Jahrgang 2014 - Rotwein - Grenache 70%, Syrah 25%, Cinsault 5%

Chateauneuf du Pape classic

Chateauneuf du Pape classic

Lobenberg 95

Lobenberg: Der Jahrgang 2014 hatte bekanntermaßen ein kühlen Sommer, Juli und August. Eigentlich eine Umkehrung der Verhältnisse - ein sehr warmes Frühjahr und einen kühlen Sommer, dafür wieder einen sommerlichen Herbst, der alles rettete, was im Sommer zu kühl war. Das Ergebnis ist aber ein sehr eleganter, sehr fruchtbetonter und immens aromatischer Jahrgang mit weniger Körper als 2010 und 2012. Der 2014er entspricht einer etwas aromatischeren und seidigeren Version von 2012 oder auch 2006, und 2014 besticht mit relativ früher Trinkbarkeit. Er hat wirkliche Klasse, 2014 liegt deutlich über 2008 und 2011. Ein extrem saftiger, fruchtiger und trinkiger Jahrgang an der Rhône. Die Nord- und Südrhône sind in etwa gleichermaßen ausgefallen, vielleicht mit Vorteilen in 2013 und 2014 bei der Nordrhone. Michel hat 2014 den kompletten Chateauneuf-du-Pape Vieilles Vignes umbenannt zu normalem Chateauneuf-du-Pape und ihn zu gleichen Teilen mit seinem Chateauneuf-du-Pape Village vermählt. Für diesen Wein hat Michel sieben verschiedene Winzer, alle mit winzigen Rebbergen sehr alter Reben. 70% Grenache, 25% Syrah, 5% Cinsault. Die Grenache ist bis 80 Jahre alt, die Syrah um die 40 Jahre. Der Alkohol ist 14,5%, die Hälfte der Trauben ist entrappt, die andere Hälfte fermentiert aus unentrappten Trauben. Alles im Beton vergoren, der Ausbau geschieht nur in gebrauchtem Holz und im Holzfuder, insgesamt für 2 Jahre. Ich glaube, dass die Entscheidung von Michel, den Vieilles Vignes einzustampfen und zu einem Bestandteil vom normalen Chateauneuf werden zu lassen, sehr weise ist. Das zieht den Preis deutlich nach unten, ohne dass sich die Qualität dramatisch verändert. Das ist immer noch ein berauschender Wein für einen jetzt super interessanten Preis. Die Nase ist unglaublich fein. Wir verabschieden uns jetzt von der irren Wucht der Rasteau, Vacqueyras und Gigondas, die wir davor hatten, und kommen zurück zur großen Feinheit, wie es auch im Guy Louise der Fall war. Diese Chateauneufs sind gewachsen auf Kieselstein und auf sandigen Böden von La Crau, Top-Terroirs des Chateauneuf. Die Nase ist geschliffen und mineralisch, deutlich beeinflusst von heller, fast staubiger Mineralik, das Ganze mit feiner Kirsche und Zwetschge. Tänzelnd. Das ist ziemlich archetypisch für das, was man sich unter einem seidigen, samtigen, geschliffenen und frischen Chateauneuf vorstellt. Der Mund widerspiegelt die Nase. Feine helle, ja weiße Schokolade, fast Kalksteinmineralität anzeigend. Die Grenache ist sehr fein und trotz ihres hohen Alters nicht fett, nicht üppig, sondern fein bleibend. Wir laufen komplett auf süßer roter Kirsche, Schwarzkirsche und Sauerkirsche, erst danach kommt Himbeere, Erdbeere, und vielleicht auch ein wenig Hagebutte. Das Ganze mit ein bisschen würziger, grüner Olive und Lorbeer unterlegt, auch Thymian kommt durch. Feine provenzialische Würze im langen, extrem feinen Nachhall. Das ist ein schwingender, schicker Chateauneuf-du-Pape, der nicht überextrahiert ist, sondern unglaublich saftig-fein, trinkig und lecker. Ein Chateauneuf-du-Pape, der mit seinem überaus sympathischen en premeur-Preis endlich mal wieder anschließt an das was wir alle wollen: Einen grandiosen Wein aus Chateauneuf-du-Pape unter 20 Euro. Michel Tardieu versucht das, indem er seinen Vieilles Vignes eliminiert. Er hält die Klasse und trägt dem Markt Rechnung, genau das brauchten wir. Meine Hochachtung, Chapeau! 94-95+/100


  • 27,50 €
0,75 l

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zzgl. Versandkosten

36,67 €/l


Rebsorten:
Grenache 70%
Syrah 25%
Cinsault 5%
Artikelnummer:
25845H
Jahrgang:
2014
Bewertung:
Lobenberg 94-95+
Trinkreife:
2019 - 2035
Alkoholgrad:
14,5% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
12er OHK
Abfüller:
Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape, Quartier Les Ferrailles - Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH

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Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape

Michel Tardieu ist inzwischen legendär und einer der besten Weinmacher Frankreichs. Robert Parker u.v.a. überhäuften ihn zu Recht mit Superlativen. Sehr oft arbeitet er an der Rhone und in anderen Regionen mit seinem Freund Philippe Cambie zusammen. […]

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