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Peter Jakob Kühn Erzeuger von Weinen aus Trauben aus ökologischem Anbau

Peter Jakob Kühn - Lobenbergs Gute Weine

"Doch die stärkste Kollektion des gesamten Rheingaus - und möglicherweise auch in der Geschichte des Weinguts - lieferte das Weingut Kühn." (Gault&Millau 2015) Dass man nicht immer Mainstream sein muss, beweisen Angela und Peter Kühn mit Ihrem Erfolg. 1978 übernahmen die beiden das Weingut von Peters Kühns Vater, der kurz darauf nach langer Krankheit verstarb....

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"Doch die stärkste Kollektion des gesamten Rheingaus - und möglicherweise auch in der Geschichte des Weinguts - lieferte das Weingut Kühn." (Gault&Millau 2015) Dass man nicht immer Mainstream sein muss, beweisen Angela und Peter Kühn mit Ihrem Erfolg. 1978 übernahmen die beiden das Weingut von Peters Kühns Vater, der kurz darauf nach langer Krankheit verstarb. Das Weingut befindet sich bereits in der 11. Generation im Familienbesitz, wobei die letzten beiden Generationen vor Angela und Peter Kühn nicht die notwendige und ambitionierte Arbeit leisteten um dieses früher doch sehr bekannte und überaus renommierte Weingut in der obersten Qualitätsstufe zu halten. Die beiden mussten also richtige Aufbauarbeit von unten leisten, was Ihnen am Anfang wahrlich nicht leicht fiel: Die Jahrgänge 1978 bis 1989 waren in Deutschland und noch mehr für die Kühns schlechte Jahrgänge. Das erforderte einen außergewöhnlichen Durchhaltewillen. 1990 dann kam der erste richtig gute Jahrgang. Doch die Leidenszeit der beiden war noch nicht zu Ende: 1999 ernteten sie einen optimalen Jahrgang, verloren aber 1/3 ihrer Ernte durch minderwertige Korken, sie stellten deshalb radikal auf andere Verschlüsse um und verloren deshalb einen Großteil ihrer Auslandsmärkte. Ein wirtschaftliches Desaster. Bis 2002 produzierten sie noch wie viele andere Winzerkollegen mit der herkömmlichen Technik im Keller und traditionell im Weinberg, bis sie sich nach langen Überlegungen zu einem radikalen biologischen Wechsel entschlossen. Seit 2002 setzt das Weingut Peter Jakob Kühn ausschließlich auf die Natur im Keller und Weinberg und damit auf biodynamisch zertifizierten Anbau. Der Schlehdorn als kleine Parzelle innerhalb des Nikolaus wird nicht als Großes Gewächs geführt, sondern quasi wie eine Marke separat verkauft. Hier gibt es nur 600 Liter. Die Erkenntnis, dass nur die Natur die besten Weine wie von selbst erzeugt, kann man nachvollziehen, wenn man den gleichen Wein filtriert und unfiltriert verkostet. Oder einen Wein mit ca. 8 Gramm Restzucker oder fast ohne Restzucker. Der unfiltrierte Wein wird immer vorgezogen, genauso erscheint der Wein mit weniger Zucker edler. Der Gutswein und auch der Rheinschiefer haben 6 gr. Restzucker, bei 7,5 Säure, beide haben keine BSA gemacht. Im Bereich der großen Gewächse ist in der Regel kein Restzucker mehr vorhanden, vollständig durchgegoren, nahezu Null, ein charakteristisches Unterscheidungsmerkmal. Eine Filtrierung ist mithin nicht nötig, die volle Aromatik bleibt erhalten, wenn auch für gewohnte Rieslingtrinker völlig anders in der Stilistik. Erinnern an in Amphoren vergorene Weine. Die große Bandbreite wird hier voll ausgeschöpft. Bei den großen Weinen wurde eine Zeitl ang eine vollständige oder teilweise Maischegärung durchgeführt. Hiervon hat man sich in den letzten Jahrgängen wieder abgewandt, um mehr die Finesse und Frucht zu bewahren.Keine Chemie im Weinberg und Keller, Biodynamik und man erhält nach vielen Jahren eine so überaus effektive natürliche Hefe, die den Most mittels Spontanvergärung auf praktisch Null  Gramm Restzucker vergärt. Im Gegensatz zur sonnenverwöhnteren Terrassenmosel kann man sich das hier im Rheingau erlauben, der Alkoholgrad bleibt akzeptabel, auch weil Biodynamiker bessere Reifeverläufe haben und bei geringeren Öchslegraden vollreif ernten können. Der natürliche Vorgang des biologischen Säureabbaus, eigentlich ein Sakrileg im Riesling und vielleicht nur bei Kühns praktiziert, macht eine Filtration nicht mehr notwendig. Auch halten diese überaus natürlichen, trockenen Weine unglaublich lange, der andere biologische Exzentriker des Rheingau, J.B.Becker, beweist es seit Jahrzehnten. Inzwischen erhalten auch Kühns Weine die höchsten Auszeichnungen, die deutsche Rieslinge erhalten können. Nach einiger Anlaufzeit zollten der Markt und die Kollegen diesen Schritten dann doch Respekt, seine Weine sind nun sehr gesucht und begehrt. Einige nicht biologisch arbeitende Kollegen betrachten die Arbeit von Angela und Peter Kühn noch immer mit Skepsis, obwohl die großen Biodynamiker Deutschlands, Philipp Wittmann und Steffen Christmann, die sogar Präsidenten des VdP sind, doch genug vorgekämpft haben sollten. Doch Kühns halten durch und glauben an Ihren Weg, gegen alle Widrigkeiten. Die Weine sind komplexer, burgundischer und strukturierter als die meisten anderen Rheingauer. Apropos „burgundisch“: Auch die Spätburgunder zählen in den letzten Jahren zu den feinsten der Region! Kühns Weine sind im Grunde nicht vergleichbar, einfach anders. Nicht jedermanns Geschmack zwar, aber spannend sind Peter Kühns Weine ohne Zweifel und Charakter haben sie im Übermaß.

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  1. Riesling trocken Jacobus (000256) Ökowein

    Riesling trocken Jacobus  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2015, 0,75 l
    Lobenberg 91-92
    26758H Deutschland - Rheingau
    10,50 €
    weiß
    €/l 14,00
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Die Weine durchliefen Ganztraubenpressung über 6 Stunden ... [mehr]
  2. Riesling trocken Rheinschiefer (000257) Ökowein

    Riesling trocken Rheinschiefer  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2015, 0,75 l
    Lobenberg 94+, Parker 91
    27763H Deutschland - Rheingau
    13,50 €
    weiß
    €/l 18,00
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Der Wein heißt eigentlich Hallgartener Rheinschiefer. Die ... [mehr]
  3. Riesling St. Nikolaus Großes Gewächs (000258) Ökowein

    Riesling St. Nikolaus Großes Gewächs  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2015, 0,75 l
    Lobenberg 97-100
    26805H Deutschland - Rheingau
    35,00 €
    weiß
    ab KW 2017_39 lieferbar
    €/l 46,67
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Erstmalig ab 2014 werden bei Kühn die Großen Gewächse erst ... [mehr]
  4. Riesling trocken Landgeflecht (000260) Ökowein

    Riesling trocken Landgeflecht  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2013, 0,75 l
    Lobenberg 97-98+, Parker 96
    24196H Deutschland - Rheingau
    50,00 €
    weiß
    €/l 66,67
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Der Riesling Landgeflecht stammt aus zwei Weinbergen im ... [mehr]
  5. Riesling Schlehdorn Großes Gewächs (000261) Ökowein

    Riesling Schlehdorn Großes Gewächs  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2013, 0,75 l
    Lobenberg 100, Gerstl 20, Parker 97
    24195H Deutschland - Rheingau
    87,50 €
    weiß
    €/l 116,67
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Komplett durchgegoren auf 1 Gramm Restzucker. Ab 2012, so ... [mehr]
  6. Riesling Schlehdorn Großes Gewächs (000262) Ökowein

    Riesling Schlehdorn Großes Gewächs  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2014, 0,75 l
    Lobenberg 97-99, Gerstl 20
    25764H Deutschland - Rheingau
    90,00 €
    weiß
    ab KW 2017_39 lieferbar
    €/l 120,00
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Schlehdorn ist eine alte Bezeichnung als Subbestandteil der ... [mehr]
  7. Spätburgunder trocken (000263) Ökowein

    Spätburgunder trocken  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2015, 0,75 l
    Lobenberg 93+
    27707H Deutschland - Rheingau
    19,80 €
    rot
    €/l 26,40
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Eine kleine Parzelle von 2 Hektar, aber reinsortig ... [mehr]
  8. Spätburgunder Frühenberg trocken (000264) Ökowein

    Spätburgunder Frühenberg trocken  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2013, 0,75 l
    Lobenberg 97-98+, Gerstl 19
    25765H Deutschland - Rheingau
    40,00 €
    rot
    €/l 53,33
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Der Weinberg von einem halben Hektar liegt im Bereich der ... [mehr]
  9. Spätburgunder Frühenberg trocken (000265) Ökowein

    Spätburgunder Frühenberg trocken  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2014, 0,75 l
    Lobenberg 97-98+
    27620H Deutschland - Rheingau
    40,00 €
    rot
    €/l 53,33
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Der Weinberg von einem halben Hektar liegt im Bereich der ... [mehr]
  10. Spätburgunder Frühenberg trocken (000266) Ökowein

    Spätburgunder Frühenberg trocken  - Lobenbergs Gute Weine
    Peter Jakob Kühn, 2015, 0,75 l
    Lobenberg 95-97
    27764H Deutschland - Rheingau
    40,00 €
    rot
    €/l 53,33
    inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
    Lobenberg: Der Weinberg von einem halben Hektar liegt im Bereich der ... [mehr]

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Blüte 2014

Hallo Heiner,

die Blüte ist bei sonnigem Wetter in der Zeit um den 6. Juni zügig verlaufen.
Direkt im Anschluss an die Blüten haben wir alle Weinberge beidseitig entblättert, wobei wir dies gezielt auf die Traubenzone der Laubwand...

Hallo Heiner,

die Blüte ist bei sonnigem Wetter in der Zeit um den 6. Juni zügig verlaufen.
Direkt im Anschluss an die Blüten haben wir alle Weinberge beidseitig entblättert, wobei wir dies gezielt auf die Traubenzone der Laubwand beschränken.
Es geht um eine frühzeitige Belichtung der jungen Beeren. Dies hat verschiedene Vorteile:
- gute Belichtung reduziert den Befallsdruck von Oidium, der in diesem Jahr sehr präsent ist.
- die Beeren gewöhnen sich an Sonnenstrahlen und bilden eine größere Wärmetoleranz, was im weiteren Reifeverlauf wichtig wird.
- die jungen Trauben können beim Pflanzenschutz optimal benetzt werden, was in dieser sensiblen Phase sehr wichtig ist.

Die Entwicklung der jungen Beeren ist in vollem Gange. Aktuell sind wir noch in der Wachstumsphase. Die Beeren werden zusehends größer. In den frühen Lagen sind die Trauben schon geschlossen, d.h. die Beeren sind so groß, dass das Stielgerüst nun nicht mehr einsehbar ist.
Der Gesundheitszustand ist sehr gut. Perronosporra (Falscher Mehltau) spielt keine besondere Rolle. Oidium (Echter Mehltau) ist dieses Jahr präsenter, aber durch regelmäßige Behandlung der Reben mit Netzschwefel bisher unter Kontrolle.

Auf den Bildern im Anhang sieht man auch sehr schön wie sich die unterschiede der Lagen manifestieren. Um dies deutlich vor Augen zu haben, ist eine Aufnahme aus dem Hendelberg, unserer höchstgelegenen Lage (300 mnN), und eine Aufnahme aus dem Sankt Nikolaus, der direkt am Rhein gelegen ist.

Aktuell flechten wir die Triebspitzen unserer Top-Lagen um den oberen Draht der Laubwandanlage. Auf diese Weise vermeiden wir ein abschneiden der Triebspitze.
Die Triebspitze spielt eine zentrale Rolle in der Nährstoffkonkurrenz mit der jungen Traube und in der Hormonproduktion der Rebe. Ein Abschneiden der Triebspitze hat zur Folge, das die junge Traube verstärkt mit Nährstoffen versorgt wird, dicker und kompakter wird und somit die Gefahr von Botrytis durch gegenseitiges Abquetschen der Beeren steigt.
Schneidet man die Triebspitze ab, entfernt man den Produktionsort einiger wichtiger wachstumsregulierender Pflanzenhormone. Die Folge ist ein stark verstärktes Seitentriebwachstum. Zu viele Seitentriebe verdichten die Laubwand und verhindern eine flüssige Luftbewegung in der Anlage.

Im Großen und Ganzen ist dieses Jahr alles ein bisschen früher als normal. Wir hatten kaum Regen in den letzten Wochen, was bisher noch durch die guten Wasserreserven aus dem feuchten Winter ausgeglichen werden konnte. Ein paar Liter würden wir nun aber doch gerne nehmen, da mit der Verraison der Trauben, also dem weichwerden der Beeren, eine Zeit bevor steht, in der die Rebe einen höheren Wasserbedarf hat.

Kein Jahr ist wie das Andere! Wir schauen nach Vorne!

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