Louis Jadot

Domaine Gagey - Cote de Beaune Village Monopole Santenay Clos des Gatsulards 2019

seidig & aromatisch
fruchtbetont
94
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2036
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 94/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Domaine Gagey - Cote de Beaune Village Monopole Santenay Clos des Gatsulards 2019

94
/100

Lobenberg: Der Jahrgang 2019 war gekennzeichnet durch einen langen, trockenen, aber milden Winter. Es gab einen relativ späten Austrieb und zweimal Frost, einmal mit Regen, einmal trockenen Frost. Insgesamt entstanden sehr kleine Beeren. Das Ganze war im Grunde ein wenig verkümmert. Ab Juni gab es Hitzewellen, die sich bis Ende August zogen und zu einer teilweisen Blockade der phenolischen Reife führten. Der Jahrgang ist am Ende trotz der großen Hitze kein hochreifer Jahrgang. Nicht im Ansatz so wie 2003, was zunächst befürchtet wurde. Auch nicht so generös wie 2018. Er ist reif, aber nicht überreif, neigt eher zu hoher Säure und schlanker, roter Frucht. Diese Kombination von Reife und unglaublicher Frische, mit schlanker Frucht, zieht sich durch ganz Europa in 2019. Bordeaux, Deutschland und eben auch Burgund, wo das Ganze vielleicht am ausgeprägtesten ist. In diesem Santenay zeigt die die ganze Schönheit von 2019. Nämlich diese große Frische roter Frucht, aber auch eine Puristik und eine Kühle, die erstaunt. 2019 ist reif, reich und trotzdem haben die Weißen, und noch mehr die Roten, eine Cool-Climate-Ausprägung, die wirklich verblüfft. So feine rote Johannisbeere, etwas Cassis, ein klein wenig Schlehe und Sauerkirsche. Dann auch Holunder, Lorbeer dahinter und ein paar grüne Elemente. Das ist grandios! Die Nase ist so fokussiert, so dicht und reich. Bei diesem Wein lernen wir besonders gut die Neuheit bei Jadot kennen, dieses kleine grüne Element, was so wunderbar stützt in der Frucht. Es gibt einen kleinen Anteil full bunch, also Rappen in der Vergärung. Das war bei Jadot früher absolut unüblich. Der Wein wird komplett in großen Fudern vergoren, die Malo findet danach im Barrique statt. 12 Monate verbleibt der Wein auf der Vollhefe, dann erfolgen der erste Abstich und weitere sechs Monate Ausbau auf der Feinhefe. Man meint auch, den kleinen Anteil Rappen im Mund zu schmecken. Gott, wie ist das schön verwoben. Wir haben eine wunderbare Frische, Salzigkeit und Länge. Dann wieder diese rote Johannisbeere, die schlanke Frucht. Dazu Sauerkirsche, Schlehe, Holunder und ein bisschen Blaubeere. Minimal Cassis, nur ein Hauch schwarze Kirsche. Tolle Länge, Salz, leicht grüne Frische dabei. Was ein schicker Jahrgang! 2018 mag in Summe der vielleicht etwas klassischere Burgunder-Jahrgang sein. 2019 ist für mich aber etwas spannender, weil der Jahrgang einfach dieses Zusatzelement an frischer Spannung mit reinbringt. Sehr schick! 94/100

Mein Winzer

Louis Jadot

Das Maison Louis Jadot wartet immer wieder mit eindrucksvollen Weinen auf und gehört beständig zu den allerbesten Häusern des Burgund. Der Anspruch geht jedoch noch weiter: In jedem Ort will man zu den drei besten Erzeugern gehören.