Champagne Extra Brut Cuvee 745

Jacquesson: Champagne Extra Brut Cuvee 745

Limitiert

Zum Winzer

93–94+
100
2
Chardonnay, Pinot Meunier, Pinot Noir
5
weiß, trocken
Flaschengärung
Perlend
12,5% Vol.
Verpackt in: 3er
3
Lobenberg: 93–94+/100
Suckling: 93/100
6
Frankreich, Champagne
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Champagne Extra Brut Cuvee 745

93–94+
/100

Lobenberg: Die Cuvée 745 basiert auf dem Jahrgang 2017. Zwei Drittel der Trauben stammen aus Ay, Dizy und Hautvillers, der Rest aus Avize und Oiry. 2012: Der Winter und das Frühjahr waren außergewöhnlich trocken. der Frühlingsbeginn war mild, aber im April verwüsteten zerstörerische Fröste die Weinberge, insbesondere an der Côte des Blancs. Danach stiegen die Temperaturen und das Wetter war bis Juli gut. Das Ende der Vegetationsperiode war heiß, aber sehr feucht. Die Weinlese begann am 4. September und endete am 13. September. Eine strenge Selektion führte zu einer geringen Menge an perfekt reifen und gesunden Trauben. Die daraus resultierenden Weine erwiesen sich als reichhaltig, hoch intensiv und dicht. Die Cuvée wird wie immer mit einigen Reserveweinen super ergänzt. Feine rotbeerige Aromen, Kirsche, Preiselbeeren und auch Kirschkerne. Dahinter Vanille, die sich nur kurz andeutet und dann in einem herrlich prononcierten Säurespiel dahinschmilzt. Diese Frische verleiht dem Ganzen einen tollen Elan, der sofort Lust auf den nächsten Schluck macht. In diesem Wein wird die Region ideal widergespiegelt. In der Cuvee sind die drei Rebsorten der Champagne vertreten. Sie kombinieren sich zu einem herrlich weinigen Genuss. Sicher eine der besten »Standardcuvees« der Champagne. 93-94+/100

Jahrgangsbericht

Nach einem erneut eher milden Winter kamen Austrieb (März) und Blüte (Mitte Mai) wieder recht früh in 2020. Es folgte ein warmer Sommer, der aber weniger extreme Hitzespitzen wie 2019 und 2018 hatte und vor allem durch kühlere Sommernächte eine robuste Säurestruktur erhalten konnte. Häufig wird vergessen, dass Hitze und vor allem Trockenheit nicht nur die Zuckerentwicklung, sondern auch die Säuren und Gerbstoffe durch niedrige Erträge und dicke Beerenschalen aufkonzentrieren. Dieser mediterrane Powersommer hat dem Burgund Mitte August den frühsten Lesestart seit 2003 beschert, dennoch wurden die vollen 100 Tage Reifezeit nach der Blüte erreicht bis zur Lese. Aufgrund der sehr trockenen Verhältnisse waren die Trauben weitgehend kerngesund und vollreif – Fototrauben soweit das Auge reicht! Wohingegen an der Côte de Beaune fast durchschnittliche Mengen Chardonnay geerntet werden konnten, war der Ertrag beim Pinot Noir an der gesamten Côte d’Or durch die winzige Beerengröße geringer noch als im Vorjahr 2019. Die Chardonnays betören mit dem selben imposanten Fruchtdruck und einer Power wie 2019. Sie wirken allerdings schlanker und feiner, auch aufgrund von lebhafteren Säuren, die eher an 2017 denken lassen. Es ist mit 2014 und 2017 ziemlich sicher das beste Weißweinjahr der letzten 10 Jahre. Die Balance der weißen 2020er ist herausragend! Die Pinot Noirs sind etwas weniger einheitlich balanciert. Je nach Terroir und Erntezeitpunkt, changieren sie zwischen bestechender Eleganz, Kühle und Finesse bis hin zu gewaltiger, mediterraner Struktur mit hoher Reife bis hin zur Überreife in einigen Fällen. Die topgesunden Beeren waren dickschalig, klein und kernig und gaben nur widerwillig ihren hochkonzentrierten, hochintensiven Saft preis. Die Fruchtfülle und das Parfüm der roten 2020er ist gewaltig, wie dichte Wolken aus Waldfrüchten und dunkler Kirsche schiebt es tieffarbig und reich aus dem Glas. Die Konzentration ist berauschend, die besten 2020er stellen die exzellenten Vorjahre sogar noch in den Schatten – in der Spitze war absolute Weltklasse möglich in diesem Blockbusterjahr. 2020 ist ein beeindruckendes und großes Jahr, das bei den Top-Domaines mit zum besten zählt, was es in den letzten Jahrzehnten gab. Zurücklehnen und genießen mit den verführerischen Pinots und sich mitreißen lassen von den berauschenden Chardonnays. Die erneut kleinen Erträge und der harte Frost in 2021 erzeugen weiter Mengendruck auf das Burgund und die besten 2020er werden schnell rar und gesucht sein.

93
/100

Suckling über: Champagne Extra Brut Cuvee 745

-- Suckling: A little more bright and vibrant than the 744, with notes of poached pear, baked apple, grapefruit, lemon rind and pistachio. Fine bubbles with crisp acidity and a pure, fruity core. Very drinkable. 93/100

Mein Winzer

Jacquesson

Gegründet 1798 blickt das Champagnerhaus Jacquesson nun mehr auf über 200 Jahre wechselvoller Geschichte zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts genoss Jacquesson bereits einen internationalen Ruf und zog Persönlichkeiten wie Frankreichs Kaiser Napoleon I. und Johann-Joseph Krug in seinen Bann.