseur Priou ist auf jeden Fall einer der talentiertesten und genialsten Regisseure auf dem rechten Ufer. Der Cabernet Franc Anteil ist im Lauf der letzten Jahre immer weiter erhöht worden. in 2015 sind es 75% Merlot und 25% Cabernet Franc. 2015 war im Grunde ein perfektes Cabernet Franc und Merlot-Jahr. Die Merlot-Prägung in der Cépage ist auch in der Nase spürbar. Warme, dichte, würzige schwarze Kirsche. Reife dunkle Pflaume, ganz zartes Cassis. Die immense Dichte der Frucht ist ganz klar dem hohen Merlot-Anteil geschuldet. Wie eine warme Wolke. In der Stilistik ist Beauregards sicher noch etwas anders als das Vorbild, der auf Kieslinsen stehende Vieux Chateau Certan in noch größerer Nähe zu Saint-Émilion. Die Verblüffung folgt dann im Mund aber auf dem Fuß. Unglaublich fein. Die dunkle schwarze Pflaume und schwarze Kirsche wandeln sich zu roter Kirsche und einem üppigen Burgunder im Stil eines Richebourg. Das Ganze mit einer immensen Fülle feiner Süße. Die Tannine sind total geschliffen und butterweich, nichts ist so überwältigend und dick wie ein 2009er oder 2010er. Wir sind hier in der unglaublichen Fein- und Verspieltheit des letzten Jahrgangs 2014 mit einer etwas profunderen, dichteren und schiebenderen Frucht, und mit vielleicht sogar noch mal mit feineren Tanninen. Das ist eine unglaubliche Köstlichkeit schon im ersten Antrunk. Delikat, voller Charme, eine Köstlichkeit, eine grandiose Delikatesse, und wie wir schon gestern Abend mit Tour Perey endeten, so fängt es heute Morgen mit Beauregard an. Die besten Weine sind ungeheuer lecker, köstlich, trinkbar von der ersten Sekunde an und nie überwältigend, weil die Tannine so ungeheuer fein sind. Die Frische ist präsent, aber nie muss man sagen, dass wird mal ein ganz Großer. Immer kann man sagen, das ist ein ganz Großer! 97-98/100 -- Suckling: Impressive and deep-set plums, cherries and violets, not to mention licorice and lightly spicy oak-derived accents, meet with mocha on the nose. The palate has a really impressive core of fleshy, bright red-plum and blueberry flavors all wrapped in supple tannins that have freshness and effortless depth. Try from 2022. 95/100 -- Gerstl: Das ist Pomerol wie aus dem Bilderbuch, hei ist das genial, überaus fein, superelegant, unglaublich aus der Tiefe kommend, sehr edel aber auch mit dem raffiniert erotischen Einschlag eines grossen Pomerol. Ich bin hin und weg mit diesem Wein am Gaumen, der ist so etwas von delikat, die Tannine sind von einer Feinheit, die man niemals beschreiben, nur fühlen kann, ich habe selten so etwas Feines erlebt, da ist Fülle ohne Ende, die Konzentration ist enorm, eine Aromanspiel, das sinnlicher nicht sein könnte, genial süss aber ebenso genial frisch, nur absolut perfekte Traubenreife kann so etwas bewirken. Vincent Priou: "Aber auch im Keller haben wir jetzt die absolut perfekte Arbeitsgerät, das uns hilft, aus dem Traubengut das Optimum herauszuholen." 20/20 -- Falstaff: Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung, feine schwarze Trüffel, zarte Veilchennuancen, schwarze Beerenfrucht, ein Hauch von Tabak. Sftig, angenehme Extraktsüße, reife Kirschen, feine gut eingebettete Tannine, finessenreich, frisch und gut anhaltend, schokoladiger Abgang, sehr gutes Entwicklungspotenzial. 93-95/100 (66 €)

  • Frankreich/Bordeaux - Meyney: Chateau Meyney Cru Bourgeois 2015 - 2020-2040:
    Lobenberg: Schwarz, dicht, etwas trockenes Tannin, etwas spröde, durchaus eindrucksvoll, aber das trockene Tannin und die starke Extraktion bei viel Holz, machen den Wein nicht so sehr spannend, trotzdem viel reiche Frucht und ein guter Saint Estephe mit dem gewissen Extra. 92-94/100 -- Gerstl: Wunderschöner, schwarbeeriger Duft mit raffinierten floralen und feinwürzigen Komponenten. Sehr schlanker, aber wunderschön saftiger, köstlich süsser Gaumen, der Wein hat sehr viel Charme, schmeckt traumhaft gut, eine feingliedrige Tänzerin mit traumhafter Aromatik gesegnet, genial. 19/20 -- Gabriel: 60 % Cabernet Sauvignon, 40 % Merlot. Extrem dunkles Purpur mit lila und violetten Reflexen. Ein gewaltig beeindruckendes Bouquet vom ersten Moment abliefernd, viel Brombeeren, schwarze Pflaumen, dunkle Edelhölzer und erste Tabakkonturen. Im Gaumen läuft die nasale Faszination nahtlos weiter, tief, barock, mächtig, aber mit passenden Tanninen, welche eine hohe Reife erlangt haben, nachhaltiges Finale. 19/20 -- Wine Enthusiast: Barrel Sample. This wine is poised between great fruits and firm tannins. It has both in abundance, bursting with black currant flavors and lively acidity. 92-94/100 (35 €)

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