Jahrgang 2016 - Rotwein - Spätburgunder 100%

Spätburgunder Centgrafenberg Großes Gewächs

Spätburgunder Centgrafenberg Großes Gewächs

Spätburgunder Centgrafenberg Großes Gewächs

Lobenberg 97

Lobenberg: Der Centgrafenberg besteht fast ausschließlich aus Burgundischen Klonen. Um 30 Jahre alt. Der Centgrafenberg ist einer der zwei GG-Lagen im Bürgstadter Berg. Neben ihm kommt auch der Hundsrück aus dieser Großlage. Das Prozedere ist ähnlich wie beim Ortswein. Die Besonderheit bei Fürst 2016 war, dass er relativ starken Frost im April hatte. Dementsprechend über 20% Verlust. Die verbleibenden Reben haben zum Dank für ihr Überleben aber entsprechend Gas gegeben. Wir sind also, obwohl wir ein kühleres Jahr haben, bei Fürst etwas reifer als 2015. Dementsprechend ist auch der Rappenanteil von Bürgstadter bei 15%, hochgehend auf bis zu 75% beim Hundsrück. Der Ertrag ist beim Bürgstadter schon lediglich bei 30 hl/h, bei den großen Weinen dann sogar nur noch bei 25-30. Das ist deutlich tiefer als normal. Bei Fürst wird zu Beginn immer eine Kaltmazeration von zwei bis drei Tagen durchgeführt, denn die unentrappten, völlig intakten Trauben werden in die Bütt gelegt. Danach wird das möglichst vorsichtig Entrappte darüber geschichtet, aber nicht angequetscht. Das Ganze verbleibt dann mehrere Tage und dann wird langsam die Temperatur im Raum erhöht. Es gibt also keine Trockeneiskühlung, sondern nur Kühlung mit Kühlplatten. Dann wird das entfernt und Stück für Stück beginnt die Gärung. Es wird die ersten acht bis zehn Tage überhaupt nicht gestampft, d.h. wir haben eine Vergärung in der teilweise ganze, intakte Beeren verbleiben bis zur Pressung. Zwischendurch wird dann allerdings auch mit einem Stößel untergestoßen. Wir haben also eine Kombination aus teilweiser Maceration Carbonique innerhalb der Beeren und gleichzeitig einen oxidativen Ansatz. Das gibt eine größere Vielschichtigkeit und eine größere Fruchtstärke. Dieser GG Wein aus Bürgstadt, der von ähnlichem Terroir stammt wie der Ortswein, zeigt als 2016er auch wieder diese starke schwarze Frucht. Auch Holunder, schwarzer Tee. Unglaublich duftig und lang, aber weitaus weniger fruchtlastig wie die Weine aus Klingenberg. Auch nicht so viel rote Frucht wie 2015, sondern große Eleganz und Verspieltheit. Der Mund kommt dann aber unerwartet zur extrem feinen Nase mit ziemlich viel Druck und Power. Hohe Fruchtintensität, aber auch hier wieder ein bisschen Würze, Eukalyptus, Minze, aber noch mehr süße Lavendel, Rosmarin. Das Ganze auf schwarzer Kirsche und Holunder liegend. Sehr fein, sehr verspielt, hoch intensiv und sehr typische, auch deutsche Pinot-Ausprägung. Durchaus Ähnlichkeiten mit den Weinen von Markus Molitor aufweisend. Das ist eine sehr eigene Stilistik hier, und wenn man Finesse und raffinierte Weine möchte, dann ist man hier hervorragend aufgehoben. 96-97/100

--Gerstl: Zum Ausflippen schöner Duft, da kündigt sich ein wahres Kraftbündel an, eine geballte Ladung Frucht betört die Nase, dazu eindrückliche Mineralität, irre Terroirtiefe, die Komplexität

beeindruckt. Im Antrunk begeistert die köstliche Süsse, dies umso mehr, als auch die perfekt dazu passende Frische mit von der Partie ist, alles ist eine einzige Harmonie, da ist Spiel, da ist auch Spannung drin und viel Energie. Dann wirkt das Ganze aber auch wieder total fein, filigran, zartgliedrig, das ist ohne Zweifel ein Wein mit riesigem Potenzial, den ich vielleicht – auf extrem hohem Niveau und im Vergleich mit dem vollendeten Schlossberg – sogar noch leicht

unterschätze. Wahrscheinlich wird auch das ein 20-Punkte-Monument. 19+/20

--Weinwisser: Frucht, Mineralik und Toast- noten vom Barriqueausbau prägen den ju- gendlichen Duft des Centgrafenberg. Im Gaumen lädt die saftige Köstlichkeit von Kirschen und Brombeeren zur fruchtigen Schwelgerei, aber auch Noten von Graphit- staub, Räucherspeck und Tabak verlangen geschmackliche Aufmerksamkeit. Feine Tannine und reife Säure sorgen für eine ausgewogene Struktur. Die grosse Stärke des Centgrafenberg ist seine Eleganz, die zur vollen Entfaltung aber immer ein biss- chen länger braucht. 18/20

--Parker: The 2016 Centgrafenberg Spätburgunder GG has a ruby-purple red color and offers a beautifully pure, fresh and mineral bouquet of perfectly ripe red and dark fruits. Impressively pure and astringent on the palate, this is a full-bodied, straight and refreshing Pinot with great concentration and a firm, very persistent character. Tight and juicy, one of the finest Centgrafenbergs I can remember. Unfortunately, I had only one sip of it during the GG tastings in Wiesbaden in August 2018. This is a provisional score. 94/100


  • 55,00 €
0,75 l


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Rebsorten:
Spätburgunder 100%
Artikelnummer:
34602H
Jahrgang:
2016
Bewertung:
Lobenberg 96-97
Gerstl 19+
Gault Millau 96
Parker 94
Falstaff 94
Weinwisser 18
Trinkreife:
2021 - 2041
Alkoholgrad:
13,5% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:
Weingut Rudolf Fürst, Hohenlindenweg 46, 63927 Bürgerstadt, DEUTSCHLAND
Details:
Barrique

Mein Winzer

Rudolf Fürst

Franken ist Frankreich nicht nur phonetisch ganz nahe. Wer behauptet, dass exzellenter Pinot Noir, also Spätburgunder nur aus dem in Frankreich gelegenen Burgund stammt, hat mindestens die letzte Dekade verschlafen. [...]

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