Lobenberg: Die 2024 wurden alle Ende August 2025, also kurz vor der Lese der 2025er, abgefüllt. 2024 war Chablis enorm stark von Frost getroffen, daher waren die Erträge verschwindend gering. Es gibt von allen Weinen dramatisch viel weniger Menge, daher haben wir auch nochmal etwas 2023er aus der Reserve des Weingutes aufgestockt, um den Engpass zu überbrücken. Vom Profil sind die 2024er viel klassischer Chablis als die beiden mediterranen Vorjahre. Straff und kühl mit feinster Zitrusfrucht und klirrend klarer Mineralität – reifer als 2021 zwar, aber ähnlich wie etwa 2014. Leider eben nur brutal wenig. Droin hat drei historische Parzellen im Grand Cru Les Clos, eine ganz oben am Waldrand, eine genau mittig im Kern und eine unten links Richtung Grenouilles Grand Cru. Letztere beide liegen auf blauem Lehm, dichter, tiefer Grund, der dem Wein diesen unendlichen Schub und diese vibrierende Kraft verleiht. Ein ganz ähnlicher Bodenverlauf wie Clos de Tart und Clos des Lambrays in Morey. Die Nase ist ein Ausbund an Feinheit. Er ist ähnlich verschlossen und steinig wie Valmur, er hat dieses feuersteinige und zitronengrasige, zeigt nur marginal Frucht. Ein bisschen Limettenzeste, grüne Quitte. Immens straff und steinig. Eher ein Felsenwasser. Leicht rauchige Reduktionsnoten vom Lehm, wahnsinnig schiebend und intensiv. Es ist der kompletteste Chablis, den es geben kann, wenn er denn so gut ist wie bei Droin. Ein großer Klassiker und Chablis Grand Cru in Reinform.