Jahrgang 2013 - Rotwein - Spätburgunder 100%

Spätburgunder Frühenberg trocken

Spätburgunder Frühenberg trocken

Lobenberg 98

Lobenberg: Der Weinberg von einem halben Hektar liegt im Bereich der Kühn’schen Lage Hallgarten. Die Lage ist schön hell, Kalkstein, von der Lage auf der gleichen Höhe wie der Oestricher Klosterberg. Erst 2006 gepflanzte Reben, eine „Selection Massale“ eines befreundeten biodynamischen Toperzeugers aus dem Burgund, das garantiert eine breitere genetische Aufstellung. Farbe ist in diesem Wein, der eigentlich Pinot Noir heißen müsste, reichlich vorhanden. Schwarz-rot, sehr würzige Nase, schwarze Hölzer, Rauch, Unterholz, Süßholz, Veilchen. Wir haben in der Nase neben den verbrannten Aromen vom neuen Barrique (es gibt überhaupt nur ein Barrique) sehr viel schwarze Kirsche, etwas duftige rote Kirsche darunter, dahinter auch sogar etwas Brombeere und Cassis, dann kommen langsam Waldhimbeere und -erdbeere durch. Insgesamt aber eine sehr burgundische Ausprägung im Wein, die Nase dieses raren Kühn Weins wahrscheinlich ein Premier Cru aus Nuits-Saint-Georges. In seiner Würzigkeit (teilweise mit Rappen vergoren, natürlich spontan und im Barrique) durchaus auch an die Weine von Prieure-Roch erinnernd, und doch gleichzeitig irgendwie auch eine Rheingau-Typizität aufzeigend. Ein wahnsinnig dichter, würziger Schwarzkirschmund, mit Brombeere, extremer Krautwürzigkeit von den Rappen, im Nachhall sogar ein wenig Blaubeere, Süße, schwarze Kirsche, etwas Amarena. Ein Wein mit toller Frische, tolle Säure zeigend. Extreme Aromatik - lecker und doch dicht und wuchtig. Wir sind hier aus dem Stand in Deutschlands Oberliga gelandet. Ich würde ihn blind entweder zu Friedrich Becker oder eher gar gleich ins Burgund gesteckt haben. Auf jeden Fall auf Premier Cru Ebene, vom Mundgefühl dann eher Gevrey-Chambertin, also noch eleganter als die etwas härteren Nuits-Saint-George Weine. Grandioser Stoff. Was für ein grandioses Debüt von Sohn Peter Bernhard, die Ausbildung in Gevrey Chambertin mehr als voll umgesetzt! 97-98+/100

-- Gerstl: Kühns haben einen halben Hektar Spätburgunder (Burgunder Reben, Selektion Marsale, Peter Bernhard hat beim Biodynamiker d‘Arlaud in Morey gelernt). Es gibt nur 1Fass. Ca. 20% Ganztraubenvergärung. Herrlicher, superwürziger Pinot Duft, schwarze Kirschen, reizvolle Würze, ganz feine Kräuter, da strahlt ein ganz grosser Pinot aus dem Glas. Traumhaft saftiger, cremiger, aber auch rassiger Gaumen, die Aromatik ist ein Traum, was für eine raffinierte Extraktsüsse in Verbindung mit der feinen Säure, das ist grosser Pinot, und so offenherzig, zugänglich, der umarmt mich förmlich, da würde ich am liebsten ein ganz grosses Glas davon trinken, der ist so sagenhaft leichtfüssig, die Schwerkraft scheint nicht mehr zu existieren, sensationelle Länge, eine Geniestreich. 19/20

--Gault Millau: Winzer des Jahres im Gault Millau 2016.


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Rebsorten:
Spätburgunder 100%
Artikelnummer:
25765H
Jahrgang:
2013
Bewertung:
Lobenberg 97-98+
Gerstl 19
Trinkreife:
2018 - 2038
Alkoholgrad:
13,5% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:
Weingut Peter Jakob Kühn, Mühlstraße 70, 65375 Oestrich Winkel, DEUTSCHLAND

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Peter Jakob Kühn

"Doch die stärkste Kollektion des gesamten Rheingaus - und möglicherweise auch in der Geschichte des Weinguts - lieferte das Weingut Kühn." (Gault&Millau 2015) Dass man nicht immer Mainstream sein muss, beweisen Angela und Peter Kühn mit Ihrem Erfolg. [...]

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