Chateau Coutet 2019

Coutet

Chateau Coutet 2019 BIO

99–100
100
9
voluminös & kräftig, tanninreich
2
Merlot 60%, Cabernet Franc 30%, Malbec 7%, Cabernet Sauvignon 3%
3
Lobenberg 99–100/100
Gerstl 20/20
5
Rotwein
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2058
Verpackt in: 6er OHK
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Chateau Coutet, , 33330 Saint Emilion, FRANKREICH


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lobenberg

Lobenberg über:Chateau Coutet 2019

99–100
/100

Lobenberg: Das 15 Hektar große Weingut (12 Hektar Reben) war bis 1985 Grand Cru Classé und möchte das heute aufgrund erbrechtlicher Steuer-Problematiken nicht mehr sein. Die Weitergabe an die nächste Generation wird dadurch viel zu teuer. Heute nur Grand Cru. Chateau Coutet liegt direkt oberhalb von Chateau Angelus an den Südhängen des Kalksteinfelsens von Saint-Emilion. Die weiteren direkten Nachbarn sind Beausejour Duffau, Chateau Bellevue und Chateau Beausejour Becot. Viel besser geht es vom Terroir her kaum. Ein Drittel dieser Hanglage ist ganz oben gelegen und reines Kalksteinplateau, ein Drittel Lehmböden am oberen Hang, und der unterer Teil ist sandig kiesiger Boden. Dreifaltigkeit. Da kann man richtig spielen in der Komposition des Erstweins. Uralter Bestand an Reben. Zum Teil weit über 100 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der Reben beträgt 40 Jahre. Coutet ist das älteste Bioweingut in ganz Bordeaux. Es besteht seit 1453 (laut Jurade-Buch von Saint Emilion) und es ist seit 1680 im Besitz der Familie David-Beaulieu, also seit unzähligen Generationen. Adrien David-Beaulieu führt das Weingut heute. Coutet wird vom ersten Tag (1453) an biologisch organisch bearbeitet. Es wurden über die Jahrhunderte nie Herbizide oder Pestizide oder künstliche Dünger verwendet. Hier existieren längst ausgestorbene Blumenarten und eigentlich ausgestorbene Kröten und Salamander. Wenn es woanders nur grün, oder später braun ist in der Natur, ist es hier immer noch bunt. Naturkundler der ganzen Welt geben sich zur Besichtigung die Klinke in die Hand. Die Familie gehörte immer der naturalistischen Bewegung an. Wir sind hier also im Herzen des natürlichen und biologischen Arbeitens der Weingüter von Bordeaux. Trotzdem hat sich das Weingut erst 2012 biologisch organisch zertifizieren lassen, da die Generationen zuvor das für nicht nötig hielten. Die Besonderheit des Weins besteht auch aus der Art der Merlot, welche aus Jahrhunderte altem, ausgestorbenem Ursprungsbestand der Rebsorte kommt, und eine viel kleinbeerigere Merlot ist. Nur diese Merlotform verfügt auch ohne Schalenkontakt über roten Saft. Eine Merlotform, wie es sie andernorts schon lange nicht mehr gibt. Einige Nachbarn haben sich eine Selection Massale von hier gesichert. Ansonsten ist diese Form seit dem Zweiten Weltkrieg ausgestorben. 2019 hat Chateau Coutet überhaupt keine Frostschäden, die DNA der alten Merlot, der alten Versionen von Cabernet Franc (Bouchet) und Malbec (Pressac) atmen bis zu -3 Grad einfach weg sagt Adrien. Die Blüte verlief dann gut und relativ gleichmäßig, die dennoch etwas stattfindende Verrieselung war wegen der folgenden Lockerbeerigkeit durchaus willkommen. Der heiße und sehr trockene Sommer führte zu frischerhaltenden Stillständen im Weinberg, die Photosynthese powerte aber voll, noch nie gab es seit Beginn der Aufzeichnungen soviel Sonneneinstrahlung wie 2019. Die extreme, etwas zu sehr den Alkohol fördernde Kleinbeerigkeit wurde kurz vor der Lese durch einen ersehnten Septemberregen etwas korrigiert, der Alkohol beträgt moderate 13,5 Volumenprozent. Also ein perfektes Finale. Die Entrappung erfolgt hier maschinell, aber es wird mit 12 Leuten von Hand nachsortiert, sodass alle grünen Elemente sowie Stile und Stengel herausgenommen werden. Auch unreife und überreife Beeren. Nur die Cuvee Demoisell wird komplett händisch entrappt und sortiert. Die Fermentation geschieht selbstverständlich spontan. Das Ganze passiert im Stahltank und wird dann lange Wochen auf den Schalen und der Hefe belassen. Der Ausbau geschieht zu 20% im neuen Barrique, zu 45% im gebrauchten Barrique und zu 35% im gebrauchten großen Holzfass. Die malolaktische Vergärung erfolgte komplett im Holz, auf Grund der hohen Gesundheit der Bakterien im Jahr 2019 ultraschnell in 10 Tagen, auch das ohne Zweifel ein Qualitätshinweis. Adrien sagte, dass Chateau Coutet qualitativ und quantitativ zusammen mit 2017 in 2019 den besten Jahrgang im Fass hat. 60% Merlot, 30% Cabernet Franc, 3% Cabernet Sauvignon, 7% Malbec. Es gab gut 40 hl Ertrag pro Hektar, endklich wieder ein sehr guter Wert. Bei der Dichtpflanzung der Reben ergibt das unter 500 Gramm weniger kleiner Träubchen. Dicke Schalen, kleine Beeren, viel Farbe, viel Tannin. Die Nase hier ist etwas schockierend old-fashioned und gleichzeitig so unglaublich tief und erdig. Süße schwarze Kirsche, Pflaume. Man meint auch die vielen Morcheln schon zu riechen, die hier auf Coutet in großer Zahl wachsen. Dann schöne erdige, tiefe Würze. Dunkles Rubinrot, für ein Fassmuster erstaunlich, kein Schwarz, kein Blau, offensichtlich wenig extrahiert bei der Fermentation, kein Presssaft dabei. Sauerkirschen-Schale getrocknet, Sanddorn, Blaubeerschale, Schwarzkirschenextrakt. Valrhona Pralinen, Schlagsahne, Karamelle, Maulbeere, Hagebutte, Johannisbrotbaum. Darunter zerdrückte Kirschkerne, süße Rosenblätter, Zwetschgenkonfitüre, fast Pflaumenmus. Intensiv, aber nicht drückend, eher burgundisch fein bleibend, Angerville Volnay. Reife rote Frucht im Mund, Sauerkirsche, rote Johannisbeere, Schlehe, würzige Waldhimbeere, tolle Garriguewürze. Immens lange stehend, unerhört fein und grandios frisch im eher zarten Körper, auch hier feinstes Burgund, wieder Angervilles Volnay mit einer Portion Jura Trousseau, nach dieser Assoziation und Würze habe ich während der Verkostung gesucht. Barolo aus Monforte passt auch, Lage Bussia. Auch Loire Cabernert Francs komm en mir in den Sinn, aber die Frische und Krautwürze ist eher Jura. Ganz zarter Chateauneuf aus kühlem Jahr? Extrem fein bleibend und tänzelnd, so etwas zart Verzückendes und Verspieltes. Aber intensiv lang lang lang. Das seidige Tannin (für samtig als Ausdruck ist es zu zart) ist sowas von zart, die Frische und kalksteinige Mineralität überdeckt das Tannin total, nur feinstes Fleur de Sel, Frische und diese geniale Himbeer-Sauerkirsche….Die extreme Intensität und Konzentration der mineralischen Zartheit lassen mich glauben, dass der Wein mindestens 5, beser 8 Jahre weggesperrt gehört. Irgendwie hat dieses Unikat nichts mit Bordeaux zu tun, ich kenne speziell vom rechten Ufer überhaupt keine so zarten und zugleich intensiven und langen Weine. Bitte kaufen Sie ihn nicht wenn sie klassisch Bordeaux wollen, schon garnicht wenn Sie auf fetten Saint-Emilion stehen! Volnay meets Jura meets Monforte meets Loire meets cool vintage Rayas. That’s it. Warnung vor dem Anderssein und vor dem Anti-Blockbuster. Nur große Gläser und allein träumen vor dem Kamin. 99-100/100

Gerstl

Gerstl über:Chateau Coutet 2019

20
/20

-- Gerstl: Für Adrien David Beaulieu war 2019 ein optimales Jahr mit viel Sonne und genügend Regen zur richtigen Zeit. Verglichen mit 2018 war es ein einfaches Weinjahr. Nicht einmal 3kg Kupfer wurde über das ganze Jahr gesprüht (was extrem wenig ist). Ansonsten wurde alles wie gewohnt der Natur überlassen. Die Blüte war perfekt bei sehr windigem Wetter. Auch mit den Mengen ist man sehr zufrieden. Die Ernte fand am 23 September und 4. Oktober und ohne Stress bei perfekten Bedingungen statt - man konnte Schritt für Schritt im Rhythmus der natürlichen Reife ernten. Die Trauben waren perfekt (weniger als 1% verfaulte Beeren). Ein Duft von einem anderen Stern - hier steckt soviel Reife und Tiefe im Wein. Viel schwarze Kirsche, Pflaume aber auch rote Johannisbeeren und zarte Himbeere gepaart mit der gewohnt ausdrucksstarken Terroiraromen. Ein Hauch von Trüffel und noble Kräuter verbunden mit diesem einnehmenden Tiefgang. Das ist schon eine gewaltige Fülle, welche in dieser Dichte schon fast ungewohnt ist für den Coutet. Sicherlich auch ein Ausdruck des warmen Jahrgangs und der perfekt gereiften Früchte. Auch am Gaumen kommt er mit gehörig Druck daher bewahrt aber zu jeder Zeit seine Eleganz und wird nie zu aufdringlich. Diese Cremigkeit verbunden mit der wuchtigen Fruchtaromatik bietet einfach einen Trinkgenuss der Sonderklasse. Hier kann ich nur ehrfürchtig staunen. Gedanklich bin ich schon lange in den wunderbaren Reben mit Adrien und geniesse diesen Wein versunken in einer anderen Welt. Der Wein bietet soviel Charakter, Fülle, Spannung, Komplexität in einer Form wie es das nirgends mehr gibt. Es ist ein grosses Glück, dass es einen solchen Wein noch zu einem derart vernünftigen Preis nocht gibt. 20/20

Mein Winzer

Coutet

Das Weingut war bis 1985 Grand Cru Classé und möchte das heute aufgrund erbrechtlicher Problematiken nicht mehr sein […]

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