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Wann immer ich erzähle, dass Champagner zu meinen Lieblingsweinen gehört, sehe ich meinen Gesprächspartnern an, was sie denken: "Klar, der Herr Sommelier mag's eben nobel." Dabei ist das totaler Quatsch. Champagner ist für mich einer der technisch interessantesten Weine weltweit. Keine andere Appellation hat ein dickeres Regelwerk, mehr Vorschriften und Regulierungen. Hinzu kommt, dass nirgendwo sonst die Verlockung größer ist, als Winzer seine Trauben einfach zu verkaufen, anstatt sich den Tücken der Herstellung zu ergeben. Wer also macht -neben den großen Häusern- eigenen Champagner? Perfektionisten, Freaks, Idealisten, allesamt charakterstarke Winzer, und das merkt man den modernen Stilistiken auch an. Das gibt es in anderen Regionen der Weinwelt zwar auch, aber meiner Meinung nach selten in so hoher Dichte wie in der Champagne.


Nicht nur landschaftlich und wirtschaftlich gibt es eine klare Grenze zwischen Norditalien und dem Süden. Auch weinbautechnisch lässt sich Italien zweiteilen. Während im Norden die ganz großen Weine von Weltruf im Piemont und Umgebung entstehen und Verona, Mailand oder Turin wirtschaftlichen Wohlstand bescheren, nimmt der Grad der Industrialisierung über Apulien bis Sizilien deutlich ab. Der Süden ist besonders agrarisch geprägt und es herrscht weniger Kaufkraft. Im gleichen Maße verändern sich die Weine.


Die Familie Aldo Conterno produziert schon seit über fünf Generationen Wein. Das Weingut liegt im Weiler „Bussia Soprana“ bei Monforte d’Alba, der besten Lage Monfortes und eine der besten Lagen für Barolo überhaupt. Man verwendet auch heute noch, bzw. wieder, ausschließlich die aus eigenen Weinbergen stammenden Trauben.