Jahrgang 2014 - Weißwein - Riesling 100%

Riesling Schlehdorn PJK.Unikat trocken

Riesling Schlehdorn PJK.Unikat trocken

Lobenberg 100

Lobenberg: 1954 gepflanzt. Der Schlehdorn ist eine kleine Parzelle, die am Großen Gewächs Saint Nikolaus liegt. Die Familie Kühn hat 2003 diesen Weinberg von der Kirche übernehmen können. Der erste Jahrgang war dann 2006. Es sind nur 1000 Quadratmeter Schlehdorn, im Rahmen von einem Hektar Saint Nikolaus. Der Vorgang ist folgender: Die Weine werden ganz behutsam aus dem Weinberg als Ganztraube geholt, ohne jegliche Verletzungen und ohne das, was eventuell angequetscht wurde. Dann werden die Trauben als Ganztrauben über 10 Stunden und anfänglich nur 0,2 Bar Druck ganz langsam gepresst. Es gibt also ein bisschen Phenolik über diese lange Pressdauer. Das Ganze wird ohne Pumpvorgang von der Presse direkt in den Keller gegeben und kommt zur Vergärung in ein Halbstückfass. Die Vergärung erfolgt dann spontan. Nicht bewegt, nicht geschüttelt, keine Batonnage. Der Wein macht eine malolaktische Gärung durch und verbleibt komplett für 30 Monate auf der Vollhefe. Unberührt. Direkt davor habe ich den Landgeflecht probiert, der in einer ähnlichen Rezeptur gemacht wird. Nur dass wir hier beim Schlehdorn nochmals in einer anderen Qualitätsliga sind. Der Wein ist deutlich versammelter und strukturierter. Die Oxidation und Reife verliefen in einem völlig anderen Turnus. Quitte, Bratapfel und eine unbeschreibliche, dichte Aromatik steigen aus dem Glas. Auch hier wieder die Assoziation an Vina Tondonia, vielleicht sogar eher noch Chateau Musar. Aber auf jeden Fall reife, weiße Weine. Der Schlehdorn hat viel mehr Schmelz und Gripp als das Landgeflecht. Das Ganze hat eine ungeheure Dichte. Nur das riechen reicht. Die Aromatik berauscht. Und was die Nase andeutete, setzt sich im Mund fort. Viel mehr Dichte als im Landgeflecht. Wucht und trotzdem diese hohe Reife. Dieser durch die lange Hefelagerung, hervorgerufene Schmelz, dieser total salzige Gripp zusammen mit der reifen Quitte und dem Bratapfel, und hinten raus Reneklode, auch schöne Säure. Das Ganze mit diesem feinen Jahrgang 2014 gibt eine Balance und Harmonie der anderen Art. Ich glaube nicht, dass es einen anderen Riesling dieser Art in Deutschland gibt, selbst Ernie Loosens Reserve Qualitäten, die 2 Jahre auf der Hefe bleiben, erreichen nicht diese fast monumentale Perfektion in Reife und Spannung zugleich. Das ist eine Ode an die Freude. Der Schlehdorn hat sich über viele Jahre immer weiter entwickelt. Wir sind von ursprünglich zwei Jahren Hefelager auf jetzt 3 Jahre angewachsen. Und diese Ruhe und unangestrengte Kraft, die der 2014er Schlehdorn ausdrückt, ist nochmals eine Stufe über den früheren Schlehdorns, die auch bisher schon das Beste darstellten, was Deutscher Riesling kann, wenn man denn diese cremig, burgundische Reife, sekundäre und tertiäre Aromatik eines Weines liebt. Diese Anmutung aber, und da bin ich mir ganz sicher, wird sich über Jahrzehnte halten. Bei diesem Wein kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob man ihn jetzt trinkt oder in 20 Jahren. Das wird immer grandios bleiben. 98-100/100

-- Gerstl: Dieser Duft ist absolut einzigartig, er erscheint zuerst als immenses Fruchtbündel, um bald wieder dezenter zu werden und mehr die florale, feinwürzige und mineralische Seite ins Zentrum zu rücken, mich berührt das zutiefst. Alleine schon meine Nase von diesem Duft berauschen zu lassen, war die Reise nach Oestrich wert. In der Tat scheint dieser Ausbau den Wein noch einzigartiger zu machen, so sagenhaft cremig habe ich ihn noch nicht erlebt, durch seinen traumhaft cremigen Schmelz verliert er aber gar nichts von seiner Rasse, er scheint im Gegenteil sogar noch dazu gewonnen zu haben. Das aromatische Schauspiel zu beschreiben, das dieser Wein aufführt, fällt mir schwer, es ist geradezu spektakulär einerseits, aber auch filigran und verspielt anderseits. Da verbindet sich vibrierende mineralische Spannung mit der unbeschreiblichen Leichtigkeit des Seins, viel gutes, süsses Fruchtfleisch schwebt über einem stattlichen mineralischen Kern. Der Wein strahlt so eine erhabene Ruhe aus, versetzt mich in einen Traum und löst tiefgehende Glücksgefühle aus. 20/20

--Gault Millau: Winzer des Jahres im Gault Millau 2016.

-- Parker: The 2014 Rheingau Riesling Trocken "Schlehdorn" offers a clear, deep and generous bouquet of ripe and concentrated Riesling aromas intermixed with very fine mineral, oak and yeasty notes. This is highly sensual and very elegant in its noble, tropical fruit expression. Full-bodied, fresh and generously lush on the palate, this is a super balanced, highly elegant, vital and tensioned Riesling from the oldest plot in the Sankt Nikolaus. The 2014 has fine tannins and a long, quiet and balanced finish. Fermented and aged on the full lees in a 600-liter barrel. Bottled in August; tasted in October 2017. 98/100


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Rebsorten:
Riesling 100%
Artikelnummer:
25764H
Jahrgang:
2014
Bewertung:
Lobenberg 98-100
Gerstl 20
Parker 98
Trinkreife:
2019 - 2048
Alkoholgrad:
13,0% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er OHK
Abfüller:
Weingut Peter Jakob Kühn, Mühlstraße 70, 65375 Oestrich Winkel, DEUTSCHLAND

Mein Winzer

Peter Jakob Kühn

"Doch die stärkste Kollektion des gesamten Rheingaus - und möglicherweise auch in der Geschichte des Weinguts - lieferte das Weingut Kühn." (Gault&Millau 2015) Dass man nicht immer Mainstream sein muss, beweisen Angela und Peter Kühn mit Ihrem Erfolg. [...]

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