Jahrgang 2017 - Weißwein - Riesling 100%

Riesling Nierstein Hipping Großes Gewächs trocken

Riesling Nierstein Hipping Großes Gewächs trocken

Lobenberg 100

Lobenberg: Hipping ist überwiegend roter Schiefer mit einer kleinen Lössauflage. Dieser Antony-Weinberg liegt auf der kühlsten Hipping-Lage. Entgegen der normalen Süd-, Südost-Exposition ist dieses Teilstück Nord, Nordost positioniert, mit am Ende ziemlich steiler Lage. Insgesamt nur 0,5 Hektar, also winzig. Die Reben wurden 1984 neu gepflanzt. Diese kühlste aller Hipping-Expositionen aller Winzer führt zu diesem Zug und der stets etwas massiveren Säure. Natürlich, wie alle Weine von Sankt Antony, kleinste Erträge. Als Ganztraube angemaischt und über 6 Stunden langsam gepresst. Das ist zwar keine Maischestandzeit, kommt in der Phenolik aber zu einem recht ähnlichen Ergebnis. Daraufhin wird alles zusammen in einem einzigen 2.600 Liter großen Holz-Doppelstückfass vergoren. Der Wein bleibt dann bis März/April auf der Vollhefe in genau diesem Fass. Er wird daraufhin ganz grob filtriert, geht mit aller Feinhefe in Stahl; und wird dann vom Stahl im Frühsommer abgefüllt. Der Alkohol liegt bei 12,5%. Der Wein ist komplett durchgegoren auf ca. 2 Gramm Restzucker. Und wenn wir uns jetzt einmal erinnern an den 2016er. Der 2016er ultrafein und schick. War unglaublich fein und voller Charme. Hatte zu Recht die 100 in der Bewertung, weil es unendlich schick war. Und trotz Langlebigkeit ganz früh zugänglich. Ja, fast unverschämt in der Feinheit und Finesse. Bei 2017 sind wir jetzt allerdings – und das ist das verwunderliche – qualitativ nicht unbedingt dahinter. Wir sind nur anders im Charakter. Wir haben auf der einen Seite vorne warme Frucht und Süße, die aber eben nicht aus dem Restzucker kommen kann, sondern ausschließlich aus dem immens hohen Extrakt mit ein bisschen Schmelz. Dann läuft dieser Hipping immer nur geradeaus. Aber er tut das eben auf reifer Frucht. Mehr auf der Zitrusfrucht. Reif, fast süßlich rüberkommende pinke Grapefruit. Vom Rotschiefer kommende rötliche Noten. Auch rote Johannisbeere, aber nicht unbedingt von der süßesten Form. Preiselbeere, dann kommt wieder diese Birne, Kumquat, Orangenzesten. Und eine wirklich intensive, leicht scharfe, salzige Mineralität, die sich ganz lang durchzieht und für Minuten präsent bleibt. Der Wein erinnert mich in der Grundthematik an einige Weine aus 2010, die man früher ob ihrer hohen Mineral- und Säurepräsenz so verteufelt hat. Und wer heute die Gelegenheit hat 2010 in der Gastronomie zu trinken, sollte dies unbedingt tun. 2010 hat sich vom Biest zur Schönheit gewandelt. Das ist wie Phönix aus der Asche. Und das hat dieser 2017er Hipping auch. Er ist für den Moment einfach zu salzig scharf, auch Pimentpfeffer, einfach zu Rasiermesser-artig in seiner Säure und Mineralität. Aber ich bin ganz sicher, dass dieser Wein in 10-15 Jahren vielleicht sogar besser dasteht als der unglaublich schicke 2016er. Ich bewerte ihn dennoch etwas tiefer, weil 2016 sich auf Anhieb wie ein Traum präsentiert hat. 97-100/100

--Pirmin Bilger: Diese Reben wurden im Jahr 1986 gepflanzt. Der Hipping kommt gegenüber den anderen Grossen Gewächsen wesentlich eleganter und feingliedriger daher. Hier sprudelt es wieder förmlicher von Mineralität und Frische. Die Zitrusfrucht zeigt sich von einer sehr verspielten und knackigen Seite. Im Mund kommt er unglaublich lebendig und erquickend daher. Er zeigt diese geniale Harmonie und diese wunderschöne Balance. Ein sehr eindrückliches Erlebnis, was sich ihr am Gaumen abspielt. Der saftige Andrunk wird von einem deutlich fruchtig süssen Extrakt übertönt - dies obwohl er nur 1 Gramm Restzucker hat - dann zeigt er auch noch eine leicht exotische Aromatik und zu guter letzt, von der erfrischenden Säure getragen, kommen auch noch mineralisch zart salzige Nuancen zum Vorschein. Ein hipper Wein! 20/20

--Gerstl: Der strahlt in seiner sprichwörtlichen Feinheit, das ist glockenklar, von eindrücklicher Präzision und so sagenhaft grazil, zutiefst delikat, aber mit verschwenderischer Vielfalt. Oohh, da ist geballte Kraft, das hätte ich aufgrund dieses superfeinen Duftes nicht vermutet. Der Wein wird nach seinem explosiven Auftritt ziemich schnell leiser, zeigt seine Raffinessen, jetzt wird er immer verspielter, beginnt zu schweben, jetzt packt er seine ganze Eleganz aus und alles ist in sich sehr stimmig. Die Zeit steht still und die Schwerkraft scheint nicht mehr zu existieren. Man glaubt es fast nicht, dass diese geniale Süsse voll aus dem Extrakt kommt, der hat

tatsächlich auch nur 1 Gramm Zucker. 20/20


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Rebsorten:
Riesling 100%
Artikelnummer:
32530H
Jahrgang:
2017
Bewertung:
Lobenberg 97-100
Pirmin Bilger 20
Gerstl 20
Trinkreife:
2021 - 2043
Alkoholgrad:
12,5% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:
Weingut St. Antony, Wilhelmstraße 4, 55283 Nierstein am Rhein, DEUTSCHLAND

Alternativ:


Weißwein, Rheinhessen, 2016 Deutschland
Sankt Antony

Riesling Nierstein Hipping Großes Gewächs trocken

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Lobenberg 100
Gerstl 19+
Parker 93

Weißwein, Rheinhessen, 2004 Deutschland
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Lobenberg 97-99

Weißwein, Rheinhessen, 2005 Deutschland
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