Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2016 Deutschland J. J. Prüm

Graacher Himmelreich Riesling Auslese (fruchtsüß)

Lobenberg: Der Graacher Himmelreich Kabinett war schon berauschend, fein, schön und verspielt und so liebreizend, raffiniert und schick. Die Spätlese konnte dies zwar toppen, aber es war jetzt kein wirklicher Quantensprung. In der Auslese haben wir aber die Turbo-Version des Kabinetts. Was...

  • 33,50 €

0,75 l (44,67 €/l)

  • 30693H
  • Lobenberg 100
    Parker 95
    Galloni 94
  • Trinkreife: 2018 - 2060

Inkl. 19% MwSt.,
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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland J. J. Prüm

Graacher Himmelreich Riesling Auslese (fruchtsüß)

Lobenberg: Bis zur Auslese ist bei Prüm alles noch clean, denn wir haben dieses Jahr auch Auslesen mit Goldkapseln in allen Spielarten und die sind zum Teil 100% Botrytis. Aber in dieser Auslese vom Graacher Himmelreich sind wir eben noch ganz sauber. Das hier ist eine Verlängerung des...

  • 33,50 €

0,75 l (44,67 €/l)

  • 34103H
  • Lobenberg 98-100
    Pirmin Bilger 19+
  • Trinkreife: 2019 - 2061

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2014 Deutschland Karthäuserhof

Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Tyrell's Edition trocken

Lobenberg: Feine, orangefarbene Zitrusaromatik, ganz leichte Mango. Aber alles sehr zart mit hoher Säure und großer Frische. Rassig, deutliche Rieslingaromatik. Extremer Ansturm im Mund. Große Frische, aber wunderbar saftige Säure. Sagenhaft hohe Extraktwerte, dadurch Schmelz. 8,5 Säure, 8...

  • 19,90 €

0,75 l (26,53 €/l)

  • 26326H
  • Lobenberg 95-96+
  • Trinkreife: 2016 - 2033

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2008 Deutschland Markus Molitor

Riesling Sekt Prestige Zero Dosage Flaschengärung

Lobenberg: Die Grundweine für diesen Sekt kommen aus Molitors besten Lagen in Zeltingen und Ürzig. Das sind Top-Lagen der *** Kategorie, in Zukunft wird der Sekt womöglich eine genaue Lagenbezeichnung tragen. Die Grundweine wurden ganz regulär über 2 Jahre ausgebaut, wie bei Molitor üblich...

  • 34,00 €

0,75 l (45,33 €/l)

  • 35686H
  • Lobenberg 97+
  • Trinkreife: 2018 - 2038

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Markus Molitor

Pinot Blanc Haus Klosterberg

Lobenberg: Ich erinnere mich, gerade erst schon einen genialen Einstiegs-Pinot Blanc von der Saar bei Schloss Saarstein eingekauft zu haben, weil 2017 eben so extrem pikant und gleichzeitig aromatisch ist. Wer hätte vor 10 bis 15 Jahren gedacht, dass die Mosel zum Eldorado der...

  • 9,90 €

0,75 l (13,20 €/l)

  • 35653H
  • Lobenberg 91-92
  • Trinkreife: 2019 - 2028

Inkl. 19% MwSt.,
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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2016 Deutschland Markus Molitor

Riesling Schiefersteil Weiße Kapsel trocken

Lobenberg: Aus diversen Steillagen, eine perfekte Riesling-Assemblage aus dem grandiosen Finesse-Rieslingjahr. Biss und Salz, Grapefruitfrische und cremiger Schmelz. Orangen bis Apfel und Zitrusfrüchte, dicht und crisp zugleich, kann problemlos mit jeder Einzellage anderer Moselaner...

  • 11,80 €

0,75 l (15,73 €/l)

  • 31789H
  • Lobenberg 92-93
    Suckling 91
    Galloni 90
  • Trinkreife: 2018 - 2030

Inkl. 19% MwSt.,
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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Markus Molitor

Riesling Schiefersteil Weiße Kapsel trocken

Lobenberg: Dieser Schiefersteil Riesling von Molitor ist qualitativ der erste Wein Molitors, der komplett aus eigenen Reben von Schiefersteillagen entsteht. Anders als beim Gutsriesling Haus Klosterberg wird hier nichts zugekauft. Der Schiefersteil ist dann auch der erste wirklich...

  • 12,80 €

0,75 l (17,07 €/l)

  • 34177H
  • Lobenberg 92+
  • Trinkreife: 2019 - 2031

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Markus Molitor

Pinot Blanc Einstern * trocken

Lobenberg: Dieser Pinot Blanc wird zu 100% in Holz ausgebaut, überwiegend im großen Holzfass und zu einem kleinen Teil auch im Barrique. Während man das in der 2016-Version des Weines noch in Nase und Mund vernehmen konnte, weil 16 eben dieser super-elegante Schmeichler war, der jedoch...

  • 14,80 €

0,75 l (19,73 €/l)

  • 34170H
  • Lobenberg 93
  • Trinkreife: 2019 - 2030

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2016 Deutschland Markus Molitor

Riesling Erdener Treppchen Kabinett Weiße Kapsel trocken

Lobenberg: Wenn ich nicht so verliebt wäre in das ultrafeine Kabinett Fuder 6 aus der Zeltinger Sonnenuhr, ich müsste diese, neben dem Graacher Himmelreich und der Zeltinger Sonnenuhr doch so feine Kabinettlage mit an die vordere Stelle der trockenen Kabinette aus dem übergroßen...

  • 14,80 €

0,75 l (19,73 €/l)

  • 31813H
  • Lobenberg 94+
  • Trinkreife: 2018 - 2040

Inkl. 19% MwSt.,
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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Markus Molitor

Riesling Kabinett Graacher Domprobst weiße Kapsel trocken

Lobenberg: Im Jahr 2017 macht Markus Molitor 4 Kabinette. Das Sonnenuhr Fuder 6 ist natürlich gesetzt und einer von Markus ganz großen Weinen. Darunter hatte ich mich bei Kabinetten letztes Jahr für das Erdener Treppchen entschieden, dieses Jahr nehme ich Graacher Domprobst und Ürziger...

  • 14,80 €

0,75 l (19,73 €/l)

  • 35661H
  • Lobenberg 93-94
  • Trinkreife: 2019 - 2035

Inkl. 19% MwSt.,
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Artikel 91 - 100 von 235
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Bismarkturm mit Weinberg im Hintergrund
Kuppe vom Bismarkturm

Die Erfolgsgeschichte der Mosel verläuft wellenförmig

Freilich war diese Welt nicht immer heil. Durch die von Napoleon verfügte Realteilung zersplitterte im 19. Jahrhundert der Besitz vieler Winzerfamilien. Zahlreiche Betriebe waren nicht mehr lebensfähig, obwohl die besten Moselweine zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf den internationalen Märkten Spitzenpreise erzielten. Viele Winzer hatten nur die Wahl zwischen Armut oder Wegzug. Von heiler Welt keine Spur. Die Lage verschärfte sich noch, als 1907 die Reblauskatastrophe über die Mosel hereinbrach. Der größte Teil der Rebberge wurde verwüstet. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Deutschland in Trümmern lag, waren die Rieslinge vom Bernkasteler Doctor und der Wehlener Sonnenuhr zwar international immer noch stark gefragt. Doch leider waren (und sind) nicht alle 4.000 Moselwinzer in diesen Lagen begütert. Die meisten waren froh, dass Grosskellereien und Genossenschaften ihnen die Trauben (beziehungsweise den Most oder den Jungwein) abnahmen. Doch was diese dann daraus machten, zerstörte auf Jahrzehnte die Lust der Deutschen auf einheimischen Wein. Bis in die 1980er Jahre hinein war die Mosel eher berüchtigt denn berühmt für ihre für lieblichen Spätlesen vom Typ „Kröver Nacktarsch": Weine, die mit Zuckerwasser aufgepäppelt und mit hoch geschwefeltem Most gesüßt wurden, um aus randvoll geschenkten Römergläsern mit grünem Fuss getrunken zu werden, nicht selten unter Absingen alberner Trinklieder. Die Römergläser gibt es auch heute noch, die lieblichen Spätlesen ebenfalls. Aber sie sind nicht mehr repräsentativ für das Bild von der Mosel.
Das heutige Profil besticht vor allem durch seine Einzigartigkeit. Zum Leichten, Spielerischen kommt das unverwechselbare Geschmacksprofil des Moselrieslings hinzu: hochmineralisch mit Apfel- und Grapefruitnoten im trockenen Bereich, in restsüßen mit zartfruchtigen Tönen, die an Pfirsich, Mandarine, Honigmelone, im gereiften Zustand auch an Quitte erinnern. Das Ganze durchzogen von einer frechen Säure. Mosel - das ist eine eigene Welt.

Das Prädikatsweinsystem dominiert die Weine von der Mosel: Kabinett, Spätlese, Auslese und edelsüße Prädikate

Wehlen, Graach, Ürzig,...

Alle diese Dörfer liegen im Bereich Mittelmosel. Er ist das Herzstück des Anbaugebiets. Dort findet man den berühmten grau-blau schimmernden Schiefer, der 400 Millionen Jahre alt ist und aus dem Devon stammt. Er gibt den Weinen ihren ausgeprägt „schiefrigen" Geschmack. Dort haben Winzer wie J. J. Prüm, Fritz Haag, Thomas Haag von Schloss Lieser und Ansgar Clüsserath ihre Reben stehen. 

Den kalkarmen Devonschiefer findet man auch an Ruwer und Saar, zwei Nebenflüssen der Mosel, an denen ebenfalls seit ältester Zeit Weinbau betrieben wird. Die beiden Gebiete sind geografisch höher gelegen und somit kühler als die Mittelmosel. Die Ruwer-Weine fallen oftmals noch rassiger aus, sind noch verspielter und können noch filigraner sein - Beispiel: der Karthäuserhof der Familie Tyrell. Auch die Saar-Weine prunken mit „strammer" Säure, wie die Winzer sagen. Aus dem Umstand, dass die Weinberge dort regelmäßig von Frühfrösten heimgesucht werden, haben die Winzer eine Tugend gemacht. Sie lassen einen Teil ihrer Trauben bis in den November oder Dezember hinein hängen und bekommen, wenn das Thermometer unter minus 7° Celsius fällt, grandiose Eisweine. Egon Müller und Geltz Zilliken haben dort ihre Weinberge. Übrigens sind die Namen Ruwer und Saar seit 2008 aus der offiziellen Bezeichnung des Anbaugebiets getilgt worden - zum Ärger der ortsansässigen Winzer.

Karte der Anbaugebiete im Moseltal
Anbaugebiete im Tal der Mosel
Stadt und Weinfelder im Moseltal
Das Moseltal bei Wehlen
Weinfelder an der Mosel
Das Moseltal
Menschen ernten zwischen Rebzeilen
J. J. Prüm: Lese im November
Rebstöcke vor Steilhang
Trittheimer Apotheke

Die kargen Schieferböden geben dem Riesling seinen Fußabdruck

Obermosel

Auch an der Obermosel (zwischen Trier und Wasserbillig an der Grenze zu Luxemburg) wird Wein angebaut, allerdings hauptsächlich Elbling. Die untere Mosel ist dagegen wieder Rieslingland. Dieser Bereich zwischen Zell und Koblenz ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Weintrinker geraten, nicht zuletzt durch die aussergewöhnlichen Rieslinge von Heymann-Löwenstein. Dort sind die Lagen nicht flurbereinigt, was dazu geführt hat, dass viele Winzer den Weinbau aus Rentabilitätsgründen aufgegeben haben. Die geblieben sind, erzeugen heute in heroischer Handarbeit auf abenteuerlich hohen, oft nur handtuchgrossen Terrassen einige der spannendsten Moselrieslinge überhaupt. Manche der Terrassen sind wie alpine Klettersteige mit Seilen gesichert und nur über Treppen oder Leiterchen erreichbar. Um schwere Lasten zu transportieren, mussten an vielen Stellen Mini-Zahnradbahnen (Monorack) in die Hänge montiert worden. Winningen, Hatzenport, Pommern, Bremm - so heissen dort die bekanntesten Weindörfer an der Terrassenmosel, wie dieser Abschnitt genannt wird. Dort findet sich mehr quarzitischer Sandstein als Schiefer, wodurch die Weine etwas kräftiger und körperreicher ausfallen als an der Mittelmosel. Sie schmecken besonders mineralisch, ja oft richtig salzig. Mit den „Kröver Nacktarsch"-Spätlesen von einst haben sie soviel zu tun wie ein Rainer Werner Fassbinder-Opus mit einem klebrigen Heimatfilm. 

Weinrebe mit Rieslingtrauben
Riesling Trauben

Natürliche Fruchtsüße dominiert

Insgesamt liegt der Anteil trockener Weine an der Mosel bei etwa 18 Prozent - so niedrig wie in keinem anderen deutschen Anbaugebiet. Die trockenen Qualitäten findet man am häufigsten im Bereich der einfachen Gutsweine. Spätlesen werden nur vereinzelt trocken ausgebaut, und selbst wenn „trocken" auf dem Etikett steht, kann die Restsüße durchaus 10 Gramm/Liter betragen. Einige der besten Winzer sind sogar der Überzeugung, dass der trockene Weintypus an der Mosel deplaziert ist. Egon Müller und J. J. Prüm verzichten beispielsweise auf trockene Weine und damit auch auf Große Gewächse. Diese sollen laut VDP auch an der Mosel 10 Gramm/Liter Restsüße nicht überschreiten, um das „trockene Erscheinungsbild" zu gewährleisten. Restsüße in dieser Grössenordnung ist bei Moselweinen kaum schmeckbar, da die Säuren allgemein hoch liegen. Dennoch passiert es immer wieder, dass Spitzenweine diese Grenze überschreiten (unter anderem weil spontan vergoren) und dann nicht als GG, sondern nur als Riesling „Erste Lage" auf den Markt kommen dürfen. 

Viele Moselwinzer sind der Meinung, dass der Charakter ihres Rieslings am besten bei Weinen zum Ausdruck kommt, die eine zarte, schmeckbare Restsüße aufweisen. Weinliebhaber schließen sich dieser Auffassung immer häufiger an. Sie ziehen halbtrockene Weine mit einem Restzucker-Anteil zwischen 12 und 18 Gramm/Liter den trockenen Exemplaren vor. „Feinherb" wird diese Geschmacksrichtung genannt. Oder sie gehen sogar auf die „fruchtigen" Weine mit einem Restzucker von über 18 Gramm/Liter. Bei diesen Weinen ist das Spiel zwischen Süße und Säure noch raffinierter. Ausserdem erweisen sich die fruchtigen und feinherben Weine als außerordentlich langlebig, während der Charme der trockenen Weine nach einigen Jahren langsam verblasst.

Edelsüße Formate, wie es sie andernorts nicht geben kann

Eine Spezialität, wie es sie sonst nirgendwo auf der Welt gibt, sind die edelsüßen Weine, die überall an der Mosel regelmäßig und in höchster Qualität geerntet werden: Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eisweine. Sie werden aus extrem spät gelesenen Trauben oder Beeren erzeugt, die am Stock von der Edelfäule befallen wurden, sich bräunlich verfärben und von hässlichem Schimmel überzogen werden. Aber gerade diese Trauben ergeben Weine von schwerer Süße, die dennoch leicht und spielerisch über die Zunge laufen, weil sie von einer sehr hohen Säure geädert sind. Sie weisen nur 9 Vol.%, Trockenbeerenauslesen und hochgrädige Eisweine sogar nur 7,5 Vol.% Alkohol auf - im Gegensatz zu den Sauternes aus Frankreich, die doppelt so alkoholreich sind. Diese Weine, oft in mühsamer Handarbeit „gepiedelt" (wie die Moselaner das Herauszupfen edelfauler Beeren aus der Traube nennen), sind rar und entsprechend teuer, bieten aber unvergessliche Geschmackserlebnisse. „Schweiß der Engel" schwärmen die Kenner.

Trauben mit Edelfäule befallen
Von Botrytis befallene Rieslingtrauben