Chateau Grillet

Chateau Grillet 2013

Limitiert

voll & rund
mineralisch
exotisch & aromatisch
99–100
100
2
Viognier 100%
5
weiß
14,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2052
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 99–100/100
Parker: 95/100
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Grillet 2013

99–100
/100

Lobenberg: In 2013 gab es verdammt wenig Ertrag, Ein sehr frisches Jahr. Ein Jahr mit extrem winzigen Mengen, ich bekam nur ein Zehntel meiner üblichen Menge. Die Nase ist Riesling. Ein Condrieu, der natürlich nicht Condrieu heißen darf, denn Château Grillet ist eine eigene Appellation mit diesem einem Hektar. Die Nase ist irgendwo in der deutschen Nahe anzusiedeln, wenn ich das als Helmut Dönnhoff vorgesetzt bekäme, würde ich es zumindest von der Nase absolut glauben. So schön frisch, feine grüne und gelbe Aromen, Blumigkeit, Nüsse, alles tänzelt, alles ist fein. Der Mund hat deutlich mehr Grip als die beiden Jahre zuvor, fast ein wenig Schärfe, schöner Bitterstoff, enormer Zug, sehr schlank, total durchgegoren, für einen Viognier unwahrscheinlich geradeaus laufend. Die manchmal ölige Aromatik fehlt, dafür hat er diese enorme Ausdruckskraft. Auch hier kommen wir von Quitte, zu Litschi und Nüssen, auch ein bisschen Kiwi, grüne Birne, Kalkstein, Salz, sogar ein bisschen weißpfeffrige Schärfe dazu, enormer Zug und Nachhall von Minuten. Für einen Wein aus der Rebsorte Viognier unglaublich schlank, immer geradeaus und ausdrucksstark. Auch im Mund in einer Blindverkostung wahrscheinlich nicht nach Condrieu gesteckt. Dieser Wein setzt wie schon früher eigene Maßstäbe im Condrieu. Es gibt eigentlich keinen Condrieu, der in dieser Ausdrucksstärke mithalten kann, und 2013 gefällt mir fast noch besser als die beiden Jahre davor. Und 2014 soll nicht schwächer sein! Der Wein wird ohne weiteres für viele, viele Jahrzehnte weiterreifen können, wird aber auch schon nach fünf Jahren trinkbar sein, besser aber erst nach 10, 15 oder 20. Superber Weißwein. Einer der großen Weißweine der Welt. Der Wein steht im Mund für sich selbst. Das ist nicht an der Rebsorte Viognier festzumachen, das ist kein Condrieu, das ist irgendwo zwischen einem burgundischen Chardonnay und einem Riesling von der Nahe. Der Wein steht absolut für sich selbst, und es verbietet sich fast, ihn mit irgendeinem anderen Condrieu zu vergleichen, weil es einfach nicht vergleichbar ist und sich auch in keiner Blindprobe wie ein klassischer Condrieu trinkt. Château Grillet und nichts anderes. A class of its own. 99-100/100

95
/100

Parker über: Chateau Grillet

-- Parker: Continuing the upswing in quality, the 2013 Chateau Grillet certainly ranks among the top handful of Condrieus in the vintage. Showing the cooler, later style of the vintage with its exotic mint, tangerine, liquid rock, peach and floral bouquet, this beauty hits the palate with medium to full-bodied richness, sensational purity, integrated acidity and a big finish. Count me impressed, and given the incremental yet rapid improvements here, I'm sure the best is yet to come -- and that's saying something! It's worth noting that Alessandro recommends cellaring Chateau Grillet for a decade before drinking. Given how good they are young, I think that's pushing it, but I certainly don't doubt the ageability of these wines either. 95-100

Mein Winzer

Chateau Grillet

Mythos Château-Grillet. Südexposition in 200 Metern Höhe an den »gerösteten = grillet« Bergen. Nur drei Hektar winzig. Ultrarar. Jeder mittelalte und erfahrene Weinsammler weiß um die Einzigartigkeit dieses Weinguts. Schon im 17. Jahrhundert hoch gelobt, ein Lieblingswein von Thomas Jefferson, dem...