Barolo Falletto Riserva Vigna Le Rocche 2016

Bruno Giacosa

Barolo Falletto Riserva Vigna Le Rocche 2016

voluminös & kräftig
tanninreich
100+
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2030–2066
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 100+/100
Suckling: 100/100
Parker: 98/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Falletto Riserva Vigna Le Rocche 2016

100+
/100

Lobenberg: Diese Riserva ist im An- und Ausbau immer genau gleich wie das weiße Label. Nur hat das rote Label zusätzlich 30 Monate Flaschenlager. In der ganzen Machart sind das weiße und das rote Label aus Rocche gleich, nur die Zeit, die der Wein bekommt, macht den Unterschied. Das heißt lange Maischegärung und Malo im Stahltank und dann ein circa dreijähriger Ausbau im großen Holzfass, wie immer bei Giacosa. 2016 – dieser mystische Jahrgang, der größte Jahrgang der letzten Jahrzehnte. Vielleicht der beste Jahrgang in der Geschichte des Piemonts. Aber was ist »bester«??? Für mich ist 2017 häufig gleichwertig und dabei früher zugänglich. 2019 und 2020 versprechen die gleiche Liga und sie sind eleganter. 2016 ist einfach unglaublich tanninreich, aber die Tannine sind total poliert. Feinkörnig, geschliffen, seidig und samtig. Nur reichlich, reichlich, reichlich, mit einer gewissen Schärfe und einer enormen Präsenz. Der 2016er Riserva zeigt sich so fein wie für Barolo kaum vorstellbar. Ohne Süße dabei, also nicht in einer Art und Weise wie Roagna, sondern in einer viel feineren, filigraneren, burgundischen Art. Nicht Vosne-Romanée, sondern in dieser extremen Feinheit eher eine konzentrierte Version eines Chambolle-Musigny. Nicht Bonnes Mares, eher Musigny. So schick! Lang, mit schwarzer Frucht und schwarzer Lakritze. Darunter scheinen Schwarzkirsche, fast schwarze Schlehe und Sauerkirsche durch. Total verspielt und doch unglaublich präsent in der Nase. Der Mund ist eine Explosion. Oder ist es eine Implosion? Ich weiß es gar nicht mehr… So ein Mund! Unglaubliche Chilischärfe, extrem scharf, extrem lang. Superfokussiert links und rechts, sehr sauber. Der Wein geht in die Unendlichkeit. Salz und Terroir ohne Ende. Lakritze, schwarze Kirsche, Schlehe und schwarze Johannisbeere. Aber eher auf der frischen Seite. Von der Konsistenz eine frische rote Johannisbeere, aber geschmacklich eher Cassis. Nicht enden wollend. Alle schwarzen Früchte in der Ausprägung der Frische und Säure als rote Furcht kommend. Unendlich lang, unendlich feine Tannine. Aber diese Chilischärfe und das Salz gehen gar nicht wieder weg. Einer der größten Weine meiner Geschichte. 100+/100

100
/100

Suckling über: Barolo Falletto Riserva Vigna Le Rocche

-- Suckling: This is the second 100-point Vigna Le Rocche, following the 2015. What the former had in intensity of fruit and transparency, this has in structure and power. The purity of fruit is sensational in this young Barolo, offering blackberries, black truffle and iron. Rust too. This is so tannic and powerful with incredible structure. This may be the most structured Barolo from Bruno Giacosa I have ever tasted as a young wine. Speechless. Full-bodied and so intense, yet it remains fresh and agile. Traditional in every sense of the word, but this is clear and clean. A classic in the making. It will be in the market January 2022. Leave this for at least six to eight years. Try in 2027. 100/100

98
/100

Parker über: Barolo Falletto Riserva Vigna Le Rocche

-- Parker: The Bruno Giacosa 2016 Barolo Falletto Vigna Le Rocche sees its fruit sourced from the oldest vines in the Falletto cru. This wine boasts all the signature touches of Serralunga d'Alba with the massive structure, density and the long aging potential that comes with Nebbiolo grown in this village. The wine spreads evenly over the palate, imparting its considerable fruit weight and generally leaving a big impact. This Barolo is really quite lovely and beautiful. The bouquet is fluid and ever-shifting, showing new sides with firm fruit, blackberry, smoke, rusty nail and mineral with every swirl of the glass. I visited this vineyard site shortly before tasting this wine and marveled at the beautiful peacocks that roam free between the rows of vines. 98/100

Mein Winzer

Bruno Giacosa

Bruno Giacosa war als Traditionalist das Gegenteil der jungen wilden Barriquefreunde Altare, Scavino, Sandrone, Clerico, Gaja und Co. Seine extrem eleganten Weine sind trotz ihrer von kaum einem anderen Erzeuger erreichten Finesse in der Jugend verschlossen, obwohl er sie immer erst ein bis drei...