Jahrgang 2015 - Weißwein - Chardonnay 100%

Chardonnay Bussiador

Chardonnay Bussiador

Lobenberg 100

Lobenberg: Der Ertrag des Bussiador liegt bei ungefähr gut 10 Hektoliter pro Hektar. 7-fache grüne Lese, nur die stammnahen Trauben werden belassen. Sehr späte Lese, i.d.R. erst Ende September bis Anfang Oktober. Die Vergärung geschieht komplett im Holz, auch der spätere Ausbau und die malolaktische Gärung geschieht in kleinen Holzfass. Zwischen beiden Vergärungen wird einmal abgezogen, nach der Malo verbleiben die Weine 15 Monate unberührt und ohne Batonnage in diesem Holz. Es wird nur nach der alkoholischen Fermentation die Hefe einmal ein wenig aufgerührt, danach 15 Monate ruhiges Verweilen, also komplett burgundisch "state of the art". Der Anteil neuen Holzes richtet sich nach dem Jahrgang. Entscheidend sind die Mineralität und die Säure. Das Terroir besteht aus dem typischen weißen Lehm der Langhe und etwas Sand, viel Kalziumeinsprengsel, auch reiner Kalkstein und Eisenanteile, tief wurzelnde Reben. Der Wein wächst in der höchsten Lage in Bussia, 2,8 ha direkt oberhalb des Romirasco in Südostausrichtung. Nur 4 Tsd. Flaschen. Die Kühle der speziellen Lage ist die Grundvoraussetzung für Eleganz und gute Säure. Im Zusammenhang mit der extremen Ertragsbeschränkung und den tief wurzelnden Reben und dem mineralischen Terroir wird klar, warum wir hier den vielleicht ähnlichsten Konkurrenten des Burgund aus Italien haben. Nur der Bussiador von Aldo Conterno hat einen mineralischen Ausdruck wie ein Wein aus dem Burgund. 2015 ist ein warmer Jahrgang, reife Trauben. Der erste Ansatz der Nase erstaunt mich dennoch. Normalerweise sind wir hier in einer Art Puligny-Montrachet, aber 2015 hat enorm viel weiße Frucht und Parfüm. Weißer Pfirsich, weiße reife Birne. Dazu weiße Schokolade, Salz, Gesteinsmehl, Dajeeling-Tee, Papaya, fast ein wenig Lakritze, Süßholz, Jasmin. Exotisch und gleichzeitig frisch. Salzig, mineralisch und gleichzeitig üppig. Etwas an einen Weißburgunder oder mehr noch an einen Corton Charlemagne erinnernd. Der Mund ist beides, auf der einen Seite reich und üppig. Auf der anderen Seite aber sehr salzig und mineralisch. Ja, fast mineralischer als mein Lieblingsjahrgang 2013. 2015 ist so unglaublich dicht und so unglaublich voller Spannung, Rasse, Gesteinsmehl, Salz, Zitronengras, Orangenzesten und sehr viel Noten Passionsfrucht. Dahinter dann aber auch Kaffeenoten, Pfeffer, Cappuccino. Und dahinter immer wieder hochrollendes Salz. Dicht, fast überwältigend. 2015 ist hier der erste Jahrgang den ich probiere, der so überreich ist. Er ist nicht fett, hat nahezu von Allem aber etwas zu viel. Er ist so intensiv. Ein Wein, der mich durchaus an den großen Chardonnay von Gaja erinnert, der aber burgundischer als Gaja ist. Und er hat weniger Holz. Er ist viel strukturierter und schlanker gebaut und gleichzeitig zeigt er diese immense Reichhaltigkeit. Für einen Corton Charlemagne ist er fast zu mineralisch. Auf jeden Fall großer, eigenwilliger, sehr intensiver, fast überwältigender Stoff. Superber Chardonnay. Dieser Wein, und das darf man ohne Zweifel sagen, ist überaus fett, aber nicht fett in Form von Glycerin und Alkohol. Der Alkohol liegt bei 14%, was nicht so ungewöhnlich ist. Dieser Wein ist fett in Mineralität. So viel von allem. So intensiv. Überwältigend in dieser unglaublich salzigen, schwarzsteinigen Mineralität. 97-100/100


  • 55,00 €
0,75 l

Inkl. 19% MwSt.,
zzgl. Versandkosten

73,33 €/l


Rebsorten:
Chardonnay 100%
Artikelnummer:
33148H
Jahrgang:
2015
Bewertung:
Lobenberg 97-100
Trinkreife:
2019 - 2035
Alkoholgrad:
14,0% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:
Aldo Conterno, Loc. Bussia 48, 12065 Monforte D'Alba (CN), ITALIEN

Alternativ:


Weißwein, Piemont, 2013 Italien
Aldo Conterno

Chardonnay Bussiador

  • 53,50 €

0,75 l (71,33 €/l)

26870H

Inkl. 19% MwSt. zzgl. Versandkosten

Lobenberg 97-98+

Mein Winzer

Aldo Conterno

Die Familie Aldo Conterno produziert schon seit über fünf Generationen Wein. Das Weingut, das im Weiler „Bussia Soprana“ bei Monforte d‘Alba liegt, der besten Lage Monfortes und eine der besten Lagen für Barolo überhaupt, verwendet auch heute noch, bzw. wieder, ausschließlich die aus eigenen Weinbergen stammenden Trauben. […]

Zum Winzer