Lobenberg: Bibi Graetz bietet den Jahrgang 2023 seines hoch bewerteten Colore für wenige Wochen nach dem Release zum Sonderpreis an. Eine geniale Möglichkeit Fans des Weinguts, sich ein paar Flaschen von diesem exklusiven Wein zu sichern, bevor wir den Preis anheben müssen. Die Trauben für den Colore kommen aus den zwei besten Weinbergslagen von Bibi Graetz, Lamole und Olmo. Lamole ist eine Terrassenlage in Süd-Ostausrichtung im gleichnamigen Ort in Chianti Classico. Die über 80 Jahre alten Reben in Buscherziehung bringen in luftigen 620 Höhenmetern Jahr um Jahr kleine und konzentrierte Trauben hervor, die gleichzeitig auch für die atemberaubende Balance und Frische des Colore verantwortlich sind. Die Lage Olmo wird seit 2020 von Bibi geleast – als er sie zum ersten Mal gesehen hat, hat er sich sofort in die Höhenlage verliebt. Die Weinberge wurden in Parzellen aufgeteilt und zu unterschiedlichen Zeitpunkten gelesen – nur absolut perfektes Lesegut kommt überhaupt erst ins Weingut. So einen verrückten Aufwand betreiben sonst kaum andere. Die Trauben werden vollständig entrappt, dann wird je nach Größe der Parzelle im offenen Barrique, im 50 HL fassenden Holzfass und im Stahltank mit wilden Hefen vergoren. Anschließender Ausbau für 18 Monate in einer Mischung aus gebrauchten Barriques und 50 HL fassenden Holzfässern. In den Colore kommen lediglich die allerbesten, streng ausgewählten Fässer. Mittleres leuchtendes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Dieser Colore ist kein lauter druckvoller Wein, sondern von zarter Feinheit geprägt. Im ersten Moment schweben rote Kirsche und gemischte Waldbeeren aus dem Glas. Reife Himbeeren im Himbeerstrauch, gebrannte, rote Tonerde, würzig aromatische Zypressen-Zweige, Zigarrenkiste, süßer blonder Tabak, Lorbeerblatt, Nelken, Teer, frische Minze, Rosmarin und Thymian. Der schwebende, ätherische Duft der Toskana an einem warmen Sommertag! Kalkige, erdige Aromen mit einem zarten Hauch Orangenabrieb und Salbei. Schon aromatisch ist der Wein viel verspielter als sein druckvoll schiebender Vorgänger 2022. Im Mund ist er griffig und rotfruchtig mit Sauerkirsche, Cranberries und roten Johannisbeeren. Die lineare Säure der Sangiovese hält die Aromen »in Check« und auf der Zungenmitte. Sangiovese-Spannung pur! Feine kalkige Tannine legen sich wie von einer Katzenzunge geleckt auf die Zunge. Wie gesagt ist dieser Colore kein lauter Opernsänger mit imposantem Organ, er ist viel mehr zart, sogar beinahe schüchtern. Dafür flüstert er aber ein umso interessanteres Geheimnis! Sein faszinierendes Spiel aus Würze und Frucht lassen ihn elegant und finessenreich über die Zunge tänzeln. Puristischer geht Sangiovese eigentlich gar nicht mehr! Der Colore wirft gerne das große Fragezeichen auf, wie ein Wein gleichzeitig so geschliffen, fein und doch anhaltend im Mund sein kann.