Probierpaket Winzer mit Herz und Pferd 6*0,75l

Probierpaket Winzer mit Herz und Pferd 6*0,75l

Lobenbergs GUTE WEINE
Probierpaket

"Meine Probierpakete sind meine Visitenkarte, meine beste Auswahl!"

 

"Zu Gast bei Freunden" umfasst 18 Weingüter aus dem Bordeaux, aufgeteilt nach Preisstruktur in drei 6er Probierpakete. Mit allen 18 Weingütern arbeite ich direkt, ohne den eigentlich vorgeschriebenen Bordelaiser Zwischenhandel. Alle 18 sind winzig und inhabergeführt, aber vor allem erzeugen alle grandiose Weine, die überragend in ihrem jeweiligen Preissegment und ihrer Appellation sind. Diese Workaholics schuften auf bestem Terroir bis zum Umfallen für großartige Weine. Auf den Knien und mit der Nagelschere wenn es Not tut. Und sie sind so winzig, dass sie den leicht mafiösen Bordeaux-Markt umgehen können - zu meinem und Ihrem Wohl. Namenlos und ohne große Historie gehören diese 18 Weine mit zum Besten, was es im Bordeaux gibt. Probieren Sie, trauen Sie sich neben dem Mainstream zu schwimmen, das Ergebnis im Glas wird sie verzücken und Ihren Mut belohnen.


Je 1 Flasche:

     

  • Frankreich/Bordeaux - Vieux Pourret: Chateau Vieux Pourret Grand Cru 2010 - 2016-2040:

    Lobenberg: Der dritte Jahrgang, für den Michel Tardieu verantwortlich ist! Das winzige (6 ha), biodynamisch betriebene (demeterzertifiziert!) Weingut liegt auf der Ebene zwischen Saint Emilion und Pomerol, neben Cote de Baleau, kurz vor Chateau Figeac. Kalkhaltige Kies- und Sandböden, viele große Weine entstehen hier. Das Durchschnittsalter der Reben liegt zwischen 35 und 50 Jahren. Zu 80% Merlot und 20% Cabernet Franc. Seit vielen Generationen war Vieux Pourret nur eine Parzelle von 4 ha und im Besitz der Familie Mazieres. Das Weingut wurde dann 1970 von Michel Boutet übernommen. Seine Tochter Sylvie Richert führt den winzigen Betrieb seit seinem Tod (2003) in biodynamischer Ausrichtung. Zuvor wurden noch 2 ha biodynamischer Weinberg mit uralten Reben in Saint Hippolyte dazu gekauft. Ein ganz anderes Terroir, ein ganz anderer Wein, denn diese Rebflächen liegen auf den Cotes direkt vis a vis von Chateau Tertre Roteboeuf. Sand und Kies auf reinem Kalksteinplateau, perfekt für Merlot, extrem ausdrucksstark. Auch perfekte Drainage für schwierige Wetterverhältnisse. Dieser ebenfalls zu 80% aus Merlot und 20% aus Cabernet Franc bestehende Wein wird folgerichtig als "Cuvee Dixit” separat vinifiziert. Die Weinbergsarbeit des gesamten Weinguts liegt in den Händen des erfahrenen biodynamischen Weinmachers Jean-Phillipe Turtaut. Mondkalender, Grasbewuchs der Rebzeilen, Nützlinge, Pferde als Zugtiere des Pfluges, die gesamte Palette extrem biologischer Weinbergsarbeit eben. Trotz der immens kleinen, natürlichen Erträge biodynamischer Weinberge führt er dennoch eine grüne Lese durch, es ist schon erstaunlich, wie dramatisch klein die Erträge am Ende sind. Dennoch gelang der Durchbruch in die Weltklasse erst mit dem zusätzlichen Engagement von Michel Tardieu (der bekannteste Weinmacher von der Rhone), der dann ab 2009 zusammen mit der Besitzerin voll verantwortlich für die Weinbereitung ist. Sie veränderten die Lesezeitpunkte zur optimaler Reife und stellten auf mehrmalige Kleinstlesen um. Zudem wurden zusätzliche Sortiertische aufgestellt. Die Vergärung wird nun in kleineren Einheiten im Holzfass durchgeführt, also parzellenweise. Vorher gibt es nun eine Kaltmazeration, die Vergärung selbst findet bei sehr moderater Temperatur in kleinen Einheiten statt. Die Malo erfolgt natürlich im Barrique. Nur noch neue, burgundische Barriques werden verwendet, das Holz ist härter und moderater getoastet, nur noch wenig Geschmackseinflüsse des Holzes beeinflussen den Wein. Auch ist die Kontaktfläche Holz zu Wein weitaus geringer als bei bordelaiser Barrique. Beide Weine haben eine sehr intensive rot- und schwarzfruchtige Nase. Die Cabernet Franc war 2010 exzeptionell. Durch die Weine zieht sich eine ungeheure Rasse. Die Säure ist in beiden Weinen höher als 2009 und 2008, die Tanninlevel sind höher. Die Alkoholgrade sind 13,5 und im Dixit 14 Grad. Die Balance des Vieux Pourret ist sagenhaft. Die hohe Säure mit dem irren Schmelz des hohen Alkohols, mit viel Glyzerin und satten Tanninwerten. Das ist Balance auf einem höheren Niveau. Satte schwarze Frucht mit immenser Frische wird verfolgt von gelber, reifer Mango, Schwarzkirsche streitet mit Brombeere und Cassis um die Vorherrschaft um dann im Finale sogar roter Kirsche, Johannisbeere und Praline Platz machen zu müssen. So rassig. So frisch. So voller Finesse. Harmonie mit Druck. Grandios. 94-96/100

    -- Gerstl: Das Weingut umfasst 6 Hektaren zwischen 35 und 50 jährige Reben 80% Merlot und 20% Cabernet Franc und liegt direkt neben Côte de Baleau. Silvie Richert führt den Betrieb seit dem Tod ihres Vaters 2003 in biodynamischer Ausrichtung. Inzwischen ist er von Demeter zertifiziert. Der Wein duftet wunderbar fein und herrlich aromatisch, eine geniale Delikatesse ankündend und alles kommt wunderschön aus der Tiefe und strahlt eine geniale Reife aus. Dieser traumhaft schöne Duft geht bei mir direkt ins Herz. Wunderbar süsser herrlich saftiger, aromatischer Gaumen, was für eine sensationelle Delikatesse, eine himmlische Erfrischung, geniale Länge, spannend ist diese unglaubliche Leichtigkeit, mit welcher dieser enorm konzentrierte Wein über die Zunge Tanzt, dann diese sensationelle Saftigkeit, die macht den Wein so traumhaft süffig, der hat unglaublich Charme. Ich bin tief berührt, der Wein gehört zu den ganz grossen Weinen des Jahrgangs bewahrt dabei aber so eine liebenswürdige Schlichtheit, das ist ein sinnliches Weinerlebnis, schon diese Fassprobe, man braucht nur Eins und Eins zusammenzuzählen, um sich vorstellen zu können, was da in 8 – 10 Jahren einmal abgeht. 19/20 (27,5 €)


  • Frankreich/Bordeaux - La Croix Lartigue: Chateau La Croix Lartigue 2010 - 2017-2035:

    Lobenberg: Das Weingut von Stephane Derenoncourt und seinen zwei Freunden aus der gemeinsamen Beratungsfirma. Schwarzrot, leicht violetter Rand. Sehr schmelzige Nase mit schwarzer Frucht, Cassis, Brombeere, schwarzer Kirsche, auch ein wenig Pfirsich, Mango und konzentrierte, zerdrückte Walderdbeeren. Veilchen und Flieder, feine Schokoladenraspel darunter. Ein großes Volumen und große Frische zugleich anzeigend. Sehr schokoladiger Mund, Cassis, Maulbeere, Brombeere, Kirsche und Waldhimbeere, dabei immer frisch bleibend. Hohe Säure, tolle Rasse zeigend. Das Spiel zwischen Alkohol, Süße und Säure passt sehr gut. Satte Tanninmenge in polierter Form. Der Wein hat viel Power, ist aber nie hart dabei. Schiebt und drückt für so einen kleinen Wein sehr beachtlich. Rassiger Castillon mit wesentlich mehr Frische als erwartet. 92-94

    -- Suckling: Gorgeous nose of crushed berries and spices with just a hint of milk chocolate. Full body, with lovely ripe fruit and a round and caressing textured finish. Drink or hold. 93/100

    -- WS: A dark, muscular style, with cocoa powder and coffee up front, followed by dark plum, currant and blackberry fruit flavors. A strong toasty edge holds sway on the finish. The dense fruit will allow this to cellar. Best from 2014 through 2020. 91/100 (22,80 €)


  • Frankreich/Bordeaux - Haut Ballet: Chateau Haut Ballet 2010 - 2016-2032:

    Lobenberg: Weingut von Olivier Decelle, dem auch Haut Maurac im Haut-Medoc, sowie Jean Faure in St. Emilion gehören. Auf Muschelkalk gewachsene alte Reben. Grandioses Terroir mit 100% Merlot. Gepflanzt mit 9.000 Stöcken pro Hektar, sehr dicht. Sehr respektvolle Extraktion. Kein Überpumpen, keine Presse, alles im natürlichen Fluss und in reiner Handarbeit. Späte Lese, aber keinerlei Überreife und wie alle großen Weine des Jahres, sehr zurückhaltende Arbeit bei der Kellerarbeit. Sehr dunkle Nase, extrem dicht. Ein Hauch Amarenakirsche, Kirschlikör, Brombeere, Cassis, dunkel und süß, hocharomatisch, fein, Rasse zeigend. Süße Schwarzkirschkonfitüre, dann obsiegt die süße Brombeere. Etwas Lakritze, dunkle kubanische Tabake. Sehr fein, hocharomatisch. Im Mund deutlich zur schwarzen Kirsche tendierend, süße Maulbeere und rassige Johannisbeere, Veilchen, ein Hauch süße Blaubeere, etwas Teer. Viel Rasse, tolle Säure, die sich lang durchzieht. Grandioses Finale. Immer auf der süßen Frucht bleibend. Extrem lecker. Immenses butterweiches Tannin. Großer Fronsac. Noch besser als der sensationelle 2009er und vielleicht der beste Fronsac, den ich bisher probiert habe. Super Wein. 94+/100

    -- Gerstl: 100% Merlot, alte Reben, mit 9000 Rebstöcken pro Hektar sehr dicht gepflanzt, grandioses Muschelkalk Terroir zuoberst auf der Kuppe von Fronsac. Der Einzige Rebberg weit und breit, der gepflügt und nicht mit Herbiziden behandelt wird. Alles Handarbeit und schonende Weinbereitung ohne pumpen sind hier so selbstverständlich wie auch auf perfekt reifes, kerngesundes aber auch nicht überreifes Traubengut geachtet wird. Allerdings hat schon der sensationelle 2009er Haut Ballet gezeigt, eindrücklich gezeigt, dass in Fronsac Weine wachsen können, die es mit der absoluten Spitze von Bordeaux durchaus aufnehmen können. Und der 2010er ist eher noch höher einzustufen, als der 2009er. Er zeigt sich etwas mehr von der klassischen Seite, obwohl auch hier der Reifegrad absolut perfekt ist. Das wird ein Langstreckenläufer, der noch unglaubliche Raffinesse zum Vorschein bringen wird. Seine Entwicklung in den nächsten 20 Jahren zu verfolgen wird ein spannendes Erlebnis. Der strahlt so verschmitzt aus dem Glas, ein geniales Fruchtbündel, eindrücklich konzentriert, dennoch sympathisch schlicht, pure Frische in Kombination mit raffinierter Süsse und genialer Mineralität, dazu ganz feine animalische Noten und wunderbare Würze. Ich liebe diese strahlende Klarheit, diese noble Schlichtheit, bei gleichzeitig enormer Konzentration. Der Wein hat Charme ohne Ende, was für eine geniale Saftigkeit, der Wein schwebt wie eine Feder über die Zunge, hinterlässt Aromen ohne Ende, alles wirkt extrem fein, filigran und dennoch intensiv und reich. Seine geschmeidige, cremige Art fasziniert ganz besonders. Dennoch sind da Tannine ohne Ende, aber geradezu sensationell feine und im Massen köstlich süssen Extraktes verpackt. Meinen herzhaften Applaus quittiert er mit einem himmlischen, raffiniert komplexen, minutenlangen Nachhall. 19/20 (21,50 €)


  • Frankreich/Bordeaux - Le Queyroux Dominique Leandre-Chevalier: Chateau Le Queyroux Le Joyau 2010 - 2018-2045:

    Lobenberg: Dunkles Schwarz-Rubinrot. Satte, explosive Fruchtnase mit ungeheuer viel Dampf. Dicht, sehr kraftvoll und doch sehr delikat, feinste Würze, fast etwas Garrigue darunter, die biodynamische Arbeitsweise findet klar ihren Ausdruck. Eine unglaubliche Harmonie und Balance dominiert den Gesamteindruck. Ein perfekter Wein voll verspielter Natürlichkeit, ein archetypischer Bordeaux, den es so eigentlich gar nicht mehr gibt. Kein Blockbuster und Parker-Wein, sondern nur einfach ein Traumwein. Der perfekte Ausdruck von Natur. 95+/100

    -- Gerstl: Was da aus dem Glas strahlt ist von bestechender Klarheit und Präzision, ein edler, tiefgründiger, überaus komplexer Duft mit grosser Strahlkraft. Das ist der Duft eines ganz grossen Bordeaux mit burgundischem Einschlag. Schon im Antrunk zeigt er sich als stolze Persönlichkeit, der Wein fordert den Geniesser heraus, beschäftigt seinen Gaumen bis aufs Letzte mit seiner geradezu spektakulären Aromatik. Einen so ausgeprägt mineralischen Rotwein habe ich selten erlebt. Das ist zweifellos ein intellektueller Wein, einer, den man nicht einfach so achtlos trinken kann, er ist weder aufdringlich noch zurückhaltend, er ist voll da und er bietet so viel, dass man ihm mit wachen Sinnen begegnen muss, um all seine Schönheiten zu erfassen. Diese Süsse, diese Rasse, diese monumentale Kraft, diese enorme Konzentration und die burgundisch leichtfüssige Art wie er über den Gaumen schwebt und die Art und Weise, wie er seine Aromen spielen lässt, all das beeindruckt. Bei der Fassprobe ist offenbar noch einiges davon an mir vorbei gegangen, da habe ich ihn gewaltig unterschätzt, diesen Star ohne Starallüren, diesen noblen Herrn mit seinem unwiderstehlichen Charme. 19+/20

    --Nico Medenbach: Die Nase dieses Weines ist schon eine kleine Sensation. Man könnte meinen, die Toskana trifft über ein Umweg durch das Bordeaux auf Südfrankreich. Ein duftet nach schönster Herzkirsche, Tabak, Garique, Rosmarin und Thymian. Unten drunter findet man Anklänge von Leder, Erde und feinste Holzwürze. Dabei wirkt alles präzise und trotzdem bestens miteinander verwoben. Am Gaumen gibt es aktuell ein festes, aber sehr feines Tannin, ein nicht wegzudiskutierende mineralische Ader und unendlich wirkende Schichten zum Kauen und Entdecken. Zu der verhaltenen 2010er Konzentration gesellt sich durch die Struktur des Weines eine fast schon Burgundische Finesse und Eleganz. Als Gesamtkunstwerk erinnert der 2010er “Le Joyau” an eine Mischung eines großen Weines aus der Toskana, dem Süden Frankreichs und dem klassischen Bordeaux. Doch Schlussendlich ist es einfach ein großer Wein eines erdverbundenen Winzer-Großmeisters. Nicht mehr und auch nicht weniger. In einer 2010er Bordeaux bis 30€ Probe, zusammengestellt von Heiner Lobenberg für Drunkenmonday, hat dieser Wein mit großem Abstand den ersten Platz in unserer Runde gemacht. Ich lehne mich mal sogar soweit aus dem Fenster und behaupte, dass ich sehr selten einen besseren und kompletteren Bordelaiser Rotwein in diesem Preissegment getrunken habe. 94-95+/100. (29,95 €)


  • Frankreich/Bordeaux - Fougas Maldoror: Chateau Fougas Maldoror Organic Premium 2010 - 2015-2035:

    Lobenberg: Der biodynamische Wein der besten Lagen von Fougas Maldoror. Nur zwei Hektar groß, der älteste Teil des Weinberges, Dichtpflanzung. Die Reben in diesem Teil sind über 60 Jahre alt. Ein schon naturgegebener winziger Ertrag, nur 5.000 Flaschen Gesamtproduktion. Der Besitzer ist Jean-Eves Bechet. Die Zusammensetzung des Weins ist 75% Merlot und 25% Cabernet Sauvignon. Das Terroir ist Lehm, Sand und Kiesel. Komplette und schonende, zum Teil händische Entrappung. Extrem sauberes Lesegut ohne jede Botrytis. Entrappung mit dem Rütteltisch, so wird die Verletzung der Rappen verhindert. Überhaupt keine grünen Elemente. Lange Vergärzeit bzw. Nachstandzeit auf der Maische (Cuvaison) von sechs bis acht Wochen. Dieser spezielle Weinberg von Fougas Maldoror ist seit 2010 Demeter-zertifiziert. Das grandiose Terroir und die Biodynamik sind deutlich zu spüren. Sattes, dichtes Granat-Violett. Dichte, fast drückende Fruchtnase mit dem ganzen Spektrum roter bis schwarzer Kirschen, roten und schwarzen Waldbeeren bis zu rotem Steinobst. Kompakt, ohne Fett und mit einer Textur wie junger Pomerol im Antrunk. Mit nur 13% Alkohol, aber ohne jeden Hauch von Unreife, stellt er das genaue Gegenteil zu den jahrgangstypischen 14,5 bis 15,2 % Alkohol dar, die gerade bei den Merlot-dominierten Satelliten zu Hauf zu finden sind. Aber dies ist kein sehniger Asket, kein uncharmantes, knochiges Gerippe, sondern eine echte Überraschung. Massen an satten schwarzen und roten Früchten, zum perfekten Zeitpunkt gelesen und 'state of the art' vinifiziert, mit einer faszinierenden Frische und großer Eleganz, werden unterstrichen von einer feinen Schwarztee-Note und Massen an Mineralität, die einen sensationellen Nachklang bilden. Dieses beste Beispiel für die Erfolgsgeschichte biodynamisch geführter Weingüter zeigt hinter den Fruchtnoten von enormer Dichte nie plumpe Fülle, sondern ist so wohlproportioniert, dass er in jeder Lebensphase ein großartiges Trinkvergnügen bieten wird. Wirklich nobler Stoff! 94-95+/100 (29,95 €)


  • Frankreich/Bordeaux - Seguin: Chateau Seguin 2010 - 2016-2046:

    Lobenberg: 50% Merlot, 50% Cabernet Sauvignon. Besitzer ist die Familie Darriet, die Reben sind ca. 25 Jahre alt. Das Weingut liegt in der Nähe von Pontac Monplaisir, nicht weit entfernt von Haut Brion. Sensationelles Kiesterroir, ziemlich ähnlich wie Haut Brion. Das Weingut ist seit langer Zeit in Familienbesitz und hat ungefähr 20 ha. Schwarz mit rubinrotem Rand, leicht durchscheinend und glänzend. In der Nase Rumtopf, Amarenakirsche, viel schwarze Kirsche, ein Hauch Cassis und Maulbeere, hochreife schwarze Olive, Schokolade, gegrilltes Fleisch, ein Hauch kubanischer Tabak. Im Mund rassiger Antrunk, tolle Säure und Frische, dann vornehmlich schwarze Frucht, schwarze Kirsche, ein wenig Teer und Jod. Hohe Mineralität, etwas Salz, Steinmehl, sehr dunkle Milchschokolade, sehr versammelt. Feine Fruchtsüße und dennoch nicht den Hauch von Marmelade, sondern sehr geradlinig geradeaus laufend, dabei viel Charme zeigend. Ein großes Jahr für die Appellation Pessac-Leognan, weil die erdige Würze in diesem Jahr so hervorragend durch das Glyzerin, die Säure, die rote Frucht und den Alkohol gestützt wird. Überragend balanciert durch die hohe Säure und das butterweiche, satte Tannin. Der Wein wird großes Alterungspotential haben, 30 Jahre dürften kein Problem sein. Es ist kein großer Wein, aber ein immens schöner, eleganter finessesreicher Tropfen mit unglaublicher Trinkfreude. 94-95

    -- Gerstl: Das Weingut ist zwar nicht biologisch zertifiziert, arbeitet aber schon lange praktisch biologisch und macht seit 2 Jahren auch Versuche mit Biodynamie. Die 20 Hektaren sind je zur Hälfte mit Cabernet Sauvignon und Merlot bepflanzt 2010 kommen aber 55% Cabernet in die Assamblage. Das ist ein absolut sensationeller Duft, herrlich süss und wunderbar frisch und atemberaubend tiefgründig, schwarze Frucht der sinnlichen Art, wirkt so herrlich verspielt und strahlt unwiderstehlichen Charme aus, was für ein raffinierter Duft, unendlich edel, klar präzis, das ist edles Bordeaux Parfüm wie man es von ganz grossen Weinen auch grossen Jahren kennt. Auch am Gaumen vereint er intensive Aromatik mit totaler Feinheit, der Wein ist eindrücklich präzis, hat unwiderstehlichen Charme, kommt so traumhaft tänzerisch daher, da ist aber auch geballte Kraft, das ist grosser Bordeaux, das ist ein Wein der Emotionen weckt, einer der ganz grossen Weine des Jahrgang, da stimmt alles bis ins hinterste Detail, ich bin hin und weg. Der ist vielleicht sogar noch eine Spur über dem sagenhaften 2009er anzusiedeln. 19/20

    -- Gabriel: Tiefes Purpur. Rosenpfeffer, dunkle Rosen und viel Kirschen in der Nase. Im Gaumen füllig, mit enorm viel Extrakt und ausgeglichener Adstringenz, harmonisch. Seguin ist inzwischen ein extrem zuverlässiger Wert und erhält hier zum dritten Mal in Folge 18 Punkte. 18/20 (35 €)


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Artikelnummer:
24268H