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Württemberg

Württemberg - Lobenbergs Gute Weine

  Diese kleine Einführung beschäftigt sich lediglich mit den wichtigsten Teilen beider Weinregionen. Schon Baden alleine ist viel zu groß und vielfältig, um hier in einem wirklich befriedigendem Ausmaß gewürdigt zu werden. Die beiden Regionen verbindet die Konzentration auf burgundische...

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Diese kleine Einführung beschäftigt sich lediglich mit den wichtigsten Teilen beider Weinregionen. Schon Baden alleine ist viel zu groß und vielfältig, um hier in einem wirklich befriedigendem Ausmaß gewürdigt zu werden. Die beiden Regionen verbindet die Konzentration auf burgundische Reben und auf Rotweine im gehoben Qualitätsbereich. Die Rotweinsorten Lemberger in Württemberg und Spätburgunder in Baden und in Württemberg sind die Weine, die über den Stellenwert dieser Regionen im Konzert der deutschen Anbaugebiete entscheiden. Helmut Hirth beweist es hier immer wieder! Die hohen Temperaturen am Kaiserstuhl und den noch weiter südlich gelegenen Regionen machen diese Qualitäten möglich. Im Gegensatz zum Rheingau, wo extrem steile Weinberge mit Südwestexposition von Nöten sind, um den Spätburgunder ausreifen zu lassen, liefern auch die flacheren Terroirs Badens in fast jedem Jahr genug Öchslegrade, um einen vollen Rotwein zu ermöglichen. Württemberg ist dabei etwas kühler und ermöglicht so Rotweine, die mehr von einer inneren Spannung und Kernigkeit bestimmt sind, als durch die satte Fülle und Frucht der badischen Weine. Den beiden roten Sorten folgen die weißen Burgundersorten qualitativ auf dem Fuß. Weiß- und Grauburgunder aus dem südlichen Baden haben vor allem auf dem heimischen Markt einen immensen Stellenwert. Wenn der Erzeuger dann auch den Alkoholgehalt in der Balance halten kann (wie das die Johners immer schaffen), dann haben diese Weine zurecht so viele Fans. Denn solche Weiß- und Grauburgunder bieten ein nahezu einmalig unkompliziertes und doch hochklassiges Trinkvergnügen. Anders als in den anderen Regionen Deutschlands dominieren in Baden und Württemberg fast ausschließlich trockene Weine. Die Spitzenweine Badens weisen allein schon durch die Burgundersorten ihre Verwandtschaft zu Frankreich deutlich aus, was durch Hanspeter Ziereisens Syrah im Margräflerland noch mehr unterstrichen wird. Das nördlichere Württemberg ist mit seiner Stilistik und seinen zum Teil sehr speziellen Rebsorten im Spitzenweinbereich jedoch eher als Solitär zu sehen. Bei beiden Regionen darf man aber in Zukunft sicher positiv gespannt sein, wie sich die höheren Durchschnittstemperaturen des sich abzeichnenden Klimawandels und das in den letzten Jahren deutlich gestiegene Engagement der Winzer auf die Qualität der Weine auswirken werden. Die qualitativ immer ernsthafter werdende Konkurrenz zum französischen Burgund und gar der Rhone lassen uns mit frohen Erwartungen in die Zukunft blicken.

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  1. Brut de Noir (000397)

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