Domaine du Pélican

Arbois Chardonnay Grand Curoulet 2019

Limitiert

mineralisch
frische Säure
fruchtbetont
96
100
2
Chardonnay 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2043
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96/100
6
Frankreich, Jura
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Arbois Chardonnay Grand Curoulet 2019

96
/100

Lobenberg: Granc Curoulet ist eine leichte Hanglage oberhalb von Arbois gelegen. Am Hangauslauf steht Savagnin und oben auf dem Plateau der Lage steht der Chardonnay in leicht nördlich abkippender Exposition. Im Gegensatz zum Chardonnay ohne Lage, der auf Kalk wächst, sind En Barbi und Curoulet deutlich von graublauem Lias-Mergel gekennzeichnet. Die alten Reben werden biodynamisch bewirtschaftet. Nur Handlese. Die Hälfte der Ernte wird direkt gepresst, die andere bekommt 24 Stunden kühlgestellten Schalenkontakt. Nach 24-stündiger Sedimentationszeit geht es zur Vergärung in 600L und 5000L Fuderfässer. Reduktiver Ausbau, keine Oxidation. In der Nase zeigt sich der Umschwung von Kalkstein-Chardonnay auf Lias-Chardonnay, es wird intensiver, druckvoller, mehr gebackener als frischer Apfel, gelbe Birne, weißer Pfirsich, Melone, die Frucht ist reifer und satter. Auch im Mund kommt hier von allem etwas mehr. Mehr Power und Schubkraft, aber gleichzeitig auch mehr Säure, Vibration und elektrisierendes Spiel auf der Zunge. Nicht ganz so fein, etwas wilder und aufbrausender, jurassischer in der Art. Dennoch schön definiert, geradeaus, salzig-mineralisch, kühl. Ein wunderbarer Wein zum Bresse-Huhn mit Morchel-Sahne, weil er die Säure und die Power hat, um dagegen locker anzukommen, aber zugleich hat er auch die Eleganz, die Kühle und die Finesse der Hochlagen in Nordneigung. Kreidig-zupackende Phenolik im Ausklang, leichtes Salz an den Zungenrändern. Aus der Nordexposition ist das kein hochreifer Wein, aber Schub hat er 2019 allemal und er ist dichter verwoben als der Chardonnay vom Kalk. Ein großer Jurawein. 96/100

Mein Winzer

Domaine du Pelican

Kein Anbaugebiet ist aktuell so dermaßen besetzt und bis auf die letzte Parzelle ausgereizt wie das Burgund. Die Preise steigen in den Himmel. Die meisten Familienbetriebe können sich den Kauf neuer Lagen nicht mehr leisten.