Jahrgang 2012 - Gutedel 100%

Gutedel Jaspis Alte Reben "10 Hoch 4"

Gutedel Jaspis Alte Reben "10 Hoch 4"

Lobenberg 100

Lobenberg: Dieser Wein Hanspeter Ziereisens ist eine Selektion der ältesten Reben im Bereich Gutedel. Eine mehrheitliche Weinbergs- und zum kleineren Teil eine Fassselektion des Steingrüble, ausgebaut im 600 Liter großen Tonneau. Der Name des Weins entstand deshalb, weil die Pflanzdichte pro Hektar bei 11.000 Stöcken liegt. Eben zehn hoch vier. Hanspeter Ziereisen geht während der Blüte mit einem Spezialgebläse durch alle Reben, um eine Verrieselung zwangsweise herbeizuführen. Das gibt lockere Trauben, geringe Erträge und ist eine Vorbeugung gegen Fäulnis. Die Erträge liegen deshalb immer irgendwo zwischen 15 und 20 Hektolitern pro Hektar. Die Nase des Weins entspricht der eines großen Burgunders, Leflaive mit Coche, nichts anderes! Ein ganz großer Montrachet, immense Dichte und Mineralität in einem Gutedel. Im Mund zeigt der Ziereisen eher die feine Puristik eines Corton-Charlemagne. Ein Wein mit immensem, cremigen Charme, ein Wein mit zwei bis dreiminütiger Länge und dem unglaublichsten Nachhall, mit irre steinigem, mineralisch-salzigen Druck, dann final wieder in mineralischem Montrachet landend. Niemand würde diesen Wein woanders verorten als im Burgund, als in der absoluten Oberliga der Grands Crus. Es gibt einige wenige Top-Weißweine, die sich in Deutschland damit messen können, aber hier ist auf jedem Fall ganz oben. 98-100/100

-- Gerstl: Hanspeter Ziereisen ist sicher einer der positiv „verrücktesten“ Winzer Deutschlands. Um nur ein Beispiel zu nennen, er macht jetzt jedes Jahr ein Fass Gutedel, das frühestens nach 50 Jahren abgefüllt werden darf. Sein Sohn musste unterschreiben, dass das immer so eingehalten wird. Dies nachdem Ziereisen in alten Urkunden gesehen hat dass die besten Fässer Gutedel früher manchmal sogar erst nach 70 oder 80 Jahren abgefüllt wurden. Das sagt auch schon einiges über das Potenzial dieser Traubensorte. Ich war ja immer der Meinung, es sei überhaupt nicht möglich aus dieser Traubensorte einen guten Wein zu keltern und habe gesagt die Traubensorte heisst Gutedel, weil sie weder gut noch edel ist. Ich entschuldige mich hiermit ganz offiziell bei dieser Traubensorte. Ich rieche an diesem Glas und frage, was ist das, das riecht wie Coche-Dury. „Das ist Gutedel“ sagt Hanspeter Ziereisen. Ich bin hin und weg, ich kann es kaum glauben, was für eine sagenhafte Duftorgie, dabei so Etwas von fein, elegant, edel. Auch am Gaumen, das ist grosses Kino, die Konzentration ist enorm, aber der Wein ist so Etwas von fein, gertenschlank, hoch edel und eine sensationelle Aromatik, das ist Chablis in Sachen Stilistik, Coche-Dury in Sachen Aromatik, Chardonnay in Sachen Fülle und das soll Gutedel sein? Ich kann es immer noch nicht glauben, aber der Wein ist genial. Ich habe einen Gutedel mit 19 Punkten bewertet und damit habe ich ihn wahrscheinlich eher unter– als überbewertet. Ich habe effektiv keine Ahnung von solchen Weinen, das muss ich ganz offen gestehen. Aber ich bin tief beeindruckt, das sagt auch die Gänsehaut auf meinem Rücken, denn die ist einfach da, ich kann es nicht verhindern. 19+/20

-- Parker: From 40 plus year-old vines, the 2012 Gutedel 10 (high) 4 Alte Reben Jaspis is a 100% Chasselas that opens as smoky, salty and chalky as a Puligny-Montrachet with flavors of roasted almonds, dried herbs and orange oil. Fermented in 650-liter oak barrels and kept on the full lees for 22 months, this unfiltered wine is highly elegant and complex, very pure and impressively long. The iodine finish reveals power and great finesse, and is full of tension and grip. This is perhaps the greatest Gutedel on planet wine and worth a try. It's very rare and highly expensive though. 95/100


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Rebsorten:
Gutedel 100%
Artikelnummer:
25150H
Jahrgang:
2012
Bewertung:
Lobenberg 98-100
Gerstl 19+
Parker 95
Trinkreife:
2016 - 2046
Alkoholgrad:
12,0% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er OHK
Abfüller:
Hanspeter Ziereisen, Markgrafenstraße 17, 79588 Efringen-Kirchen, DEUTSCHLAND

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Hanspeter Ziereisen

Den in Mischwirtschaft betriebenen Hof seiner Eltern wollte der gelernte Zimmermann Hanspeter Ziereisen zunächst nicht weiter führen, zu mühsam war der Broterwerb als Landwirt im Spargeldominierten Markgräflerland. [...]

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