Jahrgang 2011 - Chardonnay

Chardonnay "Bussiador"

Chardonnay "Bussiador"

Lobenberg 97

Lobenberg: Der Ertrag des Bussiador liegt bei ungefähr gut 10 Hektoliter pro Hektar. 7-fache grüne Lese, nur die stammnahen Trauben werden belassen. Die Vergärung geschieht komplett im Holz, auch der spätere Ausbau und die malolaktische Gärung geschieht in kleinen Holzfass. Zwischen beiden Vergärungen wird einmal abgezogen, nach der Malo verbleiben die Weine 15 Monate unberührt und ohne Batonnage in diesem Holz. Es wird nur nach der alkoholischen Fermentation die Hefe einmal ein wenig aufgerührt, danach 15 Monate ruhiges Verweilen, also komplett burgundisch "state of the art". Der Anteil neuen Holzes richtet sich nach dem Jahrgang. Entscheidend sind die Mineralität und die Säure. Das Terroir besteht aus dem typischen weißen Lehm der Langhe und etwas Sand, viel Kalziumeinsprengsel, auch reiner Kalkstein und Eisenanteile, tief wurzelnde Reben. Der Wein wächst in der höchsten Lage in Bussia, 2,8 ha direkt oberhalb des Romirasco in Südostausrichtung. Nur 4 Tsd. Flaschen. Die Kühle der speziellen Lage ist die Grundvoraussetzung für Eleganz und gute Säure. Im Zusammenhang mit der extremen Ertragsbeschränkung und den tief wurzelnden Reben und dem mineralischen Terroir wird klar, warum wir hier den einzigen Konkurrenten des Burgund aus Italien haben. Nur der Bussiador von Aldo Conterno hat einen mineralischen Ausdruck wie ein Wein aus dem Burgund. Schon in der Nase eine Assoziation an einen Meursault und einen Chablis mit großer Frische, Agrumen, Zesten von diversen Zitrusfrüchten, Orange und etwas rote Grapefruit. Die Nase wird überhaupt nicht vom Holz dominiert, auch wenn manch ein Verkoster das denken mag, es ist pure Mineralität, das erinnert auch stark an die überwiegend mit geringem Holzkontakt erzeugten Weine der Domaine Leflaive. Pure und reine Mineralität, Salz, Kalkstein, ein bisschen Biskuitnote, Quitte, grüne Birne, Maracuja und Anis. Kräftige Walnussnoten im Mund. Der 2011er kommt im Mund mit feinem Brioche, Löffelbiskuit, Orange, Pfirsich, Maracuja, tolle Reife zeigend und dabei doch extrem gradlinig. Voller Salz und Mineralität, im 2011er aber auch Opulenz und Exotik dazu, süße Mango, eingefangen von Orange, roter Pampelmuse und Zitronengras. Neben blumigen Elementen wie Flieder und Jasmin kommt sehr kraftvoll und mit viel Salz und Stein Grapefruit, druckvoll in der Stilistik, im 2011er mehr gelber Pfirsich, Maracuja und Mango, erst dahinter Zitronengras, im Mund für Minuten verbleibend und zusammen mit der Mineralik immer wieder hoch rollend. Ein großer, schlanker burgundischer Chardonnay mit einer einzigartigen Ausdrucksweise aus dem Piemont. Zugeteilt, immer ausverkauft nach 6 Monaten, zu Recht einer der gesuchtesten Weine der italienischen Spitzengastronomie. 95-97/100

-- Gerstl: 100% im neuen Holz ausgebaut Früher mit der gleichen Fläche 15‘000 Flaschen produziert, heute nur noch 5‘000. Sehr feiner Duft mit dezenter Holznote, feine Mineralität im Hintergrund, komplex, schöne Tiefe. Sehr fülliger, reicher Gaumen, voluminös, eine gewisse Frische ist auch im Spiel, der Wein hat sicherlich Potential, da bin ich sehr zuversichtlich, obwohl mir die Erfahrung fehlt, das Holz ist sehr gut eingebunden, daran sieht man die Klasse des Weines. 18/20


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Rebsorten:
Chardonnay
Artikelnummer:
23061H
Jahrgang:
2011
Bewertung:
Lobenberg 95-97
Gerstl 18
Trinkreife:
2015 - 2031
Alkoholgrad:
14,0% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:


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Aldo Conterno

Die Familie Aldo Conterno produziert schon seit über fünf Generationen Wein. Das Weingut, das im Weiler „Bussia Soprana“ bei Monforte d‘Alba liegt, der besten Lage Monfortes und eine der besten Lagen für Barolo überhaupt, verwendet auch heute noch, bzw. wieder, ausschließlich die aus eigenen Weinbergen stammenden Trauben. […]

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