LOB: Sehr dicht und fast steinig im Nasenbild. Nichts deutet auf viel Frucht und Süße hin, doch langsam entwickelt sich ein Bouquet von getrockneten Früchten und Akazienhonig. Im Antrunk seidig, kompakt und schlank mit immer mehr Zitrusaromen. Immer erfrischender wirkend. Immenser Nachhall, in dem die Frische zum wiederholten Male richtig Fahrt aufnimmt und unglaublich lang wird. Eine grandiose komplexe Auslese, wie ich sie fast noch nie probiert habe. 98-99/100 -- Gerstl: Der Duft ist erstaunlich zart, feine, glasklare Botrytis, herrliche Honignoten, reife Tropenfrüchte im Überfluss, ein Duft von berauschender Komplexität. Auch am Gaumen wirkt der Wein vor allem einmal unendlich fein, dies trotz monumentaler Kraft, wie kann so ein Monsterwein so herrlich leichtfüssig sein, geballte Kraft mit solcher Leichtigkeit über den Gaumen schweben, wie kann so eine sensationell rassige Säure dermassen cremig weich sein, das ist ein unglaublicher Wein, ein Naturwunder der seltenen Art, eigentlich ein Überwein, mit Worten nicht mehr zu beschreiben. Wir waren mit Hanno Zilliken zusammen zu fünft, als wir diesen Wein zum ersten Mal verkostet haben. Da herrschte minutenlange Stille, bevor dann so langsam die ersten Aaahhs und Ooohhs zum Vorschein kamen. Danach probierte jeder auf seine Art, den Wein mit allen möglichen Superlativen möglichst genau zu umschreiben. Ich glaube aber nicht, dass es jemandem gelungen ist. Wer wissen will, wie dieser Wein schmeckt, muss ihn selber erleben. 20/20 -- Gault Millau: Köstliche Aromen von Kamille und Weinbergspfirsich, feinste Apfelnoten am Gaumen, zilisierte lang anhaltende Säure, perfekt eingebundenen, furioses Finale. 98/100