LOB: Der früher Kabinett benannte Wein ist ganz deutlich von der Grapefruit geprägt. Feine Mandarine darunter, ein ganz kleiner Hauch Passionsfrucht, auch Zitronengras, sehr fein. Dann die typische Saarmineralität: Schiefergestein, leichter Salzhauch, extrem ätherisch, fein und zart. In der Nase auch ein Hauch Kamille. Fast rasiermesserscharf geradeauslaufend, extrem schlank. Wieder diese Saarspezifische Schiefermineralik. Viel Grapefruit, extrem klar definiert. Einer der schlankesten, zartesten Weine und zugleich ein ausdrucksstarker Spaßmacher. Im Nachhall wetteifern Zitrusfrucht mit Grapefruit, mit Salz und Schiefergestein um die Gunst des Genießers. Auch ein wenig Minze kommt dazu. Die Krönung der zarten Weine? LOB 93+/100 -- Gerstl: Hanno Zilliken: «Der Wein ist nicht angereichert, hat 8 g Restzucker nur 11% Vol. Alkohol.» Der Duft ist schlicht genial, feine Zitrusfrucht trifft auf raffinierte Mineralität, unglaublich wie komplex so ein Wein duften kann. Am Gaumen zeigt er sich wunderbar cremig, der Gaumenfluss ist betörend rassig, geradezu spektakulär, was für ein fröhlicher Wein, was für ein köstlicher Filigrantänzer, man spürt ihn kaum auf der Zunge, so zart ist er; aber es ist pure Rasse, sensationell aromatischer Nachhall, ein Hit. 17+/20