LOB: Christos Kokkalis lotet mit diesem Syrah das Rotweinpotenzial Griechenlands noch einmal neu aus: Cassis, Kaffee und Kräutersud. Der Nachhall ist ein hocharomatischer Genuss, dem ein stramm geformter Kern innewohnt. Die sich daraus ergebende Stammwürze lässt einen vermuten, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange sein wird und man gut daran tut, hier am Ball zu bleiben. Eine irre Kombination der fetten, fast blaubeerigen Kraft Australiens mit der rotbeerigen, tanninreichen, von Säure lebendigen Ausstrahlung der Nordrhone. Ein tolles Powerbündel. Und ganz deutlich: Viele sprechen von großen Rotweinen in Griechenland. Ich probiere jedes Jahr, aber der Syrah ist mit dem Trilogia immer noch unerreicht, kein anderer Erzeuger kann an diese zwei Ikonen tippen! 94/100 -- WW: Schwarz mit purpur Reflexen, extrem dicht. Würzig, Kräuter, Waldbeeren, Zartbitterschokolade und Kaffeebohnen, rauchig und erdig. Am Gaumen opulent und gescheidig trotz kräftiger Tannine. Zu den Waldbeeren gesellen sich deutliche Mokkatöne, im Abgang sehr überzeugend, intensiver, langer Nachhall. 17/20